Produktbewertung des Autors:
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Wer liest so was
Hallo lieber Leser, liebe Leserin.
ALLGEMEINES
Kaufgrund
Da ich eine absolute Leseratte bin und gerne mal etwas Neues lese, habe ich mir mal ein Überraschungsbuchpaket bei Ebay ersteigert, um auch mal etwas zu lesen, was ich sonst nie in die Finger bekommen hätte. Darunter war auch dieses Exemplar.
Buchdaten
Titel: Die Henkerin
Autor: Pavel Kohout
Verlag: Goldmann
Preis: Damals 14,80DM
ISBN: 344209405
Seitenzahl: 429
Jahr: 1985
Rubrik: Satire
Art: Taschenbuch
Autor
Pavel Kohout (* 20. Juli 1928 in Prag) ist ein tschechischer-österreichischer Schriftsteller und Politiker.
NACH DEM LESEN
Inhaltsangabe
Der philosophierende Henker Wolf gründet mit seiner jungen Assistentin Schimsa eine Geheimschule, in der sich junge Leute auf die Laufbahn des Henkers vorbereiten sollen. Die obersten Stellen des Staats billigen das Projekt. Der Roman macht mit allen Aspekten der Todesstrafe vertraut, um zu beweisen, dass viele Menschen jederzeit bereit sind, als Henker die Gewalt in der Gesellschaft an der Macht zu halten.
Leseprobe
Seite 46:
Aber immer, Meister. Wenn ich mir nur meine eigene Schlinge knüpfen dürfte?
Wäre es nicht besser, ihn zu reißen? fragte Wolf zweifelnd. Am Liebsten hätte er sein Wort zurück genommen.
Das wäre ihm gegenüber unfair, sagte der Junge zu seiner Überraschung..
Meine Meinung
Als ich das Buch aus den Karton genommen habe, dachte ich cool, ein super interessantes Thema. Die erste Henkerin der Welt, das muss doch total spannend sein.
Der Einstieg war schon recht komisch. Erst wird sie nicht zur Schauspielschule zugelassen und auch zum Abitur nicht. Dies wird erzählt, als würde man einen Vorspann lesen und danach erst das eigentliche Kapitel erfahren. Bis ich merkte, dass die Bindestriche vor den Sätzen, wie in meiner Leseprobe, Wörtliche Rede bedeuten, hat schon etwas gedauert. Ist man erstmal in der Geschichte, was etwas dauert, da man sich an den Stil gewöhnen muss, merkt man, dass es sich hierbei nicht wie angenommen um etwas Spannendes, sondern eher etwas Lustiges mit ernsten Hintergrund handelt. Dadurch war ich schon etwas enttäuscht, da ich mich so auf etwas Spannendes gefreut hatte. Ich habe mich bis zum Ende des Buches mit dem Stil und dem Satirischen nicht anfreunden können. Dazu ist es schwer einfach mal das Buch aus der Hand zu legen, da man ja kaum gute Pausen einlegen kann und man zwar nichts auslassen möchte, aber auch schnell zum Ende kommen will.
Gelesen habe ich das Buch in zwei Tagen. Wobei ich sehr häufig gewillt war es einfach aus der Hand zu legen. Es ist zwar lustig und das auf eine ernste Art und wenn man nicht von diesem Thema etwas anderes erwartet hätte, sicher auch total gut. Ich denke, auch wenn der Autor dies anders umgesetzt hätte, vom Stil her, dann hätte es mir sicher auch besser gefallen.
Vom Alter her würde ich es nicht unbedingt jüngeren Lesern empfehlen, da sie den Hintergrund und den Inhalt gar nicht richtig verstehen könnten.
Empfehlen kann ich das Buch, nur Leseratten, die gerne Bücher von diesem Autoren lesen, da ich es selbst einfach sonst nicht wirklich gut fand.
Bewertung
Ohne jemanden angreifen zu wollen, von mir bekommt es nur einen Stern, einfach weil es mich nicht so gefesselt hat und der Stil und die Umsetzung nicht mein Fall waren.
Pro: Idee
Contra: Rest
Danke fürs Lesen und Bewerten.
Eure Sarah