Die Herrin Thu / Pauline Gedge

Die Herrin Thu / Pauline Gedge

ISBN: 9783499228353 - Verlag: Rowohlt Tb. mehr

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... Bericht ( in ciao) über das Buch "Die Herrin Thu" von Pauline Gedge machte mich neugierig, weil ich dachte: die Aussagen genügen mir nicht, MUSS da selbst lesen. Und es dauerte seine gewisse Zeit, bis ich gestern über Buchversand das Buch ( bei ebay gut ersteigert bekommen zu 2,50 Euro ... Bericht lesen





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Endlich angekommen!
Erfahrungsbericht von argoni über Die Herrin Thu / Pauline Gedge
23.06.2008


Produktbewertung des Autors:   

Niveau anspruchsvoll 
Unterhaltungswert hoch 
Spannung sehr spannend 
Wie ergreifend ist die Story? sehr ergreifend 

Pro: gewohnt lässige und anschauliche Erzählweise
Kontra: Aufteilung der Teile in 3 ich - Erzähler

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Gestehe mal ein: unter anderem DIESER 1. Bericht ( in ciao) über das Buch "Die Herrin Thu" von Pauline Gedge machte mich neugierig, weil ich dachte: die Aussagen genügen mir nicht, MUSS da selbst lesen.

Und es dauerte seine gewisse Zeit, bis ich gestern über Buchversand das Buch ( bei ebay gut ersteigert bekommen zu 2,50 Euro und 1,-Euro Versandkosten ) endlich in Händen hielt. Endlich, weil ich Pauline Gedge zu meinen Lieblingsautorinnen zähle und endlich, weil Thu`s Schicksal mich irgendwie berührte.

Ein gebrauchtes Buch hat ja so seine Tücken, wenn man es ersteigert, gebrauchter Zustand war bekannt und ich bin es zufrieden, wie es aussieht: es fehlen keine Seiten, herumgemalt im Buch wurde auch nicht und Seiten sind auch nicht lose.

Einstiger Preis in DM : 18,90 und in Euro: 9,90 (ab 1.1.2002) der Buchrückseite zu entnehmen.
Als rororo-Ausgabe trägt das Buch die Nr.: 22835, rororo ist auch im Internet nachguckbar eben unter www.rororo.de.

Vorderseite des Buches entspricht 100%ig dem Muster von ciao.

21.Juni 2008 begann also der Lesegenuß für mich speziell.

Neugierig, wie es nun mal meine Art ist, las ich schon mal kreuz und quer - vom 1. Band und Vorgänger, der sich nannte "Das Mädchen Thu und der Pharao" waren mir ja gewisse Personen bekannt geworden, auf deren Handlungen ich nun lauerte. Und mir fehlt die erste Dienerin von Thu ein wenig: Disenk, von der ich annahm, sie würde irgendwann wieder eine Rolle spielen.

1. Teil ist dem ich-Erzähler KAMEN gewidmet und heißt auch so.

1.Kapitel

Kamen, ein junger Soldat und die merkwürdige und folgenschwere Begegnung mit Thu (ohne daß ihr Name fällt weiß ich, daß sie es ist, eben auf Grund des Schicksals, welches die Verbannte auszuhalten hat: niedrigste Dienste leisten müssen anstelle die hohe Stellung an der Seite des Pharaos genießen zu können) von Seite 7 bis 30 also verschlungen: stimmig, nicht langweilig, es ist fast das, was ich erwartet hatte: Thu wurde wegen ihres Verhaltens (den Pharao unbedingt benachrichtigen zu wollen) von den Dorfbewohnern für verrückt erklärt. Die weitere Begegnung mit Kamen ( ob das wohl sein echter Name sein wird?) verfolge ich
gespannt weiter..

2. Kapitel: von S. 31 bis Seite 58
------------------
Möglicherweise paßt die Vorstellung von Kamen`s zu Hause anderen Lesern nicht, mir paßt das sehr wohl. Und: Begegnung mit einer alten Person (Kaha - dem Schreiber), die uns aus Band 1 bereits bekannt gemacht wurde. Freundin aus Kinderzeit und nunmehrige Verlobte Takhuru wird vom ich-Erzähler Kamen aufgesucht und es verwundert schon sehr, daß er an der Beziehung zu ihr zu zweifeln scheint.

Vorstellung der Lebensumstände für mich durchaus angebracht, so weiß man doch, welche Ansprüche die Personen ans Leben und an andere Menschen haben.

3. Kapitel: ab Seite 59 bis Seite 83:

Nenne es mal so für mich: Kamen will wissen, wer seine Eltern wirklich sind, der Ziehvater sagt es ihm aus gutem Grunde nicht.

4. Kapitel: ab S. 84 bis Seite: 122:

Etwas Ungeheuerliches soll geschehen: die sogenannte Irre in Aswat soll verhaftet werden, was Kamen noch nicht verstehen kann. General Paiis? Wieder eine düstere Gestalt aus Thu`s lebhafter Vergangenheit.. er muß reagieren, denn sonst...

5. Kapitel: ab Seite 123 - 165:

Spannung steigt, nur soviel an Mitteilung: Kamen lernt Thu näher kennen und wird ihr zu helfen versuchen..

6. Kapitel: ab Seite 166 - 203:

Um es wieder auf einen kurzen aber wichtigen Nenner zu bringen: Kamen erkennt endlich, daß Thu seine Mutter ist und weiß endlich, welchen Rang er eigentlich bekleidet: einen ziemlich hohen nämlich.

Zweiter Teil :KAHA - richtig mit vollgeschriebener Seite ab Seite 207 bis zur Seite: 310.

7.Kapitel von S.207-237

7. Kapitel ist auch noch ein Wechsel des Ich-Erzähler` s zu bemerken. Der Schreiber Kaha ist jene interessante Person, die uns näher gebracht wird. Er diente schon unter dem Seher Hui , weshalb er den Arbeitgeber wechselte, wird man noch erfahren. Verschiedene Leute begegnen uns wieder, die gemeinsam mit Thu den Untergang des Pharaos zwar beschlossen, aber der Pharao überlebte den einstigen Anschlag auf sein Leben, nur seine Lieblingsgespielin starb damals, wie man sich evtl.noch erinnert?

8.Kapitel: ab S.238 - 283:

Takhuru ( Tochter eines Reichen und sehr verwöhnt und Verlobte von Kamen ) wird gesucht, ist aber nur zu Besuch und Thu`s Manuskript wird immer wichtiger.

9.Kapitel: ab S.284 - 310

Story treibt dem Höhepunkt zu: dem Manuskript und zugleich wird nach Thu gefahndet, um sie zu retten.

Dritter Teil widmet sich dem 3. ich-Erzählers: und heißt THU

Thu bekommt Gelegenheit nicht nur zu handeln, sondern auch nachzudenken (nachlesbar natürlich)

10. Kapitel beginnt so richtig auf S. 313 - S.345

Thu eilt sich. Zunächst um in Pi-Ramses vorwärts zu kommen dann um eigentlich zielstrebig ( denn zunächst amüsierte sie dieser Gedanke ) Hui aufzusuchen. Interessant zu lesen, welche Gedanken sie dabei wälzt, u.a. jene über den Harem, den sie nie wieder sehen wollte.

11.Kapitel : ab S.346 - 381

Thu und Hui begegnen sich wieder und auf Seite 355 finden sich Sätze, die nicht für Kinderaugen gedacht sind, denn sie haben in grober derber Weise was mit der tollsten Sache der Welt zu tun oder wenigstens in Andeutungen. Thu wird erneut verhaftet, aber diesmal findet sie sich im Harem wieder und nicht in einer Gefängniszelle.
Über eine ( es können dem aufmerksamen und wsl. kritischen Leser durchaus weitere auffallen ) Ungereimtheit stolperte ich , als Thu schon so vor dem Hüter der Tür Amunnacht - einem ihr lieben und guten Menschen - vor sich hindenkt, das liest sich dann so: (auf S.375)

....Die Zeit war auch hier nicht stehengeblieben, genausowenig wie sie mich während dieser endlosen Jahre in Aswat verschont hatte. Ich hatte mich nicht in einer Zeitfalle verfangen, die Vergangenheit war für immer tot.....

Das soll genügen Anfang und Ende durch ... gekennzeichnet. Über den Begriff Zeitfalle wunderte ich mich schon sehr. Entweder hat sich der Übersetzer eine ganz besondere Freiheit gestattet oder die Autorin hat da übers Ziel hinausgeschossen, denn müßte Thu nicht wenigstens wissen, was eine Zeitfalle ist? Wie würde wohl ein Ägypter jener Pharaonenzeit den Begriff Zeitfalle erklären?! Etwas zu modern für meine Begriffe...

12.Kapitel: ab S.382 - 406

Thu ist irgendwie zu beneiden, denn ab jetzt geht es ihr wirklich gut, sie ist Ehrengast des Prinzen. Also nur relaxen angesagt. Thu kann es aber nicht lassen und muß unbedingt mit ihrer alten Zellengenossin Hunro reden, die nun Hohn und Spott für Thu übrig hat, noch hat der Prozeß auch nicht begonnen und Hunro hofft noch, mit einem blauen Auge davon zu kommen.

13. Kapitel: ab S. 407 - 443

Thu darf ein letztes Mal den Pharao besuchen um um Vergebung zu bitten, sie bekommt viel mehr als das: sie darf sich nehmen, was sie möchte und bekommt auch den Titel Herrin zurück.

Meine Meinung zu gewissen Textstellen: ich nehme Thu nicht ab, daß sie nicht gerne Königin geworden wäre aber sie war wohl schlau genug, abzulehnen. Möglicherweise hätte der Pharao es nicht ernst gemeint und sie hätte ihre Vergebung nicht bekommen?

Während des Prozesses, der im 13. Kapitel beginnt und im Verlauf des 14. endet:
betrachtet sie eingehend den Prinzen, denn diesen hatte sie einst mit dem Vater verwechelt (das heißt: den Prinzen für den Herrscher gehalten), dieser ist auch gealtert und stellenweise nicht zum Vorteil.

14.Kapitel: ab S. 444 -470

Es gibt Menschen, die im Internet Fehler diskutieren, die ihnen in Filmen auffallen. Ich würde mich über Fehler in Büchern unterhalten und verweise den Leser mal auf Seite 445, wo offenbar ein Druckfehler aufgetreten ist , der Autorin traue ich derart Sinnentstellendes nicht zu. Die Sätze lesen sich so: ( auch als Leseprobe gedacht ): Zur Erläuterung: der Prinz, welcher der nächste Pharao werden wird, hat eine deftige Unterredung mit Paiis und sagt:

u.a.: " Soll ich die Trugbilder meiner Sinnestäuschung nennen, oder willst du es tun? Paiis fuhr sich mit der Zunge über die Lippen....

Betrachtet man die beiden Sätze, fällt natürlich sofort auf: sie haben ja was mit dem Geschehen zu tun, nur: wie sie gedruckt wurden, lassen sie den Leser stutzen. Sicher wäre es richtig gewesen, wenn hinter tun? ein " gekommen wäre, Paiis Handlung in einem neuen Abschnitt und nicht sinnentstellend gleich hinterhergeklatscht worden wäre. Etwas mehr Sorgfalt hätte die Druckerei ruhig walten lassen können, ich nehme nicht an, daß nur mein Exemplar aus dem Jahre 2000 diesen Mängel aufweist, der nur beim näheren Hinsehen auffällt.

Thu bekommt endlich die langersehnte Rache.

15. Kapitel von S. 471 bis 503

Thu begegnet zum letzten Mal Hunro: zuerst höhnt diese, obwohl sie was möchte, fleht die ehemalige Heilkundige doch noch an, ihr mit Gift zu helfen. Als edle Frau darf Hunro sich selbst das Leben nehmen, dazu ist sie aber zu feige. Thu wird helfen..

16.Kapitel von S. 504 bis 541

Es scheint ein gemütliches abschließendes Kapitel zu werden, aber zum Schluß kann Thu mit sich, der Familie und ihrem Leben zufrieden sein.

Meinung abschließend: Die Aufteilung in "Kamen" "Kaha" und "Thu" mag nicht jedem Leser gefallen, man muß sich ja auch jedesmal neu einrichten beim Lesen. Thu, die im 1. Band die wohlverdiente Strafe bekam, schaffte es durch ihren Sohn, (dem sie die Papyri anvertraute in der Hoffnung, er würde sie weiterleiten) an den Hof des sterbenden Pharaos zurück.
Eine Menge Glück brauchte Thu und viel Unterstützung um endlich außerhalb des ruhigen Harems (aber eben auch gefährlichen) neu anzufangen.
Ja, ich freue mich für die Phantasiegestalt Thu - einst geliebte Nebenfrau eines alternden Königs -, daß sie die Chance bekommt, die viele Nebenfrauen nie bekamen: in Freiheit weiterleben zu dürfen und dazu noch immer wohlhabend.

Ist es nun ein Buch, welches man leichten Herzens empfehlen kann? Den Erwachsenen oder Jugendlichen sicher, die zwischen den Zeilen lesen können, welche Leidenschaften da schlummern. Etwas kompliziert geschrieben, langweilig aber keinesfalls. Ich empfehle es!   

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Die Herrin Thu
Bewertung für Die Herrin Thu / Pauline Gedge von SilviaRegina

Pro: Noch besser als das "Mädchen Thu und der Pharao"
Kontra: keine Kontras

Die Herrin Thu ist der Folgeband zum "Mädchen Thu und der Pharao". Ich konnte das Erscheinen damals kaum erwarten, als ich den ersten Band gelesen hatte. Verbannt in ihr Heimatdorf und von vielen für verrückt gehalten, schafft Thu, durch geschicktes Takt ... Bericht lesen

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15.04.2004


Die Herrin Thu / Pauline Gedge

Haupteigenschaften

EAN: 9783499228353

ISBN: 3499228351

Autor: Pauline Gedge

Autor Nachname: Gedge

Autor Vorname: Pauline

Autor Name invertiert: Gedge, Pauline

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