... Die Geschichte
3. Der Autor
4. Sonstiges
5. Meiner Meinung nach...
6. Fazit
1. Vorwort
*~*~*~*~*
Letztens stand ich im Bertelsmann mit einem Gutschein in der Hand und einer schweren Entscheidung vor mir. Was nehme ich mit? Da unsere Filiale in Speyer nicht die größte ist und daher ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von AlaMoana über Die Hitzekammer / Wolf Serno 27.01.2003
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
~ DIE HITZEKAMMER von Wolf Serno ~ *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
1. Vorwort 2. Die Geschichte 3. Der Autor 4. Sonstiges 5. Meiner Meinung nach... 6. Fazit
1. Vorwort *~*~*~*~* Letztens stand ich im Bertelsmann mit einem Gutschein in der Hand und einer schweren Entscheidung vor mir. Was nehme ich mit? Da unsere Filiale in Speyer nicht die größte ist und daher auch nicht die beste Auswahl hat fiel mir eigentlich gleich ein Buch in die Augen. Vorne auf dem Einband steht groß der Name des Autors. Wolf Serno... noch nie gehört. Es trägt den Titel „Die Hitzekammer“... darunter „Historischer Kriminalroman“. Da ich mein Leserherz mittlerweile schon etwas an die historischen Romane verloren habe las ich auf der Rückseite weiter. Anscheinend hat es die kurze Zusammenfassung geschafft mich neugierig zu machen... ich habe es jetzt die letzten 2 Wochen immer mal wieder in der Mittagspause zur Hand genommen.
2. Die Geschichte *~*~*~*~*~*~*~* Kirchrode im Jahre 1547. Der Alchemist und Magister Ludolf Lapidius lebt erst seit kurzer Zeit in der kleinen Stadt. Sein Schaffen gilt dem Ziel, aus Quecksilber Gold herzustellen. Eines Tages wird er vom Stadtrat herbeigerufen um eine unter der Folter zusammengebrochene Frau wieder aufzupäppeln. Freyja Säckler, eine Kräuterhändlerin, ist der Hexerei angeklagt. Es gibt Zeuginnen... doch immer noch leugnet sie ihr Treiben. Lapidius findet heraus, dass die Ursache ihres Zusammenbruchs nicht bei der Folter direkt liegt. Die hübsche Frau ist von der Syphilis geschwächt. Der Stadtrat gibt ihm 3 Wochen Zeit, um sie zu heilen, damit sie auf dem Scheiterhaufen brennen kann. Deshalb nimmt er sie in sein Haus auf und Behandelt sie mit einer Kur, mit der er vor Jahren selbst die Seuche bekämpft hatte: 21 Tage in der Hitzekammer, die durch ein Feuer beheizt wird. Er selbst ist überzeugt von Freyjas Unschuld, so zieht er los und versucht sie aus der misslichen Lage zu befreien. Während er sich an die Zeuginnen hält, wird eine nackte Frauenleiche unter dem Kräuterkarren der „Hexe“ aufgefunden, auf deren Stirn die Buchstaben FS eingeritzt sind. Die Stadtbewohner sehen darin natürlich das Zeichen dafür, dass Freyja Säckler die Frau ermordet hat. Lapidius allein weiß, dass dies nicht sein kann, da sie in der Hitzekammer eingeschlossen ist. Als dann ein Frauenkopf, mit Bockshörner bestückt über der Tür seines Hauses angebracht wurde, war es für jeden klar, wer die blutrünstige Mörderin ist.
Durch Zufall stößt Lapidius in einer Kirche auf ein großes Gemälde, auf dem der Erzengel Gabriel drei Teufel vertreibt. Das Bild wurde geschändet... die Kehle des Engels wurde durchtrennt. Die drei Teufel wurden auf dem Bild als Filii Satani, aus dem lateinischen soviel wie „die Söhne des Teufels“. FS ... das könnte auch Filii Satani bedeuten. Also macht sich Lapidius auf die Suche nach den drei Teufeln, die wahrlos Frauen schänden und töten und Freyja auf den Scheiterhaufen bringen wollen.
Doch die Teufel sind mächtig und der Magister bringt sich selbst in Gefahr. Es gibt viele Verdächtige... ist es der mürrische Nachbar Tauflieb? Sein dummer Hilfsarbeiter Gorm? Der unfähige Büttel Krabiehl? Der Schreiber Fetzer? Der Apotheker Veith????? Ein großes Rätsel tut sich vor Lapidius auf. Am Anfang scheint es unlösbar... Schafft er es Freyja von der Seuche zu heilen? Und wenn ja, kann er sie von den Beschuldigungen entlasten?
3. Der Autor *~*~*~*~*~* Wolf Serno ist 1944 in Hamburg geboren. Nach einem Kommunikationsstudium arbeitete er als Texter und Creative Director in großen Werbeagenturen und war Dozent an der Werbefachschule Hamburg. Sein Debüt „Der Wanderchirurg“, sowie sein zweiter Roman „Der Chirurg von Campodios“, der erste und zweite Teil einer Trilogie, waren große Erfolge. Mit „Die Hitzekammer“ legt der Autor seinen ersten historischen Kriminalroman vor. Wolf Serno lebt mit seiner Frau in Hamburg.
4. Sonstiges *~*~*~*~*~* Das Buch selbst ist komplett schwarz. Auf dem Rücken steht weiß der Name des Autors und der Buchtitel. Der Schutzumschlag ist außen in rotbraun gehalten. Ein Bild ist zu sehen. Man erkennt sofort, dass es mittelalterlicher Herkunft sein muss. Auf der Innenseite des Umschlages ist nochmals eine etwas längere Inhaltsangabe und ein Bild des Autors mit samt Biografie. Das Buch ist nach den Behandlungstagen in Kapitel gegliedert.
Erschienen: 2002 bei Droemersche Verlagsanstalt Buch-Nr.: 003197 Preis: 16,50 Euro Seitenzahl: 350 Informationen: http://www.derclub.de/is-bin/INTERSHOP.enfinity/eCS/Store/de/-/EUR/DEDisplayProductInformation-Enter;sid=d-eBqzRnVQmBqApB2REQT8PmHU5payIhgAY=?ProductSKU=01%2e003197&AddRef=
5. Meiner Meinung nach... *~*~*~*~*~*~*~*~*~*~* Ehrlich gesagt, hätte ich was ganz anderes erwartet. Im Gegensatz zu Paul Harding, dessen Bücher ich regelrecht verschlinge, legt Wolf Serno das größte Gewicht NICHT auf die Darstellen der Landschaft und der Menschen des Mittelalters sondern wirklich auf das Lösen des Kriminalfalles. Kenntnisse über die Syphillis werden hier auch besonders vermittelt. Mal was anderes... aber auch nicht schlecht! Ich finde vor allem die Charaktere sehr gut dargestellt. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Lapidius und Freyja ist interessant zu beobachten. Anfangs eher scheu, mit der Zeit an Vertrauen gewinnend und am Ende verliebt...
Sehr gut finde ich auch den Charakter von Marte, Lapidus‘ Magd. Vorlaut, große Klappe.. aber ihrem Herrn immer treu ergeben. Selbst, als sie von den Teufeln erpresst wird, verliert sie kein falsches Wort. Insgesamt ist der Roman sehr spannend. Außerdem ist er einfach geschrieben. Wenn Fremdwörter (von den Gefäßen in Lapidius‘ Labor z.b.) benutzt werden, werden sie gleich danach erklärt. Also recht leichte Kost das alles.
Ich hab halt im Großen und Ganzen wirklich den Teil „mittelalterlich“ aus dem Versprechen „mittelalterlicher Roman“ vermisst. Wären da nicht die Ausdrücke „Büttel“ oder „Wams“ und die Hexenverbrennung gewesen, hätte man diesen Aspekt wahrscheinlich gar nicht bemerkt. Schade...
6. Fazit *~*~*~* Im Großen und Ganzen ein empfehlenswertes Buch für Jeden, der gerne mal beim Lesen entspannen möchte. Interessante Details aus dem Mittelalter sind jedoch nicht zu erwarten. Deshalb vergebe ich 4 Sterne!
Danke für s Lesen und Bewerten... freue mich über Kommentare!!!! Grüße Monja
Pro: Spannend, gute Detailbeschreibungen Kontra: Nichts für schwache Nerven!
Hallo liebe ciao-Leserinnen und Leser!
Ich habe letzte Woche nun das dritte Buch von Wolf Serno "Die Hitzkammer" angefangen zu lesen.
Als ich das erste Buch von diesem Autor geschenkt bekam, dachte ich: "So`´n Mist, ich les doch keine Mittelaltersch ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich