Frauen und die Kriegskunst im Mittelalter
19.02.2007
Pro:
nette "Nebenbei - Lektüre"
Kontra:
am Schluss geht es arg schnell
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 roli-b
Über sich:
Ja es gibt mich noch - Aktuell wieder mit einem neuen Bericht- bin zurück aus dem Urlaub :-) - wow u...
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Liebe Mitglieder und Leser/innen in der Ciao-Community. Bevor ich mit diesem Bericht anfange will ich erst mal meine Begeisterung über Eure Bewertungen meiner letzen Berichte zum Ausdruck bringen. Dass mein KAGO-Bericht hat über 85 BHs erhalten hat finde ich absolut Wahnsinn UND mein Hotel-Bericht zum FAIR RESSORT in Jena ist immer noch BESONDERS HILFREICH und hat bisher 76 BH-WERTUNGEN erhalten. Ich find das einfach unglaublich und sage DANKE, DANKE, DANKE! Heute gibt's keinen sooooo megalangen Bericht, sondern wieder mal einen "normalen Bericht" aus der "Fortsetzungsreihe": Roland fährt Zug und liest….grins. Es geht mal wieder um einen historischen Roman von Iny Lorentz, um "Die Löwin". Gliederung: - Vorbemerkung - Bezugsquellen/Daten - Der Autor - Inhalt - Meine Meinung - Fazit
***Vorbemerkung*** --------------------------Nac hdem ich ja vor kurzem mit "Der Afghane" den historischen Romanen "fremdgegangen" bin, kommt nun wieder ein Bericht zu einem Buch von Iny Lorentz. Historische Romane find ich zwar unwahrscheinlich gut, aber es ist doch so, dass es de facto immer wieder um ähnliche Inhalte - nämlich das Rollenverständnis von Mann und Frau im Mittelalter und die daraus resultierenden Geschichten - geht. Wie dem auch sei, sie eignen sich auf jeden Fall als "nette gute-Nacht-Lektüre". ***Bezugsquellen/Daten*** ---------------------- -------------Iny Lorentz Die Löwin Erscheinungsdatum 2006 (für die Taschenbuch-Ausgabe) Verlag: Knaur-Verlag Seitenzahl: 563 ISBN-10: 3-426-63248-9 Preis: 8,95 € - für das Taschenbuch Wie fast immer habe ich nichts dafür bezahlt, sondern mir das Buch in der Bücherei ausgeliehen. ***Die Autorin*** ---------------------- FAKEHINWEIS: Die Angaben zur Autorin sind aus meinen bisherigen Berichten zu Iny Lorentz übernommen und somit nicht wirklich neu!Iny Lorentz, geb. 1949 in Köln arbeitete in verschiedenen Berufen und arbeitet seit 1980 als EDV-Spezialistin in einer großen Versicherung in München. Sie begann schon früh zu schreiben und veröffentlichte u.a mit ihrem Ehemann Elmar ein Kinderbuch. Der Durchbruch als Autorin gelang ihr mit ihrem ersten historischen Roman im Jahr 2003 - das war "Die Kastratin".Ihr neuestes Buch - erschienen Ende 2006 - ist "Die Pilgerin", über das ich schon berichtet habe. ***Inhalt*** ---------------Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich will und werde hier nur Teile des Buchs vorstellen und hab keinesfalls die Absicht euch hier den gesamten Inhalt zu verraten! Die Geschichte beginnt im süddeutschen Schwabenland spielt aber hauptsächlich Ende des 14. Jahrhunderts in Norditalien.Catarina Eldenberg, die Tochter von Franz von Eldenberg wächst auf der Burg der Eldenbergs, ohne ihre früh verstorbene Mutter (die Tochter des italienischen Marchese Olivialdi) und ohne Ihren Vater auf. Ihr Vater, Franz von Eldenberg weilt meist in Italien und ist dort ein hoch geachteter Feldherr und Anführer eines großen Söldnerheers, der "Eisernen Kompanie", die noch nie eine Schlacht verloren hat. Mit gerade einmal 20 Jahren flieht Catarina vor den Nachstellungen ihres Nachbarn Hartmann Trefflich, der sie zu einer Ehe mit seinem Sohn zwingen will, über die Alpen um bei ihrem Vater Schutz zu suchen. Was Catarina bei ihrem Aufbruch nach Italien aber nicht weiß ist, dass just zu dieser Zeit ihr Vater, der gegen den aufstrebenden Herzog von Mailand ist und um keinen Preis bereit ist in die Dienste des Mailänder Herzogs zu treten, einer Intrige zum Opfer fällt. Als Catarina nach einer beschwerlichen Reise bei der "Eisernen Kompanie" ankommt sind ihr Vater und ihr Bruder bereits ermordet und ihr Neffe Fabrizio Borelli beansprucht nun die Führung der "Eisernen Kompanie". Wer soll die Führung auch sonst übernehmen, da Eldenberg ja keinen weiteren männlichen Erben hat. Borelli will, mit der Eisernen Kompanie, in die Dienste des Mailänder Herzogs treten und so Ruhm, Ehre Ansehen und Geld erwerben, also alles das tun, was sein Ziehvater, Franz von Eldenberg, in Italien genannt "Monte Elde" stets strickt abgelehnt hat. Catarina wird das Drängen Borellis ihr die Eiserne Kompanie abzukaufen unheimlich und wittert, dass hier irgendwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Entgegen allen bisherigen Sitten und vor allem entgegen dem damaligen Frauenbild entschließt sich Catarina ihr "Erbe" anzutreten und als Capitana der Eisernen Kompanie zu reiten und die Verträge, die ihr Vater abgeschlossen hat, zu erfüllen. Borelli wird aus dem Feldlager der Eisernen verjagt - mit ihm desertieren zahlreiche italienische Söldner und Offiziere, die sich nicht dem Kommando einer Frau unterordnen wollen. Catarina gelingt es aber, mit tatkräftiger Hilfe von Hans Steifnacken, einem sehr erfahrenen Unteroffizier, der das Vertrauen vieler Söldner der Eisernen Kompanie genießt, die Eiserne Kompanie zusammenzuhalten. Als Tochter von "Monte Elde" genießt Catarina bei den Söldnern hohes Ansehen…dies ist aber keinesfalls ihrer Frauenrolle geschuldet, sondern allein ihrem ermordeten Vater, der von seinen Soldaten schier vergöttert wurde. Die Führung der Kompanie zu übernehmen ist aber nur ein erster Schritt. Es stehen ihr noch viele Bewährungsproben bevor, da der Mailänder Herzog Visconti unermüdlich und schier übermächtig seinen Herrschaftsbereich ausdehnt und immer mehr Städte sich dem Mailänder zuwenden. Besonders brisant ist in den politischen Ränkespielen Norditaliens, dass auch der Marchese Olivaldi, Catarinas Großvater auf der Seite des Mailänder Herzogs steht…. Außerdem ist immer noch unklar, wer Monte Elde ermordet hat. Catarina brennt darauf den/die Mörder ihres Vaters zu finden und den Tod ihres Vaters zu rächen…. Und dann ist da auch noch eine Liebesgeschichte……. Gelingt es Catarina als Capitana der Eisernen Kompanie Fuß zu fassen? Oder leidet die Achtung der Eisernen Kompanie bei ihren Feinden so stark, dass der von Franz von Eldenberg erworbene Ruf schnell verblasst….wie besteht Catarina ihre "Feuertaufe" in der ersten Schlacht? Gelingt es dem Bündnis des Herzogs von Molterossa die Expansionspläne des Mailänder Herzogs einzudämmen? Wer hat Franz von Eldenberg ermordet? Gelingt es Catarina die Mörder ihres Vaters zu finden und den Tod ihres Vaters zu rächen? Muss Catarina auch gegen ihren Großvater zu Felde ziehen? Und….natürlich…..was ist das für eine Liebesgeschichte? Gibt Catarina ihre Rolle als Heerführerin zugunsten einer Eheschließung auf? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet….na klar….Iny Lorentz in dem Buch "Die Löwin". ***Meine Meinung*** ---------------------------Iny Lorentz hat den Roman "Die Löwin" geschickt in den historischen Hintergrund eingebaut. Italien ist im 14. Jahrhundert ein wahrer Flickenteppich vieler kleiner und kleinster Herrschaftgebiete. Erst 1378 begann der damalige Mailänder Herzog Visconti damit Schritt für Schritt seinen Machtbereich auszudehnen mit dem Ziel die Herrschaft über Norditalien und damit die Köngiswürde Italiens zu erringen. Iny Lorentz wirkt dabei nicht belehrend, schafft es aber mit ihrer fiktiven Geschichte über die Capitana der Eisernen Kompanie und dem fiktiven Herzogtum Molterossa dem Leser "spielerisch" die Geschichte näher zu bringen, so dass man zwar primär eine fiktive und entspannende Geschichte liest, gleichzeitig aber doch ein wenig über die damalige politische Situation Italiens erfährt. Natürlich ist nicht nur der historische Hintergrund von Iny Lorentz gut dargestellt - klar wie immer gibt es eine starke Frau, die diesmal zwar nicht in Männerkleidung auftritt, aber als Heerführerin in einem zutiefst männlichen Beruf auftritt und dort so allerhand Abenteuer zu bestehen hat. Ich fand es interessant zu lesen, wie es Caterina gelingt allen Widrigkeiten zu trotzen und immer und immer wieder zum Erfolg zu kommen. Auch für die etwas "zarter besaiteten" Leserinnen und Leser ist dieses Buch gut geeignet. Es gibt keine wirklich megablutigen Kampfszenen und auch die ansonsten bei Iny Lorentz recht häufig vorkommenden Sex- und/oder Vergewaltigungsgeschichten gibt es in die Löwin nicht.Alles in allem ist das Buch, so wie man es von Iny Lorentz gewohnt ist recht spannend und flüssig geschrieben, auf einem literarisch nicht zu hohen Niveau und somit als Urlaubs- und Gute-Nacht-Lektüre gut geeignet. Einzig, was auch nicht verwunderlich ist, da das Buch nun mal in Italien spielt, die zahlreichen italienischen Namen der unterschiedlichen Feldherren und Fürsten sind ein klein bisschen gewöhnungsbedürftig….nun wer damit Schwierigkeiten hat, auch kein Problem, es gibt im Buch (hinten) eine Aufstellung der wesentlichen Akteure, so dass man da bei Bedarf jederzeit nachschlagen kann. Wie auch schon bei "Die Goldhändlerin" so muss ich aber auch hier wieder ein wenig den Schluss des Buches kritisieren. Während im Laufe des Buchs viele Dinge in epischer Breite dargestellt werden, geht es Schluss dann doch schlag auf Schlag und in gerade mal 50 Seiten werden dann die wesentlichen Verstrickungen sehr schnell aufgelöst….hier hätte man sicherlich noch ein bisschen mehr zu schreiben können oder das Ganze für den Leser etwas schlüssiger darstellen können.
***Fazit*** --------------"Die Löwin", ist ein weiterer historischer Roman von Iny Lorentz, der mir durchaus gefallen hat. Er ist flüssig geschrieben und gut zu lesen, aber ohne "gravierende Höhepunkte". Ich denke, dass das Buch eine Leseempfehlung verdient hat und vergebe gerade noch 4 Sterne.Ich wünsch euch wie immer viel Spaß beim Lesen meines Berichts und freue mich auf Anregungen, Ergänzungen, Kommentare und Bewertungen.LG Roland
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Die Lwin - Lorentz, Iny
Taschenbuch, 592 S., Erschienen: 2006
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12.08.2007 17:56
ein interessanter und gut geschriebener Bericht. Habe das Buch mal auf meine Leseliste gesetzt, weil das Thema mal was anderes ist. LG Lilliane
01.03.2007 11:43
Toll beschrieben, aber nix für mich...;0( Liebs Grüssle
25.02.2007 01:57
ich liebe historische romane ... .-) lg mozarteum