Orks die für eine gute Sache kämpfen?
10.03.2009
Pro:
neue Einblicke in die Welt der Orks, geniale story
Kontra:
nix
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 KunibertDroech
Über sich:
Was soll man schon großartig hier reinschreiben? Ich höre Metal, trinke Met und bin unverbesserliche...
Mitglied seit:21.02.2009
Erfahrungsberichte:25
Vertrauende:49
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zum Produkt an sich Tja, endlich hat PIPER das Problem mit dem leicht verknickbaren Buchrücken in den Griff bekommen und der Leser muss das Buch nicht mehr wie ein Stück Porzellan behandeln! Danke, ich dachte schon ich muss mich ewig mit diesem lästigen Makel rumärgern! Wie gewohnt ist auch der Einband einwandfrei und solide gefertigt. Was mir persönlich noch fehtl, wäre wohl ein fest eingebundene Variante die mir einfach sympathischer sind. (Machen sich besser in ner Bücherwand und so). Leider Gottes sind soche Bücher mit festem Einband immer viel zu teuer, aber der rein visuelle Vorteil ist nicht zu leugnen.Zur Geschichte Wir befinden uns im Lande Maras-Dantien, einem Land, dass erst seit kurzem von Menschen bevölkert ist und die dortigen Älteren Rassen wie Orks, Zwerge, Drachen...usw. langsam aber sicher verschwinden, da die Menschen dem Land die Magie entziehen und somit den Älteren Rassen eine Lebensgrundlage rauben. Von Anfang an begleiten wir eine Elite-Kampfgruppe der Orks: Die sogenannten Vielfraße! Dabei handelt es sich um eine ca. 25 Mann starke Gruppe aus Kampferfahrenen Orks und einen Zwerg, der sich den Orks angeschlossen hat! Diese disziplinierte, raue Horde schlachtet zu Beginn der Geschichte des Buches massenweise Menschen ab, um einen Auftrag ihrer Königin Jennesta zu erfüllen. Stryke, der Anführer der Vielfraße, soll seiner Gebieterin, ein Artefakt besorgen, dass sich in einer Ansiedlung der Menschen befindet. Er führt seinen Trupp erwartungsgemäß zum Sieg und erbeutet das Artefakt, einen bronzenen Zylinder. Nach dem Kampf trifft er eine folgenreiche Entscheidung: Anstatt sofort seinen Auftrag zu Ende zu bringen und das Artefakt zu Jennesta zu bringen, lässt er den Trupp ausruhen und erlaubt sogar die Konsumierung eines gerade von den Menschern erbeuteten Rauschmittels. Benebelt von der Droge verschläft der gesamte Kampftrupp und bricht mit einer gewaltigen Verzögerung in Richtung Jennestas Burg auf. Unterwegs werden Stryke und seine Leute von Kobolden überfallen, wobei die vom Rauschmittel geschwächten Orks sich nur mit Mühe und Not verteidigen können und müssen tatenlos zusehen, als einer der Angreifer sich den Zylinder mit dem Artefakt schnappt und damit verschwindet. So schnell wie möglich nimmt der Trupp die Verfolgung auf und hofft den Zylinder widererlangen zu können. Jennesta, die von Natur aus brutal und ungeduldig ist, wartet vergebens auf die Rückkehr ihrer Eliteeinheit und stempelt diese gnadenlos als Veräter ab! Die Tyrannin hetzt ihnen Kopfgeldjäger und einen anderen Kriegstrupp Orks auf den Hals, da sie um jeden Preis in den Besitz des Zylinders kommen will. In der Zwischenzeit haben Stryke und seine Orks herausgefunden, wo sich der Zylinder befindet und bereiten sich darauf vor ihn den Kobolden wieder zu entreißen. Während der gesamte Koboldtrupp der Wut der Orks zum Ofper fällt, befreien sie einen Gremlin, einen Gefangenen der Kobolde. Dieser stellt sich als Schriftgelehrter heraus und ist in der Lage den Orks begreiflich zu machen, wobei es sich um das sternenähnliche Artefakt handelt. Das Gehörte verblüfft die Orks und bietet ihnen einen Weg aus der Leibeigenschaft, durch die sie an Jennesta gebunden sind, zu entkommen und eine eigene Heimat zu finden. Nun beginnt eine äußerst spannende Jagd nach den restlichen "Sternen", die von Nöten sind um das Ziel der Orks zu erfüllen. Was es genau damit auf sich hat und ob Stryke und seine Freunde es schaffen ihre Aufgabe zu meistern müssen Sie selber herausfinden. Ich persönlich kann Ihnen sagen, dass es sich in jedem Fall lohnt das Buch zu lesen, da die Story einfach genial ist!Die Hauptcharaktere Stryke Er ist der Anführer der Vielfraße und Protagonist der Geschichte. Doch er ist nicht der tumbe Ork wie man ihn aus Tolkiens Welt kennt, sondern ein nachdenklicher und guter Anführer. Als der Trupp beginnt die "Sterne" zu sammeln, träumt er immer öfter von einem geheimisnvollen Land, in dem Orks friedlich leben und in dem es außer Orks keine anderen Rassen gibt. Jennesta Sie ist die Tyrannin, die einen großen Teil von Maras-Dantien beherrscht. Ihr Ziel ist es ihr Herrschaftsgebiet zu erweitern und sie brennt fanatisch darauf ein gewisses Artefakt zu erlangen. Ihr ist dabei jedes Mittel recht, ohne Rücksicht auf Verluste in ihren eigenen Reihen. Sie besitzt Zauberkräfte, die jedoch dank der Menschen immer schwächher werden, was sie aber nicht daran hindert ihre Untertanen damit einzuschüchtern und durch rohe Gewalt und Brutalität ihren Willen durchzusetzen. Haskeer Hierbei handelt es sich um einen streitlustigen Offizier (Feldwebel) aus Stryke's Kampfeinheit, der für seine Dickköpfigkeit und Streitlust bekannt ist. Seinen Makel der Rummaulerei, gleicht er durch überragende Fähigkeiten im Kampf und bedingungslose Loyalität aus! Jupp Er ist der ander Feldwebel der Vielfraße und hat als Zwerg am meisten unter Haskeers Streitsucht zu leiden. Ständig zweifelt der orkische Feldwebel seine Loyalität an und oft stehen beide kurz vor eine Prügelei, die Stryke dann nur mit seiner allerbesten Kasernenhofstimme verhindern kann. Entgegen Haskeers Behauptungen zeichnet sich der Zwerg durch gute Ideen und unbedingten Gehorsam gegenüber seinen Anführer aus und scheut nie vor einen Kampf zurück. Coilla Sie ist der einzige weiblich Teil in der Truppe der Veilfraße und hat den Rang eines Gefreiten inne. Ihre Spezialität ist der Kampf mit Wufmessern und sie steht ihren männlichen Kampfgefährten in nichts nach! Später entwickelt sie sich zu einer Art Zuhörer für Strykes Sorgen und Gefühle, sodass er sich mit ihr über alles unterhalten kann, was ihn belastet. Alfray Er ist der letzte Offizier der Vielfraße und kümmert sich nach den Gefechten um die Wunden seiner verletzten Kameraden und kann somit aus eine großen Fundus an Wissen schöpfen, was Verwundungen und Krankheiten angeht. Sei hohes Alter macht ihm zunehmend zu schaffen, doch er will die Auswirkungen seiner fortgeschrittenen Lebensspanne nicht zugeben und wirft sich tollkühn, wie ein jungen Ork, in die Schlacht. Lohnt es sich dieses Buch zu lesen? Diese frage kann und muss ich nur mit einem laut herausgebrülltem "Jaaaaaaaahhh" beantworten, da hier zum ersten Mal die Orks von einer ganz anderen, ja fast menschlichen Seite dargestellt werden. Dabei ist die Geschichte sehr abwechslungsreich und bleibt bis zum Ende äußerst spannend. Die Kapitel sind relativ kurz gestaltet und es gibt oft Einblicke in eine geheimnisvolle Traumwelt oder in die momantanen Lebensabläufe andere Personen. Doch bei all diesen Nebengeschichte und Einblicken, verliert man nie den Roten Faden, der der Geschichte zu Grunde liegt aus dem Auge. Es lohnt sich also in jedem Fall die Orks von Stan Nicholls zu kaufen, da man hier sehr unterhaltsame Eindrücke aus einer Welt der Orks geboten bekommt wie man sie vorher noch nicht gekannt hat. Außerdem ist der Preis relativ niedrig gehalten und somit für jederman erschwinglich.Lesegefühl Es macht richtig Spaß dieses Buch zu lesen, da z.B die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wird, ohne dass dem Leser dabei langweilig zu werden droht. Besonders aufregend fand ich die regelmäßigen Träume, die Stryke immer wieder erlebt. Sie verleihen dem Buch einen ganz besonderen Reiz, dem man sich nur schwer entziehen kann. Der Leser wird mit vielen Überlegungen und Vermutungen im Ungewissen gelassen und damit zum Nachdenken angeregt, was dazu führt, dass man das Buch innerhalb weniger Stunden verschlingen "kann"! All das macht "Die Orks" zu einem ganz besonderem Fantasy Buch! Die Vielfalt der verschiedenen Rassen die im Buch vorkommen dürfte wohl jeden Tolkien Fan begeistern und vom Wert dieses Werkes überzeugen.Fazit Abschließen, kann man sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Kauf dieses Buches war und meine Erwartungen weit übertroffen worden sind. Hier werden die Orks nicht als dumme nur aufs Töten fixierte Wesen dargestellt, sondern zeigen eine ganz andere Seite, die dem Denken der Menschen ähnlich ist. Die Suche nach einer friedlichen Heimat zum Thema einer wilden Orksgruppe zu machen halte ich persönlich für eine geniale Idee, die das Buch zu einen einzigartigen Meisterwerk aufsteigen lässt. Jeder Tolkien-Fan dürfte bei einem Kauf also mehr als genug bedient sein. Viel Freude beim Lesen!
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Buch, gebundene Ausgabe, 799 S., Roman, Erschienen: 2004 - N.-A.
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Taschenbuch, Verlag: Piper, Reihe: Die Orks (Nicholls), Seitenanzahl: 799
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2004, 799 Seiten, 1 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 13,6 x 21,6 cm, Kartoniert ...
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10.07.2009 12:12
BH für Deinen Superbericht. Dorothea
22.04.2009 20:16
Ein gut geschriebener Buchbericht, dessen Thema eher nicht in mein Interessengebiet Fällt. Schöne Grüsse
01.04.2009 11:31
klasse bericht!