Über sich: Vielen Dank für die vielen BH's und die netten Kommentare!!!
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 131 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo, ich stelle euch heute den Roman "Die Saat" von Guillermo Del Toro und Chuck Hogan vor. Das Buch kostet bei Amazon als Taschenbuch 10 Euro, als gebundene Ausgabe 20 Euro. Guillermo Del Toro ist eigentlich ein Regisseur, den man von Filmen wie Hellboy oder Pan's Labyrinth kennt. Dies wird auch in dem Roman deutlich, da er in einer etwas unüblichen, aber dennoch nicht schlechten Weise geschrieben ist. Weiteres erfahrt ihr in dem folgenden Bericht.
Das Cover
Das Cover lässt dem Betrachter ein breites Spektrum an Erwartungen. Es wird nicht deutlich, wie die Handlung aussehen könnte. Lediglich das Blut auf dem Cover lässt erahnen, das die Story etwas brutal sein könnte. Das Cover ist vollständig in Silber gehalten. Der Name des Buches ist in sehr großen Buchstaben geschrieben, welche um 90° Grad gedreht sind, wenn man das Buch wie üblich im Hochformat hält. Die Namen der Autoren sind etwas kleiner ausgefallen, dennoch bedeckt die Schrift ungefähr die Hälfte des Covers. Die Buchstaben sind an einigen Stellen leicht "angefressen" und mit Blut befleckt. Dies steht auch im Zusammenhang mit der Geschichte und lässt auf mehrere Weisen interpretieren. Dazu komme ich später noch einmal. Auf dem oberen Rand des Covers ist zudem noch eine etwas größere, dunkel rote Blutlache zu sehen. Drei Tropfen Blut rinnen langsam nach unten über das T, also den letzten Buchstaben des Titels. Sowohl die Buchstaben, als auch das Blut haben eine Oberfläche, welche glatter ist als der Rest des Covers und so beim hinüber streichen mit dem Finger besonders auffällt. Auf der rechten unteren Seite steht zudem noch "HEYNE<" in schwarzer Schrift.
Zusammenfassung
Die Saat beginnt aus der Sicht eines Fluglotsen auf dem JFK Flughafen in New York. Dort ist Flug 753 ohne Probleme gelandet. Doch plötzlich besteht kein Funkkontakt mehr. Auch die Lichter sind plötzlich ausgegangen. Die Maschine steht völlig im Dunkeln auf dem Rollfeld. So etwas hat es noch nie gegeben. Das gesamte Personal ist Ratlos. Außerdem steigt niemand aus. Sämtliche Schutzbehörden werden angefordert um auf einen terroristischen Anschlag oder andere Fälle vorbereitet zu sein. Auch die New Yorker Seuchenschutz Behörde ist vertreten. Zu ihnen gehört Jim Kent, Nora Martinez und der Chef Ephraim Goodweather. Als sie das Flugzeug betreten wird deutlich, dass irgendetwas nicht stimmt. Fast alle Personen sitzen tot in ihren Sitzen. Sogar die Piloten. Lediglich vier Personen überleben und spielen später eine entscheidende Schlüsselrolle. Die Todesursache der anderen Fluggäste bleibt zunächst ungeklärt. Doch einige Auffälligkeiten gibt es trotzdem an Bord des Flugzeuges, jedoch ist es Ephraim Goodweather und seinen Kollegen zunächst nicht möglich diese zu deuten. Bis Abraham Setrakian auf sie zukommt und ihnen entscheidende Hinweise offenbart. Setrakian, welcher in seiner Jugend von Rumänien in ein Konzentrationslager verschleppt wird, erlebt dort unfassbare Dinge. Nachts schleicht sich jemand in das Lager und scheint den Menschen das Blut auszusaugen. Er fasst den Entschluss diesen "Vampir" zu ermorden. Dieser entwischt ihm jedoch. Im Gegenzug dazu nutzt Setrakian die Chance aus dem Konzentrationslager der Nazis zu fliehen und schwört sich Rache. Nun in der Gegenwart ist der Vampir in Amerika aufgetaucht und infiziert die Einwohner von New York und verbreitet den Virus. Inzwischen häufen sich die Zwischenfälle in New York und immer mehr Menschen werden in der Nacht angefallen. Nun wird auch Ephraims Familie involviert. Nur mit dem Wissen und der Hilfe von Setrakian können die selbsternannten Vampirjäger von New York das schlimmste verhindern und beginnen die Vampire mithilfe unterschiedlicher Waffen abzuschlachten um endlich zu dem Verursacher vorzudringen und mit ihm diese Epidemie zu vernichten.
Meine Meinung
Der Roman "Die Saat" fesselt den Leser von Anfang an. Vor allem zu Beginn wird die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Das führe ich vor allem auf den Autor und Regisseur Guillermo del Toro zurück, der diese Mittel aus Filmen übernimmt und in das Buch einbaut. Dies erzeugt große Spannung und bindet den Rezipienten an die Personen des Buches. Jedoch häuft sich diese neue Rollenvergabe zeitweise sehr stark, wodurch man leider nicht immer den vollen Durchblick hat. Desweiteren wirken einige Personen sehr eindimensional, obwohl sie teilweise eine tragende Rolle besitzen. Beispielsweise der Rattenjäger Vasilly, welcher sich der Truppe später anschließt. Man erfährt kaum etwas über diese Rolle und erwartet daher auch zunächst gar nicht, dass er noch einmal wichtig für den Plot werden könnte. Zudem wird zwischen drinnen immer wieder von Einzelschicksalen berichtet und wie diese Personen schließlich von den Vampiren infiziert werden. Dies wird irgendwann sehr langatmig, da es sich immer wieder um dasselbe handelt und nur wenige neue Verhaltensweisen der Vampire in Erfahrung gebracht werden. In Hinblick auf diese Vorfälle, werden auch ständig neue Personen eingeführt, die das Buch eigentlich gar nicht nötig hat. Ein gutes Beispiel dafür ist Gus, dessen Schicksal in einigen Kapiteln ausgeführt wird, für den restlichen Teil der Geschichte jedoch vollkommen belanglos ist. Seine Entführung von Vampiren, die auf mysteriöse Weise endet, soll vermutlich nur ein Anreiz sein, das nachfolgende Buch zu kaufen, wo sein Verbleib höchstwahrscheinlich aufgeklärt wird. Für den Leser dieses Buch ist diese Person jedoch vielmehr ein Versuch die Story in die Länge zu ziehen. Die meisten, die die Zusammenfassung lesen, denken wahrscheinlich, dass das Buch wieder einmal ein Versuch ist, das momentan beliebte Vampir-Genre auszuschöpfen. Dies trifft meiner Meinung jedoch nur teilweise zu, da sich dieser Roman doch größtenteils von den anderen dieser Sparte unterscheidet. Es wird im Gegensatz zu den herkömmlichen Vampir Romanen das Phänomen aus einem Medizinischen Standpunkt betrachtet, sofern das möglich ist. Beispielsweise sorgt der übertragene Virus dafür, dass sich die Organe des Körpers vollkommen neu strukturieren. Dies klingt natürlich immer noch sehr realitätsfern, dennoch überzeugt mich diese Sichtweise mehr als die üblichen Mythen von Holzpflock und Knoblauch. In "Die Saat" kommen also ganz andere Mittel zum Einsatz, welche die Geschichte immerhin ein wenig interessanter machen. Desweiteren kommt die Spannung wirklich nicht zu kurz. Auch wenn zwischendrin etwas langwierige Passagen vorhanden sind, wird die Jagd nach dem "Obervampir" dennoch immer sehr spannend geschildert. Die Protagonisten sind im Gegensatz zu vielen anderen Charakteren sehr gut beschrieben und ihre Verhaltensmuster sind gut nachvollziehbar. Die kleinen Nebenhandlungen zwischendurch lockern oft die Geschichte und machen die Beziehungen zwischen den Personen deutlicher. Auch der Zeitsprung in die Vergangenheit von Setrakian macht nicht nur die Geschichte des Vampires deutlicher, sondern er erklärt auch die Handlungsmotive und Verhaltensmuster Setrakians. Sehr vorteilhaft wirkt sich vor allem der Anfang auf das Buch aus. Es wird wohl kaum jemand innerhalb der ersten zweihundert Seiten das Buch weglegen können, da das Geschehen derart Geheimnisvoll und Spannungsgeladen beschrieben wird, dass der Leser unbedingt mehr erfahren möchte und endlich aufgeklärt werden will über den Zwischenfall und die Folgen für die Stadt New York. Das Ende des Buches gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Man hat immer noch das Gefühl, dass da doch irgendetwas fehlt und nicht ganz vollständig ist. Das Ende ist also vollkommen unbefriedigend und man verlangt nach mehr. Um nicht die ganze Story zu erzählen, will ich nur so viel sagen, dass den Autoren scheinbar gegen Ende die Ideen ausgegangen sind, da das ganze etwas abgedroschen wirkt. Es verlangt einfach nach mehr, der Leser muss sich erst überlegen, ob die Story überzeugend genug war um vielleicht doch noch den Nachfolger zu erstehen. Die Geschichte an sich ist zwar nicht gerade neu, doch ganz gut aufbereitet, sodass das Buch an sich doch ein ganz guter Zeitvertreib ist.
Fazit
Den Roman "Die Saat" kann ich vor allem Fans von Vampir-Romanen empfehlen, da das Buch eine angenehme Abwechslung zu den herkömmlichen bietet. Leider sind nicht alle Charaktere so gut ausgearbeitet, wie die Protagonisten und durch die ständige Einführung neuer Charaktere, die ohnehin alle dasselbe Schicksal ereilt verliert die Geschichte etwas an Schwung und kann die Anfangs erzeugte Spannung nicht weiter über die ungefähr 530 Seiten fortsetzen. Dennoch kann man nicht behaupten der Roman sei langweilig. Denn auch die Nebenhandlung macht das Buch sehr interessant. Wer also an der Geschichte Gefallen findet, der kann beruhigt das Bucht kaufen.
Bilder von Die Saat - Roman / Chuck Hogan, Guillermo Del Toro
bleibt plötzlich stehen. Die Lichter gehen aus, nichts rührt sich mehr. Was ist geschehen? Ein Terroranschlag? Eine Seuche? Oder etwas ganz und gar Unvorstellbares...Fü...
Gate zu rollen, bleibt sie abrupt stehen, der Funkkontakt bricht ab. Als die von der Flugsicherung alarmiere Feuerwehr anrückt, steht sie vor einem Rätsel: Sämtliche F...
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07.11.2011 01:05
"Dracula" von Bram Stoker find ich gut, ansonsten bin ich kein Fan von Vampirromanen. lg
07.09.2011 08:55
BH abgeliefert. LG ditho
06.09.2011 17:33
Die Thematik ist für mich zwar nicht Vorzugsware, trotzdem kommt morgen ein BH an. Die Rezension ist es einfach wert. LG ditho