Verfolgt vom WAHNSINN
24.09.2001
Pro:
spannend
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Stil
Unterhaltungswert
Spannung
mehr
 Galvos
Über sich:
Nach sieben Jahren Pause wieder bei ciao
Mitglied seit:12.07.2001
Erfahrungsberichte:46
Vertrauende:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
In diesem kurzen und spannenden Roman von Dean Koontz wird die Fahrt von Alex Doyle und Colin, dem kleinen Bruder von Alex` neuer Frau Courney, nach San Francisco beschrieben. Während Courtney das neue Haus im Westen der USA einrichtet, fahren die beiden männlichen Gefährten durch die ganzen Staaten um ihr Auto in die neue Heimat zu verfrachten. Die Fahrt beginnt gemächlich, beide sind gut gelaunt und freuen sich auf die folgenden gut 3000 Meilen, weil sie hoffen, erstens viel von den Vereinigten Staaten zu sehen und zweitens sich besser kennenzulernen, was für beide sehr wichtig ist, weil Alex Colins neuer Vormund ist. Colin spielt ein Spiel. Der Junge spielt immer irgendwelche Spiele, denn er ist ein sehr aufgeweckter Knabe. Er stellt sich vor, dass sie von einem Kleintransporter verfolgt werden und schmückt die Geschichte immer mehr aus, als der Wagen nach einigen Kreuzungen tatsächlich noch hinter ihnen herfährt. Nach einiger Zeit scheint es tatsächlich so, als würden die beiden von dem Van verfolgt werden, doch sie können es nicht glauben, denn es gibt keinen Grund, Alex hat keine Feinde. Also versucht er sich und seinen kleinen Kameraden immer wieder zu beruhigen. Sie hängen den Van auf dem Highway ab und übernachten in einem Motel. Beide sind wieder bester Laune und haben die eigenartige Verfolgung fast vergessen. Als sie am nächsten Morgen losfahren ist der Transporter plötzlich wieder im Rückspiegel. Zufall?Im weiteren Verlauf steigert sich die Verfolgungsjagd zu einem Kampf zwischen gesundem Menschenverstand und psychopatischer Mordslust. Es geht rasant zur Sache und der Verfolger (der anscheinend etwas mit der Frau von Alex zu tun hat) trifft mehrmals auf die Verfolgten, bevor der Wahnsinn (so kann man das nennen, was den beiden auf ihrer Reise widerfährt) in San Francisco endet. Die Handlung ist gut, die Spannung ist auf einem hohen Level, doch sollte man am Schluss kein aufregendes Spektakel erwarten, denn es passiert nichts wirklich unerwartetes. Spannend, aber nicht perfekt. Ich fand die Gedanken des Verfolgers sehr gut gelungen, denn er ist so wunderbar verrückt und weiß gar nicht mehr, was er tut. Die knapp 200 Seiten sind schnell durchgelesen, denn wenn man mit diesem Büchlein schon mal angefangen hat, dann kann man es auch in einem durchkriegen.Man merkt an mehreren Passagen des Romans, dass Dean Koontz versucht die Amis zu kritisieren. Er rückt einen Scherriff in schlechtes Licht, kritisiert die problemlose Beschaffung von Waffen in den USA und zeigt Vorurteile auf, die die amerikanischen Bürger an den Tag legen. Diese Kritik wirkt jedoch ein wenig gezwungen, kommt nicht aus dem Herzen. Der Scherriff war zwar herrlich dumm (fast wie GB jr.), jedoch braucht man nur den Fernseher anzuschalten und man sieht die Originale, die noch besser rüberkommen. Ich habe den Roman in der 40 Jahre Heyne Jubiläumsreihe gefunden (ISBN 3-453-14050-8) und kann das Buch „Fluch“ welches „Die Spuren“ (DK) und „Die Wächter“ von John Saul beinhaltet durchaus weiterempfehlen. Hat nur 12 DM gekostet. Achtung: „Die Spuren“ ist 1988 schon in der Droemerschen Verlagsanstalt erschienen, damals jedoch unter dem Namen „Unter Beschattung“.„Die Spuern“ kriegen vier Sterne, denn es war ein unterhaltsames Buch, nicht mehr, nicht weniger. Mit freundlichen Grüßen -=*Galvos*=-
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24.09.2001 21:11
Dean Koontz schreibt wirklich gute Romane. Mein Lieblingsbuch von ihm ist: "Phantom"! Viele Grüße vom Bienitz