Die Sternenkrone
11. Mai 2001
(10. Mai 2001)
Pro:
gute Charaktere, spannende und mitreißende Geschichten
Kontra:
sehr düster (Geschmackssache), wenig Science in der Fiction
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
Humor:
Aufmachung:
mehr
 Naglfar
Über sich:
Mitglied seit:08.07.2000
Erfahrungsberichte:16
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
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Einige der besten Science Fiction Geschichten wurden von der amerikanischen Schriftstellerin Alice Sheldon verfaßt, die lange Zeit unter ihrem Pseudonym James Tiptree Jr. bekannt war, weswegen sie zu dieser Zeit von vielen Leuten für einen Mann gehalten wurde, da niemand sich vorstellen konnte, das solche intensiven und intelligenten Erzählungen von einer Frau kommen konnten. Um so größer war das Erstaunen und die Überraschung, als ihre Identität gelüftet wurde. In "Die Sternenkrone" sind zehn ihrer letzten Erzählungen enthalten, die sie in dem Zeitraum vor ihrem Tod noch publiziert hat. Vier von ihnen, "Der residierende Teufel", "All dies und den Himmel dazu", "Diese Nacht und alle Nächte" und "Mitten im Leben" sind philosophisch angehauchte phantastische Texte, alle anderen Geschichten sind eindeutige SF-Geschichten, wobei man diese nicht der Hard-SF zuordnen kann, da die Autorin sich nicht um technische Details kümmert, sondern um die Charaktere und die Handlung. Die meisten Geschichten sind sehr düster, "Fleisch", "Yanqui Doodle", "Zurück! Dreh’s zurück!" und "Schlangengleich erneuert die Erde sich" setzten dem Leser hart zu, hier gibt es nur Antihelden, normale Menschen die einfach die falsche Wahl treffen, oder einen Fehler begehen, oder die einfach versuchen, in einer grausamen und unpersöhnlichen Welt zu überleben. Wer lieber Heile-Welt-Konstruktionen mit perfekten Helden oder Happy-Ends mag, sollte davon Abstand nehmen, sie zu lesen. Einzig die Geschichten "Non Angli Sed Angeli" und "Komm, leb mit mir" haben positive Untertöne und sind weniger dunkler. In jeder der Geschichten zeigt die Autorin jedoch ihren Ideenreichtum und ihre Erzählkraft, niemals wird es langweilig, und wenn man eine Geschichte angefangen hat zu lesen, dann liest man sie auch zu Ende, denn sie lassen einen nicht mehr los. Besonders trifft das jedoch auf Geschichten wie "Yanqui Doodle" oder "Schlangengleich erneuert die Erde sich" zu, man weiß eigentlich von Anfang an, den Hauptfiguren wird es nicht gut ergehen, und trotzdem muß man weiterlesen, diese Geschichten haben eine Intensität und Atmosphäre, die nur wenige Schriftsteller mit Worten erschaffen können. Wer Kurzgeschichten mag, und noch nichts von James Tiptree Jr. gelesen hat, der hat eindeutig etwas verpaßt, und sollte dies unbedingt nachholen.
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04.06.2001 13:41
Ein interessanter Bericht, auch wenn man leider nichts über die Themen erfährt - daher nicht s.n.. 2 Tipps: 1) Du solltest stets die Kategorien ausfüllen. 2) Es macht sich in deinem Profil nicht gut, dass du keine Kommentare schreibst. Eine Community lebt vom Kommentieren... Ciao, mima17
12.05.2001 12:17
kleiner Tipp, schreibe deine Berichte nicht gleich in die Eingabemaske, sondern in Word oder Wordpad. Beende nicht am Ende mit Return wie bei der Schreibmaschine sondern im Fliesstext. Return nur für Absätze benutzen. Dann sind diese unbeabsichtigten Lücken weg. Meine ersten sahen auch so aus. Ich habe auch diesen Rat bekommen und gebe ihn nun an Dich weiter. Viele liebe Grüße Thomas
11.05.2001 10:26
Klingt ja wahnsinnig interessant! Obwohl ich eigentlich schon der Happy-End Typ bin, der gerne seinen Helden am Ende siegen sieht. Momentan steh' ich grad auf die Hohlbein-Bücher und bin mitten in "Märchenmond", was mir absolut gut gefällt. bye, geroa