Stitzelsucher im Historiengewand
02.03.2012
Pro:
Man braucht definitiv weder Hirn noch Hose einzuschalten
Kontra:
siehe Pro . . . .
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 yesup
Über sich:
Hey Ciao, das mit den "Aufplopp."Fenstern habe ich kapiert. Danke, für mich nicht mehr
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 91 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Aus der Tauschtelefonbörse stelle ich das nächste Buch mal vor. Das war noch in einem ganz guten Zustand und sah mir nach einem Historienroman aus. Zum Äußeren:Neben Title und Autor noch der Verlag blanvalet, als Bild ist nur ein grüner Hintergrund mit einem gebrochenem Wappen in der Mitte, wo der Aufkleber Bestseller draufgeklebt ist. Ergänzend noch „Ein Lord-John Roman“. Rückseite: Der Spiegel-Bestseller von Diana Gabaldon – jetzt erstmals im Taschenbuch! Lord John Grey ist Millionen von Lesern als treuer Freund des schottischen Clanführers Jamie Fraser bekannt. Doch auch zwischen seinen Auftritten in der Welt von Jamie und Claire führt der englische Offizier ein spannendes – und schillerndes – Eigenleben…Man schreibt das Jahr 1758, als Lord John Greys Familie sich durch die zweite Heirat seiner Mutter um einen Stiefbruder vergrößert. Als er dem jungen Mann namens Percy begegnet, stockt Lord John der Atem. Denn er hat Percy früher schon einmal getroffen – in einem diskreten Etablissement. Kurz darauf muss John eine Reise in den Lake District antreten, wo der von ihm verehrte – und begehrte – Jamie Fraser unter Arrest steht. Und plötzlich sieht sich John mit einem weiteren Konflikt konfrontiert. Mitten in den Wirren des Siebenjährigen Krieges drängt das schreckliche Geheimnis um den Tod seines Vaters ans Licht… www.blanvalet.de Zum Innenleben:Autorin: Diana Gabaldon war früher Honorarprofessorin für Tiefseebiologie und Zoologie an der Universität von Arizona, bevor sie Schriftstellerin wurde. Bereits ihr erster Roman „Feuer und Stein“ wurde international zu einem riesigen Erfolg und führte dazu, dass Millionen von Leser zu begeisterten Fans der Highland-Saga wurden. Zuletzt belegte in Deutschland der sechste Roman „Ein Hauch von Schnee und Asche“ Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste! Diana Gabaldon lebt mit ihrer Familie in Scottsdale, Arizona – und schreibt am siebten Roman der Highland-Saga mit Claire Randall und Jamie Fraser! Amerikanische Originaltitel: Lord John and the Brotherhood oft he Blade, 1.Auflage, Taschenbuchausgabe Januar 2009, Copyright 2007 by Diana Gabaldon, eine kurze Widmung für ihre deutsche Übersetzerin(!), Dann fängt das Buch mit dem ersten Teil „Familientreffen“ an, Kapitel 1 lautet dann Familiensache und startet auf Seite 9 im Buch. Das Buch endet auf Seite 542, es folgen noch Seiten Danksagungen, 2 Seiten Anmerkungen der Autorin, und weitere 7 Seiten Werbung für weitere Bücher der Autorin.Zum Roman:Grey und Hal sind Brüder und unterhalten sich da ihre Mutter bald wieder neu heiratet. Erst nach ein paar Seiten erfährt man das Grey Lord John und Hal Lord Melton sind. Egal. Die Mutter heiratet wieder und der neue Mann hat sich zum Essen eingeladen, bzw die Brüder eingeladen. Alles feinster Landadel versteht sich, zumal beide in der Armee wichtige Posten haben.Doch als Lord John (Grey) seinen Stiefbruder sieht, ist er mehr als überrascht: Die beiden haben sich in einem verschwiegenen Etablissement intim kennengelernt, was zur damaligen Zeit eine Todsünde war. Während die Familie dann so langsam sich kennenlernt, droht Ärger von einer weiteren Front: Der Vater von Grey und Hal hat sich vor Jahren umgebracht. Den Gerüchten nach soll er in einer Verschwörung zum Tod der Königin beigewohnt haben und hat bevor er von offizieller Seite verhaftet und in Ungnade fallen konnte, schnell die Reißleine gezogen und Selbstmord begangen.Doch plötzlich entdeckt Grey das Hal eine Seite eines Tagebuchs von Vater in seinem Zelt hat. Das Tagebuch was angeblich verbrannt ist. Jemand scheint in der Vergangenheit rumzuschnüffeln und die beiden Brüder glauben noch immer nicht, das ihr Vater mit der Verschwörung was zu tun hatte. Trotz dieser neuen Entwicklungen glüht Greys Herz flammend auf, für Percy seinen neuen Stiefbruder, zu dem er sich körperlich stark hingezogen fühlt, was Percy genauso geht. Und so offiziell eine Männerfreundschaft, nutzen beide die wenigen gemeinsamen heimlichen Stunden um die Bettlacken und sonstiges zu durchpflügen.Doch die Pflicht ruft: Gemeinsam mit den Deutschen geht es den Franzosen an den Kragen, doch auf dem Kriegsschauplatz „überschlagen sich dann die Ereignisse“…. Meine Meinung:Äh? Historienroman? Highland-Saga? Wie so oft, kann man den Klappentext so gänzlich in die Tonne schlagen. Wie das Buch hier es auf die Bestseller Liste geschafft hat ist mir völlig rätselhaft. Für ein Historienroman wird reichlich wenig die Zeit und die Gesellschaft geschildert, für einen „Spannungsroman“ passiert einfach zu wenig, das Fake mit der Verschwörung läßt selbst naivste Geister schnell erahnen das die schönen erfolgreichen Brüder doch niemals die Brut eines Bastards sein können. Das Buch ist ein Liebesroman. Unter homosexuellen Soldaten Mitte des 17 Jahrhunderts und ja, jawoll, halleluja, so einen schwulen Touch haben reichlich viele der handelnden Protagonisten. Ist aber nicht schlimm, damals stand nur endlose Strafen, Verlust sämtlicher Titel, Schande für die ganze Familie und in der Regel der Tod für diese Gesinnung, aber ok, ist ja ein romantischer historischer Liebesroman. O Mann. Mehr als die Hälfte des Buchs wird dann damit verbracht die Ereignisse aus der Sicht Greys zu sehen. Ei wie fein ist der Percy, oh wie gemein, ich kann nicht direkt und überall meinen Stitzel in den Percy stecken, ne ne, das muß gut organisiert und geplant werden. Und mein Bruder Hal, der große Held, der darf natürlich nichts wissen und obwohl der 1000 von Soldaten befehligt und sicherlich eine sehr gute Menschenkenntnis hat, ahnt er nichts von Greys Gesinnung. Und das alle nichtschwulen Männer sich wie die Meerschweinchen vermehren, und Grey merkwürdiger weise nicht, fällt keinem auf. Hmh, na ja die Mami ahnt so ein wenig. Egal.Bleibt dann noch der Minisideplot mit den Seiten aus den Tagebuch des Vaters. Sollte das Tagebuch nicht verbrannt sein? Sollte der Vater doch kein Königsmörder sein? Und vor allem können Grey und Percy ihre Liebe ausleben? Tja eine Menge spannende Fragen wirft der Roman auf, die ich natürlich nicht verraten kann…. Textauszug:Zweimal waren er und Percy in der Nacht ineinanderverschlungen aufgewacht, um diese Grenzen erneut zu erkunden. Und im Morgengrauen hatte ihn die Erinnerung an warme, feuchte Münder in der Dunkelheit und den Geschmack nach Wein und Waldmorscheln (Anm.von mir: Damit ist der Geschmack von Percy’s Dödel gemeint) aus dem Bett getrieben, als er Percy nackt vor der Waschschüssel stehen und sich das Gesicht waschen sah, und er hatte ihn von hinten genommen. Normalerweise hätte er angesichts seiner groben Manieren ein schlechtes Gewissen bekommen, hätte Percy ihm nicht eindeutig zu verstehen gegeben, dass er es gern so hatte. „Keine Sorge“, hatte Percy geflüstert, als er danach versucht hatte, etwas zu sagen, sich vielleicht zu entschuldigen. „Du bekommst deinen Teil auch noch.“ Er hatte zwar zunächst nicht begriffen, was das bedeutete, doch es war ihm bald klar geworden; Percy liebte ihn langsam und zärtlich, aber gründlich und ausdauernd. Wieder geriet er an den Rand wo ihn Percy bebend in der Schwebe hielt, keuchend und wimmernd, um ihn schließlich über eine Klippe zu stürzen, von deren Existenz er keine Ahnung gehabt hatte. Als er in Schweiß gebadet wieder zu sich kam, so aufgewühlt, dass er kaum klar sehen konnte, stellte er fest, dass Percy ihn immer noch festhielt, immer noch in ihm war. Er stieß ein leises Geräusch aus, und Percy lachte.Fazit:Ey Leute ich bin echt nicht homophob, ich habe einige gute Freunde hier in Köln, aber das Machwerk hier gibt mir extremste Rätsel auf, wie das auf die Bestsellerlisten schaffen konnte. Von mir eine klare Warnung und wer mir nicht glaubt, kann sich ja gerne die Textprobe zu Gemüte führen um sich vorzustellen was da auf 540 Seiten auf ihn zukommt. Nur den Pflichtstern.Dieser Bericht wurde von mir auf www.egotester.de zuerst veröffentlicht
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30.03.2012 16:10
gerne bh
27.03.2012 12:42
Ein sonniges SH und einen lieben Gruß
25.03.2012 20:11
Ungalublich, wieviele Romane du in so kurzer Zeit lesen kannst.