Die Super Nanny

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Der neueste Renner im Fernsehen scheint „Erziehungs-TV“ zu sein; auf RTL 2 laufen „Die Supermamas – Einsatz im Kinderzimmer“; auf RTL läuft „Die Super Nanny“. Der nächste Termin wird wohl der 01.12.04 sein. >>> Die Sendung: Es werden einige Szenen ... Bericht lesen





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wie man problematische Muster im familiären
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Taschenbuch, Verlag: Goldmann, Eltern, Reihe: Goldmann Taschenbücher
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Die Super Nanny - Saalfrank, Katharina Die Super Nanny - Saalfrank, Katharina
Taschenbuch, 192 S., Erschienen: 2007
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Buch24
Die Super Nanny: Glückliche Kinder brauchen starke Eltern - Katharina Saalfrank
Kinder brauchen die Liebe, das Verständnis und die Geborgenheit ihrer Eltern. Doch viele ... mehr
Eltern sind mit diesen elementaren Voraussetzungen
für die Entwicklung ihres Kindes überfordert. Was
eigentlich selbstverständlich sein sollte, wird
vielerorts zum Erziehungsproblem, unter dem nicht
nur die Eltern, sondern auch die Kinder leiden. 
Deswegen gibt es die Super Nanny. Katharina
Saalfrank, dreifache Mutter und
Erziehungsexpertin, zeigt, wie man als Mutter oder
Vater die notwendige Stärke und Standfestigkeit
bekommt, um den Nachwuchs auf den richtigen Weg zu
bringen. Ein Erziehungsratgeber für Eltern also,
und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Denn hier
geht es wirklich darum, was ich als Vater oder
Mutter besser machen kann, damit es harmonisch
bleibt in der Familie. Und nicht darum, wie meine
Kinder besser funktionieren, damit ich meine Ruhe
habe.   Entsprechend geben die Kapitel viele
Anregungen zur ehrlichen Reflexion und
Auseinandersetzung mit sich selbst. Was sind
eigentlich unsere Aufgaben als Eltern? Was braucht
mein Kind von mir und was kann ich ihm geben? Was
ist überhaupt eine gute Mutter oder ein guter
Vater? Fragen, über die es sich durchaus lohnt,
nachzudenken. Der gesunde Menschenverstand gibt
einem die Antwort  oder eben Frau Saalfrank.  Es
wird aber auch praktisch in dem Buch. Und hier
sind wir dann an dem Punkt, an dem dann alles
funktioniert. Den Alltag organisieren, lautet die
Zauberformel, vom morgendlichen Anziehen bis zum
Einschlafritual. Für Eltern, die tagtäglich im
Familienchaos versinken, sicherlich eine wertvolle
Hilfe.  Wenn es denn schon so ist, dass es
tatsächlich Ratgeber braucht, um mit Kindern zu
leben, dann hat Katharina Saalfrank die wirklich
wesentlichen Punkte zusammengefasst und
formuliert. Müttern und Vätern mit einer gesunden
Einstellung zu ihren Kindern und zu sich selbst
wird das Buch nicht viel Neues sagen. Wer sich
dagegen gerne mal rückversichert in
Erziehungsfragen, trifft mit Die Super Nanny
bestimmt keine schlechte Wahl.  --Sandra-Kathrin
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1-6 von 18 Erfahrungsberichten    
> Alle 18 Die Super Nanny Erfahrungsberichte anzeigen
Unsere Kinder - unsere größten Feinde?!
Erfahrungsbericht von Beavi über Die Super Nanny
25.11.2004


Produktbewertung des Autors:   

Kultstatus: total uncool 
Unterhaltungswert recht gering 
Moderation: sehr schlecht 

Pro: öhm .  .  .   * such *  öhm .  .  .   * nichts find *
Kontra: alles :  vom Sprecher über Frau Saalfrank bis hin zur Ausstrahlung

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Der neueste Renner im Fernsehen scheint „Erziehungs-TV“ zu sein; auf RTL 2 laufen „Die Supermamas – Einsatz im Kinderzimmer“; auf RTL läuft „Die Super Nanny“. Der nächste Termin wird wohl der 01.12.04 sein.


>>> Die Sendung:
Es werden einige Szenen der hilfesuchenden Familie gezeigt, wie sich das Problemkind benimmt (scheit, spuckt, tritt, schlägt...) Dann kommt Katharina Saalfrank, Dipl.-Pädagogin und von RTL „Super Nanny“ tituliert, zu Hilfe suchenden Familien für zwei Wochen ins Haus. Zuerst beobachtet sie die Familie und deren Umgang mit dem Problemkind zwei Tage lang. Dann greift sie in das Familienleben aktiv ein, in dem sie für die Familie Regeln aufstellt, an die sich alle zu halten haben. Außerdem erzählt sie den Eltern, wie sie mit dem Problemkind umzugehen haben, wenn es sich wieder schlecht benimmt. Diese Zeit dauert ein paar Tage, dann verlässt die „Super Nanny“ die Familie, damit die Familie Gelegenheit hat, die Regeln ohne Anwesenheit der „Super Nanny“ umzusetzen. Die „Super Nanny“ schaut sich dann – wieder ein paar Tage später ein Video an und sieht so, wie die Familie sich in ihrer Abwesenheit verhalten hat. Wenn das Kind sich wieder schlecht benommen hat und die Eltern in ihre alten Fehler zurückgefallen sind, kommt die „Super Nanny“ noch einmal ins Haus zur Familie und erklärt alle Fehler, hilft der Familie noch mal für ein paar Tage. Danach ist eine Besserung des Kindes eingetreten.

Das ist mal der sachliche Ablauf der Sendung. Nun zu den einzelnen Punkten, die scharf kritisiert werden müssen.

>> Kritikpunkt 1:
Ein normaler Familienalltag wird NICHT gezeigt, denn die Kamera ist immer offen dabei. Es wirkt also in manchen Sachen sehr gestellt und auch nachgespielt. Vom „realen“ Verhalten kann keine Rede mehr sein.

>> Kritikpunkt 2:
Das Kind wird als „Terrorkind“ oder „Monsterkind“ bezeichnet, als Gegner für die „Super Nanny“. Sind Kinder wirklich unsere Feinde? RTL scheint hier tatsächlich dieser Meinung zu sein, zumindest, wenn Kinder sich nicht „erwachsenen-konform“ verhalten. Schon in den Werbefilmen für die Sendung wurden stets nur negative Bezeichnungen für das Kind gewählt – auf mich machte dies den Eindruck, hier würde gleich ein Machtkampf ablaufen, ein äußerst ungerechter Machtkampf. Dieser Eindruck hat sich leider bestätigt, als ich die Sendung anschaute.

>> Kritikpunkt 3:
Das Kind wird vorgeführt. „Halb Deutschland“ weiß nun, wie sich diese Kinder verhalten haben, wie sie dressiert und niedergemacht wurden. Mir taten die Kinder leid, die von der „Super Nanny“ „therapiert“ wurden. Mir taten nicht die Eltern leid, deren Verhalten war ziemlich lächerlich in meinen Augen (besonders die erste Mutter, wie sie immer hinter ihrem „Problemkind“ hinterher gerannt ist... als Kind hätte ich sie da auch ausgelacht, ehrlich) – aber als Erwachsene können sie wohl selbst gut beurteilen und entscheiden, ob sie bei so einer Veranstaltung mitmachen wollen oder nicht (RTL zahlt ja auch 2000 Euro Aufwandsentschädigung – Quelle: http://www.familie-online.de/allgforum/allg_config.pl?read=762) – aber das Kind kann NICHT entscheiden, ob es das überhaupt will oder nicht. Für die Kinder ist das alles nur ein Spiel (zuerst), später wird ihr Wille nochmals gebrochen (durch die „Super Nanny“) – traurig, dass die Eltern hier als Verantwortliche nicht einschreiten.

(Laut Pressemitteilung des Kölner Express vom 28.10.04, gibt es aber wohl doch noch vernünftige Eltern. Ein Vater, der das RTL-Team und die „Super Nanny“ ins Haus geholt hatte, warf sie kurzerhand nach vier Tagen wieder raus, weil ihm das alles zu bunt wurde... )

>> Kritikpunkt 4:
In der ersten Sendung wurde das Kind im „Stillen Zimmer“ eingesperrt – von „still“ kann aber keine Rede sein, denn mindestens ein Kameramann war mit anwesend gewesen... Später wurde das Zimmer sogar ausgeräumt, alle Spielsachen wurden entfernt, die Tür wurde von der Mutter und der „Super Nanny“ von außen zugehalten.

Die „Super Nanny“ hat gesagt, dass „Einschließen“ sei nicht OK – die Mutter hatte ihr Kind zur Strafe früher immer in seinem Zimmer eingeschlossen -, aber die Tür mit aller Kraft zu halten ist in Ordnung? Das kann ich nicht nachvollziehen!

In der zweiten Sendung wurde dann aus dem „Stillen Zimmer“ die „stille Treppe“. Dabei handelte es sich um eine offene Treppe in der Wohnung, also kein Treppenhaus. Eine Treppe ist für mich auch kein ruhiger Ort, auf einer Treppe herrscht doch immer Verkehr (hochlaufen, runterlaufen...)

Bei diesen beiden „Stillen ...“ handelt es sich – wie im neuen australischen Erziehungsprogramm „Triple P“ um einen Ort (sozusagen als letzte Konsequenz), an dem das Kind geschickt wird, damit es über sein schlechtes Verhalten nachdenken kann. Es soll hier immer für sein Alter in Minuten (also als Beispiel 5-jähriges Kind = 5 Minuten) über sein schlechtes Benehmen nachdenken.

Aber – KANN ein 5-jähriger Junge, der aufgebracht und in dem Moment auch überdreht ist, überhaupt ALLEINE sein Verhalten reflektieren? Kurz ein Beispiel: Zwei Arbeitskollegen streiten sich – Chef kommt dazu und schickt beide Kollegen mit den Worten „Denken Sie mal über Ihr Verhalten nach!“ in „Stille Zimmer“ – *ironiean*
eine tolle Konfliktlösung, oder? *ironieaus* So ähnlich sehe ich das: „Stille Zimmer“ bringen kaum etwas. Zumal Kinder nicht über ihr Verhalten nachdenken, sondern wohl eher mit ihrer Eltern hadern („Blöde Mama, jetzt muss ich wieder hier doof rumsitzen.“)

>> Kritikpunkt 5:
RTL stellt die „Super Nanny“ als die letztmögliche Hilfe dar, die – natürlich – dann auch innerhalb weniger Wochen die Situation umkrempeln und das Kind „brav“ werden lässt. Wie hieß es in der Vorschau zur heutigen Folge: „Wenn keiner mehr hilft, dann...“? Es gibt genug Hilfestellen, an die sich betroffene Eltern wenden können – und die auch helfen. Da muss nicht eine „Super Nanny“ vom Fernsehen als der rettende Engel erscheinen und das Kind und die Familie im TV bloßgestellt werden.

>> Kritikpunkt 6:
Die „Super Nanny“ wird „feldwebelartig“ dargestellt, streng und beherrschend, was auch noch kleidungstechnisch sehr unterstrichen wird. Als ich sie das erste Mal sah, kam mir gleich das Fräulein Rottenmeier aus „Heidi“ in den Sinn, die war ja genauso herrisch. Dadurch wird das „Problemkind“ wohl eher eingeschüchtert und kuscht, einfach aus dem Grund, weil es Angst bekommt. Auch der Ton, den die „Super Nanny“ anschlägt, wenn sie die Mutter korrigiert: „Falscher Satz!“ (als die Mutter nicht genau den Satz so sagte, wie die „Super Nanny“ ihn vorgegeben hatte...), erinnert eigentlich nur an Kaserne („Links! Rechts! Stillgestanden!“)


>>> Meine Meinung zur dritten Folge:
Es hieß, das „Problemkind“ wäre eifersüchtig und würde deshalb so aggressiv handeln, sein kleines Geschwisterchen schlagen, treten, beißen, die Wohnung demolieren etc. Das Kind wurde – wenn es sich schlecht benommen hat (also den jüngeren Bruder an den Haaren zog, schlug oder trat) auf eine Bank zur „Auszeit“ geschickt. Der Junge sollte so lernen, dass er sich nicht richtig verhalten hatte – das Kind aber wird in seinem Gefühlschaos von der Mutter auch noch alleine gelassen, anstatt es mit einzubeziehen. Nein, es „soll über sein schlechtes Verhalten nachdenken“ – ein dreijähriges Kind?

Thema Schlafengehen: Die Mutter sollte immer wieder drei Sätze wiederholen: „Ich möchte, dass du liegen bleibst.“ „Es ist jetzt Ruhe.“ „Schlaf jetzt.“ – die „Super Nanny“ gab dann die Anweisung, als die Kinder geweint hatten: „Geh rein, sag die Sätze, aber nicht mit zuviel Zuwendung.“ – Es wurde vor dem Zu-Bett-Gehen KEIN Gute-Nacht-Ritual gemacht, es wurde nicht gezeigt, dass z. B. eine „Gute Nacht“-Geschichte vorgelesen oder ob noch mal eine Runde gekuschelt wurde. Nein, es hat einfach den Anschein, als ob die beiden Kinder (3- und 1-jährig) so alleine ins Bett gehen und einschlafen müssen. Sehr merkwürdig auch, wenn es heißt, die Kinder wollen nicht schlafen – kein Wunder, wenn der Kameramann mit im Kinderzimmer ist und die beiden Kinder filmt. Das die da nicht im Bett liegen bleiben, ist doch normal!

„Kein Kind möchte gerne ins Bett“ – so wird es in der Folge gesagt. WARUM IMMER DIESE VERALLGEMEINERUNG? Ich kenne genug Kinder, die gerne ins Bett und schlafen gehen – weil es keine Strafe ist – im Gegenteil: Ins Bett gehen bedeutet „kuscheln“, „schmusen“; Schlaf ist etwas Schönes. Weshalb wird aber bei vielen Kindern das „Zu-Bett-Gehen“ immer wieder ein Kampf? Vielleicht, weil sie von Anfang an alleine einschlafen sollen? Oder überhaupt alleine schlafen müssen? Nur eine Vermutung von mir...

Bei dieser Folge stand die „Super Nanny“ wieder neben der Mutter und hat ihr die Anweisungen vorgesagt, die Mutter hat sie dann fast wortwörtlich nachgeplappert. Als „Stiller Ort“ wurde diesmal die Holzbank des Kindes genommen („Winnie-Bank“) und das Kind „durfte“ mit seinem Lieblingsstofftier, einem Winnie-Puuh-Bär, auf der Bank sitzen, damit „es sich nie ganz alleingelassen fühlt“. In meinen Augen ziemlich makaber bei einem Kind, dass um die Aufmerksamkeit und Liebe seiner Mutter kämpft – denn das sich das Kind seit der Geburt seines Geschwisterchens von der Mutter nicht mehr geliebt fühlte, war offensichtlich.

Bei einigen Szenen konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln... da wurde gezeigt, wie die Mutter das Kind mit Gewalt füttert, oder wie das Kind – vor Angst, alleine gelassen zu werden – bei einem Spaziergang weinend auf dem Rasen liegt – und die Mutter und die „Super Nanny“ sind mehr als 20 Meter von dem Kind entfernt...Man konnte deutlich merken, dass das Kind nicht mehr aus Wut weinte, sondern wegen Verlustängsten.

Ich möchte nicht wissen, was später passiert, wenn der Junge älter ist und begreift, wie er da von seiner Mutter und vom Fernsehen vorgeführt wurde... Wie gesagt – „halb Deutschland“ konnte sehen, wie er zum Essen gezwungen wurde (seine Hand wurde vom Mund weggezogen, er wurde festgehalten – und er wollte nichts mehr essen). Oder wie er erst seinen Teller aufessen muss, um dann den Nachtisch zu bekommen...


>>> Meine Meinung allgemein:
Es ist traurig, dass die Medien Familien und Kinder, die wirklich Hilfe brauchen, so zur Schau stellen, wie es in dieser Sendung geschieht. Hier wird mit Methoden gearbeitet, die einer Dressur gleich kommen. Es geht nur um Quotenmacherei. Die Kinder müssen gehorchen, es wird nicht einmal hinterfragt, WARUM sich die Kinder so benimmt. Es ist wie bei einer Krankheit, bei der die Symptome behandelt werden, aber nicht der Auslöser an sich. Die Würde der Kinder und der Familien wird sehr verletzt.

Auch kann es sich um keine realistische Darstellung des Familienalltags und der "Therapiezeit" mit der "Super Nanny" handeln, da die Kamera offen dabei ist - mindestens einmal hat der Junge in der ersten Sendung bewusst mit dem Kameramann Kontakt aufgenommen (in der Szene, als er im "stillen Zimmer" zur Strafe saß und sich ein Spielzeug hereinholte, was er nicht durfte. Da machte er "pssscht" zum Kameramann, legte den Finger auf den Mund und sagte etwas wie "nicht verraten" oder Ähnliches).

Ich hatte auch den Eindruck, als wenn der Familienalltag bewusst überspitzt und schlimmer dargestellt wurde als er vielleicht tatsächlich war.

Die Belehrungen der "Super Nanny" im Beisein des Kindes an die Mutter in der ersten Sendung sind mehr als fragwürdig und untergraben u. a. auch die Autorität der Mutter gegenüber des Kindes (auch wenn die Mutter in dem ersten Fall gar keine Autorität mehr hatte). Die "Super Nanny" hat der Mutter "vorgekaut", was sie zu sagen hatte; die Mutter hat es unreflektiert wiedergegeben. In der zweiten Sendung wurde das ja mit Hilfe eines „Knopfs im Ohr“ und Funk unterbunden, dennoch bleibt für mich das „Vorkauen“ recht fragwürdig. In der dritten Sendung gibt die „Super Nanny“ wiederum neben der Mutter die Anweisungen.

Das Kind in der ersten Sendung wurde permanent angeschrieen und hart angefasst, es wurde ihm keine Möglichkeit zur Erklärung gegeben. Im Gegenteil: als er einmal zum Erklären ansetze, wurde ihm der Mund grob verboten. In den nächsten Sendungen hat man schon mal gesehen, wie die „Super Nanny“ vor harten Anfassen zurückgeschreckt war – hat hier vielleicht der massive Druck und Protest des Kinderschutzbundes und der Zuschauer tatsächlich etwas bewirkt?

Mir tun die Kinder leid, deren Eltern diese Sendung für das "Non-Plus-Ultra" halten und ihre Kinder nun danach behandeln, nein, ich sage bewusst "misshandeln".

Diese Sendung gehört abgesetzt, und der Deutsche Kinderschutzbund hat sich auch schon sehr negativ dazu geäußert. http://www.kinderschutzbund-nrw.de/StellungnahmeSuperNanny.htm

Ein sehr interessanter Beitrag lief auch im WDR (Sendung „Monitor“) dazu. Nachzulesen unter http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml „Kuschen statt Kuscheln“


Leider macht RTL sehr vehement Werbung für diese Sendung (u. a. z. B. in Punkt 12 oder „Explosiv“, in denen Ausschnitte gezeigt und noch mal auf die „unzumutbaren Problemkinder“ hingewiesen wird), so dass man auch etwas davon mitbekommt, wenn man die „Super Nanny“ eigentlich gar nicht sehen will.


>>> Die Super Nanny“:
Katharina „Katja“ Saalfrank ist Dipl.-Pädagogin und Mutter von vier Kindern. Sie studierte von 1995 – 2000 und arbeitete danach in verschiedenen Anstellungen, u. a. auch acht Monate in verschiedenen Kindergärten, aber auch in Einrichtungen, die nicht unbedingt etwas mit Kinder zu tun haben (Psychiatrie, Drogenhilfe). RTL tituliert sie als das „perfekte Kindermädchen“ – in meinen Augen mehr als fragwürdig!


>>> Fazit:
Ausschalten, abschalten, wegschalten, umschalten – und die Sendung absetzen. Hauptsache, nicht zuschalten.

Ich frage mich manchmal echt, wie dumm sind die Mütter? Wenn z. B. abends – als Einschlafhilfe Nuckelflaschen mit Säften gegeben werden... eigentlich sollte doch jeder wissen, dass das Karies und schlechte Zähne verursachen kann. Dann fang ich damit doch erst recht nicht an!

Erziehungstipps im Fernsehen sind vielleicht nicht schlecht, aber wenn sie als „heiliges Mittel“ dargestellt werden (so wie in der Sendung „Die Super Nanny“), dann ist das schon wieder zu verurteilen. Und dieses „Zur-Schau-Stellen“ wie im Zoo sowieso. Muss so etwas überhaupt im TV gezeigt werden? Wie gesagt, Hauptsache, die Quoten stimmen.

Frau Saalfrank und RTL: Ihre Methoden sind äußerst fragwürdig – und wer Bücher von Frau Kast-Zahn („Jedes Kind kann...“) empfiehlt, ist bei mir sowieso unten durch. Ein Muss-Stern und keine Empfehlung.

Hab ich was vergessen? Ich hoffe nicht – ansonsten: kurze Info, dann schreibe ich ggf. noch etwas dazu!


Viele Grüße von
Beavi

Bremen, 25.11.04

PS. beim Titel war ich echt am Überlegen... es standen noch "Achtung - der Feldwebel kommt!" und "Frl. Rottenmeier ist wieder da" zur Auswahl...   
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01.01.1970
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01.01.1970

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