Die beste Kartoffelsuppe

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Die beste Kartoffelsuppe

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... Die Kartoffeln schäle und würfle ich zuerst und gebe die in die nicht zu großzügig bemessene Brühe. Nach Zugabe aller Zutaten sollte das Gemüse knapp bedeckt sein. Es empfiehlt sich ein höherer Topf, warum wird noch erklärt. Die grob zerteilte Möhre und der Sellerie folgen nach dem Putzen, ... Bericht lesen





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mama empfiehlt mal wieder...
Ein Rezept von mama-von-paul für Die beste Kartoffelsuppe
29.04.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: preiswert, einfach in der Zubereitung, variabel und :  lecker !  ; - )
Kontra: nüscht

Empfehlenswert? ja 

Das ganze Rezept

Ich weiß nicht, wie es anderen Eltern geht. Mit meinen Kindern mache ich immer wieder aufs Neue die Erfahrung, dass Gemüse jedweder Art im Rohzustand gerne und reichlich gegessen wird; sowohl Möhren als auch Paprika, Gurken und Tomaten sind da sehr beliebt. Sobald allerdings gekochtes Gemüse serviert wird, wird schon oft gemäkelt. Da sind Möhren auf ein mal eklig, Paprika- und Tomatenstücke werden penibel aussortiert, ganz zu schweigen von Sellerie und Zwiebeln, die allerdings auch roh nicht verzehrt werden. Der eine mag Spinat, der andere nicht, ebenso wird jeglicher Kohl im munteren Wechsel von dem einen oder anderen Familienmitglied rigoros verweigert.

Es gilt also, das nicht so begehrte Gemüse zu verstecken und die lieben Kinder zu ihrem Glück zu nötigen. Das mache ich unter anderem in der besten Kartoffelsuppe weltweit, na sagen wir mal zwischen Hamburg und Berlin. ;o)

Man nehme pro Portion für das "Grundrezept"

drei mittelgroße Kartoffeln (ca. 300 Gramm),
eine kleine Möhre (die im Bund sind meist angenehmer als die oft übermäßig proportionierten aus Kilopackungen),
ein Stück Knollensellerie (eine halbe Scheibe oder so),
eine halbe kleine Zwiebel und
Gemüsebrühe (ruhig "instant", auch wenn ich schon wieder Jemanden meckern höre *g*).

Die Kartoffeln schäle und würfle ich zuerst und gebe die in die nicht zu großzügig bemessene Brühe. Nach Zugabe aller Zutaten sollte das Gemüse knapp bedeckt sein. Es empfiehlt sich ein höherer Topf, warum wird noch erklärt. Die grob zerteilte Möhre und der Sellerie folgen nach dem Putzen, die Kartoffeln dürften bereits etwa 2 Minuten köcheln. Die Zwiebel sollte dann ebenfalls nach wenigen weiteren Minuten dazu kommen, sie soll zerkochen und nur der Würze dienen. Mit Pfeffer abgeschmeckt sollte das Gemüse nach insgesamt etwa 15 Minuten bereit sein, um püriert zu werden! (Deshalb der etwas höhere Topf, eben um Spritzer möglichst zu vermeiden.) Jawohl, denn das ist mamas Trick: Was die Kinder nicht (mehr) sehen, stört sie auch nicht. Die gegebenenfalls wegen doch zu knapper Wasser- bzw. Brühezugabe zu Kartoffelpüree mutierte Suppe lässt sich bequem mit Milch, Sahne oder weiterer Brühe zu einem essbaren Ergebnis verlängern.

Die "ganz normale" Kartoffelsuppe ist bereits fertig, wer mag kann jetzt Würstchen ganz oder in Scheiben darin erwärmen oder das auch lassen, es schmeckt, macht satt und wird auch von den Kindern gern gegessen.

Allerdings machen mir persönlich diverse Variationen mächtig Spaß, die allerdings nicht immer auch kindertauglich sind.

1. Die Einfachste:

Vorwiegend "fürs Auge", aber dennoch auch für den Geschmack förderlich: Ein kleines Muster aus (flüssiger) süßer Sahne im schon servierten Teller, ergänzt mit ein wenig frischer oder auch gefriergetrockneter Petersilie. Auch Fetzen vom Räucherlachs, vom letzten Frühstückstisch übrig geblieben, machen sich hervorragend zur Suppe.

2. Die Exotische 1:

Eine Currygewürzmischung und gern auch ein paar gemahlene Chiliflocken dazu, ergänzt durch einen großzügigen Löffel Creme Fraiche langsam unter die Suppe rühren, die Frische ist ein netter Gegensatz zur Schärfe. Stückchen von weißem Fischfilet dazu (Pangasius zum Beispiel oder Seeteufel, auch der ordinäre Alaska-Seelachs geht zur Not, aber bitte keine Fischstäbchen!) können die dann leicht orange Suppe zu einem wirklichen Hingucker machen, ich selbst bin jedenfalls immer wieder begeistert.

3. Die Exotische 2:

Kokosmilch aus der Dose, die es in jedem gut sortierten Supermarkt auch in kleineren als der praktischen 800-Gramm-Dose für den indischen täglichen Familienbedarf gibt, sorgt für ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Dabei genügen schon 50 ml für eine Portion, sonst wird das schlicht zu süß und ein wenig zu "schräg". Eine Variante, die ich meinen Kindern durchaus schon erfolgreich vorgesetzt habe. Für mich persönlich kommen dann wiederum noch gemahlene Chili dazu, und das Wichtigste: Koriander, bitte frische Blätter oder wenigstens frisch eingefrorene. Irgendwo hatte ich schon mal erwähnt, dass sich der Kauf eines Bundes Koriander lohnt wie kein anderes Gewürz, auch die gezupften und eingefrorenen Blätter sind durchaus nah am Original und nicht annähernd mit dem getrockneten und handelsüblichen geschnetzelten Gewürz vergleichbar. Das besondere Aroma des Korianders muss man einfach erlebt haben, aber wenn das geschehen ist, will man bestimmt keinen dieser Streuer aus dem Discounter mehr verwenden. Wichtig ist aber: Den Koriander bitte nicht mitkochen, sondern schlicht über die fertige Suppe streuen. Andernfalls geht ganz viel Geschmack verloren.


Insgesamt: Ist eine Kartoffelsuppe nicht nur ein preiswertes Gericht, sondern mannigfaltig zu variieren. Die "Basis" ist schnell hergestellt und schon für sich herzhaft und schmackhaft, für den Liebhaber rustikaler Speisen mit Würstchen oder Schinkenwürfeln dazu ebenso gut geeignet wie für den Hobbygourmet, der mit wenigen weiteren Zutaten ein optisch wie geschmacklich ansprechendes Gericht auf den Tisch bekommt. Für größere Veranstaltungen lässt sich ein großer Topf des Grundrezepts einfach herstellen und dann zur Freude der Gäste beliebig in kleineren Töpfen zu spezielleren Kreationen verändern, ohne noch wesentlichen Aufwand betreiben zu müssen. Abgesehen vom allseits beliebten Chili con Carne (das aber wiederum nicht für Vegetarier geeignet ist) gibt es aus meiner Erfahrung kaum ein Gericht, das auch bei einer Menge Leute so gut ankommt. Naja, und last but not least: Die Kinder mögen die Suppe sehr. :-D   
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01.01.1970

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