Rot, schlabberig, lecker

5  15.11.2001

Pro:
rot, schlabberig, lecker

Kontra:
mehr als vier Portionen schafft man nicht

Empfehlenswert: Ja 

calculix

Über sich: Warum ich mich calculix nenne? Na, weil ich Asterix und Obelix mag, und weil ich, ähem, ist mir fast...

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Dieses Rezept wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ein gutes Essen braucht einen Abschluß, ein Dessert, auf das man sich freuen kann, obwohl man eher betrübt ist, weil das gute Essen so gut wie gegessen ist. Oder man gönnt sich einfach mal so zwischendrin ein Dessert, ohne besonderen Grund, außer dem, daß es lecker ist und man Appetit darauf hat. Bleibt die Frage, worauf man sich freuen kann, wenn das Dessert so gut wie gegessen ist. Die Lösung besteht darin, daß man soviel Dessert zur Verfügung haben sollte, daß man gar nichts mehr zum Freuen braucht. Dann gilt es, den schmalen Grad zwischen "etwas paßt noch" und "mir wird übel" möglichst gut abzupassen. Dieses Problem ist sehr individuell, daher wenden wir uns einem einfacheren Problem zu, nämlich: Wie kommt man zu einem Dessert?

Bekannt und beliebt ist die gute, alte rote Grütze, meist etwas stillos im Plastikbecher aus dem Supermarkt beschafft. Mit überraschend geringem Aufwand läßt die sich aber auch selber zubereiten, leckerer als aus dem Supermarkt, frischer und auch in Mengen, die sogar für größere Partys ausreichen.

Das Rezept
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Nun aber konkret. Man nehme:

1 Glas Kirschen
100 g Zucker, eventuell etwas mehr
4 gehäufte Eßlöffel Speisestärke
1 Packung (ca. 350 g) tiefgekühlte Beerenmischung
1 Packung (ca. 350 g) tiefgekühlte Erdbeeren
1 Packung (ca. 350 g) tiefgekühlte Himbeeren


Den Saft der Kirschen in einen Meßbecher abgießen und mit Wasser auf 1/2 Liter auffüllen. Saft und Zucker in einen für alle Zutaten ausreichend großen Topf gießen und erhitzen. Inzwischen die Speisestärke in einem Gefäß mit etwa der gleichen Menge Wasser verrühren. Wenn der Saft zu kochen beginnt, die aufgelöste Speisestärke dazugießen und gut verrühren, nochmal aufkochen lassen. Dann die Kirschen und alle Tiefkühlbeeren dazugeben und unterrühren. Die Hitze kann schon abgestellt werden. Falls das Resultat noch zu sauer schmeckt, kann noch etwas Zucker dazugegeben und verrührt werden. In eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen, dann kühl stellen.

Bemerkungen
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Die Zubereitung dauert ungefähr 20 Minuten. Das Ergebnis ist eine absolut leckere und fruchtige rote Grütze. Insbesondere die Beerenmischung ist mitunter recht sauer, das hängt aber stark von der verwendeten Sorte ab. Wer das nicht mag, kann mehr Zucker dazugeben oder die Beerenmischung weglassen bzw. ersetzen. Wichtig ist nur, daß insgesamt ca. 700 - 1000 g Beeren verwendet werden, die Sorten sind eigentlich egal. Lediglich die Kirschen sind wegen ihres Saftes unentbehrlich. Die Speisestärke besitzt die Aufgabe, das Ganze etwas zu binden. Ohne Speisestärke erhielte man nur "Beeren in Kirschsaft". Die Alternative wäre Gelatine, die aber so stark bindet, daß man eher Wackelpudding herausbekäme. Der ist zwar auch lecker, schlabbert aber nicht so schön.

Dieses Rezept ist, na sagen wir mal, "80 % made bei mir". Irgendwo hatte ich vor Jahren mal ein rote Grütze Rezept gelesen, das aber irgendwie Murks war, mit Zucker karamelisieren und solchen Quatsch. Ich habe den Teil mit der Speisestärke übernommen und den Rest größtenteils selber gedichtet.

Der Partyhit
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Gelegentlich werde ich zu Geburtstagen oder Feiern eingeladen und im selben Atemzug gefragt, ob ich auch wieder rote Grütze machen könnte. Na klar, sag ich, schließlich esse ich die selber gerne. Meistens bereite ich dann die doppelte Menge zu, es soll ja keiner hungrig nach Hause gehen. Dazu paßt am Besten Vanillesoße, hm, die kaufe ich meistens fertig. Muß ich doch auch mal ein Rezept für auftreiben.

Und dann lege ich mich auf die Lauer und beobachte, wie sich die Leute eine Schale nehmen, die mit roter Grütze vollstapeln, und dann verzweifelt versuchen, noch etwas Vanillesoße in die Ritzen zu bekommen. Eine Mordsgaudi, wenn es anfängt zu kleckern. Aber ich gebe zu, auch mir passiert das sehr leicht.

Eventuell
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...könnte man auf dieser Grundlage auch eine gelbe Grütze machen. Statt der roten Beeren nimmt man gelbe Früchte oder ähnliches. Das hatte ich schon länger mal ausprobieren wollen, bin aber nie dazu gekommen. Wenn das mal jemand ausprobiert, würde ich mich über Rezept und Resultat freuen. Bis dahin wünsche ich frohes Schlabbern mit der roten Variante.
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Kommentare zu diesem Rezept
spanisch

spanisch

25.12.2001 02:52

Habe richtig Appetit bekommen...

k_jacobi

k_jacobi

29.11.2001 18:33

Ich benutze immer Tapiaokamehl aus dem Asienladen zum sämig machen. Das sollte auch bei Roter Grütze funktionieren.

kismet17

kismet17

23.11.2001 16:32

lecker, lecker, lecker! Könntest du mir grad ne Schüssel rübermailen? DANKE! Grúß Maria

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  1. Johnboymg
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