Oma s Geburtstagstorte

5  13.09.2000

Pro:
einfache Zubereitung,

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

brixi

Über sich:

Mitglied seit:28.06.2000

Erfahrungsberichte:170

Vertrauende:102

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Aus gegebenem Anlass war es gestern wieder mal soweit. Oma´s Rezeptbuch musste herhalten. D.h. eigentlich nur im übertragenen Sinne, da ich dieses so einfache Rezept in meinem Kopf gespeichert habe. (Ist wegen der einfachen Zutaten und Zubereitung auch für meine grauen Zellen leicht möglich). Außerdem ist es sogar für mich, der Torten nur höchst selten wie gewünscht gelingen, immer wieder ein Erfolgserlebnis das gelungene Resultat meiner Bemühungen zu erleben. Ich spare mir den Griff in die Tiefkühltheke der Supermärkte zu fertigen Torten. Langer Rede kurzer Sinn:

Man nehme:

22 ½ dag Zucker = 220,5 Gramm (bitte nicht schlagen, ich weiß nicht warum es auf den ½ dag ankommt. Oma hat es mir nie verraten, aber immer darauf bestanden) und füge
6 ganze Eier hinzu (bitte vorher von der Schale befreien).

Jetzt folgt eine sehr wichtige Anweisung:
und rühre diese Zutaten ca. 30 Minuten mit dem Kochlöffel schaumig. (Oma hat es immer so gemacht und ich sie ob ihrer Ausdauer und des noch immer nicht abgefallenen Popeye Armes bewundert). Zum Wohle meiner Gelenke, habe ich mich dann doch für den Einsatz eines Mixers entschieden.

22 ½ dag Mehl (gleiche Erklärung wie oben) werden nunmehr mit 1 Päckchen Backpulver vermischt, fein durchgesiebt, und vorsichtig mit dem Kochlöffel untergehoben (zugefügt).

Diese Masse in vorgefettete und mit Mehl (bzw. wahlweise Brösel) vorbereitete Tortenform füllen. Bei ca. 180 Grad ungefähr 30 Minuten goldgelb backen. Stricknadeltest nicht vergessen. (mit einem dünnen Metall-oder Holzstäbchen in die Torte stechen, wieder herausziehen und nachsehen, ob sich Krümel darauf befinden, wenn ja noch nicht fertig, falls nein, ist sie fertig) Mein Tipp am Rande. Die Masse sollte etwa zur doppelten Höhe aufgegangen sein.

Nach dem Auskühlen kann man diese Torte nun nach Belieben weiterbearbeiten.

Oma´s Fülle: (hierbei machte sie erstaunlicherweise nur ungefähre Mengenangaben)

1. Variante:
ca. 250 Gramm Butter - Oma bestand darauf nur wirkliche Butter zu verwenden
mit Staubzucker schaumig rühren, den Saft und die abgeriebene Schale einer Zitrone dazugeben und verrühren.

2. Variante:
ca. 250 Gramm Butter wieder mit beliebig Staubzucker (in diesem Falle vielleicht etwas weniger), da noch ca. 100 Gramm vorher im Wasserbad geschmolzene Schokolade - in einem Topf Wasser zum Kochen bringen, dann einen etwas über den Topfrand hinausstehenden Teller nehmen (dies verhindert eventuelle durch heißen Dampf verursachte Schäden der Finger beim Teller abnehmen) und die zu schmelzende Schokolade drauflegen - dazugegeben wird. Nun alles glattrühren.

Die erkaltete Torte wird zweimal durchgeschnitten. Hiebei handelt es sich um eine sehr heikle Arbeit, die eine waagrechte Messerführung erfordert (mir gelang diese nicht immer). Vor dem Durchschneiden mit der Messerspitze einen senkrechten Ritz am Tortenrand machen. Dies dient beim späteren Zusammenbau als Hilfe, damit die möglicherweise nicht ganz gleichmäßig geschnittenen Platten, wieder richtig zusammenpassen und in etwa wieder die Ausgangsform der Torte erreicht wird.

Auf den untersten Boden kommt nunmehr die Schokoladefülle. Mit dem ersten Zwischenboden bedecken. Darauf die Zitronencreme. Mit der letzten Tortenschicht abschließen.

Oma bedeckte die Torte abschließend noch mit Staubzucker.
Die heißbegehrte, eigentlich für jeden Sonntag hergestellte Torte ist fertig.

Auf mich allein gestellt, verwendete ich das Grundrezept dieser Torte für die verschiedensten Geburtstagsfeiern meiner Kinder. Sie durften sich dann im Rahmen der Möglichkeiten (je nach Jahreszeit) ihre Lieblingsfülle aussuchen. Für die Sommergeburtstage setzte sich die Erdbeerfülle durch, im Winter gab es eine Maronicreme. So halte ich es bis heute. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich habe diesmal wieder die so heißgeliebte Oma-Variante zubereitet. Eigenartig, jedes Mal wenn ich diese Torte mache, steigen die schönen Erinnerungen an meine Oma hoch.
Vielleicht ist die Omatorte deshalb meine Lieblingstorte geworden.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Mice

Mice

19.09.2000 02:38

Durch den letzten Abschnitt mehr als nur ein leckeres Rezept! Sehr schöne Schreibe! Gruß, Mice

berlinboerge

berlinboerge

13.09.2000 22:11

Glückwunsch, Prost und guten Hunger. mfG boerge

unbekannt50

unbekannt50

13.09.2000 21:56

Endlich einmal ein Rezept das nicht einfach nur abgeschrieben wurde. Jetzt aber das Wichtigste: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH ZUM GEBURTSTAG. Menno, das sitzt brixi an Ihren "Ehrentag" vor dem PC und schreibt Rezepte - und dann auch noch sooo tolle. *lach* hoffentlich hast Du wenigstens das größte Stück abbekommen.

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