Dieses Rezept wurde von 44 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Dieser Kuchen ist ein Schoko-Traum und kommt der cremig gefüllten Schoko-Bombe von Starbucks zumindest recht nahe.
Zutaten für den Teig: 280g Mehl 1 ½ TL Backpulver 1 TL Natron ¼ TL Salz 145g ungesüßtes Kakaopulver, beste Qualität 250ml kochendes Wasser 3 Eier 250g weißer Zucker 190g brauner Zucker 190g Butter in kleine Stücke geschnitten 310ml zimmerwarme Buttermilch
Zutaten für den Schokoguss:
500g Zucker 500ml Kondensmilch 325g dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil (mind. 75%) 250g kalte Butter in Würfeln 1 TL echtes Vanilleextrakt oder das Mark ½ Vanilleschote
So, jetzt habt Ihr die Zutaten gelesen und seit bestimmt nach hinten über gekippt. So viel Zucker! So viel Schoki! Ja, ganz genau. Von nix kommt halt nix, oder? Und außerdem: Je mehr Kalorien desto satter, es relativiert sich dann alles. Ich rate dringend davon ab, die Zuckermenge zu reduzieren. Sie ist für die Konsistenz unerlässlich.
Man fängt am besten mit dem Guss für den Kuchen an. Da er abkühlen muss, kann man ihn gut schon am Vortag zubereiten. Der Zucker und die Kondensmilch werden in einem Topf zum kochen gebracht. Die Mischung muss exakt 9 Minuten kochen, dabei darf sie nur am Anfang einmal gerührt werden, damit sich der Zucker auflöst. Dann den Topf vom Herd nehmen und die übrigen Zutaten untermischen. Es sollte eine geschmeidige, aber noch flüssige, glänzende Masse entstanden sein, die jetzt erst einmal kalt werden muss. Im kalten Zustand sollte der Guss fester sein, eher wie eine Creme.
Für den Kuchen werden 2 Springformen von 22cm Durchmesser benötigt. Wer die nicht hat, kann auch versuchen nur eine zu nehmen, dann muss der Kuchen später aber durchgeschnitten werden. Ich habe das noch nicht probiert und weiß nicht, ob der Teig dann im Ofen überläuft. Die Formen werden eingefettet und mit Mehl bestäubt. Ich selbst verwende auch immer etwas Backpapier für den Boden, das ich dann in der Form stramm einspanne. Nur die Seiten sollten nicht mit Papier ausgelegt werden, da der Kuchen sonst unschöne „Macken“ bekommt. Der Ofen kann schon vorgeheizt werden, je nach Herd, jedenfalls sollte er 175 Grad heiß sein wenn der Kuchen rein kommt.
Für den Teig müssen Mehl, Backpulver und Natron gesiebt werden. Der Teig wird dann wirklich lockerer, die Mühe lohnt sich. Bei den Mengenangaben von Backpulver und Natron sind gestrichene TL gemeint, nicht mehr nehmen, sonst schmeckt man es später raus. Der Kakao wird in dem heißen Wasser aufgelöst und erst einmal auf die Seite gestellt. Er sollte etwas abkühlen.
Jetzt werden erst einmal die Eier mit dem Zucker zu einer schaumigen Masse aufgeschlagen. Auch hier zahlt sich die Mühe später aus. Ich rühre die Masse schon mal gut 2-3 Minuten. Dann wird die Butter untergearbeitet und wieder alles geschmeidig geschlagen. Ich habe immer schlechte Erfahrungen gemacht, wenn ich beim Backen zu eilig war. Manchmal denke ich sogar meine Stimmung überträgt sich auf den Kuchen...
Als nächstes kommt die Buttermilch dran. Sie wird langsam untergerührt bis sich alles gut verbunden hat. Ebenso mit dem aufgelösten Kakao verfahren. Nun wird die Mehlmischung Löffel für Löffel hinzu gegeben, bis ein zähflüssiger Teig entstanden ist. Der wird jetzt gleichmäßig auf die zwei Formen verteilt und kommt für ca. 35 Minuten in den Ofen. Wie das mit der Stäbchenprobe geht, muss ich wohl nicht erklären. Nach dem Backen ist Geduld gefordert. Bloß nicht zu früh aus der Form lösen, der Teig ist sehr luftig und entsprechend empfindlich. Mindestens 20 Minuten muss man schon warten. Vor dem Füllen muss der Teig aber auf jeden Fall komplett abgekühlt sein. Sonst hält der Guss nicht und alles landet daneben. Wir Ihr schon gemerkt habt, besteht der Kuchen aus zwei Teilen. Der eine Kuchen wird als Boden auf eine Platte gesetzt und bekommt eine dicke Schicht Schokoladenguss oben drauf. Der zweite ist der Deckel und wird logischer Weise vorsichtig oben drauf gelegt. Von dem Guss sollte jetzt noch der größte Teil übrig sein, sonst ward Ihr zu großzügig bei der Füllung. Mit einem Messer wird der Kuchen nun von allen Seiten dick mit der Schokomasse eingespachtelt. Natürlich lässt sich das Rezept beliebig abwandeln oder erweitern. Man kann z. B. Die Böden noch einmal durchschneiden, so dass es vier sind, etwas mehr Schokomasse herstellen und so eine Super-Bombe bauen. Auch Alkoholzusätze können der Füllung zuweilen gut bekommen. Ich verziere die Torte meistens mit gekauften Pralinen und gehobelter Schokolade. Hier gilt aber wie so oft, nicht übertreiben, der Kuchen ist ohnehin schon sehr mächtig. Jedenfalls kommt jetzt der aller schwerste Teil des Rezeptes. Ich wage es kaum zu schreiben, aber Ihr müsst das schöne Stück auf jeden Fall für einige Stunden in den Kühlschrank stellen. Da hilft alles nicht. Aber so ist die Vorfreude groß und der Genuss später um so größer.
P.S. Kalorienangaben mache ich bei meinen Rezepten nicht. Wer darauf achtet sollte die Finger von dieser Torte lassen. Mit schlechtem Gewissen wird sie nicht schmecken.
17.12.2009 22:21
Sieht schon mal supi aus, leider bin ich nicht so der Tortenfreund aber 1 Stück würde ich schon gern testen.LG
11.12.2009 20:06
Klingt echt lecker.
11.12.2009 12:49
Sehr lecker berichtet ;-) Liebe Grüße, Ingo