Die besten Donauwellen

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... Und die Mutter? Die überlegt, was man mit der Ernte von 3 Sauerkirschbäumen so anfangen könnte. Einsam liegen in der Gefriertruhe noch einige Pakete Kirschen vom letzten Jahr und nun lauern auf den Bäumen schon wieder die nächsten. Wenn nur das mühselige Entsteinen nicht wäre! Aber so überlegt ... Bericht lesen





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Marmorkuchen + Kirschen = Donauwellen
Ein Rezept von Cappuccino-Mama für Die besten Donauwellen
22.07.2001


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Lecker, gut zum Einfrieren geeignet !
Kontra: Etwas Geschicklichkeit erforderlich !

Empfehlenswert? ja 

Das ganze Rezept

Ein Sonntagmorgen in Süddeutschland. Es ist Mitte Juli - Kirschenzeit. Der Vater holt schnell die Leiter und erntet im Garten eben mal einen kleinen Eimer Kirschen. Und die Mutter? Die überlegt, was man mit der Ernte von 3 Sauerkirschbäumen so anfangen könnte. Einsam liegen in der Gefriertruhe noch einige Pakete Kirschen vom letzten Jahr und nun lauern auf den Bäumen schon wieder die nächsten. Wenn nur das mühselige Entsteinen nicht wäre! Aber so überlegt man sich zweimal, ob man einen Kirschkuchen backt.

Ja, da steht nun der Eimer mit den Sauerkirschen, derjenige, der sie geerntet hat, hat sich schlauerweise still und heimlich aus dem Staub gemacht. Ja, auch die Mutter würde sich lieber vor dem PC niederlassen, statt sich mit Kirschen zu beschäftigen. Aber da die Kirschen nicht alleine in die Gefriertruhe hüpfen, bleibt wieder mal alles an der Mutter hängen. Und die denkt sich: "Weshalb nicht heute einen Sonntagskuchen backen? Dann ist wenigstens eine Portion der Kirschen schon mal verarbeitet."

"Donauwellen wären nicht schlecht", so denkt sich die Mutter, und da sie heute mal nichts besseres vorhat, macht sie sich auch sogleich an die Arbeit. Nachdem die Mutter schließlich genügend Kirschen von Hand entsteint hat, und vom vielen Kirschsaft schon ganz schrumpelige Haut hat, beginnt sie mit dem Backen. Zuerst stellt die Mutter einen Rührteig her. Dafür benötigt sie:

Teig:
=====
250 g weiche Butter oder Margarine
200 g Zucker
1 P. Vanillezucker
1 Prise Salz
5 Eier
375 g Weizenmehl
3 gestrichene TL Backpulver
20 g Kakao
1 EL Milch

Zuerst wird die Margarine mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe geschmeidig gerührt, dann der Zucker, der Vanillezucker und das Salz nach und nach zugegeben. Dann werden die Eier nach und nach untergerührt, jedes Ei etwa 1/2 Minute. Das Mehl und das Backpulver werden vermischt, gesiebt und eßlöffelweise unter den Teig gerührt. Nun werden etwa 2/3 des Teiges auf ein gefettetes Backblech gestrichen.

Der Kakao wird gesiebt und mit der Milch unter den restlichen Teig gerührt und auf den hellen Teig gestrichen. Ein mehrfach geknickter Streifen Alufolie wird vor den Teig gelegt.

Belag:
======
720 g entsteinte Kirschen (aus dem Glas)

Die Kirschen gut abtropfen lassen und gleichmäßig auf dem dunklen Teig verteilt. Danach wird der Kuchen bei Ober-/Unterhitze bei 170-200 °C (vorgeheizt), bei Umluft 150-170 °C (nicht vorgeheizt), Gas Stufe 3-4 (vorgeheizt) gebacken. Die Backzeit beträgt 35-40 Minuten.

Buttercreme:
============
1 P. Vanillepudding-Pulver
100 g Zucker
1/2 l Milch
250 g weiche Butter

Nach Packungsanleitung wird zuerst ein Pudding gekocht, dieser wird kaltgestellt und ab und zu umgerührt. Dann wird die Butter geschmeidig gerührt und der erkaltete Pudding eßlöffelweise untergerührt. Der ausgekühlte Kuchen wird nun mit der Buttercreme bestrichen und kaltgestellt.

Guß:
====
200 g Zartbitter-Schokolade
etwas Kokosfett

Die Schokolade wird in kleine Stücke gebrochen und zusammen mit dem Kokosfett im Wasserbad bei schwacher Hitze geschmolzen. Zum Schluß wird der Guß auf die festgewordene Buttercreme gestrichen und der Kuchen nochmals kaltgestellt.

Noch einige Anmerkungen:
========================
Man kann selbstverständlich auch die entsprechende Menge frischer Kirschen verwenden.

In den dunklen Rührteig kann man noch etwas Rum, bzw. Rum-Aroma geben!

Bei Verwendung der Fettpfanne braucht man keinen Alustreifen verwenden, da der Kuchen hier überall gleich hoch wird.

Bei der Buttercreme darauf achten, daß weder der Pudding, noch die Butter zu kalt sind, ansonsten gerinnt die Creme.

Statt Butter kann man zur Herstellung der Buttercreme auch Margarine verwenden.

Wer keine Zartbitter-Schokolade mag, verwendet einfach Vollmilch-Schokolade.

Beim Schokoladeschmelzen darauf achten, daß die Schokolade nicht zu heiß wird, da sie sonst eine graue Farbe annimmt. Schadet zwar nicht dem Geschmack, aber dem Aussehen.

Der Schokoguß ist etwas kompliziert aufzustreichen, aber das Auftragen mehrerer dünner Schokoschichten vereinfacht das ganze.

Der Kuchen ist gut gefriergeeignet.


So, nach vielen Wartezeiten, in denen die Mutter noch eben einen Putenbraten mit selbstgemachten Spätzle und einen grünen Salat gezaubert hat, ist die Mutter zufrieden: Die Geschirrberge sind endlich abgespült, leider besitzt diese arme Familie keinen Geschirrspüler, der Kuchen fertig und die Mutter kann sich endlich ihren Hobbies widmen. Inzwischen wartet die Familie ungeduldig auf den Sonntagskuchen, so daß die Mutter sich jetzt von allen Lesern verabschiedet und es sich schmecken läßt.

Fazit:
======
Ein etwas arbeitsintensiver Kuchen, welcher einiges an Geschick erfordert. Das gleichmäßige Auftragen der Teigschichten, der Buttercreme und des Schokogußes ist nicht ganz einfach und eine schmierige Angelegenheit. Aber dafür kann sich das Ergebnis sehen lassen: Die Kirschen welche auf den Teig gesetzt wurden, haben im beim Backen aufgegangenen Marmorkuchenteig Wellen erzeugt, vollendet wird dieses Kunstwerk durch die braun-weiße Abdeckung aus Buttercreme und Schokolade.

Eine schmackhafte Alternative zur Schwarzwälder Kirschtorte, (leider ebenso zeitaufwendig)!

   

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08.01.2001
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20.07.2001

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Kontra: /

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sehr hilfreich
01.01.1970

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