Die besten Grünkernfrikadellen

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Die besten Grünkernfrikadellen

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Erfahrungsbericht über "Die besten Grünkernfrikadellen"

veröffentlicht 16.09.2001 | Mausi68
Mitglied seit : 30.10.2000
Erfahrungsberichte : 175
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Über sich :
Leider habe ich momentan eine absolute Schreibblockade. Das hängt vermutlich auch mit meinen gesundheitlichen Problemen zusammen. Ich hoffe, die Blockade löst sich bald auf!
Ausgezeichnet
Pro vegetarisch, lecker und gesund
Kontra nichts
sehr hilfreich
Arbeits- und Zeitaufwand:
Kostenaufwand:
Gut für welchen Anlass:

"Frikadellen mal ganz ohne Fleisch!"

Das liebste Kind der deutschen Küche ist wohl nach wie vor die Frikadelle, auch unter dem Namen Bulette, Fleischküchle (sagt man bei uns in Franken) oder einfach Hamburger bekannt. Vegetariern geht es in dieser Hinsicht nicht anders, denn auch sie lieben Frikadellen, nur müssen diese eben vegetarisch sein! Ein tolle Alternative zum Hackfleisch ist hier der Grünkern. Übrigens sind die Grünkernfrikadellen, die ich Euch heute vorstellen möchte, durchaus auch für Fleischesser geeignet, denn diese werden das Fleisch garantiert nicht vermissen. Vielleicht habt Ihr ja schon mal eine Grünkernfrikadelle gegessen, ohne daß es Euch bewußt war? Wer jemals den Country-Burger von Burger King probiert hat, hat zumindest einen Anhaltspunkt, wie Grünkern so ungefähr schmeckt.

Bevor ich mein altbewährtes Rezept verrate, möchte ich zuerst noch ein paar Informationen zum Grünkern selbst geben.

Grünkern ist kein spezielles Getreide, sondern eigentlich Dinkel. „Entdeckt“ wurde er im 14. Jahrhundert, allerdings nicht von Feinschmeckern, sondern lediglich aus der Not heraus. Damals verschlechterte sich das Klima, wodurch die Winter sehr lang wurden und die Sommer kalt und verregnet waren. Das Getreide der Bauern wurde durch das schlechte Wetter nicht reif und drohte zu faulen. Doch die Bauern halfen sich, indem sie den noch unreifen Dinkel ernteten und diesen über dem Feuer trockneten. Auf diese Weise wurden die Körner hart und haltbar. Der Grünkern war entstanden!

Grünkern hat einen kräftigen, würzigen und etwas nussigen Geschmack. Er eignet sich ganz hervorragend als Hackfleischersatz. Nicht nur zu Frikadellen verarbeitet schmeckt er lecker, sondern auch beispielsweise als Bolognese-Sauce.

Jetzt möchte ich Euch aber die Zutaten für die Grünkernfrikadellen nennen (reicht übrigens für zwei Personen):

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
100g mittelgrobes Grünkernschrot
200 ml Gemüsebrühe
1 kleines Ei
1-2 Scheiben Toastbrot oder Semmelbrösel
1 TL mittelscharfer Senf
Salz und Pfeffer
Paprika, scharf

Und so werden die Grünkernfrikadellen zubereitet:

Zuerst wird die Zwiebel fein gewürfelt und anschließend in einem kleinen Topf im heißen Olivenöl hell angeschwitzt. Danach preßt Ihr die Knoblauchzehe dazu, gebt den Grünkern in den Topf und röstet beides kurz an. Das Ganze wird mit der Gemüsebrühe abgelöscht und dann läßt man die Masse unter gelegentlichem Rühren in ca. 10-15 Minuten leicht köcheln und ausquellen. Hierbei bitte vorsichtig sein, denn der Grünkern quillt recht schnell auf und brennt dann leicht an. Normalerweise reicht es bereits aus, wenn man den Topf zugedeckt neben die Herdplatte stellt und den Grünkern dort quellen läßt! Danach die Masse ein bißchen abkühlen lassen.

Wenn die Grünkernmasse abgekühlt ist, das Ei, das fein zerdrückte Toastbrot oder die Semmelbrösel und die Gewürze sowie den Senf unter den Teig mischen.

Aus dem Teig Frikadellen formen (kleine Frikadellen sind besser, da diese nicht so leicht zerfallen) und diese in einer Pfanne mit etwas Fett knusprig braten.

Zu den Frikadellen schmeckt Kartoffelsalat sehr lecker. Man kann sie aber auch zu Gemüse, eventuell mit einer Sauce, essen. Wenn man die Frikadellen entsprechend dünn brät, ist es auch ohne weiteres möglich, diese für Hamburger zu verwenden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Grünkern ist übrigens keineswegs nur durch die zunehmende Zahl von Vegetariern bekannt geworden. Fragt mal Eure Großeltern, vielleicht haben diese früher auch schon Grünkernfrikadellen gegessen! Vor einigen Jahrzehnten, als Fleisch noch ein teurer Luxus war, war dieses Getreide nämlich bereits als Fleischersatz bekannt und beliebt.

Ein leckeres und einfaches Essen, das gesund und sehr wandelbar ist. Probiert es doch einfach mal aus!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Yukai veröffentlicht 14.03.2002
    Werde ich auch mal ausprobieren.
  • rikka veröffentlicht 17.10.2001
    Oh, das ist lecker, aber das Ei kann man auch noch weglassen, damit es "vegan" wird! *gg* Oder durch Tomatenmark ersetzen! Gruenkern ist echt ein sehr leckeres und feines Getreide! Gruesse, Rikka
  • hotti67 veröffentlicht 01.10.2001
    Das hört sich sehr lecker an. Übrigends, esse ich den Mac Country vom Mac Donald sehr gerne, wußte aber noch gar nicht das dieser u.t.a. aus Grünkern gemacht ist... LG Hotti
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Produktdaten : Die besten Grünkernfrikadellen

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Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 31/08/2001