Dieses Rezept wurde von 75 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nun ja, nachdem ich mich nicht geniert habe, Euch ein Buch vorzustellen, das über einen Garten für „Intelligent-Faule“ berichtet, ist es auch keine Schande mehr, Euch die „Fauleweiberklöße“ vorzustellen....
Da halte ich es mit dem schönen Spruch: „Und ist der Ruf erst ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert!“
Wer rohe oder auch grüne Klöße schon einmal mit Akribie erzeugt hat, weiß, wie viel Arbeit das macht! Ein echter Thüringer mag aber auf seine rohen Klöße zu den Rouladen oder zum Sonntagsbraten nicht verzichten.
Ich erinnere mich noch an die sonntägliche Prozedur zu Hause, wenn es grüne Klöße gab: reiben (oftmals von Hand) und auspressen (da gab es spezielle Kartoffelsäckchen und raffinierte Kartoffelpressen zum Drehen), bis wirklich die Masse stocktrocken war. Anschließend das Überbrühen und Aufschlagen mit den gekochten Kartoffeln – es war eine schwere Arbeit und mühselig obendrein. Ein riesiger Topf mit Wasser stand auf dem Herd und es duftete fein nach gerösteten Semmelwürfeln. Oft kostete ich schon die rohe Kartoffmasse – hmm, das war lecker!! (Schwefeln war übrigens verpönt, grün und sogar ein wenig „gräulich“ wurden sie, die Klöße, und nicht gelblich-weiß!!!) Ach, und wie sie schmeckten, zusammen mit köstlichen Rouladen ein Genuß....
Nun, Klöße esse ich noch immer gern und eine Fruchtsaftzentrifuge, die das Reiben erspart, habe ich natürlich, aber eben auch eine große Familie – und so kommen anstelle der original Thüringer Klößen auch schon mal die „Fauleweiberklöße“ auf den Tisch. Die gehen zwar nicht superschnell, aber immer noch fixer als die „echten“.
Das Rezept ist natürlich auch aus Thüringen; es gibt verschiedene Varianten, aber diese kommt den echten grünen Klößen am nächsten. Die zweite Variante, die es gibt, ist mit Grieß, die dritte Variante ist echt die faulste, denn da werden die Klöße gar nicht mehr gekocht, nur noch die Masse gebrüht .... Bei Bedarf, kriegt Ihr die aber auch noch J
//_/_/_/_/_/_/ Fauleweiberklöße //_/_/_/_/_/_/
•°•°•°•°•° Zutaten: •°•°•°•°•° Für 4 Personen: 8 große Kartoffeln 250 g Kartoffelstärke 1 Teelöffel Salz Semmelwürfelchen Butter
•°•°•°•°•° Zubereitung •°•°•°•°•° 4 große Kartoffeln schälen und reiben, das Geriebene abtropfen lassen (Sieb), in eine Schüssel geben, mit Salz und Kartoffelstärke vermengen
4 große Kartoffeln vierteln und in reichlich Salzwasser sehr weich kochen und sofort mitsamt dem Kochwasser rasch über die geriebene Kartoffelmasse geben.
Das Ganze kräftig mit einem Quirl schlagen, bis dich die Masse vom Schüsselrand löst.
Mit nassen Händen faustgroße Klöße formen, bei Bedarf in Butter geröstete Semmelwürfel hineingeben und in einem großen Topf in leise siedendem Salzwasser garziehen lassen. Der Garzeitpunkt ist erreicht, wenn sie an die Oberfläche steigen.
•°•°•°•°•° Was passt dazu? •°•°•°•°•° Dazu schmecken neben den obligatorischen Rouladen auch sehr gut Schweine- oder Rinderbraten, am besten mit Rotkraut.
Die Klöße schmecken wirklich lecker und sind von den „echten“ kaum zu unterscheiden. Nun gut, ganz doll faul dürft Ihr natürlich nicht sein, sondern nur ein bissel, so wie ich eben *feix*
23.08.2005 00:58
och nö ... wenn, dann mache ich lieber richtige thüringer klösse .... hab ich von meiner oma gelernt ... .-)) ... lg detlef
07.02.2005 17:25
Hört sich sehr gut an, meine Leute futtern auch gern Klöße.LG
21.06.2004 12:38
Wir essen sehr gern Klöße und da werde ich die mal am Wochenende probieren, denn mein wünscht sich Rouladen. Das paßt ja dann gut zusammen. LG Eva