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Die Autorin:
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Über Iris Alanyali habe ich bei der Wikipedia folgendes gefunden: "Die binationale Alanyali - Vater aus Izmir, Mutter aus Hessen - studierte Germanistik, Linguistik und Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. ... Bericht lesen
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Pro: Lesenswerte Unterhaltung mit Tiefgang Kontra: keine
..."Mit leichter Hand, Lebensklugheit und Humor erzählt die Autorin von einem völlig neuen Lebensgefühl, das entsteht, wenn man das Beste zweier Welten genießen kann." Mit diesen Worten endet der Klappentext des Buches, das ich zufällig in die Hand genommen ...
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Pro: Ein Buch, das man nicht in einem Rutsch lesen muss Kontra: Der Humor wirkt stellenweise bemüht
Heute gibt es mal wieder einen Buchbericht von mir. Die harten Fakten: Taschenbuch: 256 Seiten Verlag: rororo; Auflage: 2 (1. November 2007) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3499621347 Preis: Euro 8,95 Die Autorin: Iris Alanyali wurde 1969 im sch ...
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...Iris Alanyali erzählt von ihrer deutschtürkischen Familie, Reisen in die Heimat ihres Vaters und das eigene Empfinden über die Existenz als „kulturelle Besonderheit“.
Gespannt machte ich mich daran dieses Buch zu lesen, doch leider wurden meine Erwartung ...
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mustergültig integrierter deutsch-türkischer Frauen? Verspielt aufgemachte Bücher mit Titeln wie Einmal Hans mit scharfer Sosse und Candlelight Döner boten augenzwinkernde Schnurren aus dem Alltag muslimischer Familien des gehobenen Mittelstands. Verfasst von einer emanzipierten Töchtergeneration, fest verankert im Westen, ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Lautet deren Botschaft: Seht her, nicht alles Fundamentalisten hier? Enthielten sich die beiden obengenannten politischer Stellungnahmen weitgehend, so wird Iris Alanyali in Sachen Multikulti, Parallelgesellschaft und Integrationsunwilligkeit bisweilen drastisch deutlich. Gut so! Ihr Wort in des Propheten Ohr! Ganz schön kess, ihre Gebrauchsanweisung, wie man mit ihren türkischen Mitbürgern in Deutschland umspringen sollte. Der Türke, so ihr Ratschlag, braucht Strenge. Klare Anweisung: Deutsch lernen, aber bitte etwas plötzlich - und sämtliche Integrationsprobleme wären schlagartig vom Tisch. Aber auch der deutsche Amtsschimmel bekommt sein Fett weg. Eine harmlose Schülerreise der in Deutschland geborenen Alanyali ins benachbarte Straßburg gerät zum behördlichen Höllentrip. Man sieht, in Sachen launige Lektüre macht auch die heutige Feuilleton-Redakteurin der Welt keine Ausnahme. Allein der kulturelle Bogen Izmir Sindelfingen bietet jede Menge Gags auf Vorabendserienniveau. Türkische Omis, die Wetten, dass? gucken, Playmobilfigürchen auf dem Gebetsteppich. Allein der Werdegang des Architektenvaters, der sich im Wirtschaftswunderland der 60er-Jahre nicht nur kulturell, sondern dank williger Schwäbinnen auch erotisch neu orientierte, gerät stellenweise zur echten Lachnummer. Der Blick der aus wohlsituiertem und betuchtem Elternhaus stammenden Autorin auf ihre Landsleute fällt dafür oft weniger wohlwollend aus. Erhellend für sie wird die Reise zu den eigenen Wurzeln. Die berühmte Blaue Reise entlang der türkischen Küste wird nicht nur für Iris Alanyali zum verständnisfördernden Schlüsselerlebnis. Pflichtlektüre nicht nur für Muslime, auch der deutsche Leser kann hier noch eine Menge hinzulernen. -Ravi Unger
mustergültig integrierter deutsch-türkischer Frauen? Verspielt aufgemachte Bücher mit Titeln wie Einmal Hans mit scharfer Sosse und Candlelight Döner boten augenzwinkernde Schnurren aus dem Alltag muslimischer Familien des gehobenen Mittelstands. Verfasst von einer emanzipierten Töchtergeneration, fest verankert im Westen, ohne ihre Herkunft zu verleugnen. Lautet deren Botschaft: Seht her, nicht alles Fundamentalisten hier? Enthielten sich die beiden obengenannten politischer Stellungnahmen weitgehend, so wird Iris Alanyali in Sachen Multikulti, Parallelgesellschaft und Integrationsunwilligkeit bisweilen drastisch deutlich. Gut so! Ihr Wort in des Propheten Ohr! Ganz schön kess, ihre Gebrauchsanweisung, wie man mit ihren türkischen Mitbürgern in Deutschland umspringen sollte. Der Türke, so ihr Ratschlag, braucht Strenge. Klare Anweisung: Deutsch lernen, aber bitte etwas plötzlich - und sämtliche Integrationsprobleme wären schlagartig vom Tisch. Aber auch der deutsche Amtsschimmel bekommt sein Fett weg. Eine harmlose Schülerreise der in Deutschland geborenen Alanyali ins benachbarte Straßburg gerät zum behördlichen Höllentrip. Man sieht, in Sachen launige Lektüre macht auch die heutige Feuilleton-Redakteurin der Welt keine Ausnahme. Allein der kulturelle Bogen Izmir Sindelfingen bietet jede Menge Gags auf Vorabendserienniveau. Türkische Omis, die Wetten, dass? gucken, Playmobilfigürchen auf dem Gebetsteppich. Allein der Werdegang des Architektenvaters, der sich im Wirtschaftswunderland der 60er-Jahre nicht nur kulturell, sondern dank williger Schwäbinnen auch erotisch neu orientierte, gerät stellenweise zur echten Lachnummer. Der Blick der aus wohlsituiertem und betuchtem Elternhaus stammenden Autorin auf ihre Landsleute fällt dafür oft weniger wohlwollend aus. Erhellend für sie wird die Reise zu den eigenen Wurzeln. Die berühmte Blaue Reise entlang der türkischen Küste wird nicht nur für Iris Alanyali zum verständnisfördernden Schlüsselerlebnis. Pflichtlektüre nicht nur für Muslime, auch der deutsche Leser kann hier noch eine Menge hinzulernen. -Ravi Unger