Vom Ringen und Schreiben
10. Jun 2001
(14. Jun 2001)
Pro:
Gut um mehr über das Leben John Irvings zu erfahren
Kontra:
zeitweise langatmig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau:
Unterhaltungswert:
mehr
 Kimba73
Über sich:
Meine kleine Tochter wird jetzt dann schon zwei Jahre alt. Leider komme ich nach wie vor wenig zum S...
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Für meinen Kurzurlaub suchte ich in der Stadtbibliothek nach einem neuen Buch. Da ich nicht viel Zeit zum Suchen hatte und ein großer Fan des amerikanischen Schriftstellers John Irving bin (siehe frühere Erfahrungsberichte) schaute ich unter seinen Büchern und fand eines, das ich noch nicht kannte: "The Imaginary Girlfriend." Dies ist der Titel im englischen Original, das ich der deutschen Übersetzung vorgezogen habe. In aller Eile achtete ich nicht auf die Beschreibung, um was es denn ginge in dem Buch. Somit bemerkte ich erst später, dass es sich bei diesem Buch von Irving nicht um einen Roman, sondern um eine Autobiographie handelt.
Ich bin kein Freund von Biographien, aber da ich Irving mag und das Buch auch nicht sehr dick ist (148 Seiten + 16 Seiten Photos im Anhang), beschloss ich, es trotzdem zu lesen. Irving hat diese Autobiographie seinen Freunden Ted Seabroke, Cliff Gallagher, Tom Williams und Don Henrie Jr. gewidmet. Man muss wissen, dass Irwing früher Ringer war. Zwar nie sehr erfolgreich, aber er hatte offensichtlich Spaß bei der Sache. Von Seabroke und Gallagher hat er einiges gelernt. Irving hat auch selbst andere Ringer trainiert, u.a. auch seine Söhne Colin und Brendan.
Das Ringen wie das Schreiben begann Irving mit 14 Jahren. Beides übte er selbst aus und unterrichtete es. In seiner Autobiographie beschreibt er hauptsächlich seine Entwicklung auf diesen beiden Gebieten. Dabei fließt viel Persönliches mit ein. Irving beschreibt die Menschen, die ihm beim Schreiben wie beim Ringen auf seinem Lebensweg begegnet sind und ihn begleitet haben. Dabei wird er teilweise recht sentimental, da einige von ihnen verstorben sind. Warum heißt das Buch die imaginäre Freundin? Weil Irving als Ringer nicht gut genug und immer nur Ersatzmann ist, will er die Uni in Pittsburgh verlassen. Da er dies aber vor seinem Coach nicht zugeben will, gibt er als Grund eine Freundin an - die es in Wirklichkeit nicht gibt - wegen der er in seine Heimatstadt zurückkehren will.
Ich habe das Buch relativ schnell runter gelesen, allerdings nicht unbedingt, weil ich es so prickelnd fand. Es gibt einige sehr langatmige Stellen, in denen Irving alle Einzelheiten über das Ringen erklärt - was mich reichlich wenig interessiert. Ich muss jedoch sagen, dass er es durch seine herrliche Art zu Erzählen doch immer wieder geschafft hat, mich weiter lesen zu lassen, denn durch kleine Anekdoten lockert er seine Beschreibungen immer wieder auf. Außerdem eigenet sich das Buch vortrefflich, um etwas über den Menschen John Irving zu erfahren. Man bekommt auch Hintergrundinformationen über andere Bücher von Irving und erfährt von Schriftstellern, die mit ihm bekannt sind. FAZIT: Ich würde das Buch für jemanden empfehlen, der sich für das Leben von Irving interessiert. Wer eine Unterhaltungslektüre sucht, sollte jedoch lieber zu einem von Irvings Romanen greifen.
Was es kostet, weiß ich selbst nicht genau, da ich es ausgeliehen habe. Bei anderen Ciao-Mitglieder habe ich jedoch etwas von etwa 30DM gelesen. Vielleicht noch ein paar Worte zu John Irving: Bekannt geworden ist er durch das Buch "Garp - und wie er die Welt sah", das auch verfilmt wurde. Irving ist verheiratet und hat drei Söhne. Zwei davon ebenfalls Ringer, der Jüngste hat damit noch nicht angefangen (; Irving lebt heute in Toronto.
Liebe Grüße, Kimba73(:
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11.06.2001 07:56
Hallo Kimba!Da ich regelmässig zur Bücherei gehe, werde ich es mir mal ausleihen. Kaufen werde ich es ganz sicher nicht! Gruß Christel
10.06.2001 14:49
...dann schönes vertiefen in diese Lektüre! Gruß Darki!!!