Wenn drei Kerle eine Reise tun dann können Sie etwas erzählen.
So fangen normalerweise Geschichte mit ein wenig Spannung und einer guten Story an.
Manche Geschichten wollen Unterhaltung bieten, manche wollen uns etwas lehren.
Also lasst uns keine Zeit verlieren und uns mit der Geschichte beginnen.
Eine Geschichte über große Schauspieler wie Peter Mullan, Sir Ben Kingsley oder Aishwarya Rai. Eine Geschichte einer guten Drehbuchvorlage aus der Feder von Valerio Massimo Manfredi und eine Geschichte von einem günstigen Kinobesuch.
Die Fakten:
Die letzte Legion Kinostart am 30.08.2007
Das römische Reich liegt im Sterben. Der kindliche Cäsar Romulus ist kaum nach seiner Krönung bereits verschleppt worden und das gotische Kriegsheer herrscht über Rom.
Da stört der junge Cäsar natürlich nur und wird mit seinem Lehrmeister Ambrosinus auf die Festung Capri gebracht um dort auf den Fortgang der Geschichte zu warten.
Aber sein treuer Leibwächter Aurelius wäre nicht ein großer Kriegsherr wenn er nicht mit dem Rest seiner Truppe zur Rettung eilen würde und den Jungen samt Lehrmeister in einer
geheimen Rettungsaktion aus der Festung befreien würde. Immer an seiner Seite seine neue Verbündete Mira eine Kriegerin aus dem schönen Indien.
Aber wohin nach der Rettung stellt sich den mutigen Helden die Frage. Zurück in Rom regiert der Feind auf dem Thron und die umliegenden Länder sind auch auf die neue Regierung eingeschworen. Somit bleibt nur der weite Weg nach Britania um die letzte Legion zu finden.
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Ab hier erfahrt ihr den gesamten Film. Also wer wirklich noch in diesen Film möchte der sollte bis zum Ende des Spoilers weiterscrollen.
Nach dem die tapferen Recken in Britania angekommen sind findet sich auch schnell die Grenzmauer der Römer. Nur die letzte Legion alias die 9te. Findet sich nirgends. Mit den
Goten im Nacken macht sich daher langsam Verzweiflung breit. Doch so darf ein Film nicht enden und nach wenigen Momenten erscheinen einige letzte Krieger der 9ten. Leider haben diese das Kämpfen inzwischen aufgegeben und haben in Britania Familien gegründet und bestellen Ackerland und wären nicht die Goten könnte die Geschichte hier enden.
Denn nun zündet die Nebenhandlung. Der junge Cäsar hat nämlich in der Festung auf Capri in einem geheimen Versteck das Schwert Cäsars gefunden. Das Schwert Excalibur und dieses Schwert wollen natürlich die Bösen aus Britania unter der Führung von Vortgyn unbedingt haben und verbünden sich kurzer Hand mit den Goten und stellen den tapferen Recken ein letztes Ultimatum den Jungen und das Schwert auszuliefern.
Doch wahre Helden sterben im Kampf und somit kommt es zur entscheiden Schlacht, welche nur durch das beherzigte Eingreifen der 9ten. Legion gewonnen werden kann.
Die bösen Mächte in Britania sind besiegt und die Geschichte könnte hier enden. Aber es fehlen noch wenige Sätze. Denn der junge Cäsar schleudert sein Schwert am Ende des Kampfes davon und erklärt das genug Blut geflossen ist und das Schwert landet im Stein.
In einer kleinen Abblende erfahren wir dann noch ein paar Kleinigkeiten über das weiter Leben unserer Helden. Der große Krieger Aurelius hat die indische Mira geheiratet und zogen den jungen Cäsar auf wie den eigenen Sohn. Zum Schutz vor weiteren Verfolgern hat dieser seinen Namen natürlich geändert. Fortan nennt er sich Uther Pendragon (Kopf des Drachen) nach dem Wappen der 9ten Legion.
Und gar dieser Uthar Pendragon wird später einen Sohn mit seiner Frau Igrain haben. Dieser Sohn mit Namen Arthus sitzt im Ausspann des Film zusammen mit dem Lehrmeister des jungen Cäsar im Felde und erzählt die Geschichte. Anzumerken ist als letztes Wort vielleicht noch das der Lehrmeister Ambrosinus wieder seinen alten Namen Merlin angenommen hat.
Damit endet der Film und lässt befürchten das es einen zweiten Teil geben wird.
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Die Handlung, die Schauspieler, die Effekte
Die Geschichte des Film ist sicherlich als Vorgeschichte zu einer großen Heldensage spannend geplant gewesen und bietet auch viel Material für zukünftige Geschichten.
Leider schafft es keiner dieser großen Namen zu überzeugen. Die Dialoge sind schwach und
die Schauspieler wirken unmotiviert und gelangweilt. Die Geschichte wird emotionslos
auf die Leinwand transportiert und fesselt den Zuschauer keine Sekunde.
Auch die Spezialeffekt mögen nicht überzeugen. In der heutigen Zeit wirken die digitalen Bilder des alten Roms eher wie aus einem Amiga und auch die sonstigen Effekte sind eher mau. Nicht ein Tropfen Blut wird in den Kampfszenen vergossen und die Kamerafahrt erspart und aufwendige Stunts ganz indem einfach übergeblendet wird. Über die gesamten 110 Minuten mag sich keine Stimmung oder Spannung aufbauen und als Beweis dafür haben einige sogar das Kino für spontane Zigarettenpausen oder den Heimweg verlassen.
Fazit
Dieser Film war Sandalenkino zum abgewöhnen. 110 Minuten Langeweile und hatte nichts vom versprochenen Abenteuer-Action Film mit Starbesetzung.
Zwar waren durchgehend große Namen zu sehen darunter auch erstmalig Aishwarya Rai, welche manchen aus verschiedenen Bollywood-Filmen ein Begriff sein könnte, aber auch diese Stars schafften es nicht dem Film einen Hauch von Leben zu geben.
Trotz guter Schauspieler einer dankbaren Geschichte ist dieser Film nicht die Kinokarte wert und selbst von der DVD mag ich abraten und empfehle diesen Film nur den Leuten die sich jeden Unsinn anschauen der über die Arthus-Saga gedreht wird.
Damit schließe ich meinen Bericht über unser große Abenteuer und liefere für die Liebhaber von Fakten diese heute mal am Ende des Berichts.
Bis dann Euer Rhodenberg
ZUM SCHLUSS EINIGE HARTE FAKTEN
Die letzte Legion
(The Last Legion)
Historienfilm/Abenteuer - USA/Großbritannien/Frankr. 2007
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren - 102 Min.
Verleih: Tobis
Start: 30.08.2007
Aurelius - Coin Firth
Ambrosinus -Sir Ben Kingsley
Mira - Aishwarya Rai
Odacer - Kevin McKidd
Wulfila - John Hannah
Nestor - Ian Glen
Romulous - Thomas Sangster
Demetrius - Ruper Friend
Batiatus - Nonso Anozie
Vatrenus - Owen Teale
Kustennin - Robert Pugh
Flavia - Beata Ben Ammar
Tertius - Murray McArthur
Hrothgar - James Cosmo
Vortgyn - Harry van Gorkum
Theodorus Andronikus - Alexander Siddig
Regie - Doug Lefler
Drehbuch - Jez Butterworth, Tom Butterworth
Buch Valerio Massimo Manfredi
06.06.2008 20:19
Der heißt nicht "Coin Firth" sondern "Colin Firth" :-) Sonnige Grüße, Elena
14.05.2008 00:15
Historien- und Monumentalfilme seh ich ja gerne..Gruß LillyS.
09.05.2008 10:24
glücklicherweise habe ich mir den erspart :-)