Eine Geschichte über das Heimweh und ein erschütterndes Gleichnis über die Wurzeln des Fremdenhasses.Ich sehe den Jugen vor mir, mutterseelenallein auf den lehmigen Äckern in ... mehr
Erfahrungsbericht von jekaterina über Die rote Antilope - Roman / Henning Mankell 08.08.2002
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
sehr spannend
Wie ergreifend ist die Story?
sehr ergreifend
Pro:
gute und interesante Story
Kontra:
teils unglaubwürdig
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Einfach begeistert war ich von Henning Mankells Kriminalromanen um den schwedischen Kommissar Kurt Wallander. Richtig verschlungen habe ich sie. Leider war ich „Wallanders erstem Fall“ auch schon am Ende seiner Romanserie um den sympathischen Kriminalbeamten angelangt. Mankell, so sagte er in einem Interview, wolle keine weiteren Wallander Romane schreiben. Schade eigentlich, aber damit muss man wohl leben. Aber Mankell hat ja auch noch andere Bücher auf Lager. Mit großer Begeisterung verschlang ich sein Buch „Der Chronist der Winde“, dass mich um ehrlich zu sein, keinen Deut weniger faszinierte als seine Kriminalromane. Vor einer Woche habe ich mir ein weiteres Mankell Buch zur Hand genommen: „Die rote Antilope“. Natürlich trat ich mit großer Vorfreude und auch mit gewisser Erwartung an dieses Werk...und wurde dann doch enttäuscht! Wieso, weshalb und warum....in diesem Bericht!
Das Thema:
“DIE ROTE ANTILOPE“ von Henning Mankell.
Eine kurze Inhaltsangabe: ********************* Die Geschichte erzählt im 19 Jahrhundert... Hans Bengler ist Schwede. Ein gewöhnlicher Schwede mit einem großem Problem. Bengler ist in Schweden ein kleiner unbedeutender Mann, ein Mensch, dessen Name niemand kennt. Bengler aber hat ein Ziel im Leben. Er möchte „JEMAND“ sein, ein Mensch, dessen Name auch noch nach seinem Tod der Menschheit ein Begriff sein wird. Etwas Besonderes.
Er setzt sich also großes persönliches Ziel. Er, ein unbedeutender schwedischer Forscher soll zu Weltruhm gelangen. Er möchte nach Afrika reisen um dort ein unbekanntes und unerforschtes Insekt zu entdecken und damit die Anerkennung zu bekommen, die aus seiner Sicht das Leben lebenswert macht.
Also reist Hans Bengler nach Afrika. Aber sein Weg dort erweist sich als beschwerlich. Es soll ihm nicht vergönnt sein ein seltenes Insekt zu finden und danach berühmt zu werden. Jedoch macht Hans Bengler einen Tausch. Er tauscht einen Sack Mehl und erhält dafür einen leibhaftigen schwarzen Jungen. Bengler weiss so gut wie nichts über den Leidensweg des kleinen Jungen Bescheid. Molo, so heißt das Kind ist Vollwaise. Seine Eltern wurden grausam von Kolonialisten getötet. Hans Bengler nimmt sich des Jungen an und nimmt ihn mit sich nach Schweden. Aber die Reise zurück in Hans´ Heimat gestaltet sich als äusserst schwierig. Der Junge, der den weissen nicht versteht, muss gefesselt werden, damit er unterwegs nicht wegläuft. Schließlich hat er schon viel Furchtbares in seinem jungem Leben erleiden müssen und weiss eben nicht, was als Nächstes auf ihn zukommen wird, wohin er gebracht wird.
Bengler gibt dem Jungen, dessen Namen er nicht weiss einen neuen Namen, Daniel. Auch hier nimmt das Leiden des Jungen kein Ende. In Schweden ist er etwas besonderes, ein Exot. Schwarz wie die Nacht und neu für die Augen der Schweden. Man möchte ihn anstarren, man fasst ihn an, man tötet ihn mit seinen Blicken. Bengler, dessen Leben nach seiner Rückkehr nach Schweden nicht einfacher geworden ist nutzt die Schaulust seines Volkes als finanziellen Zugewinn. Das Wohl des Jungen ist für ihn von keinerlei Bedeutung mehr. Was zählt sind die rollenden schwedischen Krönchen..
Das Leben meint es aber auch mit Bengler nicht besonders hold. Er verstrickt sich immer mehr in Probleme und muss den Jungen abgeben. Daniel landet bei einem älterem Ehepaar, das selbst niemals Kinder hatte. Nun hat Daniel wenigstens ein zuhause, wenn auch der Wunsch in seinem ferne Heimat zurückzukehren ein tiefes Loch in seine zarte Seele brennt. Aber nach kurzen begegnet er Sanna, die wegen ihrer geistigen Behinderung wie auch er wegen seiner Hautfarbe von den Menschen gemieden wird. Bald schließen die beiden Freundschaft...
Der Roman wird noch richtig schön spannend. Aber es wäre wohl gemein Euch hier schon das Ende zu verraten. Also selber kaufen und lesen!
Meine Meinung zum Buch: ********************** Ja, ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen. Es war spannend., traurig und trifft den Leser immer wieder an wunden Stellen. Das Mitleidsempfinden für den kleinen jungen, der von seiner Heimat weggerissen wurde wallt immer wieder auf. An Emotionalität mangelt es diesem Buch bestimmt nicht.
Auch fand ich die Handlung die im 19 Jahrhundert stattfand interessant und auch nachvollziehbar. Ein schwarzer Junge in der damaligen Zeit in Schweden, oder auch in einem anderem europäischem Land hätte dort sicher Blicke auf sich gezogen. Das Buch hat auf mich „echt“ gewirkt...wenn auch nur in der Handlung.
Auch die Person des Hans Bengler wurde sehr glaubhaft dargebracht, wenn sie auch beim Leser alsbald die Sympathien verspielt. Mankell hat in Hans Bengler eine wirklich gute und sehr ausgereifte Romanfigur geschaffen.
Auch fand ich das Thema dieses Buches, das ich als „Angst und Konfration mit Situationen und dem Umgang mit fremden Menschen“ verstand sehr gut. Der Einblick in das Leiden des jungen und die Neugier der Menschen ist vom Autor sehr gut dargestellt worden.
Was ich allerdings an diesem Buch zu bemängeln habe ist die Figur des Jungen. Solange sich das Buch mit Hans Bengler beschäftigt, kann der Leser jene Figur noch sehr gut begreifen. Bengler ist erwachsen und seine Handlungen, die man zwar nicht rechtfertigen sollte, aber zumindest verstehen kann wirken als echt. Der Junge, der dann die Hauptrolle im Roman übernimmt, nimmt dem Buch diese Glaubhaftigkeit! Weshalb? Wenn man sich die Situation einfach vor Augen ruft..kleiner Junge aus Afrika, Eltern tot, fremde Heimat, fremde Sprache..trotzdem bleibt er ein Afrikaner mit afrikanischen Gedanken und seiner Heimat im Herzen. Mir jedoch kam die erschaffenen Roamfigur des Daniel „etwas zu schwedisch“ vor. Seine Gedankengänge waren eher zu reif für sein Alter und für meine Vorstellungen auch zu westlich orientiert. Ich hatte das Gefühl als ob Mankell sich die größte Mühe gegeben hätte sich beim Schreiben des Gedankengutes dieses Jungen wahrhaft in den Kopf eines kleinen Jungen hineinzuversetzen. Leider ist ihm das aber nicht gelungen. Vielleicht aus dem Grund, das Mankell ein Schwede ist und bleibt. Ja, er mag in Afrika leben, aber in die Köpfe eines afrikanischen Jungen kann er sich kaum hineinversetzen und das macht diesen Roman für mich zumindest etwas unglaubwürdig.
Ansonsten ist es aber kein schlechtes Buch und bekommt auch meine Empfehlung. Ich persönlich bezeichne mich als „Fan“ Von Mankell und das war sein bisher schlechtestes Buch, das ich gelesen habe.
Das Buch hat mich 21,50 Euro gekostet und umfasst 380 Seiten. Ich hätte das Geld auch in ein besseres Buch investieren können. FAZIT: ****** Nein, ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht war. Für Mankell ist es jedoch wirklich keine Glanzleistung. Inhaltlich gut, fand ich jedoch das wenige Verständnis für das Empfinden und für den Ausdruck des Jungen seitens des Autors als mangelhaft. Und somit wirkt auch die Romanfigur unecht.
Ja, eine Empfehlung gebe ich dem Buch auf dem Weg. Sclecht war es ja wirklich nicht. Kauft Euch das Buch, lest es und entscheidet selbst, was ihr davon hält.
...?
° Autor
Der 1948 geborene Henning Mankell arbeitete als Schriftsteller und Regisseur in Schweden, bis er sich 1972 den Traum erfüllte, Afrika zu bereisen. Seither lebt er zur Häfte in Schweden, zur Hälfte in Mosambik.
Die Wallander-Fälle chronologisch: ?Mörder ohne Gesicht?, ?Hunde von Riga?, ?Die weiße Löwin?, ?Der Mann, der lächelte?, ?Die falsche Fährte?, ?Die fünfte Frau?, ?Mittsommermord?, ?Die Brandmauer? und ?Wallanders erster Fall? ? dieser Band mit Erzählungen schließt die Wallander-Reihe ab.
In ?Vor dem Frost? debütiert Wallanders Tochter Linda als Polizeianwärterin.
?Die Rückkehr des Tanzlehrers? wurde erfolgreich verfilmt.
Die Romane ?Der Chronist der Winde? und ?Die rote Antilope? spielen in Afrika.
Henning Mankell erhielt zahlreiche Preise, unter anderem wurde er als ?Autor des Jahres 2002? ausgezeichnet.
Übrigens gibt...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
Pro: Sehr spannend, eigentlich fast schon mehr ein Thriller als ein Krimi! Kontra: Bei Mankell gibts kein Kontra
...?
° Autor
Der 1948 geborene Henning Mankell arbeitete als Schriftsteller und Regisseur in Schweden, bis er sich 1972 den Traum erfüllte, Afrika zu bereisen. Seither lebt er zur Häfte in Schweden, zur Hälfte in Mosambik.
Die Wallander-Fälle chronologisch: ?Mörder ohne Gesicht?, ?Hunde von Riga?, ?Die weiße Löwin?, ?Der Mann, der lächelte?, ?Die falsche Fährte?, ?Die fünfte Frau?, ?Mittsommermond?, ?Die Brandmauer? und ?Wallanders erster Fall? ? dieser Band mit Erzählungen schließt die Wallander-Reihe ab.
In ?Vor dem Frost? debütiert Wallanders Tochter Linda als Polizeianwärterin.
?Die Rückkehr des Tanzlehrers? wurde erfolgreich verfilmt.
Die Romane ?Der Chronist der Winde? und ?Die rote Antilope? spielen in Afrika.
Henning Mankell erhielt zahlreiche Preise, unter anderem wurde er als ?Autor des Jahres 2002? ausgezeichnet.
° Meine...
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Pro: Ein spannender, bewährter Mankellkrimi Kontra: Manches bleibt zum Schluss offen
...Chronist der Winde? und ?Die rote Antilope? spielen in Afrika.
Henning Mankell erhielt zahlreiche Preise, unter anderem wurde er als ?Autor des Jahres 2002? ausgezeichnet.
Übrigens gibt es für alle Wallander- und Mankellfans auch einige deutschsprachige Websites mit News über Bücher und Filme, Foren, Quiz, virtuellem Rundgang durch Ystad usw.
www.mankell.de
www.wallander.ch
www.wallander-web.de
° Meine Meinung
?Ein Kommissar, der noch nie so einsam, so verzweifelt, so sympathisch war? - so steht es auf der Buchrückseite. Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Meine ?Stammleser?, die meine vorhergehenden Mankellberichte geduldig ertragen haben, wissen, dass ich schon seit Band eins ein großer Fan der Figur Wallander bin. Ich finde Wallander sowieso sympathisch, aber am verzweifelten fand ich ihn Ende Band drei, Anfang Band vier...
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