... Inzwischen hat er neben Science Fiction auch den spekulativen Wirtschafts-Thriller "Eine Billion Dollar" und die Jugendbücher "Perfect Copy" (über Kloning), "Die seltene Gabe" (über Telekinese) und "Das Mars-Projekt" (Trilogie) veröffentlicht. Im September 2003 erschien sein Roman "Der Letzte ... Bericht lesen
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Marie staunt nicht schlecht: Armand, der bei ihr eingebrochene Junge aus Frankreich, kann einen Zug mit der Kraft seines Geistes anhalten. Dumm nur, dass er wegen dieser Fähigkeit von den Militärs seines Landes ebenso verfolgt wird wie von den Geheimdienstlern Deutschlands. Warum musste er sich ausgerechnet ihr Haus als Unterschlupf aussuchen? Und soll sie ihm, dem seltsamen Überwesen, überhaupt helfen?
Der Autor °°°°°°°°°°°
Andreas Eschbach, geboren 1959, schrieb mit "Das Jesus Video" einen der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungs-Thriller: Er wurde von Pro7 verfilmt und als Hörbuch von Lübbe vertont. Inzwischen hat er neben Science Fiction auch den spekulativen Wirtschafts-Thriller "Eine Billion Dollar" und die Jugendbücher "Perfect Copy" (über Kloning), "Die seltene Gabe" (über Telekinese) und "Das Mars-Projekt" (Trilogie) veröffentlicht. Im September 2003 erschien sein Roman "Der Letzte seiner Art", in dem es um einen Kyborgsoldaten im Ruhestand geht. Eschbach lebt in der Bretagne.
Handlung °°°°°°°°°°°
Marie ist eine durchschnittliche Schülerin, die in einer durchschnittlichen Familie ein durchschnittliches Leben führt. Bis zu einen bestimmten Tag, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Ihre Eltern haben eine Karibikreise gewonnen und sind seit einer Woche weg. Marie führt den Haushalt und merkt sofort, dass etwas nicht stimmt, als sie von der Schule nach Hause kommt.
Es liegt keineswegs daran, dass auf den Straßen der Stadt Streifenwagen mit Blaulicht herumdüsen und per Lautsprecher Durchsagen machen, die sie nicht versteht. Nein, es liegt daran, dass in ihrem Haushalt Dinge fehlen: Lebensmittel hauptsächlich. Marie durchsucht das ganze Haus, und im Schrank wird sie fündig. Ein junger Mann springt heraus, der es sich darin gemütlich gemacht hat, komplett mit Decke und allem.
Armand, 17, ist Franzose und auf der Flucht vor der Polizei. Allerdings ist er kein bewaffneter Schwerverbrecher, wie die Polizei behauptet. Dennoch ist er immerhin in Maries Haus eingebrochen - bloß wie? Als sie ihm auf die Schliche kommt, demonstriert er sein spezielles Talent: Er kann Materie mit der Kraft seines Geistes bewegen - oder auch zerstören, so wie die schöne Lampe im Wohnzimmer.
Er zwingt sie, ihn zu begleiten, indem er ihr Gewalt androht. Keine sonderlich Vertrauen erweckende Methode, findet Marie. Sie packen das Nötigste zusammen, Marie schreibt eine letzte Nachricht an ihre Eltern, dann machen sie sich "vom Acker". Allmählich geht ihr auf, dass Armand überhaupt keinen Plan hat. Wieso will er ausgerechnet in den ICE nach Dresden? Weil das der erste Fernzug ist, der ihn aus Stuttgart wegbringt. Na, und wie soll's dann weitergehen?
In den Gesprächen, die sie zu führen beginnen, erklärt er ihr, dass er vor den militärischen Leitern jenes französischen Instituts wegläuft, in dem er sieben Jahre seines Lebens verbracht hat. Dort wurde seine Gabe weiterentwickelt. Doch der Anlass seiner Flucht war der Auftrag, einen anderen Menschen zu töten. Einen Mann namens Levroux, der über die Machenschaften von Geheimdienstlern aussagen würde, falls man ihn nicht ausschaltete - etwa durch einen telekinetischen Angriff auf sein Herz oder ein anderes lebenswichtiges Organ. Armand wollte das nicht, und als sein Aufpasser Pierre, ein Telepath, zu einer Beerdigung wegfuhr, nutzte Armand die Fluchtgelegenheit, die sich ihm erstmals bot.
Pierre ist hier, in Stuttgart! Und er hält nach Armand Ausschau. Selbst wenn Armand seine Gedanken abschirmen könnte, so würde doch Marie seine Anwesenheit und sogar seine Pläne verraten. So oder so - Marie hängt in der Sache tiefer drin, als ihr lieb und zunächst bewusst ist. Und viel später merkt sie, dass sie nicht mehr von Armands Seite weichen möchte. Denn sie erkennt, dass ihr Entführer kein "Monstrum" ist, sondern ein menschliches Wesen. Sie trifft eine weitreichende Entscheidung.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°
Die Story ist eine dichte und realistische Erzählung über ein außergewöhnliches menschliches Wesen und wie man es missbraucht hat. Anders als in Eschbachs Jugendroman "Perfect Copy. Die zweite Schöpfung" findet die Hauptfigur nicht nachträglich heraus, was ihr angetan wurde (er wurde geklont), sondern Armand ist schon ziemlich mit zehn Jahren klar, dass er eine ungewöhnliche Gabe hat. Allerdings nicht viel ungewöhnlicher als die von Altersgenossen, die immer bei Mensch-ärgere-dich-nicht gewinnen. Armand hätte sich für immer und ewig in den Institut verwöhnen und testen lassen, wenn man nicht von ihm verlangt hätte, einen anderen Menschen zu töten. Behauptet er jedenfalls.
Die Geheimdienstler, die ihn und Armand schließlich fangen, behaupten natürlich das Gegenteil. Und an diesem Punkt wird es spannend. Wird es diesen Leuten, die sehr deutlich beschrieben werden, gelingen, Armand und Marie auseinanderzubringen? Wird sie ihn wieder als "Monstrum" ansehen und ihre Hilfe verweigern - oder ihn als Menschen betrachten und ihm zur Flucht verhelfen? Diese moralische Entscheidung ist eine der schwierigsten überhaupt, denn sie verlangt vom Entscheider, sich selbst neu zu definieren: als menschliches Wesen, das einen Andersartigen als gleichwertig einstufen muss.
Diese Relativität aus der Selbsterkenntnis (und aus Liebe) heraus ist die eigentliche Leistung, etwas, was man meist erst als Erwachsener zu tun hat. Sobald Marie eine solche Entscheidung getroffen hat, kann sie ihr Leben nicht mehr wie zuvor fortsetzen - unselbständig, unbewusst, frei von Verantwortung, kindlich eben. Dass die Geschichte gut ausgeht, ist nicht selbstverständlich, denn die beiden, Entführte und Entführer, streiten sich von Anfang an. Eigentlich müssten sich ihre Wege schon sehr bald trennen, doch dazu kommt es zum Glück nicht.
Stil und Sprache
Sprache und Darstellungsstil sind so einfach, aktuell und realistisch gestaltet, dass sich jedes Kind ab 12 Jahren damit leicht tun dürfte (das gilt natürlich nicht für Leute mit Leseschwäche). Weil aber die Hauptfiguren handeln wie Siebzehnjährige, wage ich zu bezweifeln, dass schon jeder Zwölfjährige diese Handlungsweise auf Anhieb versteht. Immerhin werden die Entscheidungen Maries somit schon vorstellbar - Akte der Toleranz, die dem jungen Leser hoffentlich auch in seiner Realität helfen, sie auszuüben.
Humor
In keinem Jugendbuch sollte eigentlich Humor fehlen, sonst macht das Lesen einfach keinen Spaß. Menschenskind - mit Telekinese könnte man ja die Welt aus den Angeln heben! Dass es nicht ganz so einfach ist, aber dennoch Spaß macht, zeigt der Autor an den Handlungen Armands. Er stibitzt einem jungen Mann, der nachts eine teure Sonnenbrille trägt, eben dieses absurde Accessoire, indem er es zum Himmel fliegen lässt. Die Reaktion des Bestohlenen ist schon recht lustig zu verfolgen: Er kichert wie ein Irrer.
Schwächen
Etwas unplausibel fand ich Armands Verhalten in Stuttgart aber doch. Der Junge, der seit sieben Jahren, aus der Provinz kommend, in einer Anstalt weggesperrt war, kennt sich hervorragend damit aus, wie der öffentliche Nahverkehr einer Großstadt funktioniert. Er studiert Fahrpläne wie ein alter Hase und kalkuliert mit Umsteigestationen, als wäre er Hartmut Mehdorn himself.
Als Entschuldigung kann man nur anführen, dass Armand ohne diese spezielle "Gabe" noch nerviger geworden wäre, als er es für Marie eh schon ist. Wenigstens ist er auch nicht perfekt: Dass es in Stuttgart schon lange keinen "Westbahnhof" mehr gibt, merkt er leider etwas zu spät. In diesem Gebäude könnte er höchstens einen heben gehen. Prost!
Unterm Strich °°°°°°°°°°°°°°°
Der kurzweilige Jugendroman über einen Telekineten lässt sich locker in sechs Stunden lesen und bereitet keinerlei Verständnisschwierigkeiten. Dabei stellt der Autor seinen Helden keineswegs als Superman vor, sondern als einen Verfolgten, den die Militärs - wieder einmal - missbrauchen wollen.
Doch darauf kommt es dem Autor nicht an: Es geht um eine viel schwierigere Entscheidung, eine, die wir alle früher oder später in einer globalisierten Weltkultur fällen müssen: Lehnen wir den Andersartigen ab - oder können wir ihn als menschliches Wesen, das nur eben anders ist, akzeptieren? Wenn der Leser eine Antwort auf diese Frage in seinem eigenen Leben findet, ist schon viel gewonnen - und sicherlich genau das, was sich der Autor erhofft hat.
Michael Matzer (c) 2005ff
Info: Arena 2004, Würzburg; 247 Seiten, EU 12,90; ISBN 3-401-054619
...trifft man auch auf Außerirdisch, die mit Gedankenkraft Dinge bewegen oder Gedanken lesen können. Prominentes und aktuelles Beispiel sind die Yedi und Sith der Star-Wars-Saga, wobei hier diese Fähigkeiten seit Episode I leider etwas entmystifiziert wurden.
In "Die seltene Gabe" nimmt sich Andreas Eschbach dieses Themas an, indem ein junges Mädchen der heutigen Zeit eine Erfahrung der besonderen Art macht: Sie trifft im urlaubsleeren Haus ihrer Eltern ... ...der Flucht vor französischen Militärwissenschaftlern, die ihre Forschungen an ihm betreiben wollen. Ein Fluchtweg bietet sich: Mit Marie als Geisel und mit verändertem Aussehen geht es an den Streifen vorbei, die bisher nach nur einer Person fahnden. Aber um die Ecke steht ein alter Bekannter: Ein Telepath, der die Polizei mit seiner Gedankenleserkraft unterstützt!
Informationen zu Andreas Eschbach finden sich auf seiner Homepage http://www.andreaseschbach.de/ ...
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Pro: wirklich tolle Handlung, sehr spannend Kontra: nicht sehr ausschmückende Sprache
...Büchersammlung finden. --- Die Personen ---
In der Geschichte der seltenen Gabe sind bis auf ein paar kleine Ausnahmen nur zwei Personen wichtig.
-> Marie <-
Der gesamte Roman wird aus der Sicht der 16-jährigen Marie erzählt. Während ihre Eltern auf Urlaub sind hat sie die Verantwortung für Haus und Hof. Als sie von einem Besuch bei einer Freundin nach Hause kommt, bemerkt sie zum ersten Mal, dass etwas im Haus ganz und gar nicht so ist, wie ihre ... ...seine Gabe aufmerksam wird, bringen die Beamten ihn in ein verstecktes und streng Geheimes Forschungslager, in der Armand aufwächst und lernt seine Gabe zu benutzen. Für die französische Regierung.
--- Die Handlung ---
Spiegel zerspringen, Autos bleiben liegen, wie von unsichtbarer Hand geführt schweben Dinge durch den Raum . . . und daneben steht ein Junge, dessen starrer Blick diese unheimlichen Vorgänge zu lenken scheint. Armand ist ein Telekinet. ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
sehr hilfreich
27.02.2008
(28.02.2008)
Ein super Buch! Bewertung fürDie seltene Gabe / Eschbach, Andreasvon
julian.maar
Pro: Spannung pur! Aufgenommen in die Bestsellerliste Jugendbücher Kontra: kein
...ob jemand hier war, durchsucht die ganze Wohnung! Als sie in den Kleiderschrank von ihren eltern kuckt sieht sie einen Jungen, der verenkt sich versteckt! Sie will ihn überwältigen, mit einem Eisen doch der Junge fässt sich an den Kopf und auf einmal wird das Eisen so schwer das es Marie aus der Hand fällt!
Armand heißt der Junge, er wird vom französischen gehaimdienst gesucht, er ist TELIKENESE, er kann Dinge per unsichtbarer Hand führen! Er droht ... ...den Gehaimdiensten!
Während ihrer ,,Reise" die durch halb deutschland geht lernen sich die zwei richtig kennen! Armand wird wegen seines Talentes verfolgt, er ist aus einer französchichen Testklienig ausgebrochen, da man ihn als Waffe benutzten wollte!
Im laufe verlieben sie sich... wird es ihnen gelingen zu entkommen! NACHLESEN!... Technisches:
Arena Taschenbuchverlag (c) 2005
ISBN1: 3-401-02817-0
ISBN2: 9783401028170
IN NEUER RECHTSCHREIBUNG
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Pro: ein spannendes Phänomen.... Kontra: etwas einfach geschrieben
Andreas Eschbach Die seltene Gabe
Handlung
Marie kommt eines Tages heim und findet Armand in ihr Haus eingedrungen. Armand wird von der Polizei als Gewaltverbecher gesucht - er behauptet aber , es sei, weile r die Gabe der Telekinese besitze: er kann Dinge bewegen und manipulieren- allein durch die Kraft der Gedanken.
Und im Buch hat er genug Gelegenheiten seine Kräfte zu demonstrieren...
Armand zwingt Marie ihn bei seiner Flucht zu begleiten ... ...Armand kommt aus Frankreich und die französische Geheimpolizei ist ihm bald auf den Fersen.... 205 Seiten voller Action.
Wertung:
Das Buch ist als Jugendbuch konzipert. Recht einfach geschrieben wird es leicht verstanden. Das Phänomen der Telekinese wird sicherlich nicht ausreichend erklärt, aber es wird beschrieben was jemand fertig brigen kann, der diese Fähigkeit hat. Nun, Armand kann sogar Lokomotiven in voller Fahrtr zum bremesen bringen, ...
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Pro: klasse Idee, übernatürliche kraft sehr glaubwürdig dargestellt Kontra: viel zu wenig daraus gemacht, Preis
...stört ist folgendes: Ich warte die ganze Zeit auf eine Fortsetzung. Denn aus dieser Idee hätte man weit mehr machen können, als dieses Buch. Eben dieses hat 247 Seiten, was allein schon nicht gerade auf viel Inhalt deutet. Aber dass dann die Seitenzahl mit 1 1/2 Zeilenabständen und einer Schriftgröße 13 aufgebauscht wurde, finde ich doch sehr schwach. Dadurch kommt auch ein verhältnismäßig zu hoher Preis zustande; wenig Text (ich hatte es in einem ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Niveau:
Unterhaltungswert:
Spannung:
weniger hilfreich
19.02.2006
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