Doc Hollywood
21.09.2001
Pro:
unterhaltsam
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Humor
Spannung
Anspruch
Action:
Romantik:
mehr
 Mustoman
Über sich:
Herzlich Willkommen auf meiner Seite, nehmt euch doch eine Auszeit und schmökert ein wenig in den Be...
Mitglied seit:27.01.2001
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Hi liebe Ciao-Gemeinschaft! Seit ich klein bin sehe ich mir schon gerne Krankenhausfilme im Fernsehen an, sowie diverse Serien wie Emergency Room oder Chicago Hope Hospital, weil mich das einfach immer wieder interessiert. Darum kam ich auch nicht drum herum den Film Doc Hollywood zu sehen.
Kurzfassung °°°°°°°°°°°°°° Kurz umrissen geht es darum, wie ein junger Chirurg auf dem Weg zu seiner neuen Arbeit (Schönheitschirurgie in L.A.) in der Provinz aufgrund eines Autounfalls festgehalten wird und dort ärztliche Hilfe leisten muss, und sich dabei auch noch in das Provinznest verliebt. Handlung °°°°°°°°°°° Der Jungarzt Benjamin Stone (gespielt von Michael J. Fox) arbeitet in einer Notaufnahme als Chirurg, allerdings hat er vor nach Los Angeles zu gehen, um dort als Schönheitschirurg bei einer anerkannten Klinik zu arbeiten. Seine Arbeitskollegen versuchen Ben die ganze Geschichte auszureden, allerdings ohne Erfolg, zu sehr ist er auf das große Geld fixiert. Auf der Reise nach L.A. gerät er mit seinem so viel geliebten 56er Porsche Speedster in einen Stau, weicht diesem aus und verirrt sich bei der Umfahrung in die tiefste Provinz, nach Grady eine kleine Stadt im Süden der USA. Dort scheint wirklich das Leben einen anderen Weg zu gehen, denn Ben kann hier nicht einmal einen Radiosender hereinbekommen. Bei dem Versuch einen anderen zu finden, übersieht er zwei Frauen, die 2 Kühe quer über die Strasse geleiten. Im letzten Moment weicht er aus und mäht einen neu erbauten und frisch gestrichenen Zaun nieder. Zu allem Unglück gehört der zerstörte Zaun dem Richter der Provinzstadt Grady, der ihn prompt zu 32 Stunden ärztlichen Sozialdienst in der ortsansässigen Krankenklinik verknackt. Wider Willen nimmt er das Urteil an und beginnt am nächsten Tag seine Strafe abzuarbeiten. Währenddessen versuchen die Mechaniker der Stadt sein Auto wieder fahrtüchtig zu machen. Bei seiner Arbeit stellt sich heraus, dass es in Grady auch noch einen anderen Arzt gibt, Doktor Aurelius Etzel Hoak, der allerdings mehr vor dem Fernseher sitzt als Patienten behandelt. Ben merkt bald, dass es die ganze Stadt auf ihn abgesehen hat, sie wollen ihn unbedingt als neuen praktischen Arzt für sich gewinnen und das mit allen möglichen Mitteln. Ben jedoch blockt all diese Versuche ab, er will so schnell wie möglich von dort weg. Den ganzen ersten Tag über behandelt er eine Vielzahl von Patienten, die gekommen sind weil sie den neuen Arzt kennen lernen wollten. Am Ende des Tages, als er gerade gehen will lernt er noch den Stadtarzt Dr. Hoak kennen, als er einen Jungen der nur Durchfall hat, weil er zuviel Kautaback genascht hat, die Herzkammer operieren will. Hoak gibt ihm eine Cola und alles ist wieder beim Besten. Am nächsten Tag lernt er die schöne Krankenwagenfahrerin kennen, Valula (kurz Lou genannt) und verknallt sich gleich in sie, allerdings gibt es hier noch einen Nebenbuhler namens Hank, der ihm seine Fälle streitig machen will. Es scheint auch so als ließe die Anmache von Ben Lou völlig kalt. Zu allem Überfluss bekommt Doc Hoak am nächsten Tag auch noch einen Herzanfall, Ben rettet ihm das Leben, was ihm später als äußerst nützlich herausstellt, nicht nur wegen dem gerettetem Leben. Am Abend erfährt er beim Volksfest von Grady, dass endlich sein Auto fertig ist und auch seine Strafe wird ihm vom Richter aufgrund seiner Taten erlassen. Lou sieht, dass Ben abreisen will und macht ihm das Angebot eines One-Night Stands, dass er allerdings ablehnt, er will etwas längeres. Noch in der selben Nacht fährt er klamm und heimlich los, doch schon am Ende der Stadt wird er von einem Mann mit seiner schwangeren Frau aufgehalten, sie bekommt gerade ihr Kind. Ben Stone leistet ihr Hilfe bei der Geburt ihrer Tochter, doch wie der Zufall so mitspielt, überfährt ein LKW sein Auto, das mitten auf der Strasse steht. Am nächsten Tag beichtet ihm Lou unter Tränen dass sie Hank heiraten will und läuft heulend davon, worauf hin Ben nichts mehr in Grady hält. Die Stadt schenkt ihm ein Ticket nach L.A. und die Polizei bringt ihn zum Flughafen. Beim Vorstellungsgespräch in L.A. stellt sich heraus, dass Doc Hoak für Ben ein gutes Wort beim Besitzer der Klinik eingelegt hat und er somit den Job unter vielen anderen Bewerbern bekommt. Nachdem sich Ben ein wenig in Los Angeles eingelebt hat, tauchen auf einmal zwei Personen aus Grady auf, die seinen viel geliebten Wagen nachbringen..... Das Ende werde ich hier nicht verraten, die meisten können sich natürlich „nicht“ denken wie der Film ausgeht.
Fazit °°°°°° Der Film Doc Hollywood ist für mich ein typisch amerikanischer Film der 90er Jahre. Gut aussehender Arzt aus der Großstadt verliebt sich in eine wunderschöne Pomeranze vom Land. Kitschig und zugleich herzig. Ich kenne diesen Film schon seit mehreren Jahren und habe ihn auch sicherlich schon 5-6 Mal (by Mustoman) gesehen oder auch öfters. Diese Art von Geschichte findet man in vielen Filmen dieser Zeit, einerseits die Großstadt, mit den vielen Leuten und dem vielen Geld, andererseits die Kleinstadt am Land, weit ab von der Zivilisation, wo das Leben noch seinen alten Weg geht. Grady wo es keinen Supermarkt gibt, keine Handys vorhanden sind, wo die medizinische Versorgung zu wünschen übrig lässt, ein gutes Beispiel dafür ist der Farmer, der mit einem Umschlag aus Mist und Erde in die Klinik kommt. Die Stadt scheint Jahre verschlafen zu haben. Kriminalität ist hier überhaupt nicht vorhanden. Zeichen dafür ist, dass der Polizist immer im Kaffeehaus sitzt. Niemand scheint hier eilig zu haben, alle Neuigkeiten erfährt hier die ganze Stadt in Windeseile, jeder nimmt sich hier Zeit für den anderen, für seine Probleme und seine Geschichten, oder wo gibt es sonst jemand, der zum Arzt geht, um sich die Briefe der Verwandten vorlesen zu lassen. Nur eine Person, die Tochter des Bürgermeisters will das Kaff unbedingt verlassen, alle anderen fühlen sich wohl, es scheint so als haben sie Angst vor der Großstadt, vor dem Verkehr, vor der Kriminalität und vor der hohen Selbstmordrate der Ärzte, wie Hank so schön sagt. Ben Stone kann das gar nicht verstehen, er ist selbst in einer Kleinstadt mit knapp über 2000 Einwohnern aufgewachsen, und alles was er je wollte, war diese Stadt nie wieder zu sehen. Doch je länger er in Grady ist desto mehr gewöhnt er sich an das ungezwungene Leben, kein Stress, keine schreienden Leute, keine hupenden Autos, keine luftverpestenden Abgase, einfach die reine Natur. All das hängt natürlich auch mit Lou zusammen, in der er sich verliebt hat, natürlich sieht damit die Welt ganz anders aus, jeder weiß das. Lou, die selbst schon in der großen Stadt gelebt hat und auch ein Kind hat, ist enttäuscht von der großen Welt, ihr Mann hat sie verlassen und sie ist danach wieder nach Grady zurückgekehrt, um Jus zu studieren und dann dort eine Praxis aufzumachen. Sie will gar nicht mehr weg und darum, lässt sie auch Ben nicht so wirklich an sich heran, erst mit der Zeit gewöhnt sie sich an ihn und zum Schluss kann sie gar nicht mehr ohne ihn so verfallen ist sie seinem Charme. Typische für diese Art von Geschichte, richtig schnulzig und zum Weinen, ideal für jeden der gerne traurige Geschichten mit Happy End sehen will. Zur schauspielerischen Leistung kann ich hier in diesem Film nicht wirklich viel sagen, meiner Meinung nach waren die Rollen nicht wirklich schwer zu spielen. Michael J. Fox scheint seine Rolle eher leicht gefallen zu sein, ich glaube diese Art von Rollen kann er aus dem FF. Auch die anderen Rollen, von Lou und Hank waren nicht sonderlich überragend, was will man auch großartiges erwarten. Der Film zeigt ganz nette Aufnahmen von der ländlichen Idylle, allerdings nichts weltbewegendes, so wie der ganze Film. Ich würde eher sagen der Film ist eher eine Art Unterhaltungsfilm, den man sich ansieht, wenn gerade nichts anderes im Fernsehen läuft, mehr schon wirklich nicht. Von einer wirklich interessanten Handlung kann man nicht sprechen auch Spannung ist hier kaum vorhanden, kein Wunder bei dem Drehbuch. Ein bisschen Romantik und Kleinstadtidylle bietet der Film den Zusehern und ein bisschen Ablenkung vom Alltag. So gesehen kann man sich den Film als eine Art Ausklang zum Tag betrachten, um dann zufrieden und glücklich in den Schlaf zu versinken. Empfehlen ist der Film den frisch verliebten oder jene die gerade dabei sind, allerdings kommt ein Action-Freak oder ein Adrenalin-Süchtiger hier kaum auf seine Kosten, für ihn wäre es spannender einfach schlafen zu gehen und zu hoffen einen Alptraum zu haben. Lg Euer Mustoman 21. September 2001, 10:30
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21.09.2001 15:42
Sehr guter bericht! Besonders gefällt mir der Teil in dem du dein Fazit darstellst, denn das ist einfach klar und sauber geschrieben- RESPEKT!! <Küßchen Roma
21.09.2001 12:38
Na so schlecht ist der Film nun auch wieder nicht! Ich jedenfalls sehe ihn mir sehr gerne an! Viele Grüße vom Bienitz
21.09.2001 12:31
Wenn ich in Deutsch richtig aufgepasst habe ist ein Fazit doch ein KURZES Schlußwort, bzw. eine Zusammenfassung, oder?? Aber trotzdem super Bericht, toll geschrieben. Gruß Darkman!