Doc Hollywood

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Is was Doc?

4 12. Aug 2002

Pro:
unterhaltsam, witzig, nettes Vergnügen

Kontra:
nur Kleinigkeiten

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor:

Spannung:

Anspruch:

Action:

Romantik:

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bboeck

Über sich: Es ist vorbei, ich lasse mir von einem Internetbetreiber keine Zensur aufoktruieren. Insbesondere ni...

Mitglied seit:28.12.2000

Erfahrungsberichte:577

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 141 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

leichte und seichte Komödien, dazu noch angesiedelt im Arztgenre, gibt es viele. Im Jahre 1991 brachte der Regisseur Michael Caton-Jones seine Spielfilmvorstellung auf die Leinwand. Es entstand eine dieser typischen es-kommt-alles-anders-als-man-denkt-Komödien. Diese allerdings durchaus gut besetzt und gar nicht mal so schlecht wie die einleitenden Worte vermuten lassen.

Kommen wir zur Inhaltsangabe:

Dr. Benjamin Stone (gespielt von Michael J. Fox) arbeitet in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Washington. Doch seine beruflichen Pläne sind anderer Natur. Also macht er sich auf nach Beverly Hills um dort den schönen und denen die es gerne wären die Näschen zu operieren. Er hat ein lukratives Angebot von einer Schönheitsklinik bekommen, welches er nun nur noch in einem Gespräch mit dem Klinikchef bestätigen muss. Also rein in den Porsche und auf den Weg gemacht. Doch leider verläuft die Fahrt nicht ganz so ungetrübt wie er es sich gedacht hat. Und er landet schließlich direkt in einem Zaun. Dieser Zaun gehört allerdings dem Richter Evans (gespielt von Robert Blossom) der Kleinstadt Grady. Da Benjamin nun nicht gerade der alleinige schuldige an diesem Unfall war, und er auch darauf beharrt, wird er kurzerhand zu Ableistung von ärztlichen Leistungen in der Kleinstadt verurteilt.

Da sein Auto eh nicht mehr fahrbar ist und der Mechaniker Melvin (gespielt von Mel Winkler) eh den Eindruck macht er bräuchte Jahre dafür ergibt sich Benjamin in sein Schicksal. Und so findet er sich am nächsten Morgen in der Praxis des kleinen Ortes ein. Zur Seite steht ihm dort Schwester Packer (gespielt von Eyde Byrde). Diese erweist sich allerdings als extrem resolut und streng und zollt nun so gar nicht den gewohnten Respekt welchen Benjamin als Arzt erwartet. Es gibt noch einen weiteren Arzt in diesem Ort, dieser ist Dr. Aurelius Hogue (gespielt von Barnard Hughes), doch man sollte ihn wirklich nur in Notfällen stören. Nachdem der erste Tag sich dem Ende neigt scheint ein solcher Notfall eingetreten zu sein. Und Dr. Aurelius wird alarmiert. Und dieser stellt nun eine vollkommen andere Diagnose als Benjamin, welcher einen kleinen jungen zu einer komplizierten OP schicken wollte. Das erste Treffen verläuft somit nicht ganz ohne Spannungen, aber trotzdem lehrreich. Auf dem Lande ist es halt etwas anders als in der Großstadt.

Als Benjamin dann auch noch die Krankenwagenfahrerin Lou (gespielt von Julie Warner) kennenlernt fängt er ganz langsam an dieses verschlafene Nest mit etwas anderen Augen zu sehen. Abgesehen von dem kleinen Fauxpas sind auch die Patienten sehr mit ihm zufrieden und selbst Schwester Packer taut nach und nach ein wenig auf. Und die festegesetzte Zeit seiner „Strafarbeit“ neigt sich so langsam auch schon wieder ihrem Ende entgegen. Zwischenzeitlich hat er sogar von einem Patienten ein Schwein bekommen, als Bezahlung sozusagen. Eine der symphatischsten Szenen insgesamt: Nettes Schwein haben sie da, Doc. Doch es nützt alles nichts, und sein Wagen ist wider aller Erwartungen inzwischen repariert, und es kann der Karriere entgegenhen.

Mehr gibt es nicht, hier endet die Inhaltsangabe.

Meine Meinung:

Dieser Film ist eine Komödie, als solches sollte man ihn auch betrachten, denn dann ist er wirklich nicht schlecht. Alle Dinge wie großen Tiefgang oder extreme Inhalte sollte man gleich beiseite schieben, doch mit solchen Intentionen geht ja wohl auch niemand an einen solchen Film heran. Natürlich wimmelt es nur so von extremen Klischees, sowohl was die Großstadt anbelangt, aber auch was das Leben in einer Kleinstadt im ländlichen Bereich betrifft. Und genau da hakt der Film auch ein wenig, denn er übertreibt es stellenweise etwas mit seiner Zeichnung der Gegenheiten und Umstände. Eine feine Zeichnung wäre wirklich schöner gewesen als die grobe Behauhung eines Steines mit einem Hammer. Doch das ist auch schon die einzige Kritik die ich anzubringen vermag, denn ansonsten ist der Film wirklich sehr amüsant anzusehen und hat mit Sicherheit mehr Witz zu bieten als etliche andere sog. Komödien der letzten Zeit, bei denen mir meist nur schlecht oder extrem langweilig wurde. Hier wird wirklich noch etwas Wert auf eine gewisse Charakterzeichnung gelegt, und diese gelingt auch in den meisten Fällen. Und auch wenn eine Protagonisten augenscheinlich ein klein wenig Licht im Oberstübchen haben, so sind sie doch trotzdem liebenswert und geben dem Film ein gewisses Flair.

Wie bei jedem Film wird auch hier der Schauspieler gefordert. Michael J. Fox hatte Anfang der neunziger ja nun wirklich seinen absoluten Karriere-Höhepunkt, doch in diesem Film bleibt er doch etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Er spielt zwar gut, aber er hat nicht unbedingt dieses Feuer das man z. Bsp. aus den Back to the Future Filmen kennt. Vielmehr sind es hier wirklich die Nebendarsteller welche einen faszinieren können. Angefangen bei Barnard Hughes der wirklich eine hervorragende Leistung als schrulliger, aber doch weiser alter Arzt abgibt über Eyde Byrde, welche eine wunderbare Schwester darstellt. Auch Bridget Fonda hat einen Part als Tochter des Bürgermeisters, welche die Stadt unbedingt verlassen möchte, doch sie bietet nicht unbedingt ein Glanzlicht in diesem Film. Auch Julie Warner wirkt zwar sehr attraktiv und hat einige schöne Szenen abgeliefert, doch so wirklich zu überzeugen wusste auch sie in diesem Film nicht. Das sind aber alles Kleinigkeiten, welche man auch ohne weiteres dem Drehbuch anlasten kann. Somit also definitiv nichts was zu einer starken Abwertung führen kann und darf. Es ist einfach ein schöner Unterhaltungsfilm, bei dem man sich wirklich amüsieren kann. Und mehr möchte der Streifen ja auch gar nicht sein.

Mein Fazit:

Unterhaltung für die ganze Familie. Sehenswert, unterhaltsam und teilweise sogar ein wenig romantisch angehaucht. Ein modernes Märchen ohne zu großen Tiefgang. Anschauen lohnt sich also in jedem Fall.

Ich spreche eine Empfehlung aus und vergebe gute 4 Sterne.

Es gibt diesen Film auf Video und auch auf DVD, auch im Free-TV wurde er schon gezeigt.

Vielen Dank fürs Lesen.

Wer Tippfehler findet darf sie seinem Arzt zur nächsten Routineuntersuchung mitbringen.

Respect all Colours

P.S.: Dieser Bericht ist auf Wunsch von Silke(Antonia007) entstanden. Somit, liebe Silke, ich hoffe er hat Dir gefallen, der Film ja sowieso, ich meine jetzt eher den Bericht, lach.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Thomasina

Thomasina

17.08.2005 13:30

Ein wunderschöner Film! LG Thomas :-)

Timtone

Timtone

07.04.2004 08:43

Gestern noch gesehen. Guter Bericht. Gruß Sylvia

Jasmin_

Jasmin_

24.04.2003 15:26

Hab den Film vor Ewigkeiten mal im TV gesehen und fand ihn ganz nett. Heißt das Schwein im Film nicht Jasmin?:-) Schöner Bericht! Gruß.

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