... Es handelt sich um Schillers "Don Carlos".
♠♠♠ Inhaltsverzeichnis ♠♠♠
1) Das Buch
2) Der Autor
3) Die Hamburger-Leseheft-Reihe
4) Die Personen
5) Inhaltsangabe
6) Textstelle
7) Epochen und ihre Repräsentanten
8) Meine Meinung
9) Fazit
♠♠♠ ... Bericht lesen
Don Carlos, Mallorca
inkl. Frühstück - HRS Bewertung: /10 - Das Hostal, das im Landesstil erbaut ist, verfügt ... mehr
über 24 Zimmermit Dusche oder Badewanne, WC, Klimanlage und Zentralheizung sowie Terrasse oder Balkon. Das Don Carlos bietet Wohlfühlatmosphäre für Jung und Alt Familien oder Alleinreisende sowohl im hübsch angelegten Aussenbereich ( z.B. Pool, Sonnenterrasse), als auch im Innenbereich (Bar/Cafeteria, Restaurant à la carte, Satelliten-Fernsehen, Darts, Pool Billard.) Das Hostal Don Carlos befindet sich in der Nähe von Ortszentrum und Strand in einer ruhigeren Zone Pagueras.
Don Carlos, Peniscola
Das Hotel liegt im Zentrum der Stadt, ca. 100 m vom Strand und ca. 200 m von der Papa Luna ... mehr
Burg entfernt. Das Hotel bietet ein Restaurant mit Selbstbedienungs-Buffet, einen Swimmingpool, einen Fitnessraum, einen SPA und Parkplätze. Die Zimmer verfügen üb
Don Carlos, Huarte
Set in 5000 m2 of lovely gardens, the Don Carlos hotel is located just outside Pamplona ... mehr
city centre and is ideal accommodation for exploring this historical and cultural city. Stroll around Don Carlos’s beautiful gardens, and admire the sunsets in the evening. The gardens are also the perfect place to enjoy sunbathing in summer, or a drink and chat with friends. From this hotel you can visit the nearby Contemporary Art Centre, or do some shopping at the Itaroa Centre. The city centre is just a short trip by car or public transport, where you can see the cathedral and the famous bull ring.Don Carlos also boasts excellent function room facilities, ideal for holding a business meeting, conference or private event.
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Erfahrungsbericht von jassy2005 über Don Carlos / Schiller, Friedrich 26. Dezember 2006
Produktbewertung des Autors:
Niveau:
anspruchsvoll
Unterhaltungswert:
hoch
Spannung:
ziemlich spannend
Humor:
wenig humorvoll
Aufmachung:
ok
Pro:
spannend, Konflikte und Intrigen, Preis
Kontra:
hohes Niveau, an manchen Stellen etwas verwirrend
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Nach einer kleinen Pause möchte ich euch heute ein Buch vorstellen, das wir gerade im Deutsch-Leistungskurs bearbeiten. Es handelt sich um Schillers "Don Carlos".
♠♠♠ Inhaltsverzeichnis ♠♠♠
1) Das Buch 2) Der Autor 3) Die Hamburger-Leseheft-Reihe 4) Die Personen 5) Inhaltsangabe 6) Textstelle 7) Epochen und ihre Repräsentanten 8) Meine Meinung 9) Fazit
♠♠♠ Das Buch ♠♠♠
Das Drama "Don Carlos" mit dem Untertitel "Infant von Spanien", wurde von Friedrich von Schiller verfasst. Die erste Buchausgabe erschien im Jahr 1787 unter dem Titel "Dom Carlos Infant von Spanien", bei Göschen in Leipzig. Das Drama hat 208 Seiten, von denen das eigentliche Drama jedoch nur 185 Seiten einnimmt. In den weiteren Seiten befinden sich das Nachwort und der Anhang, der interessante Informationen zur Entstehung des Dramas enthält. Außerdem befinden sich Anmerkungen, zu eventuell unbekannten Wörtern im Verlauf des Dramas. Das Drama hat 2.90 Euro gekostet, was ein sehr angemessener Preis ist. Es ist in 5 Akte gegliedert, die jeweils 9 bis 24 Auftritte haben. Meine Ausgabe des Dramas erschien als 80. Ausgabe der Hamburger-Leseheft-Reihe, welche 2005 gedruckt wurde.
Weitere Daten: ISBN: 3-87291-079-5 Heftbearbeitung: Kurt Sternelle Gesamtherstellung: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft
Cover: Das Drama ist von einem magenta- farbenen Umschlag umhüllt. Auf der Vorderseite befinden sich fünf Adelige, die mit schwarzer Farbe auf den Hintergrund aufgetragen wurden und einige weiße Akzente besitzen. Zwei Adelige stehen und schauen auf drei andere hinab, von denen zwei knien und offenbar ein Verwundeter auf dem Boden liegt. Die Umschlagszeichnung stammt von Ingeborg Strange-Friis. ♠♠♠ Der Autor ♠♠♠
Der deutsche Dichter, Dramatiker und Philosoph, Friedrich von Schiller, wurde am 10. November 1759 in Marbach, als Sohn eines Wundarztes geboren. Schiller gilt, neben Goethe und Herder, als einer der wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik. Bereits im Jahre 1772 startete Schiller seine ersten dramatischen Versuche und studierte 1775 zunächst Jura, bevor er sich später für Medizin entschied. Schiller holte sich einige Anregungen von Shakespeare. Im Jahre 1777 entstanden die ersten Szenen des Dramas "Räuber", was am 13. Januar 1782 uraufgeführt wurde. Im darauf folgenden Jahr hielt sich Schiller in Mannheim und Frankfurt auf und arbeitete von 1782 bis 1783 an seinem Don Carlos. Im Jahre 1787 ging Schiller nach Weimar und machte Bekanntschaft mit Wieland, Herder und Knebel. Am 7. September des Jahres 1788 hatte Schiller seine erste Begegnung mit Goethe. Schiller schrieb in den darauf folgenden Jahren viele Schriften, wie zum Beispiel die "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges". Im Jahre 1797 war Schillers Balladenjahr. "Der Taucher", "Der Handschuh" und der "Ring des Polykrates" erschienen. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Schiller keinesfalls zurückgezogen. Er arbeitete beispielsweise an seinem "Wilhelm Tell" und reiste nach Berlin. Anfang Mai 1805 bekam Schiller Fieberanfälle und starke Krämpfe und starb schließlich am 9. Mai in Weimar. Mit Schillers Tod, fand auch die Weimarer Klassik ihr Ende.
♠♠♠ Die Hamburger-Leseheft-Reihe ♠♠♠
Der Hamburger Lesehefte Verlag hat seinen Sitz in Husum. In der Leseheft-Reihe wurden unter anderem Werke von Eichendorff, Fontane, Kafka, Schiller und weitere von Goethe, veröffentlicht.
Don Carlos Die Hauptperson ist der Sohn von Spaniens König, also der Infant von Spanien. Der 23-jährige Jüngling wirkt am Anfang ziemlich unentschlossen und fühlt sich nicht wohl, da er in seine Stiefmutter Elisabeth verliebt ist, die jetzt mit seinem Vater zusammen ist. Im Verlauf des Dramas beweist sich Carlos jedoch als wahrer Stürmer und Dränger, da er sich keinen Zwängen unterordnen will und um die Liebe zu seiner Stiefmutter kämpft.
Philipp Philipp ist der spanische König und mit Carlos ehemaliger Verlobten Elisabeth verheiratet. Der König scheint am Anfang sehr selbstsicher und sehr hartnäckig. Er misstraut seiner Frau und wirft eine ihrer Hofdamen kaltblütig heraus. Er wird oft als "alter Greis" bezeichnet, obwohl er zum Zeitpunkt des Geschehens gerade einmal 41 Jahre alt ist. Im Laufe des Dramas zeigt Philipp sein weiches Herz und weint später sogar, da er sehr verletzt worden ist.
Elisabeth von Valois Sie ist mit Carlos Vater, dem König verheiratet, liebt ihn aber nicht. Sie empfindet ebenfalls Zuneigungen zu Carlos, hält aber im Gegensatz zu Carlos ihre Pflichten am Königshof ein und verzichtet auf ein Liebesverhältnis. Die Königin ist sehr naturverbunden und hat stets positive Eigenschaften. Sie ist sehr vernünftig und repräsentiert somit die Epoche der Klassik.
Posa Der Marquis von Posa ist Carlos Jugendfreund und taucht plötzlich am spanischen Königshof auf. Posa wirkt zunächst wie ein echter Freund für Carlos, der Posa auch einiges anvertraut. Im Verlauf des Dramas wird jedoch klar, dass Posa einige Hintergedanken hat.
Nebenpersonen sind
Die Prinzessin Eboli, die die Intrigen voran treibt und auch in Carlos verliebt ist
Der Graf von Lerma, der hinter Carlos steht
Der Herzog von Alba, der hinter dem König steht und auch immer für ein Intrigenspiel bereit ist. ♠♠♠ Inhaltsangabe ♠♠♠
Das Drama "Don Carlos", von Friedrich von Schiller, spielt im Spanien Phillips den Zweiten, im 16. Jahrhundert, am Königshof von Madrid.
Don Carlos scheint es nicht gut zu gehen am Königshof, da er seit Monaten Kummer hat und vor sich hin schweigt. Mit seinem Vater hat Carlos kein sehr gutes Verhältnis, was auch daran liegt, dass Carlos ehemalige Geliebte Elisabeth, jetzt mit seinem Vater zusammen ist. Weil der König sich um Carlos Sorgen macht, beauftragt er Domingo Carlos etwas mehr im Auge zu behalten. Carlos bleibt Domingo gegenüber aber eher verschwiegen, wo hingegen er sich seinem alten Jugendfreund, dem Marquis von Posa, der plötzlich auf dem Königshof auftaucht, anvertraut und ihm ein Geheimnis von sich verrät: Carlos liebt seine Stiefmutter Elisabeth, mit der er aus Gründen der Staatsraison zusammen war, immer noch. Daraufhin verschafft Posa Carlos ein Treffen mit Königin Elisabeth, indem Carlos ihr seine Liebe gesteht. Auch die Königin mag Carlos sehr, doch sie hält sich an die Gesetze, und bittet Carlos sich anstatt ihr, Spanien zu zuwenden. Der Infant möchte die Beziehungen zu seinem Vater verbessern und sucht die Versöhnung. Außerdem möchte Carlos anstatt des Herzogs von Alba, nach Flandern ziehen. Der König jedoch verbietet es ihm, da er der Ansicht ist, dass nur Alba der Richtige für dieses Amt sei. Doch nach einem Gespräch mit Alba, erkennt auch der König, dass er Carlos etwas benachteiligt und beschließt ihn künftig näher an den Thron heranzuziehen. Nun nehmen die Konflikte ihren Lauf: Carlos erhält einen anonymen Liebesbrief mit einem Schlüssel zu einem Zimmer des königlichen Palastes. Carlos denkt, dass der Brief von der Königin stammt und ist völlig glücklich, doch eigentlich ist er von der Prinzessin Eboli, die in Carlos verliebt ist. Das Missverständnis klärt sich schließlich auf, als Carlos ins Zimmer kommt, und statt der Königin die Prinzessin von Eboli antrifft. Eboli ist zutiefst gekränkt, als sie erfährt dass der Prinz eine Neigung zu seiner Stiefmutter verspürt und nicht in sie verliebt ist. In ihrer Wut gibt die Prinzessin auch ein Geheimnis preis, nämlich dass König Phillip ein heimlicher Verehrer von ihr ist. Prinzessin Eboli sinnt nun auf Rache. Sie will dem König vom Liebesverhältnis zwischen seiner Frau und seinem Sohn erzählen. Auch Alba, der Feind von Carlos ist, und Domingo, der Beichtvater des Königs, schließen sich Eboli an. Gemeinsam planen sie Intrigen gegen die Königin und Carlos. Als der König von Eboli gestohlene Papiere seiner Frau erhält, glaubt er an die Untreue seiner Frau. Im Gespräch mit Alba erhärtet sich der Verdacht der Untreue schließlich und der König beschließt, dass er seine Frau und den Infant Don Carlos töten wird, falls er sich bestätigt. Vorher möchte er aber den Marquis von Posa sprechen, von dem er sich Wahrheit erhofft. Im Gespräch mit dem König, gelingt es Posa den Respekt von ihm zu erwerben. Er bekommt schließlich eine höhere Position am spanischen Königshof zugetragen, die ihm ermöglicht seine eigenen politischen Absichten zu verwirklichen. Er treibt von nun an ein Doppelspiel und will Carlos gegen den Willen seines Vaters nach Flandern bringen. Außerdem beweist er dem König, dass es keine Beziehung zwischen Carlos und der Königin gibt.
Ich werde jetzt das Ende des Dramas verraten. Wenn ihr es nicht wissen wollt, bitte jetzt aufhören zu lesen!
Carlos hingegen fühlt sich von Posa hintergangen, da er ihn offensichtlich nicht in seine Pläne einweiht. Doch dann erkennt er, dass er seinen Freund zu Unrecht verdächtigt hat und Posa macht Carlos schließlich klar, dass es Eboli war, die dem König vom Verhältnis zwischen ihm und der Königin erzählte. Posa opfert sich für Carlos, indem er die Schuld auf sich nimmt, die Königin geliebt zu haben. Daraufhin wird Posa erschossen. Carlos ist jedoch so wütend, dass er dem König verrät, dass sich Posa nur für ihn geopfert hat. Carlos soll nach den Plänen Posas in der Nacht fliehen, aber vorher trifft er sich noch mit der Königin in ihrem Zimmer, wo sie sich beide ihre Liebe zueinander gestehen. Als Carlos flüchten will kommt der König, der vom Treffen mitbekommen hat mit dem Großinquisitor ins Zimmer, woraufhin Elisabeth ohnmächtig und Carlos der Inquisition übergeben wird. ♠♠♠ Textstelle ♠♠♠
5. Akt, 3. Auftritt - S.161,162
CARLOS. Diesen Brief- Hast du der Post doch nicht vertraut? Du weißt, Dass alle Briefe nach Brabant und Flandern - MARQUIS. Dem König ausgeliefert werden - Wie Die Sachen stehn, hat Taxis seine Pflicht Bereits getan. CARLOS: Gott! So bin ich verloren! MARQUIS: Du? Warum du? CARLOS. Unglücklicher, und du Bist mit verloren. Diesen ungeheuern Betrug kann dir mein Vater nicht vergeben. Nein! Den vergibt er nimmermehr. MARQUIS. Betrug? Du bist zerstreut. Besinne dich. Wer sagt ihm, Dass es Betrug gewesen? CARLOS (sieht ihm starr ins Gesicht). Wer, fragst du? Ich selbst. (Er will fort) MARQUIS. Du rasest. Bleib zurück. CARLOS. Weg ! Weg ! Um Gottes willen. Halte mich nicht auf. Indem ich hier verweile, dringt er schon Die Mörder. MARQUIS. Desto edler ist die Zeit. Wir haben uns noch viel zu sagen. CARLOS. Was? Eh er noch alles - (Er will wieder fort. Der Marquis nimmt ihn beim Arme und sieht ihn bedeutend an.) MARQUIS. Höre, Carlos - War Ich auch so eilig, so gewissenhaft, Da du für mich geblutet hast - ein Knabe? CARLOS (bleibt gerührt und voll Bewunderung vor ihm stehen). O gute Vorsicht! MARQUIS. Rette dich für Flandern! Das Königreich ist dien Beruf. Für dich Zu sterben, war der meinige. CARLOS (geht auf ihn zu und nimmt ihn bei der Hand, voll der Innigsten Empfindung). Nein! Nein! Er wird - er kann nicht widerstehen! So vieler Erhabenheit nicht widerstehn! - Ich will Dich zu ihm führen. Arm in Arme wollen Wir zu ihm gehen. Vater, will ich sagen, Das hat ein Freund für seinen Freund getan. Es wird ihn rühren. Glaube mir! er ist Nicht ohne Menschlichkeit, mein Vater. Ja! Gewiss, es wird ihn rühren. Seine Augen werden Von warmen Tränen übergehn, und dir Und mir wird er verzeihn - (Es geschieht ein Schuss durch die Gittertüre. Carlos springt auf.) Ha! Wem galt das? MARQUIS. Ich glaube - mir. (Er sinkt nieder.)♠♠♠ Epochen und ihre Repräsentanten ♠♠♠
In Schillers Don Carlos gibt es viele Charaktere, die unterschiedliche Epochen vertreten. Ich habe mir gedacht ich zähle mal ein paar dieser Charaktere auf.
Zum einen gibt es da die Hauptperson DON CARLOS Er repräsentiert die Epoche des Sturm und Drang von 1760 bis 1786 Merkmale des Sturm und Drang waren die Gefühlsveredelung und der Verlust der Gelassenheit. Diese verlorene Gelassenheit kommt in Carlos Sprache zum Ausdruck: " Mein Herz // Will überströmen, und ich habe schon // Zu viel gesagt." (S.6, Vers 116, 117) Im Sturm und Drang geht es um die besondere Betonung der Gefühle. Der Stürmer und Dränger möchte sich keinen Zwängen unterordnen, sondern seinen Willen durchsetzen und seinen Gefühlen nachgehen. Auch dies ist kennzeichnend für Don Carlos in Schillers Werk. Carlos kämpft um die Liebe zu seiner Stiefmutter, obwohl er sich eigentlich den Pflichten des spanischen Königshof unterordnen sollte.
Die KÖNIGIN ELISABETH ist eine Vertreterin der Klassik, ca. 1786- 1832 Vernunft und Ausgleich zwischen Gefühl und Verstand sind wichtige Merkmale der Klassik. Die Königin handelt vernünftig, indem sie sich nicht der Liebe zu Carlos hingibt. Anders als er, ordnet sie sich ihren Pflichten als spanische Königin unter. "Weil meine Pflicht - Unglücklicher, wozu // Die traurige Zergliederung des Schicksals, // Dem sie und ich gehorchen müssen?" (S.24, Vers 719-721)
POSA ist der Aufklärer im Drama. Er versucht die Gedanken der Aufklärung ( 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts) zu vermitteln. In der Aufklärung ging es darum, sich seines eigenen Verstandes, ohne Leitung eines Anderen zu bedienen (Immanuel Kant). Man sollte also frei denken können. Posa fordert im Laufe des Werkes einige Male um "Gedankenfreiheit" (S.105, Vers 3216) " Sehen sie sich um // In seiner herrlichen Natur! Auf Freiheit // Ist sie gegründet - und wie reich ist sie // Durch Freiheit!" (S.105, Vers 3217-3220) Posa fordert den König dazu auf, im Sinne künftiger Generationen zu regieren, und die Menschen auf die Epoche der Aufklärung vorzubereiten.
Der KÖNIG schließlich ist ein Vertreter des Barock, 1600-1850, da er ein absoluter Herrscher ist. Das Zeitalter des Barock war nämlich die Zeit der absoluten Herrschaftssysteme in Europa.
♠♠♠ Meine Meinung ♠♠♠
Seit ein paar Monaten befinde ich mich nun im Deutsch-Leistungskurs. Mir war klar, dass wir viele Dramen lesen würden, unter anderem auch Don Carlos. Da ja vergangenes Jahr das Schiller Jahr war und Don Carlos auch bei uns im Staatstheater aufgeführt werden sollte, freute ich mich schon es zu lesen.
Die ersten Seiten des Werkes waren noch nicht so prickelnd, aber dafür wurde es ab Seite 20 richtig spannend. Man erfährt von Carlos, dem Infant von Spanien und der verbotenen Liebe zu seiner Stiefmutter Elisabeth. Bereits dort wird klar, dass es also einige Konflikte im Laufe des Dramas geben wird. Ich finde es bemerkenswert, wie Schiller diese Konflikte unter einen Hut packt und formvoll miteinander verbindet. Da wäre zum einen der Vater-Sohn Konflikt, zwischen Don Carlos und seinem Vater, dann der Liebeskonflikt zwischen Carlos und Elisabeth. Posa hingegen wirkt als Figur, um den politischen Konflikt voranzutreiben. Schließlich sind auch noch die vielen Intrigenspiele zu nennen, die von Eboli oder dem Herzog Alba ausgehen. Schiller hat sein Werk also sehr spannend gestaltet, sodass es kaum langweilig wird, während des Lesens. Allerdings gab es auch bei mir manche Schwierigkeiten beim Verstehen des Textes, sodass ich manche Textpassagen zweimal lesen musste. Besonders in der Mitte des Dramas ist die Handlung ein wenig verwirrend, dass man sie nicht mehr ganz verfolgen kann.
Wie auch in den anderen Dramen Schillers, geht es auch in Don Carlos wieder um das Freiheitsideal. Schiller benutzt den Marquis von Posa als Sprachrohr, um "Gedankenfreiheit" zu fordern, und die Menschen darauf vorzubereiten. Posa stellt im Drama den Aufklärer schlechthin dar. Schön gemacht finde ich es auch, dass Schiller jedem der Hauptpersonen eine Epoche gewidmet hat. So repräsentiert der eine die Epoche des Sturm und Drang, während eine andere Person die Klassik vertritt.
Schiller verpackt diese ganzen Details geschickt in seinem Drama. Anzumerken ist auch, dass er sich am historischen Kontext bedient hat. Beispielsweise heiratete Spaniens König Phillip, Elisabeth von Valois, die einst ein Verhältnis mit Carlos hatte. Diese Ereignisse sind auch in Schillers Drama zu finden. Im Anhang des Dramas befinden sich einige wichtige Daten, um Spanien im 16. Jahrhundert. Man kann dort nachlesen, falls man historische Hintergründe erfahren möchte.
Im Nachwort und im Anhang sind wichtige Informationen zu finden, wie zum Beispiel die Entstehungsgeschichte von Don Carlos oder einige Informationen zur Textgeschichte und Textgestaltung. Diesen Teil finde ich bei jedem Drama gut gelungen. Man kann sich einige Klarheiten verschaffen, falls Schwierigkeiten beim Lesen auftreten.
Eine weitere positive Eigenschaft von Schillers Don Carlos ist der Preis. Bei rund 185 Seiten und 20 Seiten Nachwort bekommt man für 2.90 Euro einiges geboten.
Nennenswert ist allerdings auch das hohe Niveau. Die alte Sprache ist gewöhnungsbedürftig, wie man in der Textstelle vielleicht sieht.
Kleine Anmerkung: Mit unserem Deutsch-LK waren wir im Staatstheater und haben uns dort Don Carlos angeschaut. Ich war sehr überrascht, wie modern Schillers Ideen umgesetzt worden sind. Ich habe auch eine Rezension darüber geschrieben. Falls es jemand interessiert, bitte bei mir melden
♠♠♠ Fazit ♠♠♠
Alles in allem ist Don Carlos ein sehr spannendes Drama, das von den Konflikten und Hofintrigen in Spanien handelt. Es ist interessant, die Liebesgeschichte von Carlos und Elisabeth mitzuverfolgen und zu lesen, was als nächstes passiert. Das Drama hat allerdings ein ziemlich hohes Niveau und ist an manchen Stellen schwer nachzuvollziehen. Ich gebe Schillers Werk 4 von 5 Sternen!Danke für eure Bewertungen und Kommentare. Noch einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag! Liebe Grüße, Jasmin
Pro: Packende Geschichte, spannend und fesselnd von Seite 1 an, Wucht von Schillers Dramen, Winteressante Personenkonstellationen Kontra: Nicht so einfach, den ganzen Intrigen zu folgen
...zulassen und versucht seinen Freund, Don Karlos - Philipps Sohn - davon zu überzeugen, er möge nach Flandern reisen um dort die Ordnung herzustellen. Karlos ist in Flandern sehr geschätzt, weil er menschlich vorgeht - was man von Philipp und dem Herzog von Alba nicht behaupten kann. Und ausgerechnet Alba soll nach Flandern geschickt werden...
Damit aber nicht genug. Karlos liebt unglücklich. Er ist ausgerechnet in seine Stiefmutter verliebt, mit ... ...Die Räuber, Kabale und Liebe, Don Carlos, Wallenstein, Wilhelm Tell, Maria Stuart, Das Lied von der Glocke, Ode an die Freude...
-----ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:-----
Titel: Don Karlos
Autor: Friedrich Schiller
Verlag: Reclam, Stuttgart
Erschienen: 2001
Seiten: 220
-----KOMMENTAR:-----
Hier ist Schiller wirklich ein großer Wurf gelungen. Bereits auf den ersten Seiten wird man direkt in die Handlung hinein gezogen und wird von ihr gefangen genommen. ...
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...seine Gemahlin, Prinzessin von Frankreich
Don Carlos => der Kronprinz von Spanien
Domingo => Beichvater des Königs
Marqusin von Mondekar => Dame der Königin
Prinzessin von Eboli => Dame der Königin
Herzog von Alba => Grande von Spanien
Marquis von Posa => Malteserritter, Grande von Spanien
Herzog von Medina Sidonia => Admiral, Grande von Spanien
und weitere Characktere, die aber keine so hohe Rolle spielen oder nur teilweise in Erscheinung ... ...spanischen Königs Philipp II, leidet daran, dass sein Vater ihm weder Liebe noch Vertrauen in seine Fähigkeiten entgegenbringt. Dass er seine ehemalige Verlobte Isabel von Valois aus Staatsraison an den Vater abtreten musste, verdrießt den Carlos zudem. Einzig den Marquis von Posa kann er als seinen Freund ansehen. Carlos schmachtet nach seiner Ex-Verlobten und jetzigen Stiefmutter, während Posa andere Pläne verfolgt. Er möchte Flandern aus den spanischen ...
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Pro: schöne Sprache, ergreifend Kontra: etwas kompliziert
...Schillers Werken beschäftigt sich auch Don Carlos mit der Freiheit. Für Schiller besitzt der Mensch die unverlierbare Fähigkeit seine Freiheit auch um den Preis des Lebens zu verteidigen oder wiederzuerlangen. Da Schiller ein sogenannter Idealist war, bedeutet dies für die Figuren in seinen Werken, dass sie ihr eigenes Leben unter das Ideal, für das sie einstehen, einstufen und sich selbst für das Ideal opfern. Und jetzt schauen wir uns und Don Carlos ... ...die unerfüllbare Liebe des Kronprinzen Don Carlos zu der Gemahlin seines Vaters eine große Rolle, zum anderen handelt das Drama von dem maßgeblich von Marquis Posa initiierten Kampf gegen Despotismus und Menschenfeindlichkeit am spanischen Hof. Obwohl Don Carlos Liebe zu seiner (sehr jungen) Stiefmutter von dieser zurückgewiesen wird, keimt im Königreich der Verdacht auf, dass er eine Beziehung mit ihr habe. Da Elisabeth ehemals Don Carlos anverlobt ...
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...mich nicht warum.
Zu Don Carlos:
Die wenigsten Normalsterbliche wissen, zumindestens wenn sie keinen Deutsch-LK haben, dass Schiller eine Professur für Historik innehatte. Ich will jetzt auch gar nicht auf Schillers Biographie, bzw. die Analyse des Stückes eingehen, ich will einfach schildern, warum es mir gefiel.
"Arm in Arm weisen wir unser Jahrhundert in die Schranken"
-Freundschaft-
Ich denke, dass Schiller in gewissen Maße ein hoffnungsloser ... ...ist Freundschaft ein Hauptthema. So auch in "Don Carlos". Der spanische Infant Carlos ist eng befreundet mit dem Marquis de Posa, der wiederum das Gedankengut der Aufklärung vertritt und in schiller'scher Tradition sich später für den Freund aufopfert. "Ein Vater warst du mir nie"
-Vater Sohn Konflikt-
Ein zentraler Punkt im Drama "Don Carlos" ist die gestörte Beziehung Carlos zu seinem Vater, den König Phillip II. Er fordert Liebe und Verständnis, ...
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Pro: s.o. Kontra: ach je, das wäre kompliziert hier
...zu stellen: Was geschieht im Don Carlos? Das Drama ist vergleichsweise lang und bietet für vielerlei Handlungsstränge Raum. Einerseits gibt es die sog. politische Tragödie: der greise tyrannische König Philip von Spanien unterdrückt die armen Niederländer ohn’ Erbarmen, doch sein Sohn, zusammen mit dem Marsquis von Posa und der Königin höchstpersönlich, arbeiten an Befreiung. Doch dann ist da noch die familiäre Trgödie: Papa König mag sich mit dem ... ...schlimmer, er hat die Geliebte seines Sohnes geheiratet! Ja, es ist so: aus politischen Gründen hat der trockene Vater zwei Liebende getrennt, die jetzt natürlich immer noch aneinander hängen (Inzest liegt in der Luft!). Das alles verheddert sich noch ein wenig, aber ich will ja nicht alles vorwegnehmen...
Für Schiller selbst ist es das Erhabene, das die Handlung der Figuren bestimmt. Für uns ist es mehr die Szenenstruktur einer Seifenoper: Menschen ...
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Pro: Ich finde die Auswahl der Autoren und Texte gelungen ? und die Idee dahinter finde ich auch ziemlich klasse. Kontra: Natürlich wird in diesem "Deutschbuch" vieles nur angerissen, manches kommt dabei vielleicht zu kurz (Ringelnatz fehlt mir z.B.), aber das kann bei einem solchen Versuch auch gar nicht anders sein. Insofern möchte ich hier eigentlich nicht Kontra geben.
...Johann Wolfgang von Goethe: Willkommen und Abschied
070 Johann Wolfgang von Goethe: Mignon (Kennst du das Land ?)
071 Johann Wolfgang von Goethe: Faust - Der Tragödie erster Teil
072 Johann Wolfgang von Goethe: Urfaust - Schlußszene in Prosa
073 FriedrichSchiller: Die Räuber
074 FriedrichSchiller: DonCarlos
075 FriedrichSchiller: Das Lied von der Glocke
076 FriedrichSchiller: An die Freude (Freude, schöner Götterfunken)
077 FriedrichSchiller: Die Bürgschaft
078 FriedrichSchiller: Pflicht für jeden (Immer strebe zum Ganzen)
079 Novalis (Friedrich von Hardenberg): Hymnen an die Nacht
080 Novalis (Friedrich von Hardenberg): Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
081 Johann Peter Hebel: Kannitverstan
082 Friedrich Hölderlin: Hyperion
083 Friedrich Hölderlin: Hälfte des Lebens
084 Friedrich Hölderlin: Gesang der Deutschen
085...
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Pro: Interessantes Thema, gut ausgearbeitete Charaktere, große und nachdenkenswerte Sätze Kontra: Hat noch nicht die Wucht von Schillers späteren Werken
...: Die Räuber, Kabale und Liebe, DonCarlos, Wallenstein, Wilhelm Tell, Maria Stuart, Das Lied von der Glocke, Ode an die Freude...
-----ZAHLEN, DATEN, FAKTEN:-----
Titel: Die Räuber
Autor: FriedrichSchiller
Verlag: Reclam, Stuttgart
Erschienen: 2001
Seiten: 149
-----KOMMENTAR:-----
Schiller hat mit den "Räubern" das geschafft, was Goethe mit dem "Werther" gelang - über Nacht berühmt zu werden. Während die Selbstmorde aus unglücklicher Liebe nach dem "Werther" drastisch zunahmen, schlossen sich immer mehr Jugendliche nach dem Erfolg von "Die Räuber" zu Räuberbanden zusammen und Schiller wurde ein großer Spitzname verliehen, der so manchem deutlich zu groß gewesen wär - Schiller wurde der "deutsche Shakespeare" genannt.
Für mich steht außer Frage, dass Schiller der größte Dramatiker in Deutschland war und ist. Schillers Dramen...
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Pro: Interessanter Stoff, die politischen Aspekte sind sehr gut dargestellt, die Parallelen zum Dritten Reich, sehr dramatische Apfel-Szene Kontra: Schwer zu lesen
...Historiker. Die Stelle bekam er wohl durch Goethe, der erstmal keine Konkurenz in Weimar dulden wollte. Später aber, das weiss wohl jedes Kind, freundeten Schiller und Goethe sich an und tauschten sich über ihre Werke aus. So ist zum Beispiel Schillers Drängen und Aufmuntern zu verdanken, dass Goethe den "Faust" weiter schrieb. Vorher aber, 1790, heiratete Schiller Charlotte von Lengefeld, mit der er später mehrere Kinder hatte.
Wieder in Weimar arbeitete er an vielen großen Werken der deutschen Literatur und hatte, wie bereits gesagt, ein gutes Verhältnis zu Goethe. 1802 bekam Schiller das Adelsdiplom überreicht, wodurch er nun "von Schiller" hieß. Am 9. Mai 1805 starb Schiller an einer Lungenentzündung, die wohl durch die Tuberkuloseerkrankung hervor gerufen wurde.
Weitere Werke: Die Räuber, Kabale und Liebe, DonCarlos, Wallenstein...
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sehr hilfreich 06.10.2005
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