Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Prima Einstieg in das Comicbuch . . . |
| Kontra: |
. . . der jedoch sehr schnell abflacht |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Und wieder einmal ist es Entenhausen-Time. Heute steht der Band mit der Nummer 70 aus der Donald Duck Reihe auf dem Programm. Er kostete zum damaligen Erscheinungsdatum 1979 3,40 DM und liegt mir in der Zweitauflage vor. Gekauft habe ich ihn in einem Pakte mit über 70 Donald Duck Comics bei Ebay für umgerechnet 50 Cent.
Ob sich diese Investition gelohnt hat, möchte ich Euch nun näher darstellen.
I) Das Cover
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Wie man es von den Donald Duck Comicbüchern kennt, hat das vorliegende Titelbild nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun.
Man sieht Dagobert Duck einen Geldsack öffnend. Vor ihm steh einer der Panzerknacker Buben, der in den Geldsack hineinsehen will und dabei eine mechanische Faust an sein Kinn bekommt.
Ein nettes Motiv, das an das "Knüppel-aus-dem-Sack" Märchen erinnert. Der Hintergrund des Covers ist in leuchtendem, aber nicht grellen blau gehalten.
Eines der besseren Titelbilder in meinen Augen.
II) Die Geschichten
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Wie es der geschulte Leser meiner Berichte kennt, gebe ich vorab jeweils einen kurzen Überblick über den Inhalt der verschiedenen Geschichten, woran sich dann eine detaillierte Kritik anschließen wird.
►Onkel Dagobert - Die größte Münze der Welt (30 Seiten)◄
Dagobert Duck, die reichste Ente der Welt, hat trotz seines vielen Geldes leider nicht alles, was er sich wünscht. Hierbei meine ich nicht Freunde, eine glückliche Beziehung oder sonstige "Gefühlsduselei". Nein, er glaubte bis vor kurzem die umfassendste Münzsammlung der Welt sein eigen zu nennen. Das besondere Highlight seiner Sammlung war die größte Münze der Welt, die seine Sammlung einzigartig gemacht hat. Leider hat sein Erzrivale Klaas Klever eine noch größere Münze ergattern können, was Dagobert dazu anstachelt, diese nochmals zu toppen. Er macht sich auf die erfolgreiche Suche nach einer Münze aus Salz, die alle anderen bekannten Münzen aufgrund ihrer Beschaffenheit und Größe in den Schatten stellt. Dumm nur, dass Klaas Klever Wind von der Sache bekommt und alles daran setzt, Dagoberts Unterfangen zu sabotieren…
Eine bis zum Ende spannende Geschichte, die von ihren eindrucksvollen Zeichnungen und den amüsanten und turbulenten Aktionen der Beteiligten lebt. Eine der Geschichten, an deren Ende man traurig ist, dass sie so schnell zu Ende gelesen ist. Sie liest sich in einem Rutsch und weiß durch den wohl dimensionierten Spannungsbogen und ihr bis zum Schluss nicht vorhersehbares Ende zu gefallen.
Von mir daher eine verdiente
Note: 1.
►Goofy - Der Fallensteller (23 Seiten)◄
Eine der seltenen Geschichten, in denen Goofy die alleinige Hauptrolle spielt. Er hört von einer Einbruchswelle, die die Stadt heimsucht und versucht sich durch selbstentworfene Einbrecherfallen davor zu schützen. Das dumme ist nur, dass er am nächsten Morgen nicht mehr weiß, wo überall im Haus er diese angebracht hat. So tappt er nach und nach von einem Fallstrick in den nächsten. Letztendlich passiert natürlich genau das, was der Leser bereits ahnt…
Eine nette Idee und eine gute Umsetzung der Story beflügeln die Geschichte um Goofy. Sehr nett gezeichnet, wie er von einem Missgeschick in das nächste stolpert, wobei der Leser zu keinem Zeitpunkt weiß, was als nächstes passiert. Insofern eine abwechslungsreiche und durchaus spannende Geschichte mit hohem Unterhaltungswert und gekonnten Slapstick Einlagen, die von mir eine
Note: 1- bekommt.
►Donald Duck - Der Alptraum (11 Seiten)◄
Donald wird jede Nacht von ein- und demselben Alptraum heimgesucht: Ein dubioser und verkleideter Mann ruft seinen Namen und hält ihn dabei fest. Donald wacht eins ums andere Mal schweißgebadet auf und vermutet eine tiefere Bedeutung hinter seinem Traum. Im Alltag schreckt er ab sofort jedes Mal auf, wenn jemand seinen Namen ruft und läuft wie von der Tarantel gestochen auf und davon. Doch so abgeschieden sein Exil jedes Mal auch sein mag, er findet keine Ruhe vor seinem Traum…
Eine mäßige Geschichte mit netter Story, die durch die schlechten und lieblos wirkenden Zeichnungen jedoch nicht wirklich zur Geltung kommt. Die Auflösung der Story am Ende ist vorhersehbar und ohne Witz.
Schade, aus dem Ansatz hätte man mehr machen können.
Somit erhält die vorliegende Geschichte eine
Note: 4+ von mir.
►Der kleine Wolf - Die Hühnerseuche (7 Seiten)◄
Ede Wolf versucht mit aller List und blauer Lebensmittelfarbe die Hühner von Gevatter Bär zu stehlen. Denn: blaue Eier, das muss auf eine ernsthafte Krankheit dessen Hühner hindeuten. Natürlich jedoch lässt sich Gevatter nicht so leicht aufs Glatteis führen…
Eine sehr kurze Geschichte, die jedoch das Beste aus ihrem kleinen Rahmen macht und tatsächlich unterhaltsam ist. Weniger aufgrund der Zeichnungen oder mäßigen Dialoge, sondern vielmehr aufgrund der netten Storyidee.
Von mir eine
Note: 2.
►Das Supergoof-Museum (8 Seiten)◄
Ein reicher Anhänger Supergoofs möchte ihm zu Ehren ein Museum eröffnen, in dem wichtige Meilensteine von Supergoof verewigt werden. Das Problem: zu diesem Zweck müssen erst noch Museumsstücke von Supergoof gefunden werden. Natürlich bietet sich dieser sogleich für die Suche an. So kommen nach und nach einige Andenken an ihn zustande, die er von seinen täglichen Abenteuern mitnimmt…
"Best of Supergoof", so hätte man die vorliegende Geschichte ebenso betiteln können. Ein Abenteuer wird an das nächste gehängt, jedoch stets gut mit der Rahmengeschichte verbunden. Nicht besonders spannend, aber durchaus erheiternd, was Supergoof so alles Brauchbares für sein Museum heranschleppt.
Von mir für diese kurze Geschichte eine durchschnittliche
Note: 3.
►Onkel Dagobert - Heia Safari◄
Dagobert Duck plant eine Safari, um mit einer interessanten Titelgeschichte über Löwen und Co. der Auflage seines umsatzschwachen Zeitungsblatts etwas auf die Sprünge zu helfen. Natürlich leidet die Expedition von Anfang an unter Dagoberts übertriebener Sparsamkeit, so dass Dagoberts Begleiter Donald und Dussel mit letzten Kräften den Nordzipfel Afrikas erreichen. Hier warten natürlich bereits bei der Landung die wildesten Tier auf die Ducks, die somit schnell den Heimflug antreten und ihre Safari im städtischen Zoo beenden.
Eine kurze Geschichte, die weder mit gelungenen Zeichnungen noch mit einer wasserfesten Story zu überzeugen weiß. Somit bleibt nur eine plot-technische Bruchlandung übrig, der man nicht viel abgewinnen kann.
Daher von mir nur eine enttäuschende
Note: 5+.
III) Fazit
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Und auch dieses Mal hätte man sich für drei gute und lange Geschichten entscheiden sollen. Die sechs vorhandenen Geschichten wirken allesamt wie angefangen und aus Platzgründen nicht zu Ende erzählt. Schade, denn aus einigen Ideen der Stories hätte man eine muntere Geschichte basteln können.
Somit bleibt ein recht enttäuschter Entenhausen Leser zurück, der aufgrund des hervorragenden Starts des Buches umso enttäuschter über die danach folgenden Geschichten ist.
Wegen der beiden ersten prima Stories gebe ich dem Buch noch 3 von 5 Sternen, empfehle es aber aufgrund der vier anschließenden Geschichten nicht weiter.
IV) Details
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Verlag: Ehapa-Verlag
Erscheinungsjahr: 1979
Damaliger Preis: 3,40 DM
Bezahlter Preis: ca. 0,50 Euro (Bei Ebay)
Seitenanzahl: 96
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Bewertung für Donald Duck - Band 070 / Walt Disney von
Lukulus
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sehr hilfreich
08.07.2008
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