Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Fast nie bergauf |
| Kontra: |
streckenweise eintönig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Im vergangenen Jahr bin ich mit meinem Busenfreund Frank in die Planung für eine Radtour gegangen. Seine Vorgabe: landschaftlich schön und nicht so anstrengend mit einigen Städten als Highlight. So, so, dachte ich, da kann doch nur der Rentnerradweg an der Donau mithalten! Und wir haben es gemacht:
Der Charakter des Radwegs
Die klassische Strecke folgt fast zur ganzen Zeit der Donau, ist also weitestgehend flach, man kann manchmal zwischen beiden Ufern wählen, jede hat dann ihre Reize und Vorteile. Der Weg ist sehr stark befahren (mit Radlern), er ist eben schön und bietet allerlei Interessantes neben der Radelei. Die "offizielle" Strecke versucht immer mehr, abseits vom Autoverkehr zu bleiben. Das haben die Planer in weiten Teilen auch gut gelöst, immer geht es aber nicht, vor allem nahe der grösseren Orte und Städte. Die Qualität wird übrigens ständig erhöht. Typische Radtouristen sind eher gesetztes, älteres Publikum, die geringe körperliche Belastung ist ideal für weniger Trainierte. Man radelt für die Fahrt Passau - Wien 5 Tage und aufwärts, es sind je nach Strecke über 300 km.
Die frühe Planung
Über den Rdaweg gibt es allerlei Infos im Internet zu inden, einfach mal bei Google den Suchbegriff "Donauradweg" eingeben. So findet man viele Seiten, die die Vorbereitung enorm erleichtern. Da sich diese Seiten immer wieder mal ändern, habe ich keine speziellen Tipps hier aufgeführt. Was man da auch findet, sind Angebote für geführte Radreisen. Wenn man einigermassen sportlich und dann auch noch ein ganz bisschen technisches Geschick hat (Platten flicken!), dann braucht man diese Führungen für die Strecke nicht unbedingt. Allerdings haben die Führer in der Regel den einen oder anderen Geheimtipp auf Lager, der in keinem Radweg steht.
Die beste Reisezeit
Bezüglich der Reisezeit sollte man wissen, dass der Donauradweg überaus beliebt ist. Darum schliesst sich die Hauptreisezeit und die Zeiten rund um Feiertage wie Himmelfahrt und Pfingsten eigentlich aus. Dann noch die Wochenenden: da sind viele Einheimische auf der Strecke, was auch nicht so viel Spass macht. Wenn man spontan fahren kann, dann empfehle ich die Zeit im Juni oder September. Meist ist es dann schon bzw. noch warm, aber nicht so überlaufen. Spontan wegen der Wetterfrage. Wenn mehrere Tiefdruckgebiete anrücken, dann verschiebt man eben um ein paar Tage. Den jungen Wein ("Sturm") gibt es im Herbst überall entlang der Strecke, aber vor allem dort, wo der Wein auch wächst.
Keine Qual: die Streckenwahl
Besonders schön sind die Abschnitte zwischen Passau und Aschach (nahe Linz) sowie der Nibelungengau, der Strudengau und natürlich die berühmte Wachau. Weniger reizvoll sind Abschnitte rund um Linz und donauabwärts ab Krems: hier wird die Landschaft eintönig, vor allem bei schlechtem Wetter empfehle ich dringend, diese Teilstücke mit der Bahn abzukürzen. Sportliche Radler sollten unbedingt mal den einen oder anderen Abstecher ins Mühlviertel oder Waldviertel machen, oder einfach die Strapazen auf sich nehmen und mal eine der Höhen über der Donau erklimmen. Eine wunderschöne Aussicht belohnt in fast jedem Fall. Sehr schön ist es ausserdem auf dem Jauerling zwischen Melk und Krems: es ist ein Höhenzug der direkt neben der Donau sich in den Himmel reckt und bis knapp 1000 Meter reicht, eine wunderschöne Aussicht und eine urwüchsige Landschaft entschädigen für die Mühe.
Schillernde Highlights
Neben anderen Perlen an der Strecke Passau, Linz, Melk, (evtl. Krems) und natürlich Wien sind die Highlights. Jede dieser Städte hat ein eigenes Profil. In Passau sollte man einen Tag für die schöne Altstadt und den berühmten Dom einplanen, ebenso viel für Linz. Melk ist bekannt für das Kloster. Hier reichen ein paar Stunden und diese vorzugsweise morgens. Später wird es dort immer voller, wenn die Reisebusse eintrudeln. Und Wien: dutzende Reiseführer sind bereits geschrieben worden, ein paar Tage können´s ruhig sein, wenn man diese Stadt kennenlernen will.
Erstmal hinkommen - die Anfahrt
Viele werden mit dem Auto anreisen. In Passau ist es aber nicht leicht mit den Parkplätzen, die Anwohner in den Bereichen, in denen auch Fremde parken dürfen, sind sichtbar genervt, zuweilen nicht nur unterschwellig aggressiv. Ein Tipp: Start statt in Passau etwas Innaufwärts in Schärding, das auch für einen Abstecher reizvoll ist. Parken geht dort auch gut, ist nicht überall erlaubt, aber man ist nicht so feindselig wie in Passau. Ausserdem kann man dann dort vor der Rückfahrt noch tanken, zur Zeit ist das in Österreich erheblich billiger als in Deutschland. Für Bahnreisende: der vorausgeschickte Transport geht immer schwieriger, denn der Bahnhof Passau hat keine Gepäckaufbewahrung mehr! Also besser das Rad mitnehmen. Für Fernreisende empfiehlt sich darum eine langfristige Reservierung, insbesondere für Nachtzüge.
Wenn Wien erreicht ist: die Rückfahrt
Ab Wien (ab Westbahnhof) fährt mehr als eine handvoll Züge zurück Richtung Passau, allerdings meistens mit Umsteigen in Linz oder Wels. Die Rückfahrt kann sich in die Länge ziehen, weil die Strecke ab Wels nicht schnell ausgebaut ist und die meisten Züge zudem regionale Bedeutung haben, was sie noch ein bisschen langsamer macht.
Die Schiffe auf der Donau
Früher war alles besser .. kann man auch an der Donau denken. Denn früher konnte man ziemlich oft zwischen Linz und Wien mit dem Schiff reisen und so weniger schöne Etappen abkürzen oder einfach mal einige faule Stunden einlegen. Das ist aber nun vorbei.
Regelmässig bedient werden folgende Strecken (von Frühjahr bis Herbst), im Hochsommer in der Regel täglich, manchmal auch mehrmals, in der Vor- und Nachsaison seltener:
+ Passau - Linz: oft
+ Linz - Melk: äusserst selten
+ Melk - Krems: oft
+ Krems - Wien: in der Regel nur am Wochenende
+ diverse Radlerfähren: täglich, nur tagsüber
+ andere Fähren: ebenso, in der Regel auch im Winter
Übernachten, Landkarten & Touristikinformationen
Viele Hotels und Gasthöfe, manchmal auch Privatpensionen und Bauernhöfe säumen die Strecke. Aber gerade in der Hochsaison gibt es immer wieder Probleme mit der Unterknuftssuche. Also entweder alles vorher buchen, dann aber nicht mehr flexibel sein, oder immer einen Tag vorher anrufen und buchen. Unterkunftsverzeichnisse kann man sich über´s Internet bei den einzelnen Gemeinden bestellen, ich habe es gemacht und erhielt bis auf einen Ort von allen detaillierte Verzeichnisse, nebst Unterkunftslisten kamen dann sogar noch Infos über die Region. Einen Reiseführer haben wir uns ebenso wie die Radlerkarte gespart. Eine gute und neue Generalkarte (1:200.000) tut es allemal! Nur für die Abstecher bräuchte man schon mal eine bessere Karte. Ein Standard unter Radlern scheint die "Freytag Berndt Radtourenkarten, Donauradweg, Passau-Wien-Bratislava" zu sein (6,80 €)
Resümee
Der Donauradweg ist wahrlich bequem und schön, einige Abschnitte kann man auslassen, für die Sehenwürdigkeiten lässt man sich besser mehr Zeit, es gibt viel zu entdecken. Den Hochsommer meidet man. Ich würde ihn abschnittsweise wieder fahren. Empfehlen kann ich ihn auf jeden Fall, nur die Einsamkeit sucht man hier vergeblich. Tipp: die Einreise nach Wien macht man besser mit der Regionalbahn. In Krems, Tulln oder Greifenstein steigt man zu, man kommt im Norden der Stadt an (Franz-Josefs-Bhf).
| weitere Erfahrungsberichte |
Auf Schusters Rappen ....
Bewertung für Donau-Radweg Passau- Wien von
mamalu
Pro: sehr gut befahrbare Radwege, gut ausgeschildert
Kontra: Brücken für die Flußüberquerung sollten mehr radfahrerfreundlich ausgebaut sein
So, eine Woche Familienurlaub steht vor der Tür.
Sportlich aktiv soll es auch noch sein, und das mit unseren beiden Kindern ( 3 und 6 Jahre).
Da haben wir uns nach einiger Überlegungen für den Donauradweg entschieden. In unserem Fall ging es los ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
04.07.2001
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