Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spass, Genuss, Entspannung, Wissenswert |
| Kontra: |
nix |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Hallo zusammen!
Heute möchte ich über mein neues Hobby schreiben. Wie ich in anderen Berichten schon erwähnt hatte, bin ich Dauercamperin auf einem schönen ruhigen Campingplatz an der Ostküste der Ostsee knapp 2 km oberhalb von Dahme (für die „Insider“) oder besser gesagt, zwischen Grömitz und Heiligenhafen. Was macht man so an der Ostsee…??? Neben Angeln, Baden, Volleyball spielen, Lagerfeuer machen (darf man aber nicht…)….na??
== Donnerkeile suchen…. ==
Wie bin ich dazu gekommen???
Unsere Campingnachbarin hat meinen Kindern ein großes Gurkenglas voller Donnerkeile geschenkt. Ich, die bis dato verzweifelt am Strand nach Bernsteinen gesucht hatte und nie welche gefunden hatte, sah nun, wie diese Donnerkeile überhaupt aussahen. Davor hatte ich mal was davon gehört, aber nie gesehen und konnte mir somit nichts darunter vorstellen. Na gut, wenn schon keine Bernsteine, dann suche ich nach Donnerkeilen. Mein Sammelfieber wurde geweckt. Nun gehörte im Urlaub mein 2 bis 3-stündiger Strandspaziergang zu meinem Tagesrepertoire. Nach 3 Wochen Urlaub und jetzt einigen Wochenenden Ostsee habe ich von den kleineren gelben Donnerkeilen schon ein halbes Marmeladenglas voll gefunden, bei den größeren schwarz bis weißen Donnerkeilen ist der Boden eines Erdbeerkorbes bedeckt. Ich muß allerdings sagen, ich bin kein Frühaufsteher und ging erst spazieren, wenn schon etliche Leute unterwegs waren. Ich habe dann sozusagen die „Reste“ gefunden, die übersehen wurden. Auf den Fotos habe ich die schönsten abgebildet, ein Fossilienkopf ist auch mit dabei.
Wo findet man diese Donnerkeile?
Am Strand der Ostsee und Nordsee kann man sie finden. Wie es an anderen Stränden aussieht, weiß ich leider nicht.
Was sind Belemniten oder Donnerkeile eigentlich?
Nun sammle ich diese Dinger und weiß nichts drüber. Das geht ja nun gar nicht. Wozu gibt es Internet….Bei Google habe ich „Donnerkeile“ eingegeben und „Bilder angeklickt. Somit wusste ich dass es unterschiedliche Arten von Donnerkeilen gibt. Einmal die gelben und dann noch schwarze. Und dazu auf den Seiten las ich Wissenswertes über Donnerkeile. Die Wikipedia ist natürlich DIE ADRESSE, wenn man etwas Neues lernen möchte, oder Wissenswertes nachlesen will. Dies ist auch eine Quelle für meine anschließende Erklärung.
Donnerkeile sind versteinerte Belemniten, sie gehören zur wichtigsten Gruppe fossiler Kopffüssler. Diese lebten vom Unterkarbon bis zum Ende der Kreidezeit ( d. h. von 358 bis 65 Millionen Jahren).
Die Belemniten ähnelten im Aussehen den heutigen Kalamaren, hatten 10 Fangarme und einen Tintenbeutel, besaßen jedoch keine Saugnäpfe an den Fangarmen, sondern Haken. Die „Belemnitentiere“ der verschiedenen Formen glichen einander wahrscheinlich weitgehend. Belemniten lebten wahrscheinlich in Schwärmen im Küstenbereich der Meere nahe unter der Wasseroberfläche. Das Innenskelett der Belemnitentiere besteht aus Proostrakum, Phragmokon und Rostrum. Das Proostrakum ist entwicklungsgeschichtlich gesehen der Rest der Wohnkammer. Der Phragmokon (auch das Phragmokon) ist der gekammerte, gasgefüllte Auftriebskörper, wie man ihn auch bei den ursprünglicheren, außenschaligen Kopffüßern kennt. Die Kammerscheidewände (Septen) stehen meist senkrecht zur Längsachse des Phragmokons, können aber auch in kleineren Gruppen deutlich schräg zur Längsachse stehen. Das Rostrum eine kegelförmige, kalkige Spitze umhüllt den hinteren Teil des Phragmokons. Es diente als Gegengewicht zum Auftriebskörper, um eine waagrechte Schwimmhaltung des Belemnitentiers zu ermöglichen. Da das Rostrum der härteste Teil der Belemniten war, ist es oft das Einzige, was als Fossil erhalten blieb; vollständige Funde, bei denen auch die Weichteile konserviert wurden, sind bis heute selten. Lange Zeit war deshalb unklar, zu welchem Tier diese Fossilien gehörten. Anhand von Größe und Form der Rostren kann die Belemniten-Art bestimmt werden. Wachstumsschichten, ähnlich den Jahresringen der Bäume, zeigen, dass Belemniten etwa 4 Jahre alt wurden.
Woher kommt eigentlich der Name „Donnerkeil“?
Die längliche Form gab den Belemniten-Fossilien ihren Namen (griechisch: Blitz oder Geschoss), ebenso wie die deutschen Bezeichnungen „Donnerkeil“ oder „Teufelsfinger“. Donnerkeile galten schon seit langer Zeit in verschiedenen Kulturen als Heilmittel gegen eine Vielzahl von Krankheiten, besonders gegen Hexenschuss, und wurden als Amulett am Körper getragen oder zermahlen als Medizin verwendet.
Fazit:
Ich kann nur sagen, durchweg POSITIVes Fazit. Diese Strandspaziergänge möchte ich nicht mehr missen. Ich laufe und laufe am Strand, genieße das Meeresrauschen und meine Augen kleben am Boden und „scannen“ den Boden ab. Neben den Donnerkeilen finde ich auch noch gewisse „Hühnergötter“, Das sind Lochsteine und andere wohlgeformte Steine. Nach jedem Spaziergang kehre ich mit meinen „Schätzen“ zurück und präsentiere sie meinen Kindern. Ein bisschen habe ich sie auch angesteckt und wir gehen auch mal zu zwei oder zu dritt. Nur mein Mann kann sich dafür nun gar nicht begeistern, wir sind ihm dann zu langsam beim Gehen. Aber ich hingegen vergesse teilweise die Zeit. Nach dem Strandgang komme ich gut durchgelüftet, entspannt und ausgeglichen zurück. Nach stressigen Wochenmitten ist das ein gesunder Ausgleich, den ich gern weiterempfehle.
Danke schon mal fürs lesen, bewerten und kommentieren.
Liebe Grüße Annette
PS.: Im Moment vermisse ich meine Fotos....scheint wohl mal wieder nicht zu funktionieren.