Dortmunder Union (Export)

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Londonfootball trinkt Dortmunder

4  01.04.2012

Pro:
Optik gut, Geschmack gut, Preis gut

Kontra:
Export muss man halt mögen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Geschmack:

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Londonfootball

Über sich: 57 - and counting.

Mitglied seit:08.09.2002

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Vertrauende:50

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 130 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mit den Bierchen ist es ja so eine Sache. Wie so oft im Leben heißt „billig ist nix“, aber manchmal macht man einen Schnapper und fragt sich dann, warum man große Klasse für günstiges Geld erhalten hat. Geschmäcker sind aber nun mal verschieden und gerade beim Bier merkt man dies extrem, da man nicht nur zwischen verschiedenen Exportsorten wählen kann, doch wer nur Altbier mag, wird natürlich mit JEDEM Export falsch liegen – wahrscheinlich. Ich spucke jedoch selten mal in ein Bierglas, ob Kölsch oder Export – jeder hat eine Chance verdient, manchmal auch eine zweite.


ANREIZ ZUM KAUF
Warum kauft man Bier ? Oftmals deswegen, weil es a) warm ist und man sich mit einem leicht-alkoholischen Getränk erfrischen möchte oder weil b) etwas ansteht. Bei mir steht immer wieder mal ein Fußballspielchen zum Gucken an und somit ein Bierchen auf den Tisch. Und warum dann Export ? Weil Export zwar eine bittere Note hat wie das oftmals beliebte Pils, aber dennoch meist eine gewisse malzige Note aufweist. Und warum Dortmunder Union ? Weil ich gerne mal was anderes trinke als nur „Carlsberg Elephant“, also nicht nur Stadien, sondern auch Bierchen teste und mir zudem das Dortmunder „U“ auf der Flasche gefällt – simpel, oder ? Und selbst als eingefleischter Schalker darf man mal ein Bierchen der „anderen“ trinken – kein Problem.


DAS GRUNDLEGENDE
Das Union Export kommt in der 0,5er Flasche eines Zwanzigerkastens daher. Aktuell bekommt man diesen Kasten bei trinkgut für knapp 6,99 EUR (also praktisch ein Budgetbier), was bedeutet, dass mich die Flasche knapp 0,35 EUR kostet. Gebraut wird das Export in der Dortmunder Union-Ritter Brauerei, verfügt über 5,3 % vol. Alkohol und enthält (wie jedes in Deutschland gebraute Bier) nur Hefe, Hopfen und Wasser.


DER TEST
Wie ich vormals schrieb, sollte meiner Meinung nach ein Bier so aussehen, wie flüssige Sonne mit Kohlensäure versetzt. Und so kommt das Union daher. Relativ hell, vielleicht etwas zu hell, aber dennoch golden. Die Schaumentwicklung ist hierbei vollkommen in Ordnung, nicht zu übermäßig, dennoch ordentlich und gibt mit der schönen Farbe ein gutes Bild ab. In etwa das, was man als guten Durchschnitt oder „Bier nach Wunsch“ betiteln könnte. Der Geruch, der miteinhergeht, stellt sich als nichts Besonderes dar, somit kein „Ztronenfeuerwerk“ a la „Carlsberg“, auch nichts süßliches wie ein Weizen, nein, wir erwarten ein ehrliches, malzig-herbes Bier und wir bekommen in puncto Optik und Geruch genau dies.

Somit habe ich im Grunde schon fast vorweggenommen, was wir auch im Geschmack erwarten. Wir wollen bei einem Export eine bittere Note haben, jedoch eine Note, die uns auch eine gewisse Malzigkeit schenkt und mit Kohlensäure nicht geizt, somit also etwas „prickelt“, jedoch im Mund nicht überschäumt wie ein handelsüblicher Sekt. Erstaunlicherweise trifft das Union Export auch hier wieder das, was ich mir so alles gewünscht hatte. Etwas bitter, etwas malzig, sicherlich nichts für jeden Geschmack, aber dies verbunden mit einer schönen Süffigkeit macht das Ganze doch zu einem recht gefährlichen Bier. Nicht, dass es zu leicht schmecken würde, aber da es doch recht lecker und „leicht trinkbar“ ist, besteht die Gefahr, dass man bei den angezeigten 5,3 % schnell mal zu einem zweiten greifen könnte, vielleicht auch zu einem dritten – was man dann doch recht bald merkt.


DIE ENTSCHEIDUNG
Wenn man durch den Test durchhechelt und immer wieder nur nickt, ohne große Kritikpunkte anbringen zu können, ist alles in Ordnung oder man selbst vollkommen ahnungslos. Doch als alter Biertester schließe ich das bei mir aus. Es gibt wirklich wenige Bierchen, die mit solch einem lockeren Preis daherkommen und dennoch ein solch gutes Ergebnis abliefern. Ein ehrliches Ergebnis. Ein Ergebnis, das die Brauerei sicherlich so erreichen möchte. Kein Schicki-Micki a la „Erdinger Royal“, nein, hier soll ein gutes „Arbeiterbier“ geliefert werden, das grundsolide ist, gut schmeckt, keine brutalen Überraschungen liefert und dennoch auf Grund von Preis und Geschmack überzeugt. Ein Preis, der zwischen 7,- EUR und 9,- EUR pro Kasten liegt, was etwas mehr als Oettinger bedeutet (Oettinger ist jedoch üblicherweise untrinkbar), aber geschmacklich mit einem Pilsner Urquell (Lagerbier, knapp 13,- EUR pro Kasten) konkurrieren kann. Bei solch einem Preis / Leistungsverhältnis gibt es keine Probleme, wenn man bedenkt, dass vielleicht Premiummarken fast das Doppelte kosten, aber nur halb so gut (also schlecht) schmecken.

Ohnehin sollte man sich mal die Frage stellen, nach welchen Kriterien Bierpreise festgelegt werden. Dass Oettinger z.B. nur 5,- EUR kostet, das ist in Ordnung, wenn nur „normaler“ Hopfen verwendet wird. Aber warum ein Kasten Veltins für 12,- EUR über die Ladentheke geht, dies ist ein Mysterium, schließlich sind die verwendeten Rohstoffe eben die gleichen wie im Union (Siegel Pils oder auch Export). Doch für uns Käufer ist dies vielleicht das große Glück. Die Union-Brauerei leistet es sich eben nicht, für zig Millionen das Williams-F1-Team zu sponsern wie Veltins. Oder wie die Kollegen von Bitburger, die nicht nur schlechtes, sondern auch teures Bier brauen, aber x Millionen für den DFB rauswerfen.

Was ich damit andeuten möchte: Union Export ist fast ein Billigbier. Nicht so eins wie „Felskrone“ oder „Grafenwalder“, aber eins in dem Segment „Gutsherren“ oder „Wicküler“ zu finden. Und geschmacklich vernichtet es diese Konkurrenten problemlos. Natürlich kann man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, aber im Bereich Export / Pils ist dies eines der besten Biere, das ich kenne. Und geschmacklich mindestens so gut wie die Premiumkonkurrenz – dabei aber für knapp die Hälfte des Preises zu erwerben, was „pound for pound“ natürlich eine Aussage ist.


DIE EMPFEHLUNG
Ich denke, dass bei den üblichen Export / Pils / Lagersorten das Union Export eins meiner liebsten ist. „DAB Export“ geht in die ähnliche Richtung, ist aber etwas herber, wie ich finde. Und Exoten wie „Stuttgarter Hofbräu Export“ mögen zwar besser schmecken, sind jedoch auch teurer und nur regional (wenn nicht sogar lokal) zu erwerben. Somit ist das Union ein sehr gutes Export, ein sehr gutes Bier. Günstig im Preis, gut im Geschmack. Keine Rakete, keine Katastrophe. Ich spreche somit eine Empfehlung aus und vergebe vier Sterne.

Fünf Sterne werden es leider nicht, da ich meine, dies dem Lieblingsbier vorbehalten sein sollte, was aktuell und schon lange Zeit „Carlsberg“ ist (leider Premium und teuer), doch nicht viele andere Biere erreichen diese vier Sterne-Wertung. Oftmals sind es vor allem lokale und regionale, die auch noch günstig sind und die deutschlandweit verkaufte Massenware locker schlagen.


WICHTIG NATÜRLICH:
„Don´t drink an drive“
„Bier bewusst genießen“

So etwas sollte aber selbstverständlich sein.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Blagger

Blagger

03.05.2012 23:08

Der wahre Konnösseur [sic!] zieht vermutlich dem Pils eh ein feines Export vöör. Oder so. This one seems worth trying.

RoneryWulf

RoneryWulf

05.04.2012 10:49

"Don't drink and drive"? Ich dacht erst durchs Trinken kriegt man den richtigen "Drive" hehe

vredina

vredina

04.04.2012 12:03

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