Dota 2014 im Schocken Stuttgart, Stuttgart

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Dota 2014 im Schocken Stuttgart, Stuttgart

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Erfahrungsbericht über "Dota 2014 im Schocken Stuttgart, Stuttgart"

veröffentlicht 20.05.2014 | RIESENFUSS
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Über sich :
Ich bastele gerade an der Präsenz: riesenfuss-spiele.de Besuche und Anregungen sind willkommen. Mein erster Diamant 2015. Dank an meine treuen Leser und Bewerter! Ciao Thorsten
Ausgezeichnet
Pro Dota und die Stadpiraten und das Schocken
Kontra Jane war nicht dabei
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Wo soll ich dich suchen?"

Eigentlich misslungen, aber irgendwie mag ich das Bild

Eigentlich misslungen, aber irgendwie mag ich das Bild

Moin Zusammen,
heute betreten ich mal wieder Neuland oder um esmit Dotas Worte zu sagen "NICHT"-erschlossenes Land. Dies wird meine erste Konzert Rezension. Warum? Naja, ich fand es bis dato immer schwierig nach dem Konzert die Titel, die ich gehört habe wieder zugeben, da gerade wenn es sich um das neue Album eines Künstlers handelt, kennt man die Lieder oft noch nicht. Ja, ich weiß, ich bin da vielleicht etwas zu detailverliebt Wie ich es bei diesem Konzert trotzdem hin bekommen habe, lest ihr im Bericht. Aber der Reihe nach …. Wie von mir gewohnt habe ich ein wenig mehr recherchiert, so dass ihr auch noch ein paar Hintergrundinfos und nicht einen reinen Konzerteindruck bekommt.

0. Inhaltsverzeichnis

1. Wie und wann wurde ich auch Dota aufmerksam?
2. Kurze Vorstellung von Dota und ihrer Band
3. Webseite und Diskografie
4. Meine Eindrücke von der Location, dem Schocken
5. Chronologie des Konzerts und Infos zu den Liedern, die ich besser kenne
6. E-Mail Korrespondenz mit Jan 2013 und Dota nach dem Konzert 2014
7. Kleinkunstpreis 2011
8. Meine Erfahrungen
9. Fazit

1. Wie und wann wurde ich auch Dota aufmerksam?

Wie so oft im Leben war es Zufall. Aber lest selbst.

Wie schreiben das 2007. Ich bin von meiner Ex-Frau getrennt, auch wenn wir noch in einem Haus wohnen, aber dort bereits getrennt. Meine Stimmung ist nicht gerade berauschend. Meine Spielefreundin Ute fragt mich, ob wir nicht zusammen zu Dota gehen wollen. Sie hat die folgende Anzeige in der Kasseler Zeitung gesehen:

(Quelle: http://kassel-zeitung.de/cms1/index.php?/archives/2509-Die-Kleingeldprinzessin.html)

Freitag 27.04 21:00 Uhr
Konzert auf Deck 1
Dock4
Untere Karlsstraße 4
34117 Kassel

Die Kleingeldprinzessin, Dota Kehr (27 J.), aus Berlin schreibt und singt Lieder über die großen, kleinen und verstrickten Gefühle und Situationen des Alltags, voll von Wortwitz und Binnenreimen und immer noch mit einem Stückchen der Selbstverständlichkeit von Straßenmusik.

Mit ihrem jazzigen Stil hat sich die Berlinerin überall auf der Welt immer wieder ein paar Groschen, Cents oder wie auch immer das Klimpergeld heißen mag, ersungen – und eine ganze Menge an Erfahrung gratis dazu bekommen. Wohl deshalb klingen ihre deutschen Texte mehr nach Bossa Nova und Zigeunerswing als nach Liedermacherei. 2001 begann Dota ihre eigenen Texte zu schreiben, sammelte mit Funk- und Jazzbands Bühnenerfahrung im In- und Ausland und brachte 2003 ihre erste CD Kleingeldprinzessin raus.

(Quellenende)

Ich denke mir, naja warum nicht. Klingt nicht schlecht. Vielleicht heitert es mich ja etwas auf. Selten, aber manchmal trifft genau meine Stimmung ich muss bei dem Lied fast weinen. Ihr Wortakrobatik zieht mich aber auch damals bereits in den Bann, so dass ich mir Taschentöne Live und Immer nur Rosinen am Merchandising-Stand zulege. So, dass soll für 2007 reichen.

2. Kurze Vorstellung von Dota und ihrer Band den Stadtpiraten


Dota Kerr (Gesang und Gitarre) (geb. 1980)

(Quelle: www.kleingeldprinzessin.de)

Dota Kehr ist aus Berlin und auch bekannt als „Die Kleingeldprinzessin“. Diesen Namen hat sie sich von ihren Weltreisen mitgebracht, auf denen sie als Straßenmusikerin durch die Lande zog.
Ihre Lieder klingen nach Bossa Nova und Taschen-Swing, nach Reggae und Surfrock, ihre Texte erzählen voll Wortwitz und Leichtigkeit von gesellschaftlichen Zuständen im Glashaus und der Liebe als Bonbon – süß
und in Auflösung begriffen. So erobert sie das Publikum in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Mal allein, mal begleitet von ihrer Band - den Stadtpiraten - erspielt sie sich ein immer größer werdendes Publikum.
Ihre erste CD erscheint im Jahr 2003 - alles in Eigenregie und auf ihrem eigenen Label „Kleingeldprinzessin Records“. Der Erfolg bleibt nicht aus, Auftritte bei Radio und Fernsehen folgen. 2011 erhält sie den deutschen
Kleinkunstpreis.
Auch außerhalb Deutschlands wird man auf Dota Kehr aufmerksam. 2003 nimmt sie ein Album in Brasilien mit Danilo Guilherme und anderen brasilianischen Musikern auf. 2006 lädt sie das Goethe-Institut nach
Russland, 2009 nach Neuseeland und 2010 nach Zentralasien ein. 2007 folgt eine weitere CD Produktion in São Paulo und die Kleingeldprinzessin tourt durch Brasilien, wo auf dem Label des brasilianischen Musikers Chico César eine Compilation erscheint.

Janis Görlich (Drums)

(Quelle: http://janisgorlich.de)

Janis Görlich ist:

1. Ein Schlagzeuger, Komponist & Bandleader aus Berlin.
2. Ein Liebhaber großer Städte, alter Grooves, Hausmannskost & der ostfriesischen Nordseeküste.

Janis hat Jazz in Berlin, New York & São Paolo studiert. Neben der Arbeit mit seiner kleinen, feinen Band BUMMELZUG EXPLOSION und an seinem neuen, noch geheimen, Trio ist er als Schlagzeuger einiger ausgesuchter Bands unterschiedlicher stilistischer Ausrichtung zu hören.
Zur Zeit trommelt Janis bei Liedermacherin DOTA KEHR (Gewinnerin des Deutschen Kleinkunstpreises 2011), in Benjamin Hiesinger‘s interdisziplinären Sextett SKYKPTN`s 28, in Moritz Sembritzki‘s large ensemble “Moritz & das Große Alte Problem”, sowie in der 60‘s Garageband THE MAGNIFICENT BROTHERHOOD.

Jonas Hauer (Synthesizer und Akkordeon

(Quelle:http://www.jonas-hauer.de)

Jonas Hauer wurde 1978 in Berlin geboren und ist seit seinem 2. Lebensjahr blind. Mit 7 Jahren erhielt er ersten Klavierunterricht. Über Boogie-Woogie, Blues und Ragtime fand er mit fünfzehn Jahren zum Jazz. 1998 begann er ein ("klassisches") Klavierstudium - erst an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar, später wechselte er an die Universität der Künste (UdK) in Berlin. 2005 legte er dort sein Diplom ab.
Bereits während des Studiums arbeitete er mit Ensembles und Bands aus den unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen. Später wirkte er als Multiinstrumentalist auch bei diversen CD- und Filmproduktionen mit. In den letzten Jahren trat er vermehrt als klassischer Solopianist und Akkordionist bei zahlreichen Veranstaltungen auf.

Jan Rohrbach (Bass und andere Instrumente)

Tja, über Jan habe ich keine eine Webseite gefunden sondern nur die von der Band in der er zusammen mit Janis spielt.

(Quelle: www.MagHood.com )

Ist es Psych?
Ist es Garage? Ist es Rock?...

...NEIN! Es sind THE MAGNIFICENT BROTHERHOOD

aus Berlin; heißester Live-Act der Stadt und Helden der nicht-elektronischen Tanz-Party!
"Ok, aber zu psychedelischer Musik kann man doch gar nicht tanzen" ...Wer hat das gesagt?
Die vier Brüder beweisen mit Leichtigkeit das Gegenteil!
Mit unzähligen Konzerten in ganz Europa und ihren 3 Alben haben sie schon tausende zum Platzen gebracht.
Fuzz-Gitarre, Farfisa-Orgel, tanzbare, eingängige, einzigartige Kompositionen, sowie eine große Portion Freak-Out bestimmen ihren Sound. Seit 10 Jahren am Start haben sie schon mit Ikonen des Genres wie Sky Saxon (The Seeds), Rudi Protrudi (Fuzztones), dem Krautrocker Damo Suzuki (Can) und vielen anderen zusammen gearbeitet.

The Magnificent Brotherhood sind:
Kiryk - guitar & vocals
Erik - organ & vocals
Rohrbach - bass
Janis Görlich – drums

3. Webseite und Diskografie

Auf der Webseite www.kleingeldprinzessin.de findet man viele Info über Dota und ihre Band, die Stadtpiraten, die wie man in der Bandvorstellung gesehen hat, nebenbei noch eigene Projekte haben.
Einige Bilder und Videos sowie 5 Songs zum sofort anhören findet man dort ebenfalls. Und last but not least den Link zum Online-Shop. Die CD's und LP's dort haben moderate Preise.

Mir gefällt die Seite in ihrem neuen Design gut. 15 „Kacheln“ von den 14 noch mit weiteren Infos hinterlegt sind.
Diskografie

„Die Kleingeldprinzessin“ (Berlin, 2003)
„Mittelinselurlaub – Perto da Estrada“ (Fortaleza, 2003)
„Taschentöne live“ (Berlin, 2004)
„Blech und Plastik“ (Berlin, 2005)
„Immer nur Rosinen“ (Berlin, 2006)
„In anderen Räumen“ (Berlin, 2008)
„Schall und Schatten – som e sombra“ (São Paulo, 2009)
„Bis auf den Grund“ (Berlin 2010)
„Dota solo live“ (Berlin 2011)
„Das große Leuchten“ (Berlin 2011)
„Wo soll ich suchen“ (Berlin 2013)

Mittlerweile besitzen wir 5 der Alben: Hinzugekommen sind noch Bis auf den Grund, Dota solo live und Wo soll ich suchen? Blech und Plastik habe ich mir heute über www.tauschticket.de besorgt.

4. Meine Eindrücke von der Location, dem Schocken

Hier halte ich mich kurz, wer mehr erfahren will findet Infos unter: http://www.club-schocken.de .
Obwohl ich schon seit 2009 regelmäßig in Stuttgart bin und seit 2010 hier wohne, war das Konzert auch mein erster Besuch im Schocken. Es ist ein relativ kleiner Club auf 2 Ebenen. Unten die Bar, die Bühne mit Frei- bzw. Tanzfläche davor. Oben die Garderobe und noch einige Plätze von oben kann man gut auf die Bühne blicken und hat somit auch Sitzplätze mit Bühnenblick. Die 3. Ebene, die Treppen nach unten habe ich nicht getestet, aber ich vermute mal, dass man da das Bier hinbringen. Vermutlich ist dort auch ein Lager und ggf. ein Raum, wo die Künstler sich umziehen können, da bin ich mir aber nicht sicher, aber vorhanden sein sollte so ein Raum.

5. Chronologie des Konzerts und Infos zu den Liedern, die ich besser kenne

Dieser Teil ist das Herzstück meines Berichts, aber dennoch will ich nicht zu weit ausholen, da der Bericht auch jetzt schon ca. 1500 Wörter hat. Also denn man tau, wie man in meiner Heimat im Norden zu sagen pflegt.

Die Tickets habe ich bei Reservix.de am 27.2.14 um 11:15 online bestellt. Pro Karte habe ich 14,20 € und für den Versand 3,90 € bezahlt. Somit habe ich insgesamt 32,30 € bezahlt. Klasse Preis wie ich finde. An der Abendkasse hätte das Ticket 18 € bzw. ermäßigt für Schüler und Studenten 15 € gekostet.

Jane und ich haben uns schon Tage vorher auf das Konzert gefreut, doch am 10.5. sagte Jane dann abends. „Schatz, du musst allein gehen!“ Der gekachelte Raum verlangte an diesem Tag des öfteren nach ihr. Na toll, allein wollte ich eigentlich nicht gehen, aber die Karten komplett verfallen zu lassen wäre ja auch ärgerlich gewesen. Da dachte ich mir, wenn ich schon allein gehen muss, dass nehme ich auch Utensilien mit, um im Anschluss einen guten Konzertbericht zu schreiben. Ich dies gelingt mir auch.
Eingepackt habe ich dazu die Kamera, einen Block und einen Stift.

Einlass was ab 19:30 Uhr, das Konzert sollte um 20:30 Uhr starten. Ich war so gegen 19:50 Uhr da, denn ich musste jetzt ja versuchen, ob ich die zweite Karte nicht noch loswerden kann. Die ersten, die ich fragte waren auch schon im Vorverkauf aktiv gewesen und ein paar habe ich auch verpasst, die danach an der Abendkasse gekauft haben. Bei einem jungen Pärchen hatte ich Glück. Da ich zu dem Zeitpunkt den Genauen Preis nicht wusste, nur mitbekommen hatte, dass es auch Rabatt gibt, dachte ich mir, sag mal 12 €. So hatte der Käufer etwas davon und ich auch. Die 12 € habe ich dann später in die Dota Solo live investiert. Somit habe ich Dota keinen finanziellen Schaden zugefügt. ;-) Muss also kein schlechtes Gewissen haben.

Das Konzert fing übrigens erst so gegen 20:50 Uhr an.

Von welchem Album das Stück ist steht in Klammern.

1. Licht (3:53) (Wo soll ich suchen?)

Es ist ein sehr ruhiges, melodisches Stück, welches nur aus 2 Strophen besteht und von Licht erzählt das auf einen Tümpel fällt und sich schließlich in der Tiefe verliert.

2. Stadt am Meer (4:52) (Wo soll ich suchen?)

Ein sehr rhythmisches Stück. Es handelt von einer Stadt, die verlassen wird. Vom Bild her fühlt man sich an Fukushima erinnert. Der Text würde ebenfalls passen, auch wenn es nur mit dem Text nicht so deutlich ist. Dieses Stück hat 6 Strophen.

3. Sommer (3:42) (Wo soll ich suchen?)

Statt mit ihrer Akustik-Gitarre spielt sie in diesem Lied mit Jazzica, einer E-Gitarre von Jan.
Bevor er losgehen kann muss Dota erst die Gitarre stimmen. So ist Dota spontan und authentisch.
Das Lied erstreckt sich über 3 Strophen und schildert ein Pärchen, dass sich im Sommer von der Sonne verwöhnen lässt, in Berlin, könnte am Wannsee sein.

4. Warten auf Wind (4:32) (Wo soll ich suchen?)

Ich würde sagen es sind 7 Strophen,aber ich bin mir da nicht so sicher. Das Warten auf Wind wird mit dem Lied in verschiedene Situationen projiziert.
Matrosen, die auf Wind warten, eine Frau die überlegt sich von ihrem gewalttätigen Mann zu trennen, ein Papierdrache, der auf Wind wartet. Die musikalische Begleitung bringt diese wartende Situation gut rüber.

5. Rauschen (3:38) (Wo soll ich suchen?)

Bei diesem Lied muss ich ehrlich gestehen, weiß ich nicht, genau, was Dota uns damit sagen will. In Verbindung mit Warten auf Wind ließe es sich so interpretieren, dass die Frau ihren gewalttätigen Mann gefesselt und somit gezähmt, also sich gewehrt hat, aber vielleicht interpretiere ich da auch völlig falsch.

6. Die Diebe

Von welchem Album es ist kann ich nicht sagen. Ich hatte mir notiert: Hinter allen Fenstern … Dota hat den Titel auf Die Diebe korrigiert.

7. Wo soll ich suchen? (4:44) (Wo soll ich suchen?)

Der Titel ist hier Programm es geht um eine Suche zwischen den Zeilen klingt es nach einer Phase zwischen zwei Beziehungen. Allein, aber irgendwie doch wieder auf der Suche nach einem neuen Partner, damit arrangiert allein zu sein, aber nicht glücklich damit. Tja, wer kennt diese Suche nicht.

8. Risse (2:32) (Wo soll ich suchen? Aber nur auf der Version mit 4 Bonus-Tracks)

Dieses Stück hat Dota nur mit Unterstützung von Jan gespielt.
Die Risse, die hier gemeint sind, sind die in einer Beziehung. Das Lied entbehrt nicht einer gewissen Melancholie und es bleibt offen, ob das Paar sich trennt oder die Risse sich kitten ließen. Aber das alte Glück sind nur verschwommene Bilder.


9. (Dota Allein) Geld verdirbt den Charakter

Hier muss ich auch schuldig bleiben, von welchem Album es ist. Es handelt davon, dass die Protagonistin in diesem Lied viel arbeitet, aber nichts dafür bekommt. Die Titelzeile ist dann der Refrain.

10. (Dota Allein) Bald fang' ich wieder an zu kiffen

Ob diesem Lied etwas autobiografisches inne wohnt kann ich nicht genau sagen, aber es handelt davon, dass die Mutter nach der Babypause und dem Kinderwagen schieben, auch mal wieder kiffen will und sich schon tierisch darauf freut ….

11. Im Tausch (4:43) (Wo soll ich suchen?)

Hier bin ich mir auch nicht sicher, ob es um eine Beziehung geht, aber es könnte auch die Beziehung zwischen Mutter und Kind sein, dem man alles gibt, ohne etwas dafür zurück zu verlangen und somit nichts im Tausch erhält.

Bei diesem Lied habe ich so ganz nebenbei ein knutschendes Pärchen beobachtet, was denke gut beschreibt, welche Stimmung das Lied erzeugt. Ich war in dem Moment etwas neidisch, da ich ja leider allein da war.

12. (ohne Dota) Mit Schreibmaschine

Diese Lied hat Dota als mit Schreibmaschine angesagt, so fängt es auch an und ist instrumental. Dota geht derweil ins Publikum um zu tanzen. Mich hat es an die Luftschreibmaschine von Jerry Lewis aus dem Film Der Ladenhüter erinnert. Dank Internet ist so etwas ja schnell recherchiert. Hier der Link zum Video mit Jerry Lewis, das mir in den Sinn kam.
https://www.youtube.com/watch?v=yzetoLrODtM&list=RDyzetoLrODtM#t=5

Im Anschluss an das Lied folgte die Bandvorstellung.

13. Das Wesen der Glut (3:28) (Wo soll ich suchen?)

Auch ein sehr rhythmisches Stück. Hier geht es zum einen direkt um die Glut des Feuers, die sich aufs neue entfachen kann, aber zwischen den Zeilen habe ich da auch die Glut die in den Menschen schwelt, nicht nur in dem im Lied benannten Brandstiftern.

14. Mantel

Hier kann ich auch nicht zu schreiben. Ich hatte mir notiert: Dass dich bloß keiner hört ...

15. Zwei Falter (1:45) (Wo soll ich suchen?)

Das Lied passt irgendwie nach Paris von der Musik her, finde ich. Es geht um zwei weiße Falter, die sehr schön waren bzw. die Situation sie zu beobachten.

16. Inflationär (3:48) (Bis auf den Grund)

2. In diesem Lied geht es um eine „vergangene“ Beziehung. Im Refrain heißt es. Du bist in meinem Kopf inflationär, bist in meinen Träumen inflationär. Mit anderen Worten ich kann dich einfach nicht vergessen. Die Stimmung kommt im dem der Lied gut rüber. Man kann es gut nachvollziehen, das es nervt, dass die Person nicht aus dem Kopf verschwinden will.

17. Rennrad

Hier geht es um einen tollen Typen mit einem Rennrad der von der Frau/dem Mädchen, das ihn anhimmelt gar nichts mitbekommt und somit für die unnahbar bleibt.

18. (Mit Jazzica) Konfetti (3:37)

Ein Mitmach-Stimmungslied, bei dem Dota eine Konfetti-Tüte im Publikum hat rumgehen lassen und immer wenn sie Konfetti sang, dann auch Konfetti geschmissen wurde. Klasse Idee und die Stimmung kam auch auf.

19. Utopie (3:51) (Bis auf den Grund)

Hier zitiere ich auch mal aus dem Lied. Die Welt ist was Gemachtes und du kriegst deine tägliche Kopie. …. und der Rest ist Utopie. Wortgewandt
werden in diesem Lied viele Aspekte unserer Gesellschaft dargestellt. So wird z.B. ein trommelnder Hase angesprochen. Wer kennt den nicht aus der Duracell-Werbung. Was Dota singt ist nachvollziehbar ein weiteres sehr schönes Beispiel ist: Ich erkläre meine Steuer, doch sie erklärt sich mir nicht.
Laut ihrem eigenen Intro hat sie das Lied um die Phrase „Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.“ getextet.


An dieser Stelle kam das erste Ende des Konzerts ...

Der Bonus 1 war dann auch wieder ein Mitmach-Lied, allerdings diesemal nur gesanglich.

20. Aber Hey (Dota Solo live)


An diese Stelle hat Dota den obligatorischen Dank an das Publikum, die Mitarbeiter des Schocken und ihre Band eingebracht.

21. Zuhause (2:10) (Bis auf den Grund)

Dieses Lied ist ruhig, nur mit der Akustikgitarre begleitet und eine reine Liebeserklärung. Im Refrain heißt es: „Nur dein liebes Gesicht, macht mich zu hause ...“ Da Dota diese Refrain sehr zärtlich singt. Geht das Lied richtig durch.

Wieder eine kurze Pause.

Dann folgt der Bonus 2.

22. Ohrsteckermädchen (3:19) (Bis auf den Grund)

Hier geht es um ein Mädchen, das von einem Mann gerufen wurde, aber das Mädchen hat ihn nicht gehört, da sie Stöpsel im Ohr hatte. Melodisch sehr interessant, gut tanzbar und textlich witzig vorgestellt.

23. Astronaut (4:48)

Und in meinem Kopf ist ein Astronaut. Mir kommt das Lied etwas depressiv, das Leben läuft, aber es plätschert so da hin und ist nicht besonders spannend. Nur im Kopf läuft bringt der Astronaut Abwechslung.

Wieder eine Pause. In der sich Dota angeregt mit einem Mann unterhält. Ich habe sie in einer Mail gefragt, ob das ihr Manager sei, auch wenn ich nicht wirklich geglaubt habe, dass sie einen hat. Nein, schrieb sie mir, dass war der Veranstalter eines vorherigen Konzertes und der wollte das Konzert genießen, ohne nebenbei arbeiten bzw. verantwortlich sein zu müssen.

24. (Dota allein Liebeslied) Auf den ersten Blick / á primeira vista (2:26)

Der Text sagt eigentlich alles mal wieder ein Liebeslied. Teilweise auf portugiesisch und teilweise auf deutsch. Sehr melodisch, einfach schön.

Dota:Danke das ihr da seid

Die letzte Pause.

25. Alles Du (3:10) (Taschentöne live)

Wieder mal eine tolle Liebeserklärung. Hier finde ich sagt der Refrain alles. Und dann in deinem Arm alles gut, alles andere egal …

Diese Chronologie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es kann durchaus sein, dass mir ein Lied durch die Lappen gegangen ist, weil ich verpeilt habe, dass das vorherige bereits vorbei war.

6. E-Mail Korrespondenz mit Jan 2013 und Dota nach dem Konzert 2014


2013 mit Jan Rohrbach

Keine Angst ich kopiere jetzt nicht stumpf die Mails hier rein, ich fasse nur zusammen.
Am 25.9.2013 habe ich auf der noch alten Webpräsenz von Dota eine Konzert anfrage gestellt, weil ich kurz davor die Mail mit den Tourdaten bekommen hatte und mich wunderte warum Stuttgart nicht aufgeführt war. Die Mail schrieb ich um 23:23 Uhr. Um 23:30 Uhr kam von Jan zurück.

Hallo Thorsten,

Stuttgart folgt im Mai 2014!

Viele Grüße,
Jan

Ich konnte ihm dann auch schon entlocken, dass es voraussichtlich der 11. Mai sein wird. Um 23:38 Uhr schrieb ich die letzte Mail an Jan zurück. Mit Skype oder What's App wäre das auch nicht schneller gegangen.
2014 mit Dota

Hier war die Situation schon etwas kniffeliger. Warum? Weil Dota noch tourt. Die genauen Termine auf der Webseite. Hier nur der nächste am 27.5.14 Dota & jan Rohrbach LANTERSHOFEN (das liegt zwischen Köln und Koblenz)

Nach dem Konzert, wollte ich Dota erst die Bilder zeigen, um mir das OK für die Freigabe im Bericht zu holen, aber da sie am Merchandising-Stand beschäftigt war und ich wusste, das Jane wartet, sagte ich ihr, dass ich ihr eine Mail schicke. Eigentlich hatte ich geplant den Bericht am 15.5.14 bereits fertig zu haben. Hat nicht ganz geklappt.

Die Mail schrieb ich am 11. Mai um 20:56 Uhr und war geplättet, dass ich am 12. Mai um 12:08 Uhr bereits eine Antwort hatte, aber wir leben nun einmal in einem mobilen Zeitalter. Janis wollte nicht, dass mein Bild von ihm veröffentlicht wird und das von Dota im Publikum gefiel ihr nicht. Die bekommt ihr somit nicht zu sehen.

Ich habe ihr dann noch eine Mail mit ein paar Fragen geschickt. Hier nur die Antworten. Die Fragen dürft ihr euch selbst zusammenreimen. Somit nur ein halbes Mini-E-Mail-Interview.

Lieber Thorsten
hier die Antworten:
- besonders inspiriert wurde ich durch Chico Cesar.
- ich spiele in den verschiedensten Orten gerne: kleine, heiße Clubs, open air, Theater mit sitzendem Publikum. - je nach der Situation passe ich das Programm an. mehr zum Tanzen oder mehr zum Zuhören.
- der Mann mit der Brille war ein Veranstalter aus einer anderen Stadt, wo wir zwei Tage vorher gespielt haben (Konstanz) und der sich das Konzert nochmal anhören wollte ohne zu arbeiten.
viele Grüße
Dota

Nach Chico Cesar musste ich dann erst einmal wieder den Doc befragen. Nicht mein Geschmack, da gefällt mir Dota um Längen besser stimmlich und musikalisch. Den Text kann ich nicht beurteilen, da ich kein portugiesisch kann.
Wer will kann sich hier selbst einen Eindruck verschaffen.
https://www.youtube.com/watch?v=uOjG9gebSnE

Ja, last but not least folgte noch die Mail, in der sie meine Titelliste korrigiert hat, weil teileweise hatte ich mir nur die Anfänge notiert.
Da habe ich quasi Liederraten mit ihr gespielt und soweit ich es beurteilen kann hat sie die volle Punktzahl erreicht. Falls nicht kommt noch ein Update, weil dann müsste sie nach dem Bericht noch einmal „motzen“ bzw. korrigieren.

7. Kleinkunstpreis 2011

Zufällig habe ich auf der Webseite von Dota entdeckt, dass sie 2011 Gewinnerin des Kleinkunstpreises war. Da ich gar nicht so genau wusste, was sich dahinter verbirgt, habe ich doch gleich mal den allwissenden Dr. Google bemüht und siehe da, unter https://www.youtube.com/watch?v=bs5LTQDZHOc
wurde ich in Bild und Ton fündig.
Das ganze ist ca. 73 Minuten lang. Dota fängt bei ca. 41 Minuten an. Es gab 3 Preisträger Dota, die Kleingeldprinzessin bekam den Förderpreis der Stadt Mainz.

Das erste von drei Stücken war Bis auf den Grund von dem gleichnamigen Album. Vorher hat sie sich natürlich artig für den Preis bedankt, bei der Jury und so.
Nachdem ersten Stück hat sie dem Publikum gleich klar gemacht, dass sie nur zwei Arten von Lieder geschrieben hat. Traurige und beängstigende. Das Publikum muss somit nicht darauf warten, das ein lustiges Lied kommt.
Das zweite Stück ist ebenfalls auf dem Album Bis auf den Grund. Erschlossenes Land. Bei diesem Lied gefällt mir besonders die Textzeile: Die Erde ist eine Scheibe und bis zu ihrem Rand … Erschlossenes Land. Wenn das mal nicht ein Seitenhieb in Richtig Kirche ist. ;-) So lange ist es ja noch nicht her, das Galileo Galilei vom Vorwurf der Ketzerei freigesprochen wurde. 1992! Mehr dazu hier.
http://www.spektrum.de/quiz/450-geburtstag-wann-rehabilitierte-die-kirche-galileo-galilei/776934
Aber das nur am Rande. Es hat weder mit Dota noch mit dem Kleinkunstpreis zu tun.
Utopie auch von Bis auf den Grund war das letzte Stück. Laut ihrem eigenen Intro hat sie das Lied um das Zitat „Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei.“ getextet. Ich bin nicht mehr ganz sicher, ob sie das in Stuttgart auch so ausgeführt hatte, aber erwähnt hatte sie auf jeden Fall, das dieses nicht von ihr stammt, sondern sie es von der York-Brücke im Berlin zitiert hat. Aber es war definitiv nicht wortwörtlich gleich in Stuttgart.

8. Meine Erfahrungen

Tja, eigentlich habe ich doch schon alles gesagt, oder? Ne, habe ich nicht. Schade fand ich natürlich, dass ich allein zum Konzert musste, aber da ich meine selbst gestellte Aufgabe hatte, habe ich mich nicht ganz so allein gefühlt. Außerdem hatte ich einen guten Platz am Merchandising-Stand, wo ich zwischen durch auch sitzen konnte. Die Stimmung war klasse, die Akustik gut und Dota und ihrer Band haben auf voller Linie überzeugt.
Es war das dritte Konzert, welche ich von Dota bisher besucht habe. Erst Dota Solo in Kassel 2007 im Dock4, dann mit Jane 2011 in Stuttgart im Rosenau, wo sie mit Jan auf Tour war und dieses Jahr erstmalig mit der ganzen Band.
Da es recht warm war, habe ich mir während des Konzerte zwei leckere Bier gegönnt, aber nur wegen dem Durst, ich brauchte die nicht, um in Stimmung zu kommen.

9. Fazit

Volle Punktzahl sowohl für das Konzert und auch die Location. Die neuen Lieder halten das was die alten versprechen. Wortgewandt, mit toller Stimme, Leidenschaft und Freude, sowie auch Witz präsentiert. Starallüren, so etwas gibt es bei Dota nicht sie kommt nach wie vor, wie eine Straßenmusikerin herüber und das meine ich nicht negativ, im Gegenteil. Wer noch die Möglichkeit hat eine Konzertkarte dieser Tour an einem Ort in seiner Nähe zu ergattern, dem kann ich es nur wärmstens empfehlen.

So, nun hoffe ich euch mit meinem Konzertbericht, der über 4000 Worte zählt nicht gelangweilt zu haben. Sollte Dota noch etwas interessantes zurückmailen, wenn ich ihr den Link gesendet habe, dann gibt es ein Update

Um es mit einem Lied von Dota zu sagen. Ne eigentlich mit Zweien.

Der Bericht ging Bis auf den Grund.
Aber Hey, es ging schließlich um Dota.

Ciao Thorsten

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Leo56 veröffentlicht 01.08.2015
    besser gehts nicht
  • Rolfo1 veröffentlicht 18.07.2015
    Klasse beschrieben! Mein letzter bh für dich heute. VG
  • DeZZys veröffentlicht 14.07.2015
    sh lg
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