Erfahrungsbericht über

Dr. Oetker Crème Fraiche Kräuter 30%

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Es gibt wenig Produkte die so vielseitig einsetzbar sind !!!

5  29.12.2010

Pro:
Der Geschmack ist unübertroffen und hebt sich meines Erachtens von vergleichbaren Produkten ab .

Kontra:
Ich kann nichts Negatives ausmachen .  Preis ist akzeptabel !

Empfehlenswert: Ja 

uniplex

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:3

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 14 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet


ERFRIBENDER

Die Schnauze
voll !!!!!


Ich wollte doch nur was
essen, und nicht……..!
Das etwas andere Kochbuch,
aber lecker……..!

VORSPEISE

Was möchte ich Ihnen hier auftischen?

Nicht nur schmackhafte Hausmannskost, sondern vielmehr einen bunten Eintopf mit brisanten Zutaten!

Bestehend aus, starkem Tobak, spitzer Zunge, einer Prise Ironie, sowie deftigem Humor.

Aber auch hier gilt wie im richtigen Leben das geflügelte Wort: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Ich hoffe Sie gehören zu den Feinschmeckern, die die Spreu vom Weizen trennen kann!

Lassen Sie es sich gut schmecken, dies ist durchaus ernst gemeint und von einigen Vorkostern getestet und für gut befunden!

Beginnen möchte ich mit einer Rundum-Entschuldigung.

Sollte ich in meinem Werk die erwähnte Schnauze zu voll genommen, und unbeabsichtigt einigen Köchen auf den Löffel getreten haben sage ich schon jetzt, tut mir nicht wirklich leid.
Denn wie alle Geschichten ist auch diese mit dem ausreichenden Sicherheitsabstand zu betrachten und nicht geschrieben um wem auch immer an den Karren zu pinkeln.

Also immer schön locker bleiben, letztendlich ist es nur Kakao durch den hier Personen gezogen werden.

Namen werden Sie hier keine finden es bleibt also jedem selbst überlassen sich in dieser Geschichte wieder zu erkennen.

Auch dieses Buch ist nur aus Papier und dieses Produkt ist bekanntlich geduldig!

Guten Appetit wünscht,
Ihr
ERFRIBENDER

Bevor ich jetzt um den heißen Brei herumrede will ich endlich, wie könnte man es in einem „Kochbuch“ besser ausdrücken, Butter bei die Fische tun!
Jede Speise, oder von mir aus auch Gericht, steht und fällt mit der Verkostung und der daraus resultierenden Bewertung die da lauten kann:
Muss nicht sein…
Na ja………………
Oder, meine Fresse ist das lecker……………

Nun lässt sich wohlweißlich über Geschmack nicht streiten, deshalb sind Sie darauf angewiesen sich auf meinen Geschmack zu verlassen, oder Ihren Geschmack dementsprechend anzupassen.

Sollte Sie Ihre Erwartungshaltung nicht im Griff haben empfehle ich Ihnen, mit dem Lesen am Ende des Buches zu beginnen, und sich dann nach vorne durcharbeiten.
Denn man kann sich nicht wirklich konzentrieren wenn einem das Wasser im Munde zusammenläuft.
Bis zum ersten Rezept oder auch Zubereitungsvorschlag müssen Sie sich noch durch einige Seiten lesen.

Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, gehörte zu jedem Essen (meistens nur an Sonntagen) auch eine gute Suppe. Hierzu fällt mir ein Spruch aus der Werbung ein, ein Fertigsuppenhersteller wirbt mit dem Spruch, ….. immer eine gute Suppe.

Sollten Sie diesen Spruch nicht kennen könnte ich davon ausgehen dass Sie diese Suppen auch noch nicht probiert haben. Ich kann mit Bestimmtheit sagen gut so, denn verpasst haben Sie nichts.
Eine Suppe sollte schon mehr sein als die Füllung eines tiefen Tellers, sie sollte Appetit auf das machen was Hauptgericht genannt wird.
In meinem Buch werden Sie allerdings auch auf Suppen stoßen die dieses Hauptgericht entbehrlich machen, mit anderen Worten nach dieser Suppe sind Sie satt.

Zur Zubereitung eines Essens sind außer gewissen Utensilien auch Produkte erforderlich. Bei der Produktauswahl stehen Ihnen Türen und Tore offen, ein Mangel lässt sich hier nicht ausmachen. Hier muss ich kurz auf den Titel meines Buches eingehen, die Schnauze voll, diesen Titel habe ich nicht einfach so dahingesetzt, dieser Titel sollte dokumentieren dass die Zubereitung einer Mahlzeit auch zum Höllentrip werden kann.
Oder wollen Sie mir erzählen dass Sie nach einigen Stunden Einkauf, und überzogenem Konto, noch den Nerv haben sich an den Herd zu stellen?

Ich spreche hier nicht von den Vorbereitungen für Familienfeste und auch nicht von dem Festtagsmenü, mir geht es um das Essen schlechthin, immerhin stehen wir jeden Tag vor der Frage, und, was essen wir Morgen?

Ich steh gern in der Küche, aber ich kann es nicht einsehen dass ich in dieser mehrere Stunden verbringen muss um eine Mahlzeit auf den Tisch zu bringen.
Ich möchte auch mit keinem Grammy ausgezeichnet werden weil mir alle fünf Minuten etwas Neues einfällt, oder mit welchem Kraut man den Geschmack noch so verändern kann, dass selbst ich nicht mehr weiß was ich eigentlich mit diesem Gericht erreichen wollte.
Essen ist ein allgemeines Grundbedürfnis, also sollte der Aufwand dieses zuzubereiten sich in Grenzen halten. Wenn es jetzt noch gelingt dass was wir da zubereitet haben so zu gestalten dass es nicht nur der Nahrungsaufnahme dient, sondern Lust auf mehr macht, haben wir den Vogel abgeschossen.

Ich werde den Versuch unternehmen Ihnen Gerichte zu präsentieren die den erwähnten Kriterien entsprechen, und kann versprechen dass Sie zumindest mir schmecken.

Damit wären wir schon bei einer Grundvoraussetzung die die zubereiteten Speisen erfüllen sollten, wichtiger als die Optik ist der Geschmack einzustufen, oder ist Ihnen nur daran gelegen ein Foto von diesem Gericht zu machen.

Egal welches Programm Sie eingeschaltet haben es vergeht kaum ein Tag dass Sie nicht mit irgendeiner Kochsendung zugebaggert werden. Einige Sendungen haben zumindest, wenn nicht unbedingt als Rezeptvorlage nutzbar, einen hohen Unterhaltungswert. Angefangen bei den Utensilien die jeder normalsterbliche Hobbykoch weder zur Verfügung hat geschweige sich anschaffen möchte. Ich stelle mir jedes Mal die Frage wer diesen ganzen Kram, der während so einer Sendung eingesaut wird, spülen muss.

Einmal angenommen Sie würden in Ihrer Küche so zu Werke gehen, so hätten Sie den Ärger mit Ihrer Frau schon vorprogrammiert.
Bringt auch was Gutes, Sie wären, „für alle Zeiten“, vom Küchendienst befreit.

Kommen wir zu den Zutaten, es ist immer wieder erstaunlich mit welchen Kräutern uns diese Sterneköche überraschen. Ich will gar nicht abstreiten dass die Verwendung so manchen Krautes den Speisen eine außergewöhnliche Note gibt und auch durchaus schmackhaft sein kann, aber ich habe weder die Biologiekenntnisse noch sind mir die Läden bekannt in denen ich diese Produkte kaufen könnte. Wären wir wieder beim Aufwand, dieser sollte im Verhältnis zum Nutzen stehen, denn in der Regel möchten wir nur etwas essen und nicht im Vorfeld ein Biologiestudium absolvieren. In meinen Speisen und Gerichten werden Sie diese Exoten nicht finden, die Produkte die ich einsetze lassen sich in jedem Supermarkt kaufen. Sie werden feststellen dass Sie nicht nur Geld sparen, sondern zudem ein geschmackvolles Gericht auf den Tisch zaubern.

Dieses ist jetzt kein Feldzug gegen die Sterneköche, nein, denn auch ich bewundere diese Personen und es gibt auch die Notwendigkeit, doch für unser täglich Brot sind diese Gerichte weniger geeignet weil in der Regel nicht reproduzierbar und zu teuer.

Rinderfilet, Rehrücken, und was von diesen Köchen sonst noch so eingesetzt wird, dazu 10 unterschiedliche Kräuter, hieraus kann auch „meine Frau“ ein Supergericht zaubern.
Doch Fakt ist, dass wir bei der letzten Ziehung der Lottozahlen, leider immer eine Zahl daneben lagen. Auch wenn wir jetzt bei den Glücklichen gewesen wären, würden wir wohl kaum dieses Gericht nachkochen, sondern vielmehr uns dieses Gericht in einem drei Sterne-Restaurant servieren lassen.

Einen wichtigen Hinweis muss ich Ihnen unterbreiten. Bevor Sie sich auf die Rezepte stürzen, komme ich nicht daran vorbei Sie darauf aufmerksam zu machen, dass all die Speisen die ich Ihnen hier unterjubeln möchte, für Kalorienzähler nicht geeignet sind.

Ich kann Ihnen auch sagen warum.
Essen darf nicht zur Plage werden, entweder nehme ich eine Mahlzeit zu mir, oder ich lasse es einfach bleiben. Denn machen wir uns nichts vor, nicht das Gericht ist das Problem, sondern einzig und allein die Masse.

Was mir gewaltig auf den Zeiger geht sind diese angebotenen Light-Produkte. Nicht nur dass die Hersteller der deutschen Sprache nicht ganz mächtig sind, sondern hier wird der Verbraucher verarscht zumindest die, die vergessen haben ihr Gehirn einzuschalten. Die Hersteller dieser „legeren Produkte“ werben mit ihren Prozentangaben. Wenn mathematisch die Möglichkeit bestünde würden sie glatt behaupten unter Null Prozent zu liegen.
Bitte sind Sie sich über eins im Klaren, Geschmack kommt nicht von ungefähr, und ohne die dementsprechenden Zutaten, dazu gehört nun mal auch Fett, lässt sich Geschmack nicht erreichen.

Sie kennen sicherlich Wasser, schmeckt nach nichts, wenn sie diesem Wasser jetzt ein paar Geschmacksverstärker und Stabilisatoren zusetzten, sieht das Ganze ein wenig anders aus. Es schmeckt zwar immer noch nicht, aber es wird als Leichtprodukt verkauft.

Hier und jetzt möchte ich eine Bresche für das Mehl schlagen. Die meisten Sterneköche haben gegen dieses Produkt eine Allergie, mir ist zwar nicht wirklich klar warum, aber zum abbinden kommt es für diese Köche nicht in die Tüte.

Was halten Sie von dieser Denksportaufgabe?

Ich behaupte jetzt einfach dass jeder, wann und wo auch immer, in seinem Leben schon mal Brot, Brötchen, Gebäck oder auch Pfannkuchen gegessen hat. Bekanntlich sind all diese Produkte mit Mehl zubereitet. Wer möchte mir also jetzt erzählen, dass in Speisen egal welcher Art dieses Mehl nichts zu suchen hat.
Gehören Sie auch zu dieser Spezies die lieber auf Fix-Soßenbinder oder Fonds zurück greift?
Selber Schuld, warum sollte diese Chemie oder die ausgekochten Knochen für die Zubereitung von Gerichten das Nonplusultra sein? Mehl ist im Normalfall geschmacksneutral und ich finde in Maßen eingesetzt eine mehr als gute Alternative.
Es gibt Produkte die speziell mir besonders ans Herz gewachsen sind. Wenn ich hier einige Hersteller erwähne sollten Sie dass nicht als Schleichwerbung auffassen. Mein Alter, und die daraus resultierende Erfahrung, ist der einzige Grund diese Produkte hervorzuheben.


In den Gerichten die ich ihnen präsentieren werde ist die Butter ein wesentlicher Bestandteil. Es gibt kein anderes Fett was dieser Butter das Wasser reichen könnte. Selbst zum Braten verwende ich ausschließlich Butter. Fette wie Margarine, Kokosfett, Erdnussfett oder welche Öle auch immer kommen bei mir nicht in die Tüte. Warum? Kein Fett der Welt kann den Buttergeschmack erreichen, und letztendlich geht es beim zubereiten von Speisen nicht allein um den zu stillenden Hunger sondern darum, etwas Schmackhaftes auf den Tisch zu bringen.

Ich möchte ihnen nur ein Beispiel vor Augen führen.
Sie sitzen am Frühstückstisch, mit einem frischen Brötchen auf dem Teller, nehmen sie jetzt z.B. Kokosfett und bestreichen damit ihr Brötchen, einen weiteren Aufstrich oder Belag möchte ich ihnen ersparen, nun feste zubeißen und genießen. Und, lecker? Wen es ihnen schmeckt brauchen sie ab sofort nicht mehr Weiterlesen, vielleicht könnten sie das Buch auch wieder umtauschen, denn für ihren Geschmack ist dieses Buch nicht geeignet.
Heißt im Klartext, wer nur Essen möchte kann dieses mit jedem Gericht unabhängig von Zubereitung und Zutaten tun, ganz grob ausgedrückt hier reicht auch Rasenschnitt mit etwas Ketchup.


Doch Scherz beiseite, die Argumentation dass zuviel tierische Fette nicht das Gelbe vom Ei sind und nur gelegentlich eingesetzt werden sollten ist nicht ganz korrekt. Auch hier ist und bleibt der ausschlaggebende Faktor die Menge, und es liegt in ihrer Hand diese zu bestimmen.

Alles in Butter?

Kommen wir zum nächsten Produkt, auch hier kann ich ihnen leider nur etwas Fetthaltiges anbieten. Creme Fraiche ist ihnen sicherlich ein Begriff, aber wie bei den meisten Produkten ist Creme Fraiche nicht gleich Creme Fraiche. Auch bei mir hat es einige Zeit in Anspruch genommen die Produkte zu finden, die universell in der Küche einsetzbar sind. Getestet wurden viele, bewährt hat sich nur eine Handvoll.

Die Creme Fraiche, die bei mir das Rennen gemacht hat, ist die Kräuter Creme Fraiche von Doktor Oetker. Der Geschmack bleibt unerreicht und lässt sich in welcher Soße auch immer einsetzten. Braten, Gemüse, Salate und selbst einfache Quarkspeisen lassen sich hiermit verfeinern.
Es gibt preiswertere Produkte, aber wie bereits mehrfach erwähnt geht es hier um schmackhafte Gerichte und da rechnet sich diese Investition allemal.

Gewürze, wenn ich mir die Regale in den Supermärkten anschaue komme ich ins grübeln. Wem möchte ich hier Rezepte präsentieren wenn ich, die bei mir eingesetzten Gewürze, an zwei Händen abzählen kann.
Ganz einfach, wenn ich zum Beispiel Sauerbraten zubereite sollte dieser auch danach schmecken und nicht mit einer Ente süßsauer vom Chinesen verwechselt werden. Jedes Produkt hat einen eigenen Geschmack der durch eine Vielzahl von Gewürzen nur zerstört werden kann.

Die Kräuter Creme Fraiche habe ich ihnen bereits vorgestellt, wenn ich diese natürlich selbst zubereiten wollte käme ich an diversen Gewürzen nicht vorbei. Aber sie gibt es bereits fertig und ob ich diesen Geschmack hinbekommen würde wage ich zu bezweifeln.

Gleiches gilt für das nächste Produkt, eine Gemüsebrühe.
Diese Gemüsebrühe wird von der Firma Maggi hergestellt und nennt sich „Gemüsebrühe klar“. Wie schon bei dieser Kräuter Creme Fraiche ist auch hier der Grund die Abstimmung der Gewürze. In fast jeder Soße und sogar bei der Zubereitung eines Salatdressings ist diese Brühe der Geschmacksbringer.
Bitte glauben sie jetzt nicht dass Produkte der Firma Maggi grundsätzlich zu empfehlen wären, im Gegenteil, die allermeisten kann man getrost in die Tonne kloppen.

Bevor ich ihnen jetzt einige meiner Gerichte zum Nachkochen ans Herz lege noch eine wichtige Information. Kaufen sie nach Möglichkeit kein gefrorenes Fleisch, auch sollten sie bei der Fleischauswahl auf einen bewährten Metzger zurückgreifen.
Dieser Fleischer kann auch durchaus in einem guten Supermarkt seine Arbeit erledigen. Wichtig ist einzig und allein die Frische und Qualität.
Ich möchte ihnen kurz erklären warum ich dieses Buch schreibe, und wer mich geritten hat der Meinung zu sein dass sie, meine Rezepte und Zubereitungsarten, interessieren könnten.

Alles begann bereits in der Kindheit, als guten Esser konnte ich mich nicht bezeichnen. Meine Mutter kochte wirklich recht gut, doch selbst ihre Speisen wollten mich nicht immer überzeugen.

Dass zum Kochen mehr gehört, als nur die Aufgabe eine bestimmte Anzahl an Personen satt zu kriegen, ist mir erst später klar geworden. Gutes Essen schafft Freunde und nicht selten zu jeder Gelegenheit ein volles Haus.

Was bringt mich zu diesem Schluss?

Ganz einfach, wenn es in der Verwandtschaft etwas zu feiern gab spielten sich diese Treffen ständig in unseren Räumen ab. Egal ob Weihnachten, Silvester, Ostern oder Pfingsten, immer hatten wir die Bude voll.

Dass Dieses auf das gute Essen zurückzuführen war, ließ sich an den Gesichtern und den abgeleckten Tellern ablesen.

Vorab noch ein kleiner Tipp, wenn ein volles Haus nicht das ist was ihnen vorschwebt, sollten sie ihre Kochkünste und Gerichte nur der eigenen Familie zukommen lassen.


Nicht dass sie jetzt glauben ich würde mich überschätzen, ein schmackhaftes Gericht auf den Tisch zu zaubern gelingt sicherlich sehr vielen Hobbyköchen.
Es geht auch nicht darum ihnen zu erklären, dass das was sie bisher gegessen haben nicht dem entspricht, was man schlechthin unter Essen zu verstehen hat.
Nein, es ist mir vielmehr daran gelegen meine Erfahrungen unter die Leute zu bringen.

Möglicherweise finden sie an Dem, oder besser gesagt finden sie Das, was ich ihnen hier vorsetze nicht Empfehlenswert, doch dieses Risiko muss ich eingehen.
Immerhin haben sie mein Buch in den Händen, und es kann nicht schaden durchzuhalten und dieses Buch, und das von ihnen investierte Geld, nicht einfach in den Papierkorb schmeißen.

Lust am Kochen und den Spaß daran Anderen eine Freude zu machen kommt nicht von ungefähr, diese, sagen wir mal Eingebung, ist mit in die Wiege gelegt worden. Es gibt die unterschiedlichsten Hobbys, sei es Modelleisenbahnen, Autos, Motorradfahren bis hin zum Bierdeckel sammeln, alles reift in der Kindheit und wird zur Erfüllung dessen was man sich unter dem Sinn des Lebens vorzustellen hat.

Noch mal zurück zur Kindheit, ich bin in einer Bergarbeiterfamilie aufgewachsen und habe zwei Geschwister. Beides Brüder, einer einige Jahre älter der andere zwei Jahre jünger.
Der Traum meiner Eltern war es gewesen, dass zumindest ein Kind ein Mädchen werden sollte.
Dreimal dürfen sie raten wer dieses Wunschmädchen war, richtig, ich bin dazu auserkoren worden. Bewusst wurde mir diese Tatsache erst wesentlich später. Die eigene Familie und die Gedanken an meine Kindheit haben mich zu dieser Erkenntnis geführt.
Wie hat man sich dieses Wunschmädchen vorzustellen?
Nicht dass ich in Kleidern herumlaufen musste, nein, aber die Aufgaben die mir aufgetragen wurden ließen schon darauf schließen. Alle Arbeiten im Haushalt wurden mir untergeschoben, selbst das Einkaufen für die gesamte Nachbarschaft wurde mir klammheimlich aufs Auge gedrückt. Wie gesagt, damals war ich mir dessen nicht bewusst aber jetzt, mit dem nötigen Abstand, sehe ich meine Kindheit mit anderen Augen, und kann mir erklären wie groß dieser Einfluss war.

Keine Panik, sie halten immer noch das angebliche Kochbuch in ihren Händen, aber sie haben sicherlich auch den Titel gelesen der da lautet: das etwas andere K……...!

Ich will jetzt nicht meine gesamte Kindheit vor ihnen ausbreiten, die gibt es in einem weiteren Buch ausführlich nachzulesen, doch eine Geschichte muss ich ihnen noch erzählen.

Nach der Schule, achte Klasse Volksschule, begann ich eine Elektrikerlehre. Durch den „Einsatz“ meiner Mutter wurde mir diese Lehre ermöglicht, denn auch damals zählte diese Lehre schon zu den Wunschberufen.


Der „Einsatz“ ist schnell erklärt, das Kaufen einer Musiktruhe (1959, kostete ein kleines Vermögen) brachte meinen zukünftigen Lehrherrn dazu, mir den Vorzug vor anderen Mitbewerbern zu geben. Allerdings waren die auszuführenden Arbeiten nicht Das was ich mir insgeheim vorstellte, ferner gab es Gesellen die mir nicht wirklich gut gesonnen waren, anders lassen sich gewisse Demütigungen nicht erklären. Was würden sie sagen wenn sich auf ihrem Frühstücksbrot plötzlich ein Nagel befindet, und dieser Nagel einen Schneidezahn kostet?
Kommen sie mir jetzt nicht mit dem Spruch, Lehrjahre sind keine Herrenjahre, diesen Spruch habe ich mir damals auch von meinen Eltern anhören müssen.
Wie auch immer, das Schicksal hatte einen Ausweg parat und bescherte mir eine Baustelle, während meiner Elektrikerlehre, die meinem Leben eine andere Richtung gab.
Mein Meister erhielt einen Installationsauftrag den ihm eine Bäckerei erteilte. Ich durfte diese Arbeiten mit einem Gesellen erledigen. Es war der gleiche Geselle der mir den Nagel aufs Frühstücksbrot gelegt hatte. Doch nachdem er für diesen „Geck“ eine Rüge erhielt, war das Zusammenarbeiten erträglicher geworden. Draußen hatten wir einen knackigen Winter denn es war Februar, hier in der Backstube angenehme 40 Grad im Schatten. Doch nicht allein die Temperatur, sondern vielmehr der Duft der von diesen Backwaren ausging verzauberte meine Sinne. So oder ähnlich stelle ich mir den Zustand nach der Einnahme von Drogen vor. Kurz und Gut, nach diesem Installationsauftrag stand mein Entschluss fest, ich werde Bäcker.
Ich konnte meine Mutter überzeugen dass diese Elektrolehre für mich nicht das Richtige war, und nach nur 10 Monaten beendete ich diesen Albtraum.
Zum Glück fand ich in unmittelbarer Nähe unseres Elternhauses einen Bäcker der bereit war mir eine Lehrstelle anzubieten. Gesagt getan, am nächsten Tag begann meine Bäckerlehre, über den Verlust einen Elektrostift verloren zu haben kam mein ehemaliger Lehrmeister gut hinweg.
Warum diese ausführlichen Erklärungen? Mir geht es darum ihnen klar zu machen dass Beruf auch zur Berufung werden kann und maßgeblich den späteren Lebensweg beeinflusst.
Die notwendigen Vorraussetzungen, Geschmack und Gefühl für Zutaten und Gerichte, habe ich mir in der Zeit als Bäcker angeeignet. Ich stand in diesen Jahren noch nicht in der Küche, gekocht oder für die Familie den Platz am Herd zu übernehmen geschah erst, als ich den Bäckerberuf schon lange an den Nagel gehangen hatte.

Zwischenzeitlich hat mich die anfänglich getroffene Berufsauswahl wieder eingeholt, und mich zum Informationselektroniker gemacht.

Kommen wir nun zum ersten Kochvorschlag, allerdings ist dieser auch mit einer kleinen Geschichte gekoppelt.

Sie erleben nun live meinen Einstieg in die Welt des Kochens, hier habe ich mein erstes Gericht auf die Beine (es war ein Dreibein an dem ein riesiger Topf über offenem Feuer hang) gestellt, und fand auch gleich genügend „Zwangsverkoster“.
Im Jahre 1959 bin ich den Pfadfindern beigetreten und wurde auch sehr schnell Leiter einer Rotte. 1961 ging es mit den Pfadfindern nach England. Finanziert wurde diese Reise von der Evangelischen-Kirche. Es war Ende Juli als es losging, wir fuhren mit dem Zug nach Ostende, und dann mit dem Schiff weiter nach Dover.
Wir sind von den englischen Pfadfindern eingeladen worden. Eine Woche wurden wir bei Gastfamilien untergebracht (die Stadt hieß Ipswich), zwei Wochen Zeltlager im Nottingham-Forrest waren die Krönung unseres Aufenthaltes. Der ein oder andere wird diesen Namen schon einmal gehört haben. Nottingham-Forrest war das Waldgebiet, wo sich Robin-Hood aufgehalten haben soll. Dieses Zeltlager hat einen Riesenspaß gemacht. Zudem gab es einige Wettkämpfe, die wir für uns entscheiden konnten. Unsere Gesänge, abends am Lagerfeuer in Begleitung von Gitarrenklängen, kamen bei den Engländern auch sehr gut an.

Allerdings ist mir etwas ganz besonders in Erinnerung geblieben: Erstens der Bau der Mauer in Berlin (August 1961), und meine Erbsensuppe, tolle Zusammensetzung oder?!

Wir haben mit unserer Gruppe, bei einem Verpflegungs-Wettbewerb, den ersten Preis in England gewonnen (ca.40 Gruppen aus mehreren Ländern).
So etwas Gutes hatten die Engländer, bis zu diesem Zeitpunkt, noch nicht gegessen.
Uns war schon in Deutschland bekannt, dass es diesen Wettbewerb geben wird, somit haben wir die erforderlichen Zutaten, mit nach England genommen.
Erbsen, Zwiebeln, Porree, Möhren, Sellerie, Speck, Majoran und Mettwurst. Kartoffeln, gab es auch in England.

Ich möchte Ihnen die Zubereitung dieser Erbsensuppe etwas näher bringen, gegenüber der England-Variante leicht verfeinert, da sich die Möglichkeiten gegenüber denen in einem Zeltlager, verändert haben.


Beginnen wir mit dem Zubehör:
Kochtopf, mindestens 5 Liter besser 7 Liter, nach Möglichkeit sollte es ein Schnellkochtopf sein. Einen Passierstab (elektrisch), ist dieser nicht vorhanden tut es auch ein normaler Stampfer. Natürlich ein Ofen um den Inhalt des Topfes zu erhitzen.


Folgen die Zutaten:
Da es sich um eine Erbsensuppe handelt, beginnen wir mit den Erbsen.
500 g geschälte Erbsen(Hülsenfrüchte)
750 g geschälte Kartoffeln(in Würfeln geschnitten)
3 Stangen Porree(geputzt)
½ Knolle Sellerie(geschält)
3-4 Möhren(je nach Größe)
6 Mettenden (geräuchert)
2 Zwiebeln
300 g fetten geräucherten Speck
Salz, Gemüsebrühe, Majoran, etwas Butter(ca.30g)

Zubereitung:
Füllen sie in den Kochtopf die Erbsen, und spülen sie diese mit kaltem Wasser ab. Dann füllen sie in den Topf ca. 3 Liter Wasser, und stellen diesen auf die Herdplatte. Lassen sie die Erbsen schon einmal langsam kochen. Porree, Sellerie, und Möhren zerkleinern und zu den Erbsen geben. Das gleiche geschieht mit den Kartoffeln. Kommen wir zum Würzen. 2 Teelöffel Salz, 2 Teelöffel Gemüsebrühe (möglichst von Maggi) 1 Teelöffel Majoran(gerebbelt).
Jetzt verschließen sie den Topf, und lassen das Ganze 20 Minuten kochen. Bitte nicht die Mettenden mit Hineingeben, sie würden zerplatzen.


In der Zwischenzeit können sie die Zwiebeln zerkleinern, und den Speck in kleine Würfel schneiden.
Nach diesen 20 Minuten können sie den Deckel des Kochtopfes wieder öffnen (!!Bitte Vorsicht bei einem Schnellkochtopf!!). Jetzt sollten sie mit dem Passierstab das Ganze zerkleinern. Anschließend geben sie die Mettenden in den Topf, und lassen diese ca. 10 Minuten sieden.
Jetzt kommen wir zur Feinabstimmung unserer Erbsensuppe. Füllen sie den Speck in eine Pfanne und lassen diesen gut anbraten, jetzt geben sie die Zwiebeln hinzu, und lassen alles gut braun werden.
In die Erbsensuppe kommen jetzt die 30 g Butter, und zum Schluss der Speck mit den Zwiebeln. Achtung, beim Zugeben des Specks in die Erbsensuppe, könnte es spritzen.
Das war’s, wenn es richtig schmecken soll, wäre es sinnvoll noch einen ganzen Tag zu warten, natürlich können sie auch jetzt schon loslegen und morgen die zweite Portion genießen.

Aber zurück nach England, wir sind noch bei den Pfadfindern, nach dieser erwähnten Erbsensuppe war das Verhältnis unter den Gruppen wesentlich lockerer, und wir genossen die Resttage im Zeltlager.
Auch hier zeigt es sich einmal mehr, wie positiv geschmackvolles Essen, die allgemeine Stimmung beeinflussen kann.

Eine kleine Anmerkung muss ich ihnen noch unterjubeln.
Wenn sie schon einmal in England waren werden sie mir beipflichten, dass es nicht so schwer ist in diesem Land einen Kochwettbewerb zu gewinnen. Mir sind damals bereits diese Essgewohnheiten schwer auf den Keks gegangen. Es begann bereits bei der Ankunft als uns diese pappigen Sandwichs serviert wurden deren Belag ausschließlich ein Salatblatt war. Geschmack ist nicht wirklich die Stärke dieser Insulaner. Trotzdem möchte ich meine erbrachten Kochkünste nicht tiefstapeln und hinzufügen, dass ich erst 16 Jahre alt war, und außer den besagten Engländern auch Franzosen, Belgier, Holländer und Österreicher meine Suppe mit Genuss gegessen haben.

Ich könnte mir jetzt gut vorstellen dass sie dieses Buch erstmal aus der Hand legen und sich die Zutaten für diese Erbsensuppe besorgen. Macht auch Sinn, und wird ihnen den nötigen Auftrieb geben mein Buch weiter zu lesen.

Sorry wenn ich zu weit ausgeholt habe, doch ein einfaches Gut würde die Qualität nicht annähernd wiedergeben.

Tschau sagt uniplex

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Birgit1957

Birgit1957

03.01.2011 20:05

Hier gebe ich mal keine wertung ab, schade hätte gern was über das Produkt erfahren. Melde dich bitte, wenn du was änderst.LG

Traumelfenkind

Traumelfenkind

30.12.2010 01:06

Über das eigentliche Produkt aus dieser Kategorie erfahre ich rein garnichts. Deine sogenannte Geschichte kannst du im Cafe vröffentlichen aber nicht hierfür eine Produktkategorie zweckentfremden. Sorry aber hierfür ist nur ein Thema verfehlt als Bewertung drinnen.

nessi44

nessi44

29.12.2010 19:33

irgendwie komme ich mit diesen Bericht nicht klar..also wie die anderen auch..

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