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Seit kurzem nenne ich einen DVD Player mein eigen und habe mich dementsprechend auch mal vorsichtig auf dem DVD Markt umgesehen. Einer der ersten Filme, den ich mir zugelegt habe, war die "Komödie" Dr. T and the Women mit Richard Gere von Robert Altman. Ich hatte noch nicht viel über diesen Film gehört aber die Kurzbeschreibung und die wirklich gute Besetzung, ließen mich nicht lange überlegen. Welch ein Fehlgriff. Der Film bezeichnet sich selbst als Satire, wird aber normalerweise unter Komödie in den Läden geführt. Tatsächlich kann sich der Film zwischen Drama, Komödie und Satire überhaupt nicht entscheiden.
Zunächst mal die Rahmendaten: >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Länge: 117 Minuten Regie/Produzent: Robert Altman Besetzung: Richard Gere (Dr. T), Helen Hunt (Bree), Farah Fawcett (Mrs. T/ Kate Travis), Laura Dern (Peggy), Shelley Long (Carolyn), Liv Tyler (Marylin), Kate Hudson (Dee Dee Travis), um nur die wichtigsten zu nennen FSK: 12 Jahre
Handlung: >>>>>>>>>
Der Gynäkologe Dr. Travis (im Folgenden Dr. T) hat ein Leben, von dem viele nur Träumen können. Er hat eine gut gehende Praxis, sowohl Patientinnen als auch Angestellte fliegen auf ihn, er ist reich, sieht gut aus, kurzum er könnte glücklich sein. Leider sind da ein paar Kleinigkeiten, die sein Leben empfindlich stören. Seine Tochter Dee Dee steht kurz vor ihrer Hochzeit, ist aber eigenlich lesbisch, seine Frau Kate ist nervenkrank und muß in eine Anstalt eingewiesen werden, seine Patientinnen und eine Angestellte verfolgen ihn und seine alkoholkranke Schwägerin bringt Unruhe in die Hochzeitsvorbereitungen. Das macht den guten Doc dann ziemlich anfällig für dei Reize der Ex-Profigolferin Bree, gespielt von Helen Hunt. Dr. T beginnt eine Affäre mit ihr und er nutzt sie als Zuflucht vor seinen privaten Problemen, die ihm über den Kopf wachsen. Leider haben die beiden recht unterschiedliche Auffassungen über die Bedeutung ihrer kleinen Liaison. Für die, die sich den Film gerne selbst noch anschauen möchte, nehme ich das Ende hier nicht vorweg.
Beurteilung: >>>>>>>>>>>>
Der Film beginnt als recht turbulente Komödie, wobei bereits hier die überzogen dargestellten Frauen, auf der Jagd nach Dr. T anstrengend und laut wirken und der Zuschauer froh über einen Szenenwechsel ist. Im weiteren Verlauf beginnt die Handlung sich um Kate Travis zu drehen, die mit ihrem glücklichen Leben nicht klarkommt und in Folge dessen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wird. Dort beginnt der Film halbherzig in ein Drama ohne Tiefgang abzurutschen und dümpelt von einem Geschehnis zum nächsten, vertieft aber nichts richtig. Man fragt sich die ganze Zeit, worauf die Geschichte abzielt, wo der Höhepunt ist und wann die Lösung beginnt. Er werden kontinuierlich weitere "Geschichten" in der Geschichte des Dr. T eröffnet, ohne jemals einen wirklichen Sinn zu ergeben. Parallel soll man der geplanten Hochzeit und dem Revival der lesbischen Beziehung von Dee Dee, dem Ehedrama von Dr. T, den Problemen in der Praxis, der unglücklichen Affinität der Sprechstundenhilfe zu Dr. T und letztlich seiner neuen Liebe zu Bree folgen. Anscheinend hatte auch Altman Probleme, hier noch durchzufinden und das Ganze zu einem Ende zu bringen, welches Sinn macht. So muß der geplagte Zuschauer hier noch ein, an den Haaren herbeigezogenes Ende, welches mit der restlichen Handlung nichts zu tun hat, über sich ergehen lassen. Als besonderes Bonbon hat man dann auch noch das Vergnügen, sich eine Geburt life und ungeschönt ansehen zu müssen. Ich muß ganz ehrlich sagen, daß mich das total geschockt hat. Ich gehöre zu den Leuten, die nicht alle Tatsachen im Leben sehen möchten. Sicher werden jetzt einige sagen, daß das doch ganz toll ist und die natürlichste Sache der Welt. Das ist schön und gut aber ich ziehe es doch vor, mir sowas nicht anzusehen. Ich kam mir vor wie beim Discovery Channel, nur das man da vorher weiß, was einen erwartet.
Schlußendlich: >>>>>>>>>>>>>>
Ich kann den Film nicht empfehlen. Die Schauspieler mühen sich ab. Farrah Fawcett macht ihre Sache als Nervenkranke gut, Richard Gere ist souverän wie immer aber all das rettet die nervige, chaotische Story nicht.
Kaufen werde ich mir das Teil wohl jetzt nicht mehr :-) (hätte ich auch so nicht getan). Aber die Besetzungsliste nötigt mich eigentlich doch mal dazu, mir den Film anzusehen (trotz deiner eher schlechten Meinung darüber). MfG Markus
24.04.2002 13:30
schitt, ich habe den film gerade ersteiegert. einmal angucken und wieder versteigern ist wohl das beste *g* Liebe Grüße Sandra
11.04.2002 06:23
Ich glaub, den muss ich nicht gesehen haben. Schade um das Geld für die DVD... Liebe Grüße, Pen
14.03.2002 12:33
Kaufen werde ich mir das Teil wohl jetzt nicht mehr :-) (hätte ich auch so nicht getan). Aber die Besetzungsliste nötigt mich eigentlich doch mal dazu, mir den Film anzusehen (trotz deiner eher schlechten Meinung darüber). MfG Markus