Drachensinger / Anne McCaffrey

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Drachensinger / Anne McCaffrey

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...) Drachensinger 5.) Drachentrommeln 6.) Der weiße Drache 7.) Moreta - Die Drachenherrin von Pern 8.) Nerilkas Abenteuer 9.) Drachendämmerung 10.) Die Renegaten von Pern 11.) Die Weyr von Pern 12.) Die Delphine von Pern 13.) Die Chroniken von Pern - Die Ankunft 14.) Drachenauge 15.) ... Bericht lesen





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Menolly und ihre Feuerechsen finden ein Zuhause
Erfahrungsbericht von Myhnegon über Drachensinger / Anne McCaffrey
09.01.2007


Produktbewertung des Autors:   

Niveau durchschnittlich 
Unterhaltungswert hoch 
Spannung durchschnittlich spannend 
Wie ergreifend ist die Story? ergreifend 

Pro: interessante Story, leicht lesbar, liebenswerte Charaktere, faszinierende Feuerechsen
Kontra: man sollte das vorhergehende Buch gelesen haben, unspektakuläre Geschichte

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Auf diese Reihe bin ich - wie schon das eine oder andere Mal erwähnt - auf ein Buch mit Kurzgeschichten aufmerksam geworden, woraufhin ich mir mit Mühe und Not alle Bücher davon über Buchticket, ebay und auf Flohmärkten zusammenklaubte, da viele (so auch dieses) gar nicht mehr verlegt werden…

►[Die Grundgeschichte]◄
Pern ist die dritte Welt der Sonne Rubkat, die leider auch einen Wanderstern hat, der alle 200 Planetendrehungen so nah an Pern herankommt, dass er seine extrem ätzenden Sporen auf Pern abwirft. Diese Sporen töten nicht nur alles, mit dem sie in Berührung kommen, sondern fressen sich auch in die Erde und machen das Land unfruchtbar. Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken haben die Menschen auf Pern Drachen gezüchtet, die nicht nur hoch intelligent und bestens dazu geeignet sind, die fadenähnlichen Sporen schon in der Luft zu bekämpfen, sondern auch auf telepathische Weise mit ihrem Reiter verbunden sind. Letzteres hatte zum einen zur Folge, dass nur Menschen mit hohem Einfühlungsvermögen und/oder angeborenen telepathischen Fähigkeiten bei der Gegenüberstellung als Reiter von den frisch geschlüpften Drachen erwählt werden und zum anderen, dass der Tod des einen fast immer den Tod des anderen nach sich zieht. Die Drachen und ihre Reiter bekamen sog. Weyr als perfekt auf sie abgestimmten Lebensraum. Diese Weyr wurden von den umliegenden Burgen mit allem Lebensnotwendigen versorgt und im Gegenzug beschützten sie das Land vor dem Tod bringenden Fädenfall. Der bekannteste dieser Weyr ist Benden mit der jungen Lessa und dem erfahrenen F'lar als Weyrherren, welche die anderen Weyr mit Drachenreitern aus der Vergangenheit bevölkern, um der Bedrohung durch die Sporen Herr zu werden. Leider haben diese alten Drachenreiter auch sehr veraltete Vorstellung, weshalb es letztlich zum Eklat kommt und einige davon auf den Südkontinent verbannt werden…

►[Worum geht's diesmal?]◄
Acht Planetendrehungen später: Nachdem das junge Mädchen Menolly aus der Burg ihres Vaters floh, um weiter musizieren zu können, lebte sie nicht nur allein und band neun der sagenhaften Feuerechsen an sich, sondern wurde auch von einem Drachenreiter vor einem Sporenregen gerettet. Dieser Drachenreiter brachte sie in den Benden-Weyr, wo sie den Meister-Hafner kennen lernte, welcher sie kurzerhand mit zu seiner Gilde nahm. Zwar hatte sie sich genau das immer gewünscht, wenn auch nicht wirklich erträumen lassen, aber als sie erstmal in den Hallen der Harfner ankommt, beschleicht sie die Angst, dass sie sich dort nicht zurechtfindet. Zu groß ist die Umstellung von dem Verbot zu musizieren zu der jetzigen Aufforderung, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, wozu noch kommt, dass sie und ihre Feuerechsen nicht überall gern gesehen sind.

So sind die Gastschülerinnen ganz offensichtlich neidisch auf sie, während die Herbergswirtin sie wegen ihrer Feuerechsen hasst und Meister Morshal sie schon allein deshalb nicht ausstehen kann, weil sie eine Frau ist. Doch sie findet in dem schwachsinnigen Knecht Camo, dem ebenso jungen wie gewitzten Lehrling Piemur und dem Gesellen Sebell auch schnell Freunde, worüber hinaus auch der Meister-Hafner Robinton und die Wirtschafterin Silvina ganz offensichtlich hinter ihr stehen. Trotzdem dauert es nicht lange, bis es auf einem Fest zum Eklat zwischen Menolly und der hochnäsigen Anführerin der Gastschülerinnen sowie deren Verehrer kommt, der dummerweise der Sohn des örtlichen Barons ist. Nach diesem Vorfall wird Menolly erneut klar, dass ihre Zukunft bei den Harfnern keineswegs sicher ist…

►[Die Autorin (abgeschrieben)]◄
Anne McCaffrey wurde am 01. April 1926 in Cambridge, Massachusetts, geboren. Sie besuchte die Stuart Hall (Virginia) und die Montclair High School (New Jersey) und graduierte schließlich cum laude am Radcliffe College in Slavistik (Sprachen und Literatur osteuropäischer Länder). Ihre erste Geschichte schrieb die künftige Schriftstellerin und Charakterschauspielerin im Lateinunterricht. 1950 heiratete Anne und bekam insgesamt 3 Kinder. (Quelle: literaturschock.de)

►[Alle bisher erschienenen Bücher der Drachenreiter-von-Pern-Reihe ]◄
1.) Die Welt der Drachen
2.) Die Suche der Drachen
3.) Drachengesang
4.) Drachensinger
5.) Drachentrommeln
6.) Der weiße Drache
7.) Moreta - Die Drachenherrin von Pern
8.) Nerilkas Abenteuer
9.) Drachendämmerung
10.) Die Renegaten von Pern
11.) Die Weyr von Pern
12.) Die Delphine von Pern
13.) Die Chroniken von Pern - Die Ankunft
14.) Drachenauge
15.) Drachenklänge
16.) Der Himmel über Pern
17.) Drachenkind
18.) Drachenwege►[Die Eckdaten meiner Taschenbuchausgabe]◄
  • Seitenzahl: 224
  • ISBN-Nr.: 3-453-30778-X
  • Verlag: Heyne
  • Erscheinungsjahr: 1990
  • Preis: damals DM 7,80, heute bei Amzon gebraucht ab € 5,90 + Versand
  • Originaltitel: Dragonsinger
  • Originalsprache: Amerikanisch
  • Übersetzer: Birgit Reß-Bohusch

►[Meine Meinung]◄
Zwar ist es schon eine Weile her, dass ich das dritte Buch dieser Reihe gelesen habe, aber ich konnte mich noch gut an Menolly und ihren ebenso schmerzvollen wie interessanten Werdegang erinnern, sodass es mich freute, mehr über sie zu erfahren. Zwar war es etwas gewöhnungsbedürftig, dass sie plötzlich solche Angst vor dem Leben in der Harfnergilde hat, wo es doch immer ihr Traum war, immer musizieren zu dürfen, aber der Autorin gelingt es, dies ebenso glaubhaft wie eindringlich zu schildern, sodass man es nicht nur akzeptiert, sondern auch mit Menolly fühlt. Letzteres liegt auch daran, dass ihre Angst nicht vollkommen unbegründet ist, da sie gleich ein paar offensichtliche Feinde findet und überdies keiner Gruppe so wirklich angehört. Zugegebenermaßen und erfreulicherweise gegen meine Erwartungen stellen sich die meisten ihrer Feinde aber nicht als solche Seiten füllenden Nervensägen heraus, was ich eine angenehme Abwechslung fand. Darüber hinaus sind diese Feinde verhältnismäßig kleine Lichter und zwar unsympathisch, aber zunächst keine wirkliche Bedrohung.Dies hat zur Folge, dass man sich mehr auf Menollys weitere Entwicklung konzentriert, was erstaunlich spannend dafür ist, dass sie eigentlich "nur" in der Musik ausgebildet wird. Dies liegt wohl daran, dass man ihr ungläubiges Staunen darüber nachvollziehen kann, dass ihre selbst komponierten Stücke so hoch geschätzt werden und dass sie nun immer musizieren darf, ja, dies sogar gewünscht wird. Allerdings sollte man "Drachengesang" gelesen haben, um dies wirklich nachvollziehen zu können. Zwar wird in "Drachensinger" durchaus Bezug auf den Vorgängerroman genommen und so einiges erklärt, aber man sollte mehr über Menolly wissen, um es wirklich nachfühlen zu können. Dies ist auch deshalb wichtig, weil einem sonst sehr seltsam, um nicht zu sagen völlig übertrieben vorkäme, dass Menolly so viel Können praktisch aus dem Handgelenk schüttelt, was durch die Kenntnis des vorangehenden Romans nicht unglaubwürdig und nur deshalb nicht nervig wird, weil sie dabei so bescheiden ist, da ihr gar nicht klar war, wie besonders ihre Fähigkeiten sind.

Neben ihren Fähigkeiten und ihren Feinden sind vor allem die Beziehungen, die sie zu den anderen Mitgliedern der Harfnergilde entwickelt, einer besonderen Beachtung wert. Da ist zum einen der tumbe Knecht Camo, der ihr immer hilft ihre Feuerechsen zu füttern und an dem deutlich wird, dass Menolly keinerlei Vorurteile hegt. Dann ist da der kleine, freche Piemur, der so vorlaut, aber immer zur Stelle ist, wenn sie Hilfe braucht und nebenbei für den nötigen Witz sorgt - keine sehr ungewöhnliche Figur für eine Fantasygeschichte, aber dennoch möchte ich ihn nicht missen, da er die Geschichte auflockert. Außerdem lernt sie natürlich einige Meister und Harfnergesellen kennen, von denen alle sehr interessante Eigenarten haben, aber am meisten stechen der sympathische Geselle Sebell und der etwas sture Lehrer fürs Komponieren hervor. Bei ersterem hatte ich auf eine Liebesgeschichte mit Menolly getippt, aber darauf wartet man in diesem Buch vergebens, auch mal eine angenehme Abwechslung.

Des Weiteren darf man natürlich nicht die ebenso tüchtige wie herzerwärmende Hausherrin Silvina und den altehrwürdigen und dabei nie überdistinguierten Meisterharfner Robinton vergessen, der durch seine große Bedeutung auf Pern beeindruckt, aber dabei nie seine Menschlichkeit verliert, was sich natürlich zum einen an seiner Behandlung Menollys und zum anderen besonders beim Schlüpfen seiner Feuerechse zeigt, bei der er aufgeregt ist wie ein Kind. Zwar sorgen die Miniaturdrachen immer wieder für Aufregung und unangenehme Situationen (besonders für Menolly), was sie manchmal etwas nervig macht, aber das verzeiht man schnell, da man sich keine loyaleren Freunde wünschen kann. Darüber hinaus sind sie ausgesprochen faszinierende Zeitgenossen, die durch ihre mentalen Fähigkeiten noch interessanter werden und ganz nebenbei (zumindest in dieser Geschichte) fast vollständig ihre größeren Verwandten ersetzen - und das erstaunlich gut, da es einem erst bei genauerer Betrachtung so richtig auffällt.

Natürlich sind die Drachen und ihre Reiter das übergeordnete Thema dieser Reihe, aber in diesem Buch spielen sie keine sehr große Rolle, was einem von vornherein klar sein sollte. Zwar wird auch hier ihre große Bedeutung für Pern deutlich, aber mehr theoretisch, da nur sehr selten tatsächlich mal ein Drache auftaucht. Da es in der Geschichte ja aber auch um Menolly und die Harfnergilde gehen soll, finde ich das durchaus angemessen und durch die Feuerechsen habe ich - wie bereits erwähnt - die Drachen kaum vermisst. Allerdings muss ich sagen, dass diesem Buch das Spektakuläre fehlt, was aber nicht an den fehlenden Drachen, sondern vielmehr daran liegt, dass die Geschichte einfach so vor sich hinplätschert, aber nichts wirklich aufregendes passiert. Durch den flüssigen Erzählstil der Autorin ist das aber gar nicht mal so schlimm, da sich das Buch locker durchlesen lässt und die liebevoll gestalteten Charaktere einem so sympathisch sind, dass ich gerne ihre Entwicklung verfolgte.

►[Fazit]◄
Bei diesem Buch ist mir die Bewertung ziemlich schwer gefallen, da ihm das Spektakuläre fehlt und sich sicherlich nicht jeder für Musik interessiert, um die es hier - neben der Entwicklung der Charaktere - ja hauptsächlich geht. Andererseits ist mein Musikinteresse so gering, dass ich nur erahnen kann, wie sich ein Sopran oder ein Bariton anhört, und ich habe das Buch trotzdem gerne und zügig gelesen, weshalb ich mich letztlich für die Vergabe einer Empfehlung und von vier Sternen entschieden habe.


   

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Spitzentitel
Bewertung für Drachenreiter-Zyklus / Anne McCaffrey von  Cadderly

Pro: Hautnahe Science-Fiction/Fantasy
Kontra: hauptsächlich für jüngere Leser

...Der Drachenreiter von Pern-Zyklus zählt zu den wohl besten Science-Fiction und Fantasy Zyklen überhaupt. In ihm schildert Anne McCaffrey in nunmehr 12 Bänden wie Siedler von der Erde auf dem Planeten Pern stranden, und dort um ihr Überleben kämpfen, indem sie einheimische Echsen zu Drachen heranzüchten. Im Laufe der Jahrhunderte bildet sich eine feudalistische Kultur heraus, gestützt von den Drachenreitern, die mit ihren Tieren, eine enge Bindung eingehen und immer dann gebraucht werden, wenn ein vorbeiziehender Planet gefährliche Sporen abwirft, Lebensformen die Mensch und Tier auf Pern bedrohen. Die ersten Bände (Die Welt der Drachen, Die Suche der Drachen, Drachengesgang, Drachensinger, Drachentrommeln und Der Weiße Drache) spielen in einer Zeit, da die Sporen nach mehreren Jahrhunderten Pause wieder auf Pern herabregnen. Anne McCaffrey... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich

hilfreich
01.01.1970


Drachenreiter-Zyklus / Anne McCaffrey

Haupteigenschaften

Autor: Anne McCaffrey

Autor Nachname: McCaffrey

Autor Vorname: Anne

Autor Name invertiert: McCaffrey, Anne

Titel: Drachensinger

Thematik: Fantasy

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