Über sich:Ich bin mehr als 20 - 30 Worte beschreiben können - vor allem der schlimmste Feind aller Nicht-Erfah...
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Ich war mal wieder im Kino - diesmal in "3 Engel für Charlie", bzw. "Charlie's Angels" im Original. Der Film ist ein Remake der gleichnamigen Serie aus den 70er Jahren, die damals in mancher Hinsicht Maßstäbe setzte, vor allem im Bereich der Fönfrisuren...
[DIE SERIE - wie alles begann?]
Die 3 Polizistinnen Kelly, Sabrina und Jill wurden in der Serie zu langweiliger Büroarbeit in einem miesen Polizeirevier eingeteilt - da das den Powerfrauen aber nicht wirklich in den Kram passte, begannen sie für den Millionär Charlie Townsend in dessen Detektei zu arbeiten. Kontaktmann zu Charlie ist der etwas tollpatschige Bossy (keine Ahnung, ob das richtig geschrieben ist...). Charlie war in der Serie niemals zu sehen, man hörte immer nur seine Stimme.
Und so rasten die 3 Mädels durch wildeste Stunts, kämpften mit allen Körperteilen und stets war die Frisur perfekt (gabs damals schon 3-Wetter Taft?).
"3 Engel für Charlie" war damals Trendgeber für eine Generation von Frauen, die besonders angetan waren von den Frisuren der Hauptdarstellerinnen, allen voran der von Farah Fawcett. Um die 3 Schauspielerinnen von damals ist es übrigens ruhig geworden, meines Wissens nach ist keine der dreien noch im Film- oder Showgeschäft tätig.
Für die Filmbranche wurde es also Zeit, ein Remake der damals äußerst beliebten Serie als pompösen Actionfilm á la Hollywood zu drehen, natürlich mit den dazu (für die heutige Zeit) passenden Frauentypen...
[DIE STORY DES FILMS - Hä? Story?]
Die 3 Detektivinnen, die allesamt versuchen ein normales Tarnleben zu führen, werden mal wieder zu Charlie gerufen - denn die Welt geht unter und eine furchtbare Katastrophe ist passiert. Böse, böse Kriminelle haben einen Programmierer entführt, welcher eine Software entwickelt hat, die die Stimme eines Menschen in eine Art Code umwandelt, mit dem die betreffende Person einwandfrei identifiziert werden kann. Dieser ruchlosen Tat verdächtigt wird ein Industrieller, der ein weltumspannendes Satellitennetz aufgebaut hat. Der fiese Kerl könnte mit seinen Satelliten und dieser Software ordentlich Geld machen, indem er gegen Bezahlung die exakte Position der gesuchten Person ausmachen kann.
Charlie kann das nicht zulassen, folglich schickt er seine drei Engel los, um den Entführten zu finden und das Unglück zu verhindern.
### ALLE, DIE DEN REST DER STORY NICHT LESEN WOLLEN SPRINGEN JETZT BITTE ZUM NÄCHSTEN ABSCHNITT###
Manche Autoren schaffen es, diesen Plot zu einem guten Film zu machen, aber da Unterhaltung auf einer höheren Ebene als den männlichen - äh - menschlichen Grundinstinkten anscheinend nicht erwünscht war, musste man die Geschichte noch etwas ausbauen, damits noch etwas absurder wird.
Natürlich ist der Entführte der Böse, der das Ganze nur eingefädelt hat, weil er Charlie die Schuld am Tod seines Vaters gibt und der Geschäftsmann, der zu Beginn als Verdächtiger vorgestellt worden ist, musste sein Leben lassen damit der Computerfreak an das weltweite Satellitennetz rankommen konnte, da er damit den mysteriösen Charlie ausfindig machen kann. Das Happy End ist natürlich unausweichlich, Charlie bleibt nach wie vor unbekannt, auch wenn eine der drei ihn mal kurz zu Gesicht bekommt.
So, das war das Ende der Geschichte, der Rest ist entweder Special Effects-Feuerwerk oder Fleischbeschau.
[DIE DREI ENGEL - was fürs Auge]
1 - Cameron Diaz
Dürfte den meisten ein Begriff sein, spätestens seit "Verrückt nach Mary". Gehört mit Sicherheit zu den talentiertesten Jungschauspielerinnen, hat neben Ulk-Filmen auch schon ernstere Kost gedreht, z.B. "Being John Malkovich".
2 - Lucy Liu
War mir völlig unbekannt - ich habe eben gelesen, dass sie bekannt geworden ist durch die Serie "Ally McBeal", außerdem hat sie in "Payback" an der Seite von Mel Gibson gespielt. Das man sie für "3 Engel für Charlie" ausgesucht hat, ist kein Wunder: sie hat eine Tanz- und Kampfausbildung, eignet sich also wunderbar dafür, andere Leute zu vermöbeln und dabei eine gute Figur zu machen...
Mitproduzentin des Films. Erlebt hat sie schon viel in Ihrem Leben, bekannt geworden durch "E.T.", später Drogenexzesse und große Probleme, abgeschrieben von der Presse. Doch sie hat sich wieder gefangen, ernährt sich jetzt vegetarisch und gründete eine eigene Produktionsfirma. Ihre letzte Rolle hatte sie im Film "Ungeküsst".
[MEIN FAZIT - oder: warum der Film Geldverschwendung ist]
Ich bin ja schon nicht mit der Erwartung in den Film gegangen, ich würde exquisite Kost zu sehen bekommen - aber ich war trotzdem sehr enttäuscht, der Film ist voller unlogischer, fragwürdiger Dinge und eindeutig um seine drei Hauptdarstellerinnen entstanden.
Die Special Effects sind schlichtweg und einfach schlecht - wer genau hinsieht, erkennt sofort ob die Szene echt ist oder ob Bluescreen oder Computer nachgeholfen haben. An dem Punkt frage ich mich: wieso? Die Technik ist mittlerweile soweit, dass man solche Dinge extrem realitätsnah darstellen kann. Hatte die Produktionsfirma etwa kein Geld mehr? Waren die speziell für die "Engel" angefertigten Kleidungsstücke zu teuer? Ich habe darauf keine Antwort, aber Effekte von solch schlechter Qualität haben in einem Film, für den so viel Rummel gemacht worden ist, nichts verloren.
Die Story wirkt arg abgedreht, aber damit hätte ich mich zur Not noch anfreunden können (ging bei MI:2 ja auch...), wenn nicht viele Szenen so unglaubwürdig wären. Egal, wo die Engel sich aufhalten, egal was passiert, sie bleiben völlig unversehrt. Am Ende detoniert ein Helikopter, von dem sie gerade abgesprungen sind. Natürlich werden sie nicht von umherfliegenden Teilen getroffen, und das herabstürzende Wrack der Maschine trifft natürlich auch niemanden. Außerdem können die 3 Mädels runterspringen wo sie wollen, Drew rollt mal einen ganzen Abhang unbekleidet hinunter, hat danach kaum Schrammen am Körper, geschweige denn irgendwelche Verletzungen - das passt vielleicht in einen Actionfilm, wirkte auf mich aber trotzdem befremdlich, da man trotz aller Action irgendwo die Realität nicht aus den Augen verlieren sollte. Kurz gesagt: wieder mal ein Film, bei dem man das Gehirn tunlichst ausschalten sollte.
A propos Gehirn: ich habe ja gerade eben schon erwähnt, dass die Story rund um die Hauptdarstellerinnen aufgebaut worden ist - die Kleidung und die Kameraeinstellung sind es auch. Der Film gleicht stellenweise einer wirklichen Fleischbeschau - in einer Szene steigen die Mädels aus dem Wasser, Cameron in der Mitte, in einem Tauchanzug, der aus irgendwelchen Gründen in der Mitte ein Stück weit nicht verschließbar ist man somit mitten zwischen ihre Brüste schaut - und die Kamera hält voll drauf.... bis Cameron genau vor ihr steht. Muss das sein? Ich meine, das dürfte vielen gefallen, aber was sagt es über einen Film aus der zu solchen Mitteln greifen muss???
Zum Thema Realitätsnähe fällt mir noch ein Kritikpunkt ein, den man allerdings auch bei vielen anderen Filmen gelten lassen könnte: ich finde es jedes Mal erstaunlich, wie einfach es in Filmen ist, in andere Computersysteme einzudringen bzw. diese darzustellen. Dieser Geschäftsmann mit seinem Satellitennetz hat seine wichtigste Software in einem Raum verbarrikadiert, der natürlich nicht nur sehr gut (ZU gut...) gesichert ist, der Raum erinnert Star Trek-Fans sofort an eine Art Warp-Kern. Wirkt arg futuristisch... Natürlich ist es im Film auch für niemanden ein Problem, mit der neuen, fremden Software umzugehen. Vielleicht bin ich mit der Meinung ja alleine, aber mir reicht es, in 9 von 10 Filmen immer sehen zu müssen wie leicht das doch alles ist - die sollen zwar um Himmels willen keine Anleitung zum hacken liefern, aber so einfach, wie es dargestellt wird, ist es weiß Gott nicht, und daraus kann man auch ein spannendes Stück der Geschichte machen.
Weitab jeglicher Realität ist auch die Fähigkeit der Engel, aus einem Fingerabdruck mittels eines Abtastscanners und einer Art Latexsuppe in einem Bottich eine komplette neue Hand erstellen zu können. Irgendwie kam ich mir in dem Moment reichlich veralbert vor und ich habe mich wirklich gefragt, ob der Teil des Drehbuches von Kindern geschrieben worden ist.
Tja, "3 Engel für Charlie" ist kein Film, den man gesehen haben muss. Und ich würde dafür auch kein Geld mehr ausgeben, denn ich war von dem Film noch enttäuschter als von "Mission : Impossible 2" - und das will was heißen...
Der einzige Grund, der für den Film sprechen könnte, wären die Hauptdarstellerinnen - aber mir persönlich ist dafür das Geld zu schade, denn für mich ist Unterhaltung im Kino mehr als nur das Betrachten von schönen Frauenkörpern.
29.07.2001 20:40
Da frage ich mich ernsthaft, warum ihr zwei ständig ins Kino rennt, wenn doch die Filme so schlecht sind...
18.07.2001 12:36
uff-- so muss eine filmkritik sein !!!!!
28.05.2001 21:22
Ich finde es richtig schrecklich deine Geilheit gegenüber den Mädchen. Ein besserer Titel fällt dir wohl nicht ein!