... Der Titel lautet:
23 - Nichts ist so wie es scheint
Randdaten
* Originaltitel: 23 – Nichts ist so wie es scheint
* Produktionsland: Deutschland
* Originalsprache: deutsch
* Erscheinungsjahr: 1998
* Länge: 99 Minuten
* Altersfreigabe: FSK 12
* Regie: Hans-Christian Schmid
* Drehbuch: ... Bericht lesen
AC3Sprache: DeutschDer 19-jährige Computerfreak Karl Koch macht sich auf die Suche nach den Hintergründen politischer Mechanismen. Er entdeckt Unglaubliches und verliert dabei langsam die Kontrolle über sein Leben.
Filmband in Gold ausgezeichnet wurde) glaubt an die Magie der Zahl 23 und an die Arbeit der Illuminaten, ein Geheimbund, der im Hintergrund die Fäden im politischen und wirtschaftlichen Weltspiel zieht. Er ist gerade mal 19 und ein genialer Computerhacker und König des Netzes. Mit seinem Freund David (Fabian Busch) macht er sich einen Spaß daraus, diverse Firmensysteme zu knacken. Aus dem Spaß wird Ernst, als die Kleinkriminellenkumpel (Dieter Landuris und Jan Gregor Kremp) gehackte Informationen an die Russen verkaufen wollen. Karl zieht sich immer mehr aus der Realität zurück, arbeitet nur noch am Rechner. Um sich wach zu halten, nimmt er Drogen, und steigert sich in die Buchwelt von Illuminatus hinein. Ein intelligentes und vielschichtiges Drama über das Erwachsenwerden, das Regisseur und Ko-Autor Hans-Christian Schmid auch in Nach fünf im Urwald und in Crazy eindringlich schildert. Hier nahm er sich den realen Hacker- und Industriespionage-Fall von Karl Koch als Vorbild, der in den 80er Jahren von den Medien aufgekocht wurde. Mit Autor Michael Gutmann recherchierte er den Fall sehr ausführlich, bemühte sich aber vor allem dem Menschen Karl gerecht zu werden. Sehr schön gefilmt (einschließlich Archivmaterial aus Fernsehnachrichten der Zeit) und mit gutem Soundtrack bestückt, funktioniert der erwachsene Film, mit etwas über 680.000 Zuschauern übrigens einer der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres 1999, auch als spannender Politkrimi. --Heike Angermaier
Filmband in Gold ausgezeichnet wurde) glaubt an die Magie der Zahl 23 und an die Arbeit der Illuminaten, ein Geheimbund, der im Hintergrund die Fäden im politischen und wirtschaftlichen Weltspiel zieht. Er ist gerade mal 19 und ein genialer Computerhacker und König des Netzes. Mit seinem Freund David (Fabian Busch) macht er sich einen Spaß daraus, diverse Firmensysteme zu knacken. Aus dem Spaß wird Ernst, als die Kleinkriminellenkumpel (Dieter Landuris und Jan Gregor Kremp) gehackte Informationen an die Russen verkaufen wollen. Karl zieht sich immer mehr aus der Realität zurück, arbeitet nur noch am Rechner. Um sich wach zu halten, nimmt er Drogen, und steigert sich in die Buchwelt von Illuminatus hinein. Ein intelligentes und vielschichtiges Drama über das Erwachsenwerden, das Regisseur und Ko-Autor Hans-Christian Schmid auch in Nach fünf im Urwald und in Crazy eindringlich schildert. Hier nahm er sich den realen Hacker- und Industriespionage-Fall von Karl Koch als Vorbild, der in den 80er Jahren von den Medien aufgekocht wurde. Mit Autor Michael Gutmann recherchierte er den Fall sehr ausführlich, bemühte sich aber vor allem dem Menschen Karl gerecht zu werden. Sehr schön gefilmt (einschließlich Archivmaterial aus Fernsehnachrichten der Zeit) und mit gutem Soundtrack bestückt, funktioniert der erwachsene Film, mit etwas über 680.000 Zuschauern übrigens einer der erfolgreichsten deutschen Filme des Jahres 1999, auch als spannender Politkrimi. --Heike Angermaier
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Agieren sie immernoch im Untergrund...die Illuminaten?
Erfahrungsbericht von Mausimausmaus über 23 - Nichts ist so wie es scheint 12.05.2010
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Story beruht auf wahren Begebenheiten / tolle Darsteller / eindringlich erzählt !
Kontra:
-
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Willkommen bei Mausimausmaus
Auch wenn man primär im Hier und Jetzt lebt, sollte man sich doch ein wenig für die Vergangenheit interessieren und so stieß ich auf einen Film, der sich mit Ereignissen befasst, die zeitlich in den 1980er Jahren anzusiedeln sind: dem so genannten KGB-Hack, für den zwei Jugendliche aus Hannover verantwortlich waren. Der Titel lautet:
23 - Nichts ist so wie es scheint
Randdaten
Originaltitel: 23 – Nichts ist so wie es scheint
Produktionsland: Deutschland
Originalsprache: deutsch
Erscheinungsjahr: 1998
Länge: 99 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Hans-Christian Schmid
Drehbuch: Michael Gutmann, Hans-Christian Schmid
Produktion: Jakob Claussen, Thomas Wöbke
Musik: Norbert Jürgen Schneider
Kamera: Klaus Eichhammer
Darsteller/innen
August Diehl: Karl Koch
Fabian Busch: David
Dieter Landuris: Pepe
Jan-Gregor Kremp: Lupo
Stephan Kampwirth: Maiwald
Lilly Marie Tschörtner: Beate
Patrick Joswig: Alex
Peter Fitz: Brückner
Preis
Ich habe diese DVD bei www.buch.de bestellt und 7,99 €uro bezahlt.
Handlung
Die Bundesrepublik Deutschland ist in den 1980er Jahren geprägt von der Trennung zwischen Ost und West, der Friedensbewegung, Anti-Atomkraft-Demos und der Endphase des Kalten Krieges. Karl Koch (August Diehl) aus Hannover kommt aus schwierigen familiären Verhältnissen: Seine Mutter starb als er noch ein Kind war, sein Vater schlägt sich mit Alkoholproblemen herum, erkrankt schliesslich an einem Gehirnumor, der auch sein Leben frühzeitig beendet. Karl bleibt nur der grosse Batzen Geld, den er ihm vermacht hat. Der 19jährige fühlt sich allein gelassen, beginnt die Welt um ihn herum mißtrauisch zu beäugen und flüchtet sich in die Welt der Computer, deren Siegeszug durch die Haushalte damals erst begann. Inspiriert durch die intensive Lektüre der "Illuminatus" - Büchern entwickelt Karl die Idee einer Verschwörungstheorie, in der die Zahl "23" eine alles verbindende Rolle spielt. Er hackt sich in die weltweiten Datennetze, um politische und wirtschaftliche Zusammenhänge zu finden, die sich mit seiner Verschwörungstheorie decken. Durch falsche Freunde, die ihn nicht nur mit immer neuen Aufträgen, sondern auch mit Drogen versorgen, verfällt er nach und nach in einen Wahl. Er kann Fiktion und Realität nicht mehr auseinander halten und ahnt nicht, dass er selbst zu einem Werkzeug politischer Macht geworden ist...
Test und Bewertung
Im Fokus der auf wahren Begebenheiten basierenden deutschen Produktion von Hans-Christian Schmid mit dem Titel "23 - Nichts ist so wie es scheint" stehen die KGB-Hacks in den Jahren 1985 bis 1989 sowie im speziellen die Persönlichkeit Karl Kochs, einer der jungen Männer, die diese zu verantworten hatten. Wer meint, dass es sich hier um einen Streifen für Freaks handelt, der mit Begriffen aus der PC-Welt nur so gespickt ist, der irrt: Ziel ist es die Selbstzerstörung eines Schülers zu schildern und zwar so authentisch wie möglich. Unglückliche Umstände sorgten dafür, dass aus Interesse und Leidenschaft gefährlicher Ernst wurde: Unter dem Pseudonym "Hagbard-Celine" hackte sich Karl Koch im Auftrag des KGB, vertreten durch einen Kontakt namens "Serge" in zahlreiche westliche Computersysteme und spähte Daten aus - er wurde dafür großzügig entlohnt. Er gab jedoch an, dass es nie sein Ziel gewesen sei sich durch den Einsatz seiner Fähigkeiten materiell zu bereichern - er wolle lediglich einen Beitrag dazu leisten, dass Informationen allen zugänglich gemacht werden, denn nur so könne ein Machtmißbrauch durch einzelne Personen oder Gruppen eingedämmt werden. Analysiert man die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation, so läßt sich folgendes feststellen. Der Siegeszug der Computer, die weltweite Vernetzung und die "Geburt" einer Informationsgesellschaft - in den 1980er Jahren noch Zukunftsmusik - hat zwar zweifellos stattgefunden, doch noch zu einer gerechteren Verteilung der Macht hat dies nicht nicht geführt - ganz im Gegenteil.
Der junge Hacker hat sich im Prinzip geopfert ohne es zu ahnen, denn anfänglich wirkte er wie der Prototyp eines westdeutschen Jugendlichen in den 1980er Jahren: Unzufrieden und rebellisch. Unterstützt wird dieses Bild durch eine entsprechende musikalische Untermalung, denn die Songauswahl kann sich sehen lassen. Erwähnt seien da z.B. "Child in time" von Deep Purple, "Rauchhaussong" von Ton Steine Scherben oder "Eithies" von Killing Joke - gezielt in bestimmten Stadien von Karls Entwicklung eingesetzt. Diese ist traurig bis tragisch und wird sehr eindringlich geschildert, was nicht zuletzt dem Talent des mir bis dato unbekannten Schauspielers August Diehl geschuldet ist. Man ahnt spätestens nach der Hälfte des Films, dass Karls immer mehr zunehmender Drogenkonsum, die vielen Parties, das nächtelange Sitzen vor dem PC und die Angst vor einer Entlarvung seiner Aktivitäten ihn in eine Sackgasse führen, körperlich wie psychisch. Der Film, dessen Titel etwas reisserisch klingt und vielleicht andere Erwartungen schürt, lebt nicht von Nervenkitzel und Thrill, sondern von Aufklärung, Authentizität und der Stimmung einer Generation - das wird deutlich, fasziniert und regt zum Nachdenken an. Ergänzend kann man sich die auf der DVD befindlichen Extras (Interaktive Menüs, Szenenanwahl, Textinfos, Making of, hinter den Kulissen) zu Gemüte führen. Kein Muss, aber auch nicht uninteressant.
Der echte Karl Koch ging übrigens - das schildert auch der Film - gänzlich straffrei aus und wurde in ein Zeugenschutzprogramm aufgenommen, da er sich bereit erklärte beim Verfassungsschutz auszusagen. Pepe und Lupo wurden festgenommen und in einem Prozess, welcher von der Öffentlichkeit mit grossem Interesse begleitet wurde, zu Bewährungsstrafen zwischen 2 Jahren und 14 Monaten verurteilt. Karl Koch verbrachte aufgrund seiner Drogenabhängigkeit und seines kritischen Geisteszustandes einige Zeit in der Psychiatrie ehe er wieder ins Leben entlassen werden konnte. Zuletzt übte er einen Halbtagsjob als Fahrer aus. Am 23. Mai 1989 kehrte er von einer Dienstfahrt nicht zurück - eine Woche später fand man seine verkohlte Leiche in einem Birkenwald neben der Bundesstraße nach Wolfsburg. Ob es sich um Freitod durch Selbstverbrennung oder um Mord handelte, konnte nie restlos aufgeklärt werden. Karl Koch wurde nur 23 Jahre alt.
Auch wenn die Frage, ob unsere Welt von Geheimbünden beherrscht wird, unbeantwortet bleibt: "23 - Nichts ist so wie es scheint" ist für mich einer der besten deutschen Filme, hat zu Recht 1999 den deutschen Filmpreis erhalten und verdient auch in meiner Bewertung sowohl fünf Sterne als auch eine Weiterempfehlung.
Vielen Dank für Eure Lesungen, Bewertungen und Kommentare!
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Titel: 23 ? Nichts ist so wie es scheint
Genre: wahre Begebenheit
Bildformat: 16:9 - 1.77:1
Produktionsland: Deutschland
Tonformat: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Länge: 95 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Erscheinungsjahr der DVD: 2001
Produktionsjahr: 1998
Regionalcode: 2
Studio: Euro Video
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SCHAUSPIELER...
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...und ihre Quersumme, die 5. Überall begegnet Koch Hinweisen. So trat beispielsweise das deutsche Grundgesetz am 23.5.1949 in Kraft (und 1949 hat überdies noch die Quersumme 23). Auch das Datum der deutschen Wiedervereinigung hat in der Quersumme die 23, das amerikanische Pentagon ist ein Fünfeck, und der erste US-Präsident Washington beginnt mit einem 'W', dem 23. Buchstaben des Alphabets. Und so weiter.
Meister-Hacker Karl Koch verliert sich immer mehr in seinen Phantasien, beginnt zu koksen und entwickelt eine waschechte Paranoia. Doch - so wird sich zeigen - nicht grundlos! Denn am 23.5.1989 verschwindet er spurlos. Er ist zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt...
Das Drehbuch von Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann basiert im wesentlichen auf einer wahren Begebenheit. Lediglich einige Details wurden aus dramaturgischen Gründen geändert...
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Pro: Deutscher Filmpreis 1999, regt zum Nachdenken an, basiert auf waren Tatsachen Kontra: gibt nix
...Vor ungefähr 5 Jahren gelang dem deutschen Regisseur Hans-Christian Schmid mit ?23 ? Nichts ist so wie es scheint? ein kleines Meisterwerk.
Mitte der 80er Jahre: Karl Koch (August Diehl) ist 19 und ein richtiger Computer-Freak. Zusammen mit seinem Kumpel David (Fabian Busch), dessen Codename Goliat ist, zapft er internationale Großrechner an und verkauft die Informationen an den KGB. Sie gehen immer professioneller vor. Von der Lektüre des Romans 'Illuminatus' von Robert Anton Wilson angeregt, glaubt er an eine weltweite Verschwörung. Dreh- und Angelpunkt ist die Zahl 23 und ihre Quersumme, die 5. Überall begegnet Koch Hinweisen. So trat beispielsweise das deutsche Grundgesetz am 23.5.1949 in Kraft (und 1949 hat überdies noch die Quersumme 23) und das wichtigste Gebäude der USA, das Pentagon, ist ein 5-Eck. Auch das Datum...
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