Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
nicht ganz so künstlich wie viele andere Filme dieser Art |
| Kontra: |
der Humor kommt ein wenig kurz, Story ist nun wirlich nicht neu |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hey folks!
Ich liebe sie ja, diese Filmchen. Diese nicht wirklich anspruchsvollen, leicht dahin plätschernden, möglichst romantischen Teeny- High School Filmchen. Über diesen Film hatte ich bisher nicht viel gutes gehört, aber irgendwie hat er mich trotzdem interessiert und deswegen habe ich ihn blind gekauft und es nicht wirklich bereut. Weil so schlecht ist er gar nicht.
Aber zunächst mal – worum geht’s eigentlich?
An der High School, wo dieses Geschichtchen spielt, steht demnächst das 100. Jubiläum des Bestehens an. Und jede High School hat wohl bestimmte Traumpaare, in diesem Fall sind das Nicole und Dave und so ist jedem klar, dass die beiden zusammen hingehen. Nicole ist „Miss School Spirit itself“ (sorry, dafür gibts einfach keine Übersetzung, falls ihr ganz verzweifelt nach der Bedeutung sucht, sagt mir Bescheid und ich versuche, es euch zu erklären und falls ihr eine passende Übersetzung habt – ich bitte um Kommentare...) und hat den ganzen Ball organisiert und Dave ist DER Basketball-Star. Dumm nur, dass sich Dave dann plötzlich in einen Cheerleader einer anderen Schule verliebt und Nicole also alleine dasteht... Also braucht sie schnell ein neues Date und da bleibt nur ihr Nachbar Chase übrig. Einerseits ist das ganz praktisch, weil er auch gerade von seiner Freundin verlassen wurde, aber bisher gingen sie in ihrem Leben in völlig verschiedene Richtungen, er ist nämlich eher so der Rebell und Anti-Schule usw. Also muss sie ihn umändern , so dass „sie sich mit ihm auch zeigen kann“ – und ihm scheint das gar nicht mal so schlecht zu gefallen, auch mal von anderen akzeptiert zu werden und nach einigen Krisen, die sie noch zu überwinden haben, kommen die beiden dann endlich auch zusammen – verlieben sich ineinander und alles ist schön.
Da dies ja ein typischer amerikanischer High School Film ist, ist er natürlich auch voller Klischees und vorhersehbaren Handlungen. Und damit werde ich jetzt auch mal anfangen, bevor ich zu dem komme, was diesen Film doch von anderen unterscheidet.
Ermal ganz klar – er ist unrealistisch. Chase ist zum Anfang des Filmes wirklich absolut anti-Schule. Er plant irgendwelche Aktionen um den Schulalltag zu stören, boykottiert sämtliche Schulveranstaltung und gehört eben zu einer Clique, die mit Schule und einer „positiven Lebenseinstellung“ nicht viel am Hut hat.
Aber Nicole schafft es natürlich sagenhaft schnell, ihn zu begeistern. Z.B. nur während einem Basketballspiel, zu dem sie ihn mitschleppt wandelt er sich vom gernervt-vor-sich-hinstarrendem und was-soll-das-denn-alles-Denker zum Mitanfeurer und Macht-das-Spaß-Denker.
Und noch was anderes typisches: Wie in so vielen anderen Filmen ist auch hier die beste Freundin von Nicole in Wahrheit doch wieder nur eine fiese Intrigantin. Sie ist neidisch auf Nicole, weil die glücklich und erfolgreich und beliebt ist und versucht, ihr alle Jungs auszuspannen und wird am Ende doch nicht happy, weil ihr Plan nicht wirklich funktioniert hat.
Das waren jetzt nur zwei kurzen Beispiele, aber man kann wohl auch insgesamt und auf den ganzen Film bezogen sagen, dass er nichts besonders neues ist. Die Story kennt man auch tausend anderen Filmen, Humor und Romantik kommen ein bisschen kurz, sind aber auf alle Fälle vorhanden.
Aber es gibt definitiv Aspekte, die diesen Film ziemlich von den anderen abheben. Da sind zum Beispiel die Schauspieler bzw. Darsteller.
Klar, Nicole kennen sicher alle, sie wird gespielt von Melissa Joan Hart – bekannt aus „Sabrina – Total verhext“ (Deswegen auch der Titel dieses Berichtes). Sie spielt gut, wie auch schon aus ihrer (ihren) Serie(n) mit Witz und vor allem sehr natürlich.
Nicoles beste Freundin scheint auch auf ihre Rolle festgeschrieben zu sein. Ich weiß leider nicht mehr ihren Namen, denn so wichtig ist sie in diesem Film nicht und so besonders grandios hat sie auch nicht gespielt, wahrscheinlich lies sich aus der Rolle auch nicht viel machen, jedenfalls ist es die gleiche Schauspielerin, die auch schon in „10 Dinge die ich an die hasse“ die beste Freundin der Hauptdarstellerin gespielt hat.
Chase – Nicoles Nachbar und später auch Freund ist der Grund, warum mit eigentlich aufgefallen ist, dass die Schauspieler ziemlich gut ausgesucht sind. Er ist nämlich nicht so ein typischer Schönling. Zum Anfang sowieso nicht, da soll er ja auch ein bisschen „verlottert“ aussehen, aber selbst nach der „Generalüberholung“ von Nicole, also nach einer völlig neuen Einkleidung, einem Verpassen von einem „ordentlichen“ Haarschnitt und überhaupt, nachdem er nicht mehr ganz so verpeilt aussieht, sieht er immer noch aus wie jemand, den es auch wirklich gibt, den es auch wirklich auf einer High School rumläuft und jemand, der auch wirklich ein Nachbar sein könnte. Also wirklich wie ein Junge von nebenan.
Und auch seine Freunde sind „Normalos“ – und das ist jetzt ganz positiv gemeint. Der eine ist ein bisschen kleiner und hat vielleicht noch ein bisschen Babyspeck, den er mit sich rumträgt, und sie sind einfach ganz natürlich und Leute, die es auch wirklich gibt. Das ist nicht eine von diesen Schulen, wo es vor Hollywood-Schönlingen nur so wimmelt, sondern relativ realistische Schüler.
...Und sie Moral von der Geschicht’?
Diese Filme wollen uns ja immer irgendwas mit auf den Weg geben und so auch dieser. Nur was will uns dieser Film eigentlich sagen???
Natürlich erst mal das Übliche. So von wegen Wahre Liebe gibt es doch und man muss nur drum kämpfen und nie aufgeben.
Und dann sagt der Film ja aber auch noch ein bisschen was über Anpassung. Und da bin ich mir noch nicht ganz schlüssig. Chase und auch seine Freunde sind ja mal ziemlich anti, wie ich ja nun schon öfter gesagt habe. Aber während des Filmes merkt man doch des öfteren, dass sie eigentlich viel lieber auch „dazu“gehören wollen und auch einiges versuchen, um akzeptiert zu werden. Und am Ende haben sie ja dieses Ziel erreicht und sind auch ziemlich glücklich damit. Fazit? „Lauf ruhig mit der Masse mit, ändere und verstelle dich dafür sogar, du wirst deinen Spaß haben“? Zwar werden zwischendurch auch immer mal wieder kritische Meinungen geäußert und das Bild vermittelt, dass nur beliebt sein auch nicht unbedingt glücklich macht, sondern dass man sich schon selber wohl fühlen muss, aber trotzdem finde ich diese Aussage ein bisschen seltsam.
Aber vielleicht sollte man diese Moral auch nicht so ernst nehmen, weil insgesamt ist es wohl doch eher ein Film für zwischendurch, über den man nicht zu viel nachdenken muss.
Vielleicht noch ein Sätzchen zur Musik, denn dadurch ist der Film ja überhaupt berühmt geworden. Wenn man denn bei diesem Film von berühmt reden darf. Das Video von Britney Spears „Crazy“ kennt ihr doch, oder? Da spielen die meisten aus dem Film mit und es ist auch der Titelsong zu „Drive me Crazy“. Und auch die restliche Filmmusik kommt ziemlich aus der Ecke. Also noch ein bisschen mehr Britney, ein bisschen Backstreet Boys und der Rest eher unbekannt, aber trotzdem Pop als Stilrichtung.
Und noch einen kurzen Abschnitt zur Sprache:
Ich hab ihn ja mal wieder in der Originalfassung gesehen und deswegen ist mir die Sprache hier ein besonderes Anliegen. Schön bei den Schauspielern habe ich ja geschrieben, dass alles – soweit es in einem Hollywood Film geht – recht natürlich zugeht. Und so passt auch die Sprache sehr gut, sie ist sehr locker – klingt also echt und ist auch ganz gut umgangssprachlich. Da das ja mit „gutbürgerlichen“ Schülern spielt ist es jetzt nicht der große Slang und viele Schimpfwörter kommen auch nicht vor, aber ein paar schon und das ist auch die einzige Erklärung für mich, wieso der Film – zumindest in England – erst ab 12 ist. Aber eigentlich ist die Sprache sehr angenehm und es macht Spaß, den Leuten in diesem Film auch wirklich zuzuhören.
Also – muss man ihn sehen oder nicht? Hmm, ich denke, ich habe schon Filme vorgestellt, die man eher sehen muss. Für Leute, die diese Art von Filme mögen, ist es eine wirklich nette Ergänzung in ihrer Sammlung. Für andere, die doch eher was für’s Hirnchen [Anspielung auf Emilia Galotti – „Wundert sich das Hirnchen – einer meiner Lieblingssätze, sorry.] wollen – für die hat dieser Film nicht wirklich was zu bieten. Und für Leute, die dann wirklich eine übertriebene Schulze wollen, für die ist es eigentlich auch nichts, weil dazu ist er nun wieder zu bodenständig. Ich denke, wenn man gerne Popmusik hört und Seifenopern guckt, dann ist man die ideale Zielgruppe für Drive Me Crazy.
Na dann, macht Euch noch einen schönen Tag, Els laesst gruessen
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03.01.2002
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Drive Me Crazy--TOPP
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cassanova
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sehr hilfreich
22.06.2000
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verückt
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sehr hilfreich
08.07.2000
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sehr hilfreich
24.07.2000
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Freche Unterhaltung mit fetziger Musik
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engelchen1
Pro: viel gefühl
Kontra: --
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sehr hilfreich
01.08.2000
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