Driver 2 [PLA] (PSX)

Driver 2 [PLA] (PSX)

Rennspiel - Altersfreigabe: ab 6 Jahren - 1-2 Spieler; Analog-Controller-Unterstützung; Rumble-Unterstützung; Memory Card; 2 CD's. - ATARI mehr

Gesamtbewertung Driver 2 [PLA] (PSX) 136 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Als der Buchhalter eines amerikanischen Gangsterbosses ein Abkommen mit dessen ärgsten Rivalen, einem brasilianischen Verbrecherkönig trifft, droht die Gewalt in den beiden...
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1-6 von 135 Erfahrungsberichten    
> Alle 135 Driver 2 [PLA] (PSX) Erfahrungsberichte anzeigen
Spielspaß stelle ich mir anders vor...
Erfahrungsbericht von Magic134 über Driver 2 [PLA] (PSX)
06.04.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: viele Spielmodi, interssante Story
Kontra: viele technische Mängel, Schwierigkeitsgrad teilweise unfair, schlechte Synchronisation

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Driver hat mich damals wochenlang fasziniert, auch wenn der hohe Schwierigkeitsgrad mich mitunter an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, trotzdem war die Motivation zum weiterspielen da. Das Spiel hatte einfach unglaublich viel zu bieten und wurde auch nach Wochen nicht langweilig. Daher habe ich mir dann auch den Nachfolger gekauft, Driver 2. Meine Erwartungen an dieses Spiel waren natürlich groß, aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude...

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Story:
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Wie bereits im Vorgänger, so gibt es auch in Driver 2 wieder einen Undercover-Modus mit Story. Diesmal verschlägt es Undercover-Cop Tanner nach Chicago, Havanna, Rio und Las Vegas.

Pink Lenny, ein Buchhalter, der bisher für den skrupellosen Gangsterboss Caine gearbeitet hat, macht plötzlich mit dem nicht minder gefährlichen Brasilianer Vasquez gemeinsame Sache. Das alles droht letztendlich in einen Bandenkrieg zu eskalieren. Daher gilt es für Tanner, der Hauptfigur im Spiel, zunächst einmal Lenny aufzuspüren und Hindergrundinformationen zu sammeln. Unterstützung erhält er dabei von Tobias Jones, der genau wie Tanner Undercover arbeitet.

Erneut gilt es für Tanner wieder sich das Vertrauen der Gangster zu erschleichen indem er für sie arbeitet...

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Grafik:
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Viel geändert hat sich nicht, oberflächlich betrachtet könnte man meinen Driver 2 sieht genauso aus wie sein Vorgänger. Aber ganz so ist es dann doch nicht. Positiv fällt auf das die Zwischensequenzen nun deutlich besser sind, ich finde sie sind sogar richtig gut gemacht und es macht Spaß sie anzuschauen. Bedauerlicherweise ist das aber auch schon das einzig positive das ich über die Grafik berichten kann. Im Spiel wirkt noch immer alles Grobpixelig, aber hier konnte man wohl auch nicht allzu viel erwarten, die Möglichkeiten der Playstation sind eben begrenzt. Und nach heutigen Maßstäben lässt sich das erst recht nicht beurteilen, da die neuen Konsolen nun mal viel leistungsfähiger sind. Für damalige Verhältnisse war es sicher OK von der Optik her. Wirklich negativ an dem Spiel ist der Gesamteindruck den man schon nach wenigen Spielminuten vermittelt bekommt. Und ehrlich gesagt hatte ich so was bei einem Konsolenspiel noch nie zuvor erlebt. So kommt es vor das der Bildschirm für mehrere Sekunden einfriert oder die Spielbarkeit arg leidet durch heftige Ruckelanfälle. Zeitweise so schlimm das Game unspielbar wird. Meiner Meinung nach darf so was bei einem Konsolenspiel einfach nicht passieren.

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Sound:
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Um mit dem Positiven zu beginnen, die Hindergrundmusik finde ich sehr gelungen. Sie ist stimmungsvoll und passt sehr gut ins Spielgeschehen. Ebenfalls nichts auszusetzen gibt es an den Motorengeräuschen.

Leider sieht es bei der Sprachausgabe (Deutsch) nicht so toll aus. Die Synchronsprecher finde ich teilweise richtig schlecht, besonders schlimm ist die Synchronisation von Tanner, der Hauptfigur im Spiel. Das vermist dann letztendlich auch die Story irgendwie, denn die Dialoge hören sich teilweise einfach lächerlich an. Wirklich sehr schade...

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Steuerung:
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An der Steuerung gibt es eigentlich kaum was auszusetzen. Sie ist unkompliziert und auch wer Driver noch nicht gespielt hat wird schnell damit zurecht kommen. Die Fahrzeuge lassen sich jedenfalls ohne Probleme steuern. Die Zu-Fuß-Steuerung ist zwar teilweise etwas nervig, aber noch akzeptabel und davon abgesehen wird sie im Spiel auch nicht so oft benötigt.

Auch in den Menüs findet man sich sehr schnell zurecht, da diese sehr übersichtlich aufgebaut sind.

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Spielspass:
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Hautbestandteil des Spiels ist der Undercover-Modus. Hier bekommt man, genau wie bereits im Vorgänger, eine spannende Story erzählt. Überraschende Wendungen in der Geschichte gibt es zwar keine, aber trotzdem wird alles sehr interessant erzählt. Die Zwischensequenzen haben mir gut gefallen, mal abgesehen von der schlechten Synchronisation, über die ich mich ja schon ausgelassen habe. Die zerstört meiner Meinung nach auch etwas die Atmosphäre.

Die Aufträge sind wieder sehr verschieden, die Vorgehensweise bei der Erledigung der Missionen gleicht sich aber stets. In der Regel fährt man unter enormen Zeitdruck von A nach B und an hat dabei stets die Polizei oder andere Verfolger am Hals. Wichtigste Neuerung in Driver 2 ist das man nun auch das Fahrzeug verlassen kann. Ähnlich wie in GTA kann man sich nun ein neues Auto „besorgen“, falls das Alte zu sehr beschädigt wurde. Weiterhin sinkt auch die gesucht-Anzeige beim Fahrzeugwechsel auf Null, was in manchen Situationen von besonderen Nutzen sein kann. Der Hacken an der Sache ist allerdings, man hat oft gar nicht die Zeit um das Fahrzeug zu wechseln, da die Missionen zum Großteil ein Zeitlimit haben welches arg knapp bemessen ist. Auch ist es nicht möglich das Fahrzeug zu wechseln während man verfolgt wird. Somit bringt es im Undercover-Modus nicht wirklich viel das man auch zu Fuß unterwegs sein kann.

Der Schwierigkeitsgrad war ja beim Vorgänger teilweise schon recht happig. In Driver 2 finde ich ihn noch um einiges höher, teilweise hat man das Gefühl das das Spiel regelrecht unfair wird an manchen Stellen und oft ist es ganz einfach nur Glück wenn man eine Mission doch noch schafft. Also ehrlich, Spielspass stelle ich mir dann doch etwas anders vor. Ein Spiel sollte herausfordernd sein und besonders kniffelige Missionen können das Ganze durchaus spannend machen und auch die Motivation erhalten. Eigentlich verliere ich auch beim Spielen nicht so schnell die Nerven und bleibe relativ gelassen, auch wenn nicht alles so klappt wie ich es mir vorstelle. In Driver 2 war ich allerdings mehrmals kurz davor den Controller meiner PSOne wutentbrannt an die Wand zu werfen oder meiner Konsole irgendwas schlimmes anzutun, aus purer Verzweiflung. Der hohe Schwierigkeitsgrad im Spiel zusammen mit der teilweise katastrophalen Grafik lassen jedenfalls ganz schnell Frust aufkommen. Doch irgendwie hat mich das Spiel dann doch nicht losgelassen und ich habe jedes Mal weitergespielt, was natürlich auch an der Story lag. Einmal angefangen will man natürlich auch wissen wie es weitergeht, zumindest ist das bei mir so.

An eine Mission erinnere ich mich ganz besonders, es ist allerdings eine eher grauenvolle Erinnerung. Und zwar sollte ich einen LKW entführen. Nun, so simpel wie es sich anhört war es dann leider ganz und gar nicht. Das Ding war verdammt schnell und ein kleiner Fahrfehler konnte schon ausreichen und die Mission war fehlgeschlagen, denn der Abstand zwischen LKW und eigenem Fahrzeug durfte nicht zu groß werden. Und beim Versuch den LKW zu rammen konnte das ganz leicht passieren. Doch das größere Übel war das der LKW auch noch eskortiert wurde und die Eskorte von Anfang an bemüht war meinen Wagen gnadenlos zu rammen. Der Schaden am eigenen Fahrzeug war dabei eher nebensächlich, denn der LKW war dann jedes Mal über alle Berge und die Mission gescheitert. Es war frustrierend. Doch irgendwann, nach unzähligen Versuchen hatte ich schließlich Glück, ich schaffte es den LKW gleich zu Beginn mehrfach zu rammen ohne von der Eskorte erwischt zu werden und die Mission war geschafft. Doch dann – es stellte sich heraus das war noch gar nicht das Ende der Mission, speichern war nicht möglich und es ging weiter. Der LKW musste in eine Garage gefahren werden, endlich war die auf der Karte in Sicht. Dort angekommen hieß es dann das Garagentor öffnen...die Uhr tickte unaufhaltsam und ich hatte keine Ahnung wie man in diesem Spiel ein Tor öffnet. Ich habe dann einfach alle Knöpfe an meinem Controller gedrückt und glücklicherweise ging das verdammte Tor auf. Es war einfach nur Glück das ich die Mission geschafft hatte und so was ist in meinen Augen kein faires Spiel. Es gibt noch unzählige Dinge in Bezug auf Schwierigkeitsgrad und damit verbundene Frustmomente.

Eigentlich ist Driver schon ein tolles Spiel, aber ehrlich gesagt noch mal würde ich mir das nicht antun, unter dem Schwierigkeitsgrad leidet der Spielspass ganz gewaltig.

Doch glücklicherweise hat Driver 2 ja noch einiges mehr zu bieten als den Undercover-Modus. Es gibt Fahrspiele bei denen Checkpoints abgefahren werden müssen, man vor der Polizei flüchtet oder ein Überlebenskampf wo es darum geht von einer ganzen Horde Polizei verfolgt so lange wie möglich zu überleben. Außerdem gibt es einen Multiplayer-Modus, der verschiedene Modi beinhaltet, den ich allerdings nie getestet habe. Weiterhin kann man einfach Spritztouren durch die 4 Städte machen und man kann ich wie bereits im Vorgänger als Regisseur betätigen und Spielszenen bearbeiten und abspeichern, was besonders anfangs ein Riesenspaß ist.

Aufgrund der verschiedenen Spiel-Modi gibt es neben dem eigentlichen Story-Modus noch jede Menge zusätzlicher Unterhaltung. Und es wird nicht so schnell langweilig. Undercover spiele ich ganz sicher kein 2.Mal durch, weil ich`s einfach zu frustrierend fand, aber die Fahrspiele machen auch nach Wochen noch Spaß, ebenso unterhaltsam bleibt die Erstellung eigener Spielszenen.

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Fazit:
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Die Erwartungen an dieses Spiel waren damals recht hoch. Am Ende blieb leider nur Enttäuschung. Einerseits hätte Driver 2 den Vorgänger noch übertreffen können, denn es gibt einige interessante Neuerungen. Doch schon allein aufgrund der vielen technischen Mängel ist das letztendlich nicht der Fall. Mir ist bis heute noch unklar wie es bei einem Konsolenspiel sein kann das solch gravierende Grafikfehler auftreten, zeitweise sogar der Bildschirm einfriert für mehrere Sekunden und heftige Ruckeleinlagen das Ganze teilweise unspielbar machen. Hinzu kommt noch der unerhört hohe Schwierigkeitsgrad im Undercover-Modus, der unweigerlich zu Frustmomenten führt. Von wirklichen Spielspass kann man da nicht sprechen. Es ist eher so das man froh ist wenn man das Spiel endlich durch hat und eigentlich spielt man es nur durch, wenn man wissen möchte wie die Story weitergeht, die ja nicht uninteressant ist. Der Wiederspielwert ist bei mir daher Null. Die übrigen Modi machen allerdings auch nach längerer zeit noch Spaß.

Die Entscheidung ob ich dieses Spiel nun weiterempfehlen würde oder nicht, ist in diesem Fall gar nicht so leicht. Eventuell eine bedingte Kaufempfehlung kann ich geben, aber auch nur aufgrund der Tatsache das man das Spiel inzwischen preiswert bei ebay erwerben kann. Den Vollpreis war Driver 2 jedenfalls nie wert. Bleibt letztendlich nur zu hoffen das die Entwickler was dazu gelernt haben und der 3.Teil wieder besser wird, denn der soll ja in ein paar Wochen erscheinen...


   

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12.07.2002


Driver 2 [PLA] (PSX)

Haupteigenschaften

USK: ab 6 Jahren

Studio: ATARI

EAN: 3546430021583

Genre: Rennspiel

Zusatzinfos: 1-2 Spieler; Analog-Controller-Unterstützung; Rumble-Unterstützung; Memory Card; 2 CD's.

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