11833 und los gehts mit der Beutelschneiderei
26.10.2001
Pro:
Soll da helfen, wo ich erst gar kein Telefonbuch habe
Kontra:
Man hat die 0190 - er Vorwahl vor der 11833 vergessen
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Erreichbarkeit:
Wartezeit:
Aktualität:
Service
 hjesche
Über sich:
Mitglied seit:27.04.2000
Erfahrungsberichte:109
Vertrauende:23
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die gute alte Auskunft 118, kostenlos und im Sinne eines wohl selbstverständlichen Kundenservices, der eine Nutzung des Telefonnetzes ja erst so ermöglicht, wie es aus den Geschäftsgrundlagen zwischen Telekomkunden und der Telekom hervorgeht, ist lange tot. Wer für eine Dienstleistung Gebühren zahlt, sollte das Angebot ja schließlich auch nutzen können und nicht etwa zusätzliche Gebühren zahlen müssen, damit die Nutzung erst möglich wird. Bestes Beispiel : Als Müchner habe ich ja schließlich kein Hamburger Telefonbuch. Es gibt allzuoft Situationen, da komme ich um die verbale Auskunft auch nicht herum: Unterwegs, wenn ich einen Kunden anrufen muss, der mir wieder mal keine Telefonnummer hinterlassen hat (Handy/Telefonhäuschen) oder auch schlicht alle die, die keinen Computer haben oder bedienen können. Auch eine vernüftige CD kostet gutes Geld und wenn ich hier aktuell bleiben möchte, kostet es mit jedem CD Update nochmal. Auch Internet ist da ja nicht ganz kostenlos. Es kostet mich entweder eine Flatrate oder Minutenpreise.
Meines Erachtens ist die Telekom durch die vielen anderen Angebote ohnehin schon sehr entlastet und sollte die Auskunft gefälligts kostenlos anbieten. Anbieter, wie Bell South in den USA, bieten alle Auskünfte kostenlos im Internet und überhaupt hat man da verstanden, dass man keine Gebühren einnehmen kann, wenn die Kunden die Telefonnummer eines anderen Teilnehmers nicht kennen. Auch die telefonische Auskunft ist folglich - kostenlos.
In Deutschland liest sich das aber so: Die Auskunft als notwendiges Servicangebot, das ja den reibungslosen Betrieb des übrigen Leistungsangebots unterstützt, wird mit der 11833 zum Profitcenter. Auf diese Art spart man nicht nur Kosten, nein man versucht zusätzlich zu den Telefongebühren noch eine Einnahmequelle mehr zu erschließen. Geschäftstüchtig - aber bedenklich. Man stelle sich einmal vor, jemand hat einen Garantiefall und müsste zur Abwicklung erst einmal eine Gebühr zahlen. Kaum anders verhält es sich ja hier. Und man setzt noch einen drauf: Die Telefonauskunft wäre angeblich missbraucht worden als Telefonseelsorge, als Dating Club, als Blitzableiter. Ja klar, wir sind es alle, die die Auskunft missbrauchen. Da wir nichts zu verbergen haben, zahlen wir auch gerne . Aber was geht denn da wirklich ab?
Telefonbücher und CDs sind eben nicht auf dem neuesten Stand und es soll auch vorkommen, dass die berühmten kleinen Kärtchen, auf denen man seinen Spezis die neue Telefonnummer mitteilt, nicht alle erreichen kann, die man informieren müsste. Täglich ziehen hunderttausende um und bekommen eine neue Telefonnummer. Täglich kommen Neue Kunden hinzu. Und - "Liebe Telekom, ..." Nicht jeder sitzt ja sowieso schon auf einem gewaltigen Berg von Kundenadressen und bestehenden Verbindungen als ehemaliger Monopolist. Dabei bescheidet sich die Telekom ( aber auch andere Anbieter sind da nicht viel besser) nicht gerade mit einem Gebührentakt,wie das zwischendurch einmal war, nein nur unser Bestes ist gut genug und zwar auf dem Niveau nobler oder meist weniger nobler 0190er Telefonadressen.
Für diesen stolzen Preis sollte man wenigstens Qualität erwarten können. Aber auch hier oft Leere auf weitem Feld. Für teures Geld werden veraltete Telefonnummern genannt, also noch ein Anlauf, kostet ja nur mit unser Bestes (unser Geld) . Noch einmal die alte Nummer und nach kurzem Geplänkel doch die Richtige - und natürlich Service total : "Darf ich gleich Verbinden ?" - Mann, super , jetzt auch noch eine verbale Werbeeinblendung auf meine Kosten, bloß meinen billigeren Provider noch umgehen. ( Wie bei Mc Donald's , gelle? Darfs noch ein Gertänk dazu sein, oder eine Tüte Pommes zum Salat ) - "Nein, bitte NUR die Nummer" - "Die Nummer wird angesagt, ich wünsche ihnen noch einen wunderschönen , beschaulichen und erfolgreichen Tag und gleich auch noch Ihrer ganzen Familie." Na, wie wäre es denn mit dieser Absage, die bringt noch mehr Kohle, als nur die gewünschte Nummer anzusagen. Ich habe ja nichts dagegen, wenn ich am Telefon nett behandelt werde, schließlich leben wir ja nicht mehr zu Kaisers Zeiten, wo man am anderen Ende der Telefonleitung erst mal Haltung annehmen muss, wenn man einen Postbeamten am Draht hat, der vielleicht vorher noch Offizier in der kaiserlichen Armee war. Aber man hat auch hier viel gemeinsam mit einer 0190er Nummer: Illusiuonen sind ebend teuer.
Auch mit der Verständigung hapert es manchmal . Selbst buchstabierte Namen werden erst nach dem dritten Anlauf gefunden. Geht es der Telekom so schlecht oder kriegt man den Hals nicht voll ? Wie ? Das liegt am einzelnen jeweiligen Mitarbeiter ? Ich will Euch mal was sagen bei der Telekom: Fehler von Mitarbeitern sind bekannt und die betriebliche Organisation ist so strukturiert, dass der Mitarbeiter , wenn er sie denn macht, ja ruhig Fehler machen kann, sie können nämlich zu Lasten des Kunden gehen - systembedingt. Irgendwie clever .
Eine Alternative zur telefonischen Auskunft habe ich ja oft nicht. Sicher gibt es auch billigere Anbieter , das ist aber weder hier noch für die Telekom als hauptsächlicher Telefon-Netzbetreiber das Thema. 11833 Die "Nummer" mit der Nummer für 50 Mark im Viertelstündchen. .
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Verwandte Tags für Dt. Telekom Auskunft (11833)
|
|
14.11.2001 09:28
Besser hätte man es wirklich nicht beschreiben können. LG Arinicia
29.10.2001 18:32
der bericht ist sehr gut geschrieben und enthält alle infos zur Nepp Telekom, so nun siehst du das ich nix gegen dich habe oder tun will, es war falsche kategorie und Ende, mein Gott....
27.10.2001 19:26
Evtl. würde die Erwähnung der von Dir als Kontra genannten Kosten ja doch so manchen Leser interessieren? Im Übrigen ist die Auskunft im Internet meines Wissens nach noch kostenlos. Und wer schon mal Mitarbeiter einer kostenlosen Hotline war, der kann die Position der Telekom teilweise nachvollziehen. Der Service kostet Geld und wird wirklich SEHR oft "mißbraucht". So hat eine mir bekannte Firma ihre vormals kostenlose 0130-Servicenummer aus genau dem Grund auf 0190 umgestellt. Der "ehrliche" Kunde zahlt hier die Zeche für alle Anrufer die oft nur zu blöde zum durchlesen der simpelsten Anweisungen sind. (Noch viel öfter waren sie schlicht zu faul dazu)