Erfahrungsbericht über

Dual DVD 8000 MP

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung Dual DVD 8000 MP

 

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Pharaos alter Flachmann

3  06.08.2002 (02.10.2007)

Pro:
Nettes Design / Flache Bauweise / Leises Laufwerk

Kontra:
Unterschwelliger Dauerpfeifton bei Stand By / Spielt Audio - Tracks unvollständig ab / Display / Fernbedienung

Empfehlenswert: Nein  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Bildqualität

Klang

Bedienung

Ausstattung

Zuverlässigkeit

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Tut_Ench_Amun

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 80 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nach dem unrühmlichen Ende meines zweiten DVD-Players, der mich lange genug geärgert hatte, musste natürlich ein Neuer her. DUAL ist Hausmarke und Tochterunternehmen der Karstadt-Quelle AG, dass ursprünglich mal bekannt für seine exzellenten Plattenspieler gewesen ist. Seinerzeit kurz vor der Pleite positioniert der Karstadt-Konzern nunmehr seinen aufgekauften und sanierten Ableger (wieder) im gesamten Home-Electronics Bereich. Im August 2002 kam das Modell DVD 8000 MP heraus, ein Jahr später standen bereits die Nachfolgemodelle 8100 MP und 8200 MP in den Regalen von Karstadt. Das verursachte beim 8000er naturgegeben einen Preisrutsch. Immerhin 139.- Euro wanderten dafür anno 2003 immer noch über die Ladentheke.

Lieferumfang & Auststattung
Gehalten in elegantem Silber und flacher als die meisten Hifi-Komponenten, ein Blick auf den Karton verrät dann auch: "Im neuesten Slim-Line Gehäuse". Damals noch ein Novum, bieten das heute fast alle DVD-Player. Auch die Abspielmöglichkeiten - DVD, CD-DA (Audio), CD-R/W (VCD, SVCD, Audio und MP3) - waren zu dieser Zeit auch noch nicht flächendeckend üblich. Zumindest nicht in dieser Preisklasse.

Auch anschlussmäßig präsentierte sich der 8000er auf der sicheren Seite. Alles ist da, was nötig ist, selbst ein 5.1 Cinch-Anschlussfeld findet sich neben SCART, Euro-AV, Koax, optischem-Ausgang und S-Video auf der Rückseite des Geräts, lediglich DTS-Encoding muss über einen entsprechenden externen Decoder/Receiver vorgenommen werden. Im Karton fand sich neben dem Gerät selbst noch die obligatorische FB (samt Batterien), ein voll beschaltetes SCART-Verbindungskabel niederer Qualität und selbstverständlich die Bedienungsanleitung.

Bedienung
Auf der Gerätefront befinden sich die gewohnten Tasten für die Steuerung, die kompletten Funktionen sind aber ausschließlich über die FB erreichbar. Die Bild-Vor- und Zurück-Wippe an der Vorderseite ist ein gefakter Jog-Shuttle, das verleiht dem Player eine gediegene Note. Die FB ist nicht lernfähig und kann keine Geräte anderer Hersteller steuern, liegt nicht so toll in der Hand und weist überdies recht kleine Tasten auf.

Die "lebenswichtigen" Einstellungen werden - Usus - per OSD auf dem Bildschirm per FB vorgenommen, hier ist alles zu finden, was bei DVD-Playern heutzutage Standard ist: Automatische Pan & Scan, Letterbox, Fullscreen-Darstellung, Diverse Audio-Spielereien, Zoom, mehrstufiges Replay, Multi-Angle, Subtitles etc. Das zu klein klein geratene Display ist zwar auf Entfernung schwer zu entziffern, aber ansonsten informativ und auch unter Sonneneinstrahlung immerhin noch passabel ablesbar.

Gebrannte CD-DA oder CD-R/Ws mit MP3s nimmt der Player klaglos an, wobei eine leichte Basslastigkeit aufgefällig ist, die sich aber nicht störend auswirkt. Auch Besitzer einer Stereoanlage ohne Pro Logic können mit "3D-Sound" das Klangbild an eine Surround Anlage annähern - ersetzen kann diese Funktion richtiges Heimkino-Equipment natürlich in keinem Fall, klingt aber immerhin noch human. Der AC-3 Kanal lässt sich fein justieren. Kleiner Leckerbissen für Tüftler und Perfektionisten, ist die integrierte Laufzeitverzögerung: Effektlautsprecher und auch der Center lassen sich stufenweise verzögern (je nach Lautsprecher 15 - 1 ms), damit der Ton an räumliche Gegebenheiten angepasst werden kann. Wohlgemerkt, das funktioniert nur bei Verwendung von DD 5.1. Im Downmix stehen 3 Modi zur Verfügung: Theater, Stereo und Virtual Sound. Außerdem kann der Dolby-Modus generell noch in 5 Stufen verändert werden. Leider hat der 8000er keinen eigenen Equalizer im Stereomodus, sprich bei Audio-CD-Wiedergabe.

Das Laufwerk an sich ist ein schneller Leisetreter und machte mir anfangs einen recht hochwertigen Eindruck. In dieser Preisklasse wurden und werden sowieso meist PC-Laufwerke verbaut. Sei's drum. Es ist sicherlich nicht das Schlechteste. Fast geräuschlos schnurrt das Tray. Egal ob DVD, CD-A, VCD oder MP3, die Erkennung geht relativ fix. Je nach Verschachtelungsgrad der MP3s dauert's hier vielleicht geringfügig länger, je nachdem wie viele Ordner man auf den Silberling gebrutzelt hat.

So schön das Ganze auch bis hierher läuft, bei CD-A (also stinknormalen Audio-CDs) muckt der Player auf. Die letzten 4 - 5 Sekunden eines Tracks verschluckt er einfach und springt zum nächsten Titel weiter. Bei ausgeblendeten Stücken mag das noch angehen und nicht weiter auffallen, aber Live-Aufnahmen oder auch Hörspiele werden beim Übergang von einem Track auf den anderen indiskutabel verstümmelt.

Nach etwa einem Dreivierteljahr machte sich eine weitere Macke in Form eines durchdringenden, permanenten Fiepens - zunächst nur im By-Modus - bemerkbar. Dieses verschlimmerte sich sogar noch, sobald der Verstärker zugeschaltet wurde. Ich vermutete (vollkommen richtig, wie ich heute weiß) ein unsauber verarbeitetes/abgeschirmtes Netzteil als Übeltäter. Wenn ein Medium wiedergegeben wurde verschwand der Pfeifton zwar, bei Pause/Stop war er sofort wieder wahrnehmbar - mal leiser, mal lauter. Ein nie versiegender Quell für Migräne-Attacken. Letztendlich waren die beiden Schrullen auch dafür verantwortlich, dass der MP8000 rausflog und seither im elterlichen Haushalt Dienst tut. Die alten Herrschaften haben weder Verstärker noch hören sie CDs.

Fazit
Neben diesen derberen Macken und dem kleinen, funzeligen Display findet auch die FB nicht meine volle Zustimmung, sie ist zwar funktional, liegt aber relativ schlecht in der Hand, nebst der für meinen Geschmack zu klein ausgefallenen Tasten, sind nicht so toll. Zum Abspielen von DVDs reicht's und das macht er auch schon seit Jahren zuverlässig. Demnach kann man dem Abspielgerät immerhin eine hohe Standfestigkeit attestieren. Leider passt die offensichtlich verbuggte und schlampig zusammen gebruzzelte, periphere Elektronik nicht so recht zum an sich guten Laufwerk. Empfehlen würde ich den heute längst überholten Player nicht - auch nicht als noch so günstigen Gebrauchten. Seine Nachfolger sollen übrigens weitaus weniger zickig sein.

SoLong

Der Update-Pharao

Technische Daten:
  • Medien :DVD (Typ 9 und 5), CD (8 und 12 cm), CD-R/W (bis 740 MB)
  • Daten-Formate: CD-DA (Audio), MP3 (auch verschachtelt), MPEG, VCD/SVCD
  • Decoder: MPEG (Layer 1 + 2), Dolby Digital (AC-3), MP3 (ISO 9660)
  • TV-System: wahlweise PAL oder NTSC (umschaltbar)
  • Bildformate: Pan & Scan, Letterbox (4:3) und Fullscreen (16:9)
  • Anschlüsse: DD 5.1 (AC-3), Coaxial, Optical, S-Video, Euro-AV, SCART
  • Abmaße (BTH): 430 x 300 x 90 mm
  • Leistungsaufnahme: 20 Watt (Herstellerangabe)
  • Abtastung Video: 10 bit D/A-Wandler, 96 kHz Abtastfrequenz
  • Videosignalstärke: 1 Vss
  • Abtastung Audio: 24 bit D/A-Wandler, 48 kHz Abtastfrequenz
  • Audiosignalstärke: 2 Volt (1 kHz / 0 dB)
  • Tonfrequenzbereich: 20 - 20.000 Hz (70dB Dynamik)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
esposa1969

esposa1969

14.10.2007 20:57

mein Flachmann liegt im Kühlschrank! Danke für deinen Kommentar zu meinem Felipe!

rubio2000

rubio2000

11.10.2007 23:20

Der Titel ist genial!

RAIKOE

RAIKOE

05.10.2007 03:44

Toller Bericht. Das Wichtigste hast du genannt und hast es auch noch schön in Worte verpackt. Gruß Rainer

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