Dubai

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Erfahrungsbericht über "Dubai"

veröffentlicht 18.10.2016 | dik1609
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Ich bin 58 und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare - Gegenlesungen sind selbstverständlich.
Ausgezeichnet
Pro Viel zu sehen, das meiste davon leicht zu erreichen
Kontra Im Sommer viel zu heiß
besonders hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Die Mega-Metropole"

Unterwegs in Dubai: Aus dem Busfenster heraus fotografiert.

Unterwegs in Dubai: Aus dem Busfenster heraus fotografiert.

Zum Abschluss einer Kreuzfahrt durchs Arabische Meer im Januar 2016 hatte ich leider nur eineinhalb Tage Zeit, um mir Dubai anzuschauen, nachdem ich die Stadt bei meiner Anreise im Grunde genommen nur aus dem Augenwinkel hatte erleben können. Eineinhalb Tage - das ist für diese Mega-Metropole natürlich viel zu wenig, aber anderen Reisenden mag es möglicherweise genau so gehen wie mir. Und so traue ich mich nun auch, hier einen sehr persönlichen Bericht einzustellen, der gewiss keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat, der aber wahrscheinlich auch offenbaren wird, dass diese Stadt einen oder mehrere weitere Besuche nahezu verlangt, denn wer Dubai vor einem oder zwei Jahren kennen lernte, wird die Stadt heute kaum noch wiedererkennen.

Allgemeine Informationen

Dubai ist die größte Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate am Persischen Golf und die Hauptstadt des Emirats Dubai. In der Stadt leben rund 85 Prozent der Einwohner des Emirats - im Jahre 2013 waren das schon mehr als 2 Millionen. Hier spielt sich dementsprechend fast das gesamte wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben des Emirats ab. So zählt Dubai seit 2013 mit jährlich bis zu 14 Millionen ausländischen Touristen zu den meistbesuchten Städten der Welt. Eine genaue Erhebung ist kompliziert, da die migrationsbedingten Schwankungen groß sind. So kommen jährlich mehrere zehntausend Einwohner als Arbeitsmigranten oder Einwanderer hinzu. Dubai-Stadt liegt am Nordrand des Emirats Dubai und wird geteilt durch den Dubai Creek, eine 100 bis 1.300 Meter breite und etwa 14 Kilometer lange Bucht des Persischen Golfs. Früher befanden sich hier die damals unabhängigen Städte Deira auf der Nord- und Bur Dubai auf der Südseite. Brücken befinden sich nur etwas abseits vom Ortskern; Fußgänger werden mit kleinen Personenfähren auf die gegenüberliegende Seite transportiert. Die Stadt erstreckt sich vor allem nach Süden entlang des Strandes von Jumeirah und der Sheikh Zayxed Road, da Dubai im Norden direkt an das Emirat Sharjah grenzt. (Informationen: Wikipedia).
Was getan werden kann

Wer Dubai auf eigene Faust erkunden möchte, wird kein Problem damit haben. Vor allem die Metro der Stadt wird den Besucher zu nahezu allen wichtigen Sehenswürdigkeiten bringen und ist nicht teuer. Zudem gibt es natürlich Busse und Taxen, wobei letztgenannte grundsätzlich auch bezahlbar sind, wenn denn zuvor der Preis mit dem Fahrer ausgehandelt wurde - anderenfalls drohen böse Überraschungen. Übrigens stellt es auch für Frauen kein Problem dar, sich allein in der Stadt zu bewegen, irgendwelche Belästigungen oder noch Schlimmeres habe ich niemals feststellen können. In den Einkaufszentren der Stadt sind naturgemäß die Frauen - arabische, asiatische, amerikanische und europäische - sogar in der Überzahl.

Ein Besuch in Dubai ist vor allem im Winter zu empfehlen. Im Sommer steigen die Temperaturen auf bis zu 50 Grad und teilweise sogar noch mehr an, jede Bewegung strengt dann derart an, dass Besichtigungen keinen Spaß mehr machen. Das gilt auch, obwohl die Metro-Stationen und sogar die Bushaltestellen klimatisiert sind. Übrigens: Jeweils im Januar steht das "Dubai Shopping Festival" an, bei dem viele Geschäfte Rabatte von 50 Prozent und mehr gewähren. Einige Fluggesellschaften haben darauf reagiert: So dürfen Emirates-Passagiere im Januar kostenlos 10 Kilogramm Gepäck mehr bei der Rückreise aufgeben. Übrigens: Vom Hafen aus gibt es kostenlose Shuttle-Busse zur Dubai Mall; zudem besteht die Möglichkeit, die Stadt mit einem Hop-on-hop-off-Bus zu besichtigen.
Was ich tat

Ich war zum ersten Mal in Dubai zu Gast, zudem auch noch allein. Und ich wollte so viel wie möglich von dieser Stadt sehen. Entsprechend entschloss ich mich, an von der Schiffs-Reederei angebotenen Ausflügen teilzunehmen, weil ich befürchtete, dass ich mich allein in der Stadt unterwegs derart verzetteln würde, dass ich nicht all das sehen würde, was ich sehen wollte. Der angebotene Fünf-Stunden-Bus-Ausflug schien zwar mit 99,75 US-Dollar zunächst nicht wirklich günstig, verhieß aber viel.

Und das, was versprochen worden war, wurde auch umgesetzt. Schon die Fahrt über die Straßen mit architektonisch sehr unterschiedlichen und zum Teil ansprechenden Hochhäusern ließ mich immer wieder den Fotoapparat zücken. Was mich wunderte: Neben nahezu allen Hauptstraßen wurde gebaut. „Da werden Kanäle errichtet“, wurde mir erklärt, „im nächsten Sommer kann die Stadtrundfahrt auch mit dem Boot unternommen werden.“

Einen ersten Höhepunkt der Rundfahrt stellte der Besuch der Dubai Mall mit all ihren Designer-Geschäften und der Eislauffläche dar. So manche Shopping-Queen hätte sich in diesem klimatisierten Einkaufstempel wohl wie im 7. Himel gefühlt, wobei allerdings für unsere Busgruppe praktisch keine Zeit zum Einkaufen blieb, denn nun stand der Besuch des höchsten Gebäudes der Welt, des Burj Khalifa, auf dem Programm. Der Eintrittspreis dafür übrigens war in den von mir gezahlten 99,75 Dollar bereits enthalten, wobei ich erfuhr, dass ein Betreten des 124. Stockwerks dieses Gebäudes ohne vorherige Anmeldung schon 60 Dollar gekostet hätte. Mit dem Fahrstuhl ging es ganz schnell nach oben – die Ausblicke waren einfach umwerfend, auch wenn die Luft ein wenig diesig war. Hochhäuser über Hochhäuser waren da zu sehen – und doch wirkten sie von ganz oben betrachtet allesamt vergleichsweise klein. Ein kleiner Souvenir-Laden lud dazu ein, das eine oder andere Mitbringsel von diesem beeindruckenden Gebäude mitzunehmen. Hier übrigens hatten wir absolut ausreichend Zeit, ehe die Bustour fortgesetzt wurde.

Weiter ging es – zum wohl bekanntesten Hotel der Stadt, dem 7-Sterne-Haus Burj Al Arab, das allerdings nur von außen zu betrachten war. Bemerkenswert: Am Strand in unmittelbarer Hotelnähe tummelten sich nicht nur die Sonnenanbeter und sportliche Begeisterten, sondern selbst hier gab es kostenloses W-Lan.

Und dann ging es schon wieder weiter, vorbei an der Mall of the Emirates mit ihrer Skihalle zur künstlichen Insel The Palm, wo natürlich alle Blicke auf das bekannte Hotel Atlantis wanderten. Ach, ich habe noch mehr gesehen, die Wasserspiele am Dubai Fountain beispielsweise, die alten Daus und den Gewürzmarkt am Dubai Creek, wo Gewürze aus aller Welt verkauft werden. Die zahlreichen kleinen Schmuckhandlungen im Goldmarkt lassen die ganze Straße in leuchtendem Gold erstrahlen. Der Goldmarkt verfügt über alte Holzfassaden und weist mit den Händlern und Lastenträgern eine typische orientalische Atmosphäre auf. Der Ausflug dauerte etwas länger als erwartet, und ließ mich oft auf die Uhr sehen, denn das sollte an diesem Tag für mich noch nicht alles gewesen sein.

Kaum waren wir wieder im Hafen, stand mein nächster Ausflug auf dem Programm. Dieses Mal ging es mit Allrad-Fahrzeugen in die Wüste, wobei neben dem Fahrer jeweils sechs Gäste in jedem der Autos Platz fanden. Übrigens: Der offizielle Preis für diesen meinen letzten Ausflug im Rahmen der Kreuzfahrt lag bei stolzen 125,75 Dollar – aber auch die sollten sich lohnen.
Rund 45 Minuten dauerte die Fahrt, bis wir echtes Wüstengelände erreichten. Und nachdem die Fahrer zunächst etwas Luft aus den Reifen ihrer Autos gelassen hatten, damit die auf Sand auch vernünfti g fahren konnten, ging es zunächst zu einer kleinen Vorführung einer Falknerin mit ihrem Tier. Und dann: Ab in die Wüste! Die Fahrer machten sich einen Spaß daraus, ihre Gäste im Auto richtig durchzuschütteln, indem sie mit maximal hohem Tempo die sandigen Dünen hinaus- und wieder hinunter fuhren. Ja, das machte richtig Spaß. Irgendwann wurde in der Sandwüste angehalten und wir konnten ein wenig über die Dünen laufen, um dann den Sonnenuntergang in der Wüste zu erleben – beeindruckend!

Dann aber ging die Fahrt weiter, in ein Camp irgendwo mitten im Nirgendwo. Den Touristen wurde dort allerhand geboten, so ein kurzer Ritt auf einem Kamel, ehe dann bei Fackelschein und sternenklarem Himmel Köstlichkeiten aus dem Backofen und Grill serviert wurden. Und sogar Wein und Bier wurden ausgeschenkt – in unbegrenzter Menge. Auf die Möglichkeit, mir die Hände mit einem Henna verschönern zu lassen, habe ich indes verzichtet, dafür habe ich um so lieber all die köstlichen arabischen Nachspeisen genossen und den abschließenden Bauchtanz bewundert. Ja, das war ein gelungener Tag und ein phantastischer Abschluss meiner Kreuzfahrt .

Meine Meinung

Ich habe es anfangs erwähnt: In eineinhalb Tagen kann diese Stadt nicht wirklich erkundet werden. Aber ein erster kleiner Überblick ist möglich. Den habe ich – siehe oben! – so umfangreich wie nur irgendwie möglich gestaltet, um so viel zu sehen, wie in dieser Zeit gesehen werden kann.

Die Stadt Dubai hat mich zutiefst beeindruckt – sie gefällt mir sogar noch besser als Manhattan, weil trotz all der Hochhäuser nicht nur Schatten im Inneren der Stadt zu sehen ist. New York hat aber ein Chrysler-Building? Kein Problem, Dubai hat zwei. Und das wohl beste Hotel der Welt. Und das höchste Gebäude auf diesem Planeten. Und Luxus. Pracht. Kamele.

Natürlich wird in Dubai Vieles übertrieben, und ich bin mir auch nicht sicher, ob die Rasanz, mit der diese Stadt im Grunde genommen aus dem Wüstenboden gestampft wurde, gut ist. Beeindruckend ist sie allemal. Der Reichtum des Emirats ist natürlich in dessen Ölvorkommen begründet – aber das soll angeblich zur Neige gehen und nur noch für die nächsten 20 Jahre eine verlässliche Einkommensquelle darstellen (übrigens: Ein Liter Benzin kostet in Dubai umgerechnet mit rund 30 Cent wesentlich weniger als ein Liter Trinkwasser). Aber jetzt schon ist sicher, dass es für das Emirat eine andere Einnahmequelle gibt – nämlich den Tourismus. Ich bin mir sicher, dass der in den nächsten Jahren noch anwachsen wird, wobei ich selbst in meinem Inneren auch schon beschlossen habe, dieser Stadt einen weiteren, dann aber auch längeren Besuch abzustatten.

Für Dubai als Reiseziel spricht neben all den Sehenswürdigkeiten und Superlativen sowie dem vor allem im europäischen Winter hervorragendem Wetter (wir hatten Anfang Januar stets Tagestemperaturen von etwa 25 Grad) die problemlose Möglichkeit von Besuchern, sich in der Stadt zu bewegen. So verfügt Dubai über ein sehr gutes und preisgünstiges System im Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Zudem darf sich der Besucher – gleich, ob männlich oder weiblich – in der Stadt stets sehr sicher fühlen, auch wenn die Polizei-Präsenz nicht immer zu erkennen ist. Auf Einheimische allerdings wird der Tourist nur sehr selten stoßen, denn die bilden eine absolute Minderheit im Emirat, das ansonsten sehr westlich wirkt und alle möglicherweise vorhandenen Vorurteile gegenüber einem islamischen Staat ad absurdum führt.

Ja, Dubai hat mir außerordentlich gut gefallen. Und ich werde wiederkommen, zumal die Reise selbst und auch das Leben vor Ort durchaus bezahlbar sind. Und wenn ich in zwei oder drei Jahren tatsächlich noch einmal vor Ort sein werde, dann helfen mir meine Erinnerungen an die jetzt beendete Reise wahrscheinlich nichts, denn Dubai ist eine Stadt im stetigen Wandel, die dann kaum noch wieder zu erkennen sein wird. Schließlich soll ja aus der Wüsten-Metropole so ganz nebenbei auch noch ein kleines Venedig werden – und die Stadtrundfahrt per Boot würde ich auch sehr gern unternehmen . . .

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Flubber59 veröffentlicht 12.12.2016
    Hier fehlen noch meine Glückwünsche und noch ein BH ... LG
  • meinemiamaria veröffentlicht 21.11.2016
    Ein toller Bericht, Glückwunsch zum Brilli und gerne auch ein "BH" von mir !
  • Leo56 veröffentlicht 21.11.2016
    ich sehe es wie Kerstin, aber dein Bericht ist wieder Spitze!
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