Duell - Der Feind vor den Toren

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Duell - Der Feind vor den Toren

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DAS Duell zwischen 2 unterschiedlichen Männern!

4  04.11.2001

Pro:
tolle Akustik, spannend gemacht, tolle Duelle, Kampfhandlungen, basiert auf wahre Begebenheiten, Ed Harris

Kontra:
Kampfhandlungen, kein tiefgehender Film, zeigt falsches Bild vom Krieg

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Neolythicer2

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Vertrauende:66

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kriegsfilme sind in dieser Zeit sicherlich nicht für jedermann geeignet, trotzdem habe ich mir gestern einen Kriegsfilm ausgeliehen, dieser wurde sogar in Deutschland gedreht und hat bislang die höchsten Kosten in einer europäischen Produktion verursacht, so sind 180 Millionen DM für den Dreh aufgewendet worden. Der Film hat den Namen „Duell – Enemy at the Gates“ und spielt zur Zeit des 2ten Weltkrieges, hatte bislang nur einen Trailer gesehen und musste ihn einfach sehen da die Bilder ziemlich dramatisch waren die ich da gesehen habe. Viel Spaß beim Lesen dieser Meinung wünscht euch euer Neo!


1. Story

Wir schreiben das Jahr 1942, kurz vor Ende des Jahres. Die deutsche Wehrmacht rückt immer weiter voran, nähern sich der russischen Stadt Stalingrad. Hier werden viele junge russische Soldaten direkt an die Front geschickt um die Stadt zu halten. Leider sehen diese Soldaten den Schrecken des Krieges, sie wollen gar nicht mehr gegen den Übermächtigen Feind kämpfen, wenn sie sich aber zurückziehen werden sie von den eigenen Männern erschossen. Die Moral sinkt unter den Soldaten weiter ab, der Sowjet Chrustschow bekommt von Stalin direkt den Auftrag die rote Armee neu zu formen um „SEINE“ Stadt zu verteidigen.

Dabei kommt es ihm gelegen das der Offizier Danilow einen begnadeten Scharfschützen im Gefecht in Aktion sehen durfte, dieser empfiehlt diesen daraufhin Chrustschow. Der junge Vasssili Zaitsev wird daraufhin zum Chef der Scharfschützenabteilung. Er bringt der Wehrmacht starke Verluste bei, schießt immer sauber und präzise, sucht sich seine Gegner sogar auf.

Die Propaganda kommt ins Rollen, Vassili wird in Stalingrad gefeiert. Bei einer Frau findet er in einem Gefecht Unterschlupf, hier trifft er den jungen Sascha und die schöne Tania in welche er sich auch verliebt. Währenddessen wird Danilow der so genannte Propagandaminister, die Zeitungen drucken den neuen Volkshelden auf der ersten Seite ab, Vassili wird berühmt.

Bedauerlicherweise hat er die Rechnung ohne die deutschen gemacht, diese schicken den Skrupellosen Scharfschützen Major König los um Vassili auszuschalten, dieser ist ihm anfangs hoffnungslos unterlegen, er tötet viele Freunde von Vassili, weiß immer was dieser als nächstes machen wird. Dann spioniert Sascha auch noch Vassili aus und alles sieht danach aus das der Major für Vassili auch nicht mehr als nur einen Schuss benötigen wird.

Weitere Probleme entstehen als sich Vassili in Tania verliebt und Danilow neidisch auf ihn wird, da er auch in die Schützen Tania verliebt ist. Eine Intrige jagt die nächste, Verräter sind überall, der Scharfschütze kann schon im nächsten Gebäude auf Vassili lauern, ein packendes Duell zwischen 2 unterschiedlichen Männern beginnt, ein Leben auf Tod.

Im Krieg gibt es keine Gewinner.


2. Atmosphäre

Die Atmosphäre ist ziemlich beklemmend, die ersten Minuten können durchaus mit „Der Soldat James Ryan“ mithalten, hier werden die Grausamkeiten des Krieges gezeigt, deutsche Flugzeuge bekämpfen Transportschiffe mit denen die Russen nach Stalingrad übersetzen wollen, starke Verluste sind die Folgen welche auch nicht verschönert dargestellt werden.

Der ganze Film ist übrigens in ziemlich dunklen Farben gehalten, er wirkt nicht sehr freundlich. Die Atmosphäre ist dadurch sehr beklemmend, besonders schlimm sind die Szenen in denen die Scharfschützen auf ihre Opfer schießen und dies dann ausführlich gezeigt wird, es spritzt schon sehr viel Blut, ohne das dabei aber stark übertrieben wird, es hält sich alles im Rahmen.

Leider werden die guten Ansätze teilweise zunichte gemacht, so werden anfangs die Grausamkeiten des Krieges gezeigt, aber später kommt noch die Liebesgeschichte hinzu welche ziemlich klischeehaft ist, erinnert ein wenig an „Pearl Harbour“, wieder streiten sich die beiden ehemaligen Freunde, dazu kommt natürlich noch das spannende Duell zwischen dem Major und Vassili.

Dabei kommt mir aber der Aufklärungs- oder Abschreckfaktor zu kurz, so werden die Gewalttaten zwar ziemlich eindrucksvoll präsentiert, aber man hat nie das Gefühl das sich die Menschen darüber Gedanken machen oder pädagogisch und belehrend wirken, auf den Zuschauer. So ist der Film in meinen Augen eher wie ein Actionfilm anzusehen, mit einigen Grausamen Szenen welche aber leider unkommentiert bleiben.

Toll sind hingegen wieder die schönen Kulissen und die spannenden Duelle zwischen den Meistern, auch die Kämpfe sind wirklich toll gemacht und können mit den amerikanischen Produktionen ohne Probleme mithalten, ein wirklich toller atmosphärischer Mix für Actionfilme.


3. Sound und Musik

Die Akustik ist richtig gut gemacht, wer eine Dolby Digital Anlage besitzt wird begeistert sein, im Fernen hört man Mörser einschlagen, Kriegsschreie, Explosionen, Kampfflugzeuge, man kommt sich vor wie im Krieg, ob das nun positiv oder negativ zu werten ist überlasse ich euch. Die Atmosphäre wird dadurch wunderbar unterstützt.

Positiv anzumerken ist auch die Musik in dem Film, so hört man immer wieder klassische Lieder untermalt mit Gesängen, erinnert ein wenig an „Jagd auf Roter Oktober“ oder an „Crimson Tide“. Sie ist immer abwechslungsreich und passt ohne weiteres zum Rest des Films.

Ich muss nun aber schreiben das ich meine der Ton ist zu leise aufgenommen, so mussten wir die Lautstärke ordentlich aufdrehen um alles perfekt zu hören, auch sind die Stimmen ziemlich leise, im Gegensatz zur sonstigen Akustik. Ansonsten kann man aber nur positives berichten.


4. Schauspieler

Als Schauspieler konnten viele bedeutende Persönlichkeiten im Gewerbe gewonnen werden. So wird der deutsche Major König von einem meiner Lieblingsschauspieler gemimt, Ed Harris den man z.B. schon in „The Rock“ sehen konnte. Dieser gibt in diesen Film nach meiner Meinung die beste Rolle ab, er ist skrupellos, aber zeigt doch an einigen Stellen Herz, er ist nicht wirklich abgrundtief böse, aber befolgt doch seinen Befehlen. Eine gute Leistung auch in diesem Film.

Sehr nah an diese Leistung heran kommt Jude Law der in „AI – Artifical Intelligence“ zu sehen war. Er spielt den russischen Volkshelden Vassili, eine ganz überzeugende Rolle, aber mit einem besseren Drehbuch und spannenderen Dialogen, welche nicht ganz so toll sind im ganzen Film wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Weiterhin kommen noch Joseph Fiennes als Danilow und Rachel Weisz als Tania zum Zuge, ganz passable Leistungen der Schauspieler.


5. DVD

Wir haben uns die DVD ausgeliehen, es waren keine Extras enthalten, vermutlich weil sie eine spezielle Leih-DVD gewesen ist, dass Bild ist jedenfalls perfekt, leider ist der Film überwiegend dunkel gehalten und so kann man keine prächtigen Farben sehen. Gut ist auch der Ton, in Dolby Digital, wenn man die Boxen ordentlich aufdreht kommt man sich vor wie im Gefecht.

Wenn ich mal die normale DVD in den Händen halte und weiß was drauf ist gibt es noch ein Update.


6. Fazit

Ein Film den man mit gemischten Gefühlen betrachten kann. Einerseits sind die Kampfhandlungen wirklich bemerkenswert gut dargestellt, die Schauspieler geben alles, aber dem Film fehlen tiefgründige Dialoge, welche für einen ANTI-KRIEGSFILM normal sein sollten. Auch werden die Hauptakteure als Helden dargestellt welche das richtige Machen für ihr Vaterland. Hierdurch kann ein falsches Bild vom Krieg entstehen, nach meinem Verständnis. Wer den Film aber als normalen Actionfilm betrachtet wird sicherlich nicht enttäuscht werden von den packenden Duellen. Als Anti-Kriegsilm würde ich „Duell – Enemy at the Gates“ aber nicht bezeichnen wollen.

Einen schönen Tag wünscht euch euer Neo

©2001-11-04

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
DerHausmeister

DerHausmeister

04.11.2001 12:39

Sehr gute Meinung! Hab mir den Film letzte Woche gekauft, weil ich schon im Kino sehr begeistert von war. Aber ich finde, dass dieser Film schon auf eine Weise sehr tiefgründig ist. Zum einen erklärt sich das Verhalten von Major König auch dadurch, dass ein Sohn in Stalingrad gefallen ist. Bis dann, Jan

DerHausmeister

DerHausmeister

04.11.2001 12:39

Sehr gute Meinung! Hab mir den Film letzte Woche gekauft, weil ich schon im Kino sehr begeistert von war. Aber ich finde, dass dieser Film schon auf eine Weise sehr tiefgründig ist. Zum einen erklärt sich das Verhalten von Major König auch dadurch, dass ein Sohn in Stalingrad gefallen ist. Bis dann, Jan

AkiraToriyama

AkiraToriyama

04.11.2001 12:33

Super Bericht ich kannte den Film noch nicht. Aber jetzt werde ich ihn mir wahrscheinlich mal bei gelgenheit anschauen :) mfg, Chris "AT"

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