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Duell in der Sonne
(Duel in the Sun)
USA 1946, 138 Minuten
Regie: King Vidor (Otto Brower, William Dieterle, Sidney Franklin, William Cameron Menzies, David O. Selznick, Josef von Sternberg)
Drehbuch: Oliver H. P. Garrett, Ben Hecht, David O. Selznick, nach dem Roman von Niven Busch
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Erfahrungsbericht von Posdole über Duell in der Sonne 21. März 2004
Produktbewertung des Autors:
Humor:
wenig humorvoll
Anspruch:
sehr anspruchsvoll
Action:
geht so
Romantik:
geht so
Pro:
Klassiker des epischen Westerns, Jones, Cotten, Peck, Barrymore, Gish
Kontra:
Nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
In den einsamen Bergen von Texas (erzählt uns kein anderer als Orson Welles in der englischen Fassung des Films) steht ein riesiger Felsen, den die Indianer wegen seines Aussehens Frauenkopffelsen (Squaw’s Head Rock) nennen. Die Komantschen erzählen sich die Legende von einem Liebespaar, das sich dort ein letztes Mal getroffen hat und seitdem verschwunden ist. Dort, wo eine Frau einst verschwand, blüht eine Blume, die nirgends sonst zu finden ist. Die Geschichte ist die von Pearl, einer jungen Frau, die viel zu früh starb, und ihrem Liebhaber, einem Outlaw, mit dem sie Himmel und Hölle erlebte.
Mit diesem Bild des Squaw’s Head Rock beginnt ein von David O. Selznick produzierter Film, bei dem kein anderer als der große King Vidor Regie führte, der so wunderbare Filme drehte wie „Der Zauberer von Oz“ (1939, mit Judy Garland), „Nordwest-Passage“ (1940 mit Spencer Tracy) oder „Krieg und Frieden“ (1956, mit Audrey Hepburn, Henry Fonda und Mel Ferrer). Viel Ärger im Vorfeld zwischen dem alles kontrollieren wollenden Selznick und Vidor führten dazu, dass weitere sechs Regisseure mit dem Film befasst waren, die in der Endfassung dann aber nicht genannt wurden, sowie drei Directors of Photography. Die weibliche Hauptrolle spielte Selznicks spätere Frau Jennifer Jones. Ursprünglich sollte der Film „Lust in the Dust“ heißen, also „Begierde im Staub“, und tatsächlich offenbart der Film einige Freiheiten in der Inszenierung und der Charakterdarstellung, die für die damalige Zeit gewagt waren.
• I N H A L T •
Scott Chavez (Herbert Marshall) ist zum Tode verurteilt. Er hat seine Frau, eine Indianerin (Tilly Losch), und deren Geliebten (Sidney Blackmer) ermordet. Seine Tochter Pearl (Jennifer Jones) beobachtete die Szene von der Straße aus, hörte die Schreie und die Schüsse. Chavez, der sich mit seinem Schicksal abgefunden hat, schickt Pearl zu seiner früheren Geliebten, Laura Belle McCanles (Lillian Gish), und hofft, dass Pearl durch sie zu einer Lady erzogen wird. Laura Belle ist mit Senator Jackson McCanles (Lionel Barrymore), einem reichen Rancher, verheiratet, der seit Jahren nach einem Reitunfall an den Rollstuhl gefesselt ist. Die McCanles haben zwei erwachsene Söhne, den Rumtreiber und Frauenheld Lewt (Gregory Peck), und den ehrbaren Jesse (Joseph Cotten), der Pearl abholt und zur Spanish Bit Ranch seiner Familie bringt.
Während Laura Belle Pearl wohlwollend und liebevoll aufnimmt, ist der Senator über die Ankunft der Squaw wenig begeistert. Ihr Name sei Pearl? „Sie hätten dich lieber Pocahontas oder Minnie-ha-ha nennen sollen!“ Jesse hingegen schließt die junge Frau sofort in sein Herz. Sein Bruder Lewt dagegen sieht in ihr nur eine weitere Geliebte, mit der er machen kann, was er will. Pearl wehrt sich anfangs gegen die Aufdringlichkeit Lewts, doch dann gibt sie seinem Drängen nach und wird seine Geliebte.
Der Senator hat andere Probleme. Die Eisenbahngesellschaft will Schienen über seinen Grund und Boden verlegen und hat dafür die Erlaubnis der Regierung. McCanles hasst die Eisenbahn als Ausdruck einer neuen Ökonomie, fürchtet um seinen Einfluss und meint, die Eisenbahn würde allerlei „Gesindel“ nach Texas bringen. Jesse dagegen stellt sich, als es zur Auseinandersetzung mit dem Präsidenten der Eisenbahngesellschaft Mr. Langford (Otto Kruger) und dem Anwalt Lem Smoot (Harry Carey) kommt, gegen seinen Vater, der ihn darauf verstößt. Als Jesse bemerkt, dass sein Bruder und Pearl immer wieder zusammenkommen, wendet er sich von Pearl ab. Als Pearl verzweifelt ist, weil Lewt sie wieder einmal beleidigt und sich weigert, sie zur Frau zu nehmen, nimmt sie das Angebot des neuen Futtermeisters auf der Ranch, Sam Pierce (Charles Bickford), der wesentlich älter ist als sie, an, ihn zu heiraten. Doch Lewt kann das nicht ertragen, erschießt Pierce und flüchtet mit Hilfe seines Vaters. Nicht nur das: Er sprengt einen Zug mit explosiver Ladung in die Luft, um seinem Vater im Kampf gegen die Eisenbahngesellschaft zu helfen ...
• I N S Z E N I E R U N G •
„Duel in the Sun“ ist ein klassischer Western – aber nicht in erster Linie. Denn – trotz aller Differenzen zwischen Produzent und Regisseur – gelang Vidor ein episches Drama, für das das Genre des Westerns nur das Transportmittel abgab und das einen Vergleich mit dem Klassiker Victor Flemings „Gone with the Wind“, 1939 ebenfalls von Selznick produziert, oder etwa mit Richard Brooks „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ (1958) durchaus standhält.
Im Zentrum der Geschichte steht zum einen eine Frau, deren Charakter sowohl von der Laszivität ihrer Mutter, als auch von der Ehrbarkeit ihres Vaters bestimmt zu sein scheint. So schwankt sie zwischen den so unterschiedlichen Brüdern Lewt und Jesse, in denen sich die Charakterzüge ihrer Eltern wiederzufinden scheinen. Zum anderen verknüpft sich die Geschichte zwischen diesen drei Personen mit der Familiengeschichte der McCanles: Der Senator ist ein starrköpfiger, verbitterter, jeder neuen Entwicklung trotzender Mann, der keine Abweichungen von der Norm – seiner Norm – duldet. Immer wieder stellt er sich vor seinen Sohn Lewt, während er Jesse verstößt. Viel zu spät erkennt er die Tragödie seines eigenen Lebens, deren Ausgangspunkt die blinde Eifersucht des Senators gegenüber Pearls Vater war. Die hilflose, später schwer krank werdende Mutter Laura Belle steht ohnmächtig den Konflikten der Familie gegenüber und hat auf ihren Mann längst keinen Einfluss mehr.
Jennifer Jones spielt eine Frau, die sich von Lewt immer wieder angezogen fühlt. Der Film macht kein Hehl daraus, dass es sich hier vor allem um sexuelle Anziehung handelt – eine zu dieser Zeit gewagte Darstellung in einem Film. Andererseits bewundert sie die Ehrlichkeit, Vernunft und Güte Jesses, dem sie angesichts ihrer zwanghaften Beziehung zu Lewt jedoch nicht folgen kann.
„Duel in the Sun“ lässt zudem an der Religion nicht viel Gutes. Als Laura Belle einen Pfarrer, der als Sündenaustreiber (Walter Huston) fungiert, bestellt, um Pearl vor den Verführungen des Lebens zu bewahren, schenkt er ihr eine Art Amulett, das sie schützen soll. Kurze Zeit später wirft Lewt es, als die beiden in einem nahe gelegenen See baden, ins Wasser. Nichts bestimmt das Schicksal der Handelnden weniger als die Religion. Die nie gelösten, tief sitzenden Konflikte der Personen enden in einer Katastrophe – für Lewt und Pearl am Squaw’s Head Rock, für den Senator in der Erkenntnis, das er in seinem Leben nur Fehler gemacht hat, und Laura Belle stirbt im Bewusstsein, einen Sohn ganz verloren, den anderen nie wieder gesehen zu haben.
• F A Z I T •
„Duel in the Sun“ ist ein epischer Western der Trostlosigkeit, der Verstrickung der Charaktere in ungelöste Konflikte, wobei die Inszenierung auf Pathos weitgehend und auf Rührseligkeit vollständig verzichtet. Jennifer Jones, Cotten, Barrymore in einer Altersrolle und Lilian Gish liefern Glanzleistungen. Gregory Peck ist hier in einer ungewöhnlichen Rolle zu sehen, nicht in der des makellosen Helden, sondern des verlorenen Sohnes in einer Kain-und-Abel-Geschichte mit Joseph Cotten als Gegenpart.
Wertung: 10 von 10 Punkten.
Duell in der Sonne (Duel in the Sun) USA 1946, 138 Minuten Regie: King Vidor (Otto Brower, William Dieterle, Sidney Franklin, William Cameron Menzies, David O. Selznick, Josef von Sternberg)
Drehbuch: Oliver H. P. Garrett, Ben Hecht, David O. Selznick, nach dem Roman von Niven Busch Musik: Dimitri Tiomkin, Stephen Foster, Allie Wrubel Director of Photography: Lee Garmes, Ray Rennahan, Harold Rosson Produktionsdesign: J. McMillan Johnson Hauptdarsteller: Jennifer Jones (Pearl Chavez), Joseph Cotten (Jesse McCanles), Gregory Peck (Lewton „Lewt“ McCanles), Lionel Barrymore (Senator Jackson McCanles), Lillian Gish (Laura Belle McCanles), Herbert Marshall (Scott Chavez), Walter Huston (Der Sündenaustreiber), Charles Bickford (Sam Pierce), Harry Carey (Lem Smoot, Anwalt), Joan Tetzel (Helen Langford), Tilly Losch (Frau Chavez), Butterfly McQueen (Vashti), Scott McKay (Sid), Otto Kruger (Mr. Langford, Präsident der Eisenbahngesellschaft), Sidney Blackmer (Liebhaber von Frau Chavez), Charles Dingle (Sheriff Hardy)
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0038499
Pro: kultig, die Darsteller, dramatisch und leidenschaftlich Kontra: nix
...glaubhaft darstellt. Duell in der Sonne ist ein richtiger alter Klassiker von 1946. Produziert wurde er von David O. Selznick, der schon „Vom Winde verweht“ gedreht hat. Und wenn man genau hinsieht, kann man auch einige Ähnlichkeiten entdecken. Nicht gerade was die Handlung angeht, aber in der Machart auf jeden Fall. Regie in diesem Western führte King Vidor. Der Film wurde in Technicolor gedreht, und man merkt, das es den Herstellern viel Spaß gemacht ... ...Mein Fazit:
Duell in der Sonne ist auch noch nach über 20 Jahren, seit dem ich ihn zum ersten mal gesehen habe, einer meiner Lieblingsfilme. Leider besitze ich nur eine Videoaufnahme die ich selber aufgenommen habe. Sollte ich diesen Film irgendwann mal auf DVD entdecken, dann werde ich ihn mit Sicherheit kaufen. Auch wenn der Film mal keine Happy End hat, ich muss ihn einfach immer wieder ansehen. Diese Emotionen, die wilde Leidenschaft die hier ...
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...vom Bürgerkriegs-Drama
"Glory" aus dem Jahr 1989 über das Melo "Legenden der
Leidenschaft" (1994) bis zum Golfkriegs-Drama "Mut zur
Wahrheit", das 1996 in die Kinos kam.
Zwicks bevorzugte Mittel sind - und dabei steht er
ganz in der Tradition von King Vidor ("Duell in der
Sonne") - die groben Pinselstriche des Melodrams. In
"Ausnahmezustand" heißt das: hier der aufrechte
Polizist, dort der tyrannische General. Das schließt
aber vielschichtige Frauenfiguren - und ein
differenziertes Bild vom Islam - nicht aus. Und
spannende Action auch nicht....
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Pro: Gute Leistung der Schauspieler, tolle Aufnahmen, Witzig und Spannend Kontra: Nicht für Kinder zu empfehlen
...Liebe Ciao Mitglieder und Leser,
Eine Reise in den wilden Westen, und was verbindet man damit wenn man alte Filme anschaut, natürlich Stars wie John Wayne, Clint Eastwood, Franco Nero in Django und auch Gregory Peck der einen Faszinierenden Lewt McCanles in Duell in der Sonne abgab. Ich denke John Wayne ist hier ein sehr geläufiger Zeitgenosse, daher möchte ich meine Western Serie hier mit dem Film von 1969 True Grit beginnen, auch Der Marshal geschimpft.
Zunächst möchte ich meine Meinung hier kundgeben bevor ich den Inhalt des Westerns Der Marshal kurz anreiße, denn es wird nicht alles verraten sonst ist die Spannung weg. Der Film lief öfter mal im Fernsehen und ich denke zu einer guten Videosammlung gehören diese Filme dazu. Natürlich ist hier weniger mit Effekten gearbeitet, doch trotzdem haben diese Western aus den guten...
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...Obwohl der Film oder gerade weil der Film von 1939 ist, ist der Film zeitlos, großartig und immer noch sehenswert.
Der Film erzählt unterhaltsam die Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges, die vier Stunden sind keine Minute langweilig.
Die Schauspieler sind allesamt großartig. Es liegt aber auch am Produzenten David O. Selznick, der u. a. auch bei Hitchcocks Rebecca mitgemacht hat und bei "Duell in der Sonne" mit Jennifer Jones, seine damalige Frau. Wenn man alte amerikanische Filme in prächtigem Technicolor mag, kommt man an David O. Selznick nicht vorbei. Man sollte sich mal in den entsprechenden Suchmaschinen informieren.
Zu dem Film selbst ist es auch gut, sich wirklich die Zeit zu nehmen, das ganze Buch zu lesen. Unbedingt empfehlenswert. Und auch hier: niemals langweilig. So werden heute einfach keine Bücher mehr...
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Ich habe einen neuen Autor entdeckt: Jeffrey Deaver. Ein großes Danke geht an Nasrilla, deren Bericht über „Lautloses Duell“ mich auf dieses Buch und den Autor aufmerksam gemacht hat.
Inhalt:
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Ein Mörder geht in Silicon Valley um, dem Tal... mehr
Meine Berichtsserie über die Belgarad-Saga geht mit diesem Bericht zu Ende. In dem letzten Band geht es um den Kampf zwischen Garion und seinem Feind, dem bösen Gott Torak.
Ich zähle noch einmal die fünf Bände der Belgarad-Saga auf:
1. Kind der... mehr
Hallo Leute!
Heute möchte ich euch mal wieder ein neues, tolles Spiel vorstellen, was ich neulich für unsere Spieleabende angeschafft habe...
Ubongo - Das Duell
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Kauf
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Gekauft habe ich das Spiel bei der... mehr