Dungeon Siege 2 - Ein gelungener Nachfolger!
11.10.2005
Pro:
Story, deutliche Steigerung zum Vorgänger, Preis - Leistung, Atmosphäre, Einsteigerfreundlichkeit
Kontra:
Multiplayer, Speichersystem
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 c0rNi81
Über sich:
Nach langer Zeit mal wieder ein Bericht zu "Professional Tennis", was seinem Namen einfach...
Mitglied seit:07.06.2005
Erfahrungsberichte:20
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Dungeon Siege 2 Ja, nun ist es endlich soweit. Ich habe Dungeon Siege 2 zum ersten Mal durchgespielt und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes Mal gewesen sein wird! :) Zuerst möchte ich aber über dieses Spiel berichten. Der Bericht wird ein bisschen länger, aber ich hoffe, er wird auch seine Leser finden und es sammeln sich einige Kommentare an. Viel Spass beim Lesen!
Mein Bericht wird sich folgendermaßen aufteilen: 1) Kaufanreiz 2) Verpackung 3) Installation 4) Menü 5) Story 6) Spielbeginn 7) Grafik 8) Sound 9) Atmosphäre 10) Steuerung 11) Der Bildschirm während des Spiels 12) Das Rollenspiel Dungeon Siege 2 13) Multiplayer 14) Preis 15) Systemanforderungen 16) Fazit
Punkt 1: Kaufanreiz --------------------------------------------------------------------------------------- Dungeon Siege 2 ist ein Rollenspiel, welches in Richtung Diablo 2 oder Sacred geht. Ich bin seit Jahren riesiger Fan dieses Genres und habe den Vorgänger, sowie sein Add-On stunden-, tage-, wochen-, ja sogar monatelang gespielt. Da blieb mir kaum etwas anderes übrig als dieses Spiel gleich zum erst möglichen Termin bei Media Markt zu kaufen. Außerdem haben mich alle Berichte, Bilder inklusive, sowie die Tatsache, dass sich am eigentlichen Spielsystem nichts verändert haben soll, sehr positiv beeinflusst. Deswegen habe ich mich kurzerhand entschlossen, als ich das Spiel sah, es mit mir zu nehmen und schnellstmöglich anfangen zu spielen. Punkt 2: Verpackung --------------------------------------------------------------------------------------- Zu Hause angekommen, ging ich voller Erwartung ans Auspacken des Spiels. Die hohe Erwartungshaltung ergab sich durch das Gewicht der DVD – Box. Ich liebe es, wenn ich zu einem Spiel ein dickes Handbuch voller Informationen und Details zur Story bekomme. Dieses ist hier nur halb der Fall. Auf 37 Seiten wird nur das Nötigste erklärt, dieses aber soweit ganz gut und für jeden verständlich. Leider kommt die Story mit 2 Seiten ziemlich kurz. Diese findet man dann ausführlicher auf der CD selbst als Acrobat Reader Datei. Tja, auch so kann man kosten sparen. :( Die DVD – Box selbst fällt durch das Cover sehr auf, da es in einem knalligen rot gehalten ist. Man sieht 3 Personen, eine Frau, die ein Schwert in Richtung des potentiellen Käufers streckt und zwei Männer, einen Nahkämpfer mit Schwert und einen Fernkämpfer mit Pfeil und Bogen. Im Hintergrund erkennt man ein ziemlich bös drein schauendes Wesen, sowie eine feindliche Einheit. Die Rückseite ist mit 4 Screenshots aus dem Spiel, die leider wenig Farbe spendiert bekommen haben, sowie einigen Erklärungen zu den Bildern, den Systemanforderungen und einem Bild eines Dunkelmagiers verziert. Insgesamt besteht das Spiel aus 4 CDs. Eine Tatsache, die ich persönlich nicht so schön finde, da das Installieren des Spiels durch lästiges CD – Wechseln in die Länge gezogen wird. 3 Cds befinden sich hierbei auf einer Plastikspindel, die vierte CD wird in einer Papierhülle geliefert. Eine DVD wäre hier natürlich besser, praktischer und ansehnlicher gewesen. Gamestar liefert hierzu eine einfache Erklärung im Heft 10/2005 und zwar möchte Microsoft auch Personen, die kein DVD Laufwerk besitzen, die Möglichkeit bieten, dieses Spiel auf ihren Rechnern zu installieren. Nun gut.
Punkt 3: Installation --------------------------------------------------------------------------------------- Die Installation verlief einfach und problemlos. Ein Installationsmanager führt bequem durch die Installation. Das erwähnte lästige CD – Wechseln ist hier mein einziger Kritikpunkt. Punkt 4: Menü --------------------------------------------------------------------------------------- Nachdem ich die Installation abgeschlossen habe, klicke ich erwartungsvoll auf das neu erstellte Symbol auf meinem Desktop. Es vergehen ca. 30 Sekunden, in denen mir einzig ein paar weiße Punkte auf dem ansonsten schwarzen Monitor sagen, dass das Spiel geladen wird. Hier nun der erste Schock! Urplötzlich ertönt ein lauter Knall… Die wie immer vorkommende Werbung. Also, ACHTUNG!!! Nicht die Boxen zu laut aufdrehen, sonst dröhnen die Ohren ;) Hierauf dann gleich der zweite Schock! Das Menü! Auf einer Auflösung von 800 x 600 erwartet mich eine kantige Figur und das triste Menü, bestehend aus Einzelspieler, Multiplayer, Optionen und Beenden. Beginne ich also mal schnell ein neues Spiel. Hierbei kann ich nun meiner kantigen Figur ein Aussehen spendieren, so wie ich sie mir vorstelle. Dabei habe ich recht mannigfaltige Möglichkeiten, die ich dann auch ausnutze und mir einen Helden erstelle, bei dem ich mir vorstellen kann, mich mit ihm zu identifizieren. Bei der Charakterwahl muss man sich zuerst für eine Rasse entscheiden. Es gibt die Menschen, die Dryaden, die Elben und die Halbriesen. Bei Menschen und Elben kann man sich aussuchen, ob die zukünftige Hauptfigur des Spiels männlich oder weiblich sein soll. Die Dryaden sich ausschließlich weibliche Wesen, die Halbriesen ausschließlich männlich. Danach kann man das Aussehen, die Frisur, sowie die Haarfarbe verändern und zack hat man den Charakter erschaffen, der einen durch das Spiel begleiten wird. Hierbei muss man auch beachten, dass jede Rasse ihre Vor – und Nachteile hat. Diese werden in einem Informationsfenster angezeigt.
Punkt 5: Story --------------------------------------------------------------------------------------- Nach der Charakterfertigstellung beginnt das Spiel mit einem Einstiegsvideo. In diesem wird die gesamte Geschichte, worum es überhaupt geht, erklärt. Dieses Video zeigt sich in wesentlich schönerer Optik und eine Erzählerstimme beginnt zu sprechen. In Dungeon Siege 2 geht es darum, dass im ersten Zeitalter, Zaramoth der Zerstörer und Azunai, der Verteidiger um die Herrschaft über das Land Aranna kämpften. Bei diesem Kampf wurde das Schild von Azunai durch das Schwert von Zaramoth in 4 Teile zerstört und das zweite Zeitalter wurde eingeläutet. In diesem kam ein junger Prinz namens Valdis, der mit Hilfe der Dunkelmagier
Bilder von Dungeon Siege 2 (PC CD-ROM)
in den Besitz des Schwertes kommt. Dieses wirkt sich sehr negativ aus und er wird machthungrig. Die vollständige Macht kann er nur mit dem zusätzlichen Besitz des Schildes erhalten. Hier kommt der Held des Spiels zum ersten Mal zu Zuge. Zuerst ist man ein Söldner, der von den Morden, eine Rasse, die Valdis unterstützen, angeheuert wurde. Das Ziel ist es, sich bis zu einem Ort durchzukämpfen an dem ein Teil des Schildes zu finden sein soll. Die Gegner sind die Dryaden, ein auf Bäumen lebendes Volk, welche sich Frieden wünschen. Punkt 6: Spielbeginn --------------------------------------------------------------------------------------- Zu Beginn dieses Szenarios befindet sich der Held mit ein paar anderen Kameraden und seinem Freund Drevin am Strand von Greilin. Hier wird man durch ein Tutorial geleitet, welches an sich aber sehr gut in die Handlung eingearbeitet ist und somit nicht wie ein Tutorial erscheint. Man lernt hier die Grundzüge zum Kämpfen im Spiel. Kurz darauf wird man auch in die weiteren Funktionen eingeführt. Mehr dazu später. Schon während des umfangreichen Tutorials kriegt man ein Gefühl für das Spiel. Dieses gesamte Tutorial mag kurzzeitig für Leute, die Dungeon Siege 1 bereits gespielt haben, langweilig erscheinen, aber es bietet gerade für Neueinsteiger alles, was man benötigt, um gut in das Spiel zu kommen. Dennoch ist gerade durch den Aufbau der Geschichte des Spiels, die während des Tutorials ihren Beginn findet, auch für Kenner des ersten Teils, stets Spannung gegeben. Das Ende des Tutorials findet seinen Ausklang durch eine erneute Videosequenz. Und ohne zu viel verraten zu wollen. Man wird von Valdis, nachdem man ihm ja gerade zuvor noch geholfen hat, verraten. Einzig durch ein mutiges Einschreiten von Drevin überlebt der zukünftige Held. Dungeon Siege 2 beginnt in Eirulan, der Stadt der Dryaden. Sie halten den Helden des Spiels in Gefangenschaft, da er unter einer Leiche, verletzt gefunden wurde und nun, als Kämpfer auf der Seite der Morden, ein Gefangener ist. Durch ein kurzes Gespräch mit der Wärterin erhalten wir unseren ersten Auftrag. Man soll ihr beweisen, dass man vertrauenswürdig ist. So wird man entlassen, aber ist noch eine Weile mit dem Ring der Unterdrückung als Gefangener, sozusagen auf Bewährung, aus dem Gefängnis.
Punkt 7: Grafik --------------------------------------------------------------------------------------- Bevor ich weiter auf das Spiel eingehe, mache ich eine kurzen Exkurs über die Grafik, den Sound, die Atmosphäre und die Steuerung. Die Grafik des Menüs habe ich ja schon bemängelt. Eine Veränderung der Auflösung ist leider nicht möglich. Im Spiel selbst wiederum ist diese problemlos in den Optionen einstellbar. Schon am Strand merkt man, dass sich die Grafik im Vergleich zu Dungeon Siege 1 nicht wirklich wahnsinnig verbessert hat, trotzdem machen gerade kleine Dinge einiges her. So durchstreife ich schon zu Beginn einen kleinen Wald, durch dessen Blätter die Sonnenstrahlen zu Boden sinken. Ein toller Anblick! Auch die Figuren und Gegner aus der Ferne sehen sehr detailliert und schick aus. Man erkennt welche Waffe sie tragen, Veränderungen bezüglich des Kampfstils machen sich auch bemerkbar, beispielsweise durch einen Muskelaufbau bei Nahkämpfern. Man kann ebenfalls klar unterscheiden, ob man eine Robe oder ein Hemd trägt, welche Farbe das Kleidungsstück hat, usw.. Bei Dungeon Siege 2 hat man die Möglichkeit sich sehr nah an das Spielgeschehen heranzoomen zu können. Auch darauf gehe ich später bei der Steuerung ein. Durch das heranzoomen werden zwar mehr Details sichtbar, leider werden aber auch die Figuren grober und kantiger, was vielen Grafikfans durchaus störend erscheinen könnte. Mich persönlich stört es weniger, da ich fast ausschließlich auf der am entferntesten Kameraposition spiele.
Punkt 8: Sound --------------------------------------------------------------------------------------- Der Sound ist eine wahre Pracht. In jeder der drei Städte herrscht eine andere Musik, die auch bei längerem Aufenthalt allesamt nicht nervtötend sind! Die Musik verändert sich auch während der Level selbst. Geht man in einen dunklen Wald ertönt eine düstere Melodie, als wenn man gerade durch die helle Wüste stapft. Steht man einem Kampf mit einem Zwischengegner bevor, verändert sich die Musik ebenfalls dramatisch. Wie gesagt, alles perfekt miteinander abgestimmt und stets stimmig und zur Situation passend! Die Sprachausgabe ist meiner Ansicht ebenfalls sehr gelungen. Untertitel ergänzen die Synchronsprecher. Leider fiel mir hierbei aber auf, dass einige Sätze eines Gesprächspartners dann doch von zwei Sprechern gesprochen worden sind. Ich kann es mir nicht erklären, aber man hört ganz eindeutig zwei unterschiedliche Stimmen. Das wirkt ein bisschen störend, aber ist, meiner Meinung nach, im Großen und Ganzen nicht weiter wild. Was mir persönlich gar nicht gefällt ist, dass die Mundbewegung der im Spiel vorhandenen Charaktere teilweise nicht funktioniert. So ist gleich das erste Gespräch zwischen der Chefin der Dryaden und Amren ( eine weitere Person im Spiel ) sehr auffällig, da in der Zwischensequenz genau auf die Münder der beiden gefilmt wird. Und es bewegt sich nix. Das sollte bei dem heutigen Stand der Technik drin sein, denke ich. Nun gut, insgesamt gesehen bin ich trotzdem sehr angetan von dem Sound des Spiels.
Punkt 9: Atmosphäre --------------------------------------------------------------------------------------- Womit ich fast nahtlos übergehen kann zur Atmosphäre. Sie ergibt sich ja eigentlich durch Zusammenspiel von Grafik, Sound und Story. Die Atmosphäre des Spiels ist wirklich sehr gut! Durch die sich stets der Situation anpassende Musik, die stetige Spannungssteigerung und die packende Story bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als weiterzuspielen. Die Grafik, hierbei vor allem natürlich die erwähnten Lichteffekte, auch bei Zaubern, haben mich dann vollends begeistert, weswegen ich von diesem Spiel auch so angetan bin.
Punkt 10: Die Steuerung --------------------------------------------------------------------------------------- Man spielt dieses Spiel mit Maus und Tastatur. Mit der linken Maustaste steuert man seinen Helden. Also, wie beim Adventure „Gehe zu“. Das Ganze wird symbolisiert durch einen Mauszeiger. Außerdem spricht man durch Klicken dieser Taste Personen im Spiel an. Mit der rechten Maustaste kann man Gegner angreifen. Hierbei gibt es die Möglichkeit wild rumzuklicken oder gedrückt zu halten. Beim Gedrückthalten der rechten Maustaste wird ein Gegner konsequent bis zu seinem Ende angegriffen. Beim wilden Klicken kann es gerade bei Kämpfen mit vielen Gegnern passieren, dass man sich um andere Gegner zuerst kümmert, um die man sich aber später kümmern wollte. Möchte man den automatischen Kampf, wie er in Dungeon Siege 1 vorhanden war, also automatischen Angreifen bei Gegnerkontakt, so kann man diesen in den Optionen frei schalten. Diese Funktion macht das Spiel meiner Ansicht nach aber langweilig, weswegen ich sie nicht benutzt habe. Der Mauszeiger verändert sich entsprechend der Gegenstände, auf die man den Zeiger bewegt. Lenkt man ihn beispielsweise auf ein Fass, dann erscheint ein Sternchen, welches symbolisiert, dass man dieses zerstören kann. Ein kleines Säckchen symbolisiert am Boden liegende Gegenstände und ein roter Mauszeiger verdeutlicht dem Spieler, dass sich ein Gegner im Visier befindet. Wie gesagt, im Spiel kann man sich an seine Helden heranzoomen. Man spielt somit fast aus Schulterperspektive. Leider sieht man so kaum etwas von der Umgebung und man kann die Gegnerzahl nur schwer einschätzen. Die Sicht ist dabei stets von oben auf den oder die Helden gerichtet. Betritt man ein Gebäude wird dieses transparent. Leider ergeben sich durch hohe Mauern oft ziemlich nervige Probleme mit der Kamera, da die Kamera natürlich stets versucht dem Spieler einen Überblick über seine Charaktere zu verschaffen. Dieses passiert dann durch schnelles heranzoomen, was bei den nächsten Schritten wieder ausgeglichen werden muss und somit ergibt sich ein verwirrendes ran und raus zoomen. Ansonsten ist die Steuerung nicht weiter gewöhnungsbedürftig. Auch als Anfänger findet man sich schnell zurecht.
Punkt 11: Der Bildschirm während des Spiels --------------------------------------------------------------------------------------- Der Bildschirm während des Spiels ist meiner Meinung nach sehr übersichtlich und gut gelungen. In der linken oberen Ecke sieht man das Porträt seines ausgewählten Helden, bzw. später seiner Gruppe. Hier erkennt man alles, was man später zur Übersicht braucht. Lebensanzeige, Manaanzeige, Spezialfähigkeit, ausgewählte Waffe bzw. ausgewählter Zauber. In der Mitte am oberen Rand werden Informationen über den Gegner, bzw. den Gegenstand eingeblendet, den man gerade im Visier hat. Unten links befinden sich Kurzbefehle beispielsweise zum Einnehmen von Tränken oder dem automatischen Aufsammeln aller am Boden liegenden Gegenständen. In der Mitte am unteren Rand sind die Spezialkünste eingeblendet, von denen jeder Charakter aus bis zu 40 Stück wählen kann. Dieses ist nur eine theoretische Angabe. Später dazu mehr. Zuletzt bildet der Radar in der unteren rechten Ecke einen der wichtigsten Funktionen im Spiel. Hier sieht man, wo sich der nächste Waffenhändler befindet, wo man neue Aufträge erhalten kann, usw.. Diese sind durch klare Symbole gekennzeichnet. Die Aufträge werden durch einen Stern angezeigt. Alles, was man als Freunde, bzw. friedliche Wesen bezeichnen kann, wird durch einen kleinen grünen Punkt markiert. Blaue Punkte sind Gegenstände, die am Boden liegen oder Hebel, verschiebbare Steine, usw. die einen Geheimgang öffnen können. Rote Punkte zeigen die Gegner an.
Punkt 12: Das Rollenspiel Dungeon Siege 2 --------------------------------------------------------------------------------------- Dungeon Siege 2 ist ein Rollenspiel, wie Diablo 2 oder Sacred. Man übernimmt die Rolle eines Helden, bzw. später auf Wunsch einer Heldengruppe, die im Söldner Modus, der leichtesten Stufe bis zu 4 Mitglieder enthalten darf. Im Veteranmodus, den man erhält, wenn man den Söldnermodus komplett durchgespielt hat, dürfen es bis zu 5 Mitglieder sein. Im letzten Modus, dem Elitemodus, sind dann bis zu 6 Mitglieder erlaubt. Das Spiel selbst verläuft ziemlich linear. Das heißt, man bewegt sich stets auf einem vorgegebenen Weg. Dennoch wird dem Spieler Handlungsfreiheit vorgegaukelt durch Wege in große Höhlen oder andere Wege, die dann aber doch in eine Sackgasse führen. So wird man stets früher oder später an dem Punkt ankommen, an dem das Hauptquest des Spiels fortgeführt werden kann. Neben den zahlreichen Missionen der Hauptquest, hat man die Möglichkeit Aufgaben von anderen Charakteren zu erlangen. Diese erreicht man meistens durch Sprechen mit den Charakteren. Haben sie etwas zu sagen, erscheint ein oranges Fragezeichen bzw. ein Ausrufezeichen. Das was ein Rollenspiel auszeichnet wird auch in Dungeon Siege 2 mit Bravour umgesetzt. So gibt es auch hier das süchtig machende Einsammeln magischer Gegenstände, die zur Verbesserung der Ausrüstung genutzt werden. Sei es ein Schild, ein Bogen, ein Ring, ein Amulett, usw.. Alle können magische Fähigkeiten haben bzw. man kann bestimmte Gegenstände verzaubern lassen und sie somit individuell gestalten. Blau markierte Gegenstände sind nur einfach magisch und haben meistens 1 – 2 magische Eigenschaften. Türkis sind seltene Gegenstände, die dann bis zu 5 magischen Eigenschaften haben können. Lila sind spezielle magische Gegenstände, die Unique Items, welche aber für sich allein stehen und nicht wie die folgenden im Satz zu kriegen sind. Gelb sind die erwähnten Unique Items, die dann aber als ein Satz zu kriegen sind. Hier gibt es eine riesige Auswahl an Sätzen. Findet man einen solchen sehr rar ausgestreuten Gegenstand, so liest man, wenn man ihn anklickt seine bisherigen magischen Funktionen. Findet man einen weiteren Gegenstand aus dem gleichen Satz, so gibt es Bonus Eigenschaften, wenn man sich mit beiden Ausrüstungsgegenständen ausstattet. Hier wird dann auch angegeben, wie viele Satzgegenstände es gibt. Nun ist noch das Inventar zu erwähnen, dass wie bei Diablo 2 oder Sacred aufgeteilt ist. Auf der linken Seite sieht man ein Bild seines Helden und was man ihm „anziehen“ kann. Platz ist vorhanden für eine Kopfbedeckung, ein Amulett, ein Paar Handschuhe, ein Paar Schuhe, eine Rüstung, für 4 Ringe und abschließend für die Waffen. In Dungeon Siege 2 gibt es ein ebenfalls für Rollenspiele typisches Fähigkeiten System. Dieses wurde als Neuerung im Gegensatz zu Dungeon Siege 1 eingebaut. Man kann Fähigkeiten, wie zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit und die Stärke eines kritischen Schlages oder die Wirksamkeit von Naturzaubern erhöhen. Diese Steigerungen verlaufen Stufenabhängig, das heißt durch Besiegen von Gegnern kriegt man Erfahrungspunkte. Bei einer gewissen Anzahl an Erfahrungspunkten, steigt man eine Stufe auf und darf eine Fähigkeit steigern. Die besten Fähigkeiten sind aber erst ab Stufe 36 steigerungsfähig. Hierbei gibt es noch eine weitere Neuerung in diesem Bereich. Die Künste. Sie sind spezielle Fähigkeiten und haben wesentlich stärkere Auswirkungen. Sie benötigen aber eine Regenerationszeit. Diese ist abhängig von der ausgewählten Kunst. Beispiele hierfür sind eine kurze Zeit der Unverwundbarkeit oder eine Energiekugel, die kurzfristig über den Kopf des Anwenders kreiselt und Energiekugeln abschießt, die die Gegner verletzen. Zur schnelleren Regeneration der Künste gibt es Kriegssäulen, bei deren Zerstörung die Kunst sofort wieder zur Verfügung steht. Bei Dungeon Siege 2 gibt es ein typisches System, welches sich von Spielen wie Sacred oder Diablo 2 unterscheidet. Man besitzt zu Beginn einen Helden und kann sich auf eine Klasse spezialisieren. Diese Klassen sind: Nahkämpfer, Fernkämpfer, Kampfmagier und Naturmagier. Je nachdem, welche Waffen bzw. Zauber man benutzt, steigt man in der ausgewählten Klasse auf. Das bedeutet, man könnte sich einen Allrounder erstellen, der eben alles ein bisschen kann. Dieses ist jedoch nicht sehr von Vorteil, da man dann schnell untergehen wird, aufgrund der ansteigenden Stärke der Gegner. Somit sollte man sich von Beginn an mit seinem Helden für eine Klasse entscheiden und diese durch stetigen Waffen - bzw. Zaubergebrauch steigern. Somit zerfällt dann auch die theoretische Angabe der 40 möglichen Künste, da man in seiner Klasse nur 10 Künste zur Verfügung hat. Diese sind meiner Ansicht nach aber zu schlecht balanciert, da man sich meistens für eine Kunst entscheidet und mit dieser auch weiterkämpfen wird. So erging es zumindestens mir. Eine weitere Neuerung im Spiel sind Schreine in denen man im Spiel erlernte Gesänge nutzen kann, um beispielsweise die Fernkampfkräfte der Gruppe zu steigern oder den später sehr wichtigen Gesang der Toten zu rezitieren. Hierbei gibt es leider auch zu viele Gesänge, auf die man durchaus auch hätte verzichten können, da man sich auch hier nur auf ein paar wenige konzentriert. Eine gute Funktion ist das Bestiarium, eine Art Buch, in der man alles über die besiegten Gegner erfahren kann. Hier werden Stärken und Schwächen, Resistenzen und die Angaben über Schaden und Verteidigung aufgezeigt. Ergänzend zur an sich schon recht spannenden Story gibt es überall Bücher zu finden in denen weitere Angaben über die Geschichte des Spiels, beispielsweise über Azunai und Zaramoth geschrieben stehen. Da ich nicht zu viel von der Story verraten möchte, gehe ich noch kurz auf die Orte ein. Bei Dungeon Siege 2 gibt es drei Akte, in denen jeweils eine Stadt vorhanden ist, in der man sich erholen kann, Ausrüstungsgegenstände verkaufen bzw. kaufen kann, usw.. Hier finden sich auch die meisten Quests des Spieles. Um die Wege zu verkürzen gibt es Teleporter, die es dem Helden ermöglichen, sich nicht wieder durch ein Gebiet durchzukämpfen, das man am Tag vorher schon durchquert hat. So kann man sich auch mit Hilfe dieser Teleporter von einer Stadt in die des nächsten Aktes teleportieren. Hiermit komme ich auch gleich zum Speichersystem. Dieses ist einer meiner persönlichen Hauptkritikpunkte. Man hat einen Speicherstand zur Verfügung, der ständig überschrieben wird. Ein Speichern während des Spiels ist möglich, aber man sollte sich am besten immer bis zum nächsten Teleporter durchspielen, da die Gegner beim nächsten Laden wieder allesamt vorhanden sind, was zu einer Tortur werden kann, wenn man sich doch schon ätzend viele Male dort durchgekämpft hat. Dieses Speichersystem ist auch in Diablo 2 vorhanden, welches mir auch da schon nicht sonderlich zugesagt hat. Es hindert aus meiner Sicht am schnelleren Durchspielen und vor allem auch am Weiterspielen, da man sich stets vor Augen halten muss, dass es bis zum nächsten Teleporter auch mal eine halbe Stunde dauern kann. Wer diese Zeit nicht hat, muss sich eben mehrfach durch Gebiete kämpfen, die eigentlich abgeschlossen sind.
Punkt 13: Multiplayer --------------------------------------------------------------------------------------- Über den Multiplayer kann ich persönlich leider nicht viel schreiben, da ich mir das Spiel eigentlich grundsätzlich für den Singleplayermodus gekauft habe. Aus Berichten über dieses Spiel weiß ich, dass es die Möglichkeit gibt über Internet auf einen Server zu gehen, wo man mit anderen das Spiel durchspielen kann. Gegenseitiges Kräftemessen sei leider nicht möglich. Ein Multiplayerspiel im Netzwerk wiederum, wo man mit Freunden zusammen sich durch die Geschichte kämpft soll sehr viel Spaß machen, was ich mir auch durchaus vorstellen kann. Vorteil der ganzen Sache des Multiplayers bei diesem Spiel sind die nicht vorhandenen Onlinegebühren. Dieses würde mich ansonsten auch sehr abschrecken, denn man zahlt ja für das Spiel selbst schon genug.
Punkt 14: Preis --------------------------------------------------------------------------------------- Ich habe dieses Spiel bei Media Markt für knapp 40 Euro gekauft. Mittlerweile sollte es für ca. 35 Euro oder im Netz wahrscheinlich noch weniger zu kriegen sein.
Punkt 15: Systemanforderungen --------------------------------------------------------------------------------------- Hier noch eine kurze Auflistung der wichtigsten Systemvoraussetzungen:
Windows: Windows XP/SP1 oder höher Prozessor: 1 GHz Arbeitsspeicher: 256 MB RAM Festplatte: 4 GB Grafikkarte: ATI Radeon 7000 oder höher / Nvidia Geforce – Serie Sonstiges: Min. 4x CD-ROM-Laufwerk, Maus, Lautsprecher oder Kopfhörer Multiplayer: Breitband-Internetanschluss oder LAN für Online – oder Multiplayer – Spiele Punkt 16: Fazit --------------------------------------------------------------------------------------- Dungeon Siege 2 hat mich nun über Wochen gefesselt. Ich habe etliche Stunden damit verbracht mir den Weg bis Valdis durchzukämpfen und gerade durch die umfangreiche und spannende Story wurde es nie langweilig. Nun bin ich am Ziel und eigentlich doch nicht. Denn mich persönlich packt die Lust am erneuten durchspielen. Dieses Mal auf der Stufe Veteran. Schließlich will ich doch immer noch ein paar Sätze vollständig kriegen und auch die letzten Quests lösen. Ich weiß nicht, ob ich den Elite Modus auch in Angriff nehmen werde, aber das wird sich zeigen. Dungeon Siege 2 hat seine Schwächen, ganz klar. Diese finden sich im erwähnten Speichersystem, der wenigen Bugs und in der teilweise etwas dümmliche KI ( warum schießt mein Fernkämpfer hunderte Pfeile auf eine Mauer, anstatt wie der Nahkämpfer durch die angrenzende Tür zu gehen und den Feind zu attackieren??? ). Ein letzter Kritikpunkt betrifft die Story und zwar die der Nebencharaktere, also der Mitglieder meiner Gruppe. Sie schalten sich oft in Gespräche ein, wenn man an einem bestimmten Ort ankommt. Leider verschwinden diese Gespräche oft, wenn ein Gegner attackiert. Eine Neuanwahl des Gespräches ist nicht vorhanden, so dass die Story der Nebencharaktere deutlich an Fahrt verliert. Dennoch können diese wenigen Schwächen meinen äußerst positiven Gesamteindruck nicht trüben und ich vergebe 4 von 5 Ciao Sternen. Das Spiel ist eigentlich für alle ab 12 empfehlenswert, es sei denn, man kann mit Rollenspielen überhaupt nix anfangen. Die Spieldauer ist, wenn man sich um alle Nebenquests kümmert riesig. Aber auch die Hauptstory alleine benötigt etliche Stunden ( 50 Stunden Wert von Gamestar ). Somit ist das Preis – Leistungsverhältnis meiner Meinung nach sehr gut. Einsteigern wird das Spiel durch das motivierende Tutorial sehr erleichtert, Vorkenntnisse vom Vorgänger benötigt man nicht. Für Kenner der Serie könnte dieses kurzzeitig zu langweilig sein, aber da eine Story auch diesen Bereich des Spieles begleitet, sollte die Langeweile wirklich nur sehr kurzfristig sein. Wie gesagt, Dungeon Siege 2 wird auch weiterhin noch etliche Stunden erfreuen! Meiner Ansicht nach ein rundum gelungener Nachfolger des ersten Teils.
Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich über jeden Kommentar! MfG, c0rNi81.
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30.03.2008 00:19
Wirklich sehr ausführlich. Verdientes BH.
31.10.2006 12:58
Hui, sehr ausführlich und ich stimme ganz mit dir überein. Übrigens fand ich Titan Quest persönlich dann irgendwann in Ägypten teilweise so zäh, so dass meine Motivation nach dem ersten Durchspielen nicht so überwältigend war. Dungeon Siege 2 gefiel mir da schon besser ^^
19.04.2006 13:17
Ein sehr ausführlicher und informativer Bericht. DS hat jedoch mit einem Rollenspiel der "alten Schule"(Might&Magic" oder "Wizardry) nichts gemeinsam,da viel zu einfach und linear. Trotzdem interessant für "Zwischendurch" zu spielen.