... Durch die dichten Satzkonstrukte zaubert der Autor das ganze Geschehen wie ein inneres Theaterstück in den Kopf, direkt ins Hirn.
Cecilie und Ariel haben wie schon erwähnt einen Deal. Ariel existiert zwar schon seit Anbeginn der Zeit, als Engel weiß er jedoch nicht, wie es ist, Gefühle ... Bericht lesen
und spuert die Sorge der anderen Familienmitglieder um sie. Als Cecilie nach der Bescherung erschoepft in ihr Bett sinkt wird sie von jemandem angesprochen der sich als Engel ausgibt. Erst misstrauisch lauscht sie bald aufmerksam Ariels Worten ueber Gott die Schoepfung ueber Leben und Sterben. Zum ersten Mal in ihrem Leben sieht sich Cecilieheraus gefordert ihre Existenz in der Welt zu durchdenken und mit ihrer Vorstellungskraft hinter das vorzudringen was der Spiegel uns als vertraute Fassade zeigt.
sie das Bett hueten. Zwar hatte der Vater sie zur Bescherung kurz heruntergetragen doch danach war sie gleich wieder in ihr Bett zurueckgesunken. Ploetzlich hoert sie eine Stimme: Ariel behauptet ein Engel zu sein und gemeinsam mit ihm beginnt Cecilie ueber neue Dinge nachzudenken. Zum ersten Mal sieht sich Cecilie in ihrem Leben herausgefordert ihre Existenz in der Welt neu zu betrachten.
davon eine ganze Menge, können sich auf neue, abenteuerliche Ausflüge in das Spezialgebiet des Autors freuen, die Philosophie. Denn auch in seinem dritten Buch, das 1993 in Oslo erschienen ist, bleibt er seiner Vorliebe treu. Zugegeben, der im Deutschen sehr sperrige Titel Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort hätte besser gewählt werden können, doch das sind Äußerlichkeiten, die dem Ganzen keinen Abbruch tun. In seinem Roman wendet sich Jostein Gaarder wieder vor allem an junge Leser, die er mit seiner weiblichen, jungen Protagonistin unmittelbar anspricht. Für die krebskranke Cecilie ist es ziemlich langweilig, die Tage im Bett zu verbringen und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Glücklicherweise besucht sie seit einiger Zeit ein netter Engel namens Ariel. So genau weiß die Kleine auch nicht, ob sie an Engel glaubt, doch mit Ariel kann man ungestört nachdenken und bereden, was einem in den langen Stunden im Krankenbett so durch den Sinn geht. Und es sind die schwierigen Fragen, die das kleine Mädchen beschäftigen: Wer bin ich? Woraus besteht die Seele? Gibt es Gott? Das Gespräch zwischen Cecilie und Ariel führt zu einer wunderbaren Begegnung zwischen Himmel und Erde und Cecilie versucht, Ariel einige seiner himmlischen Geheimnisse abzuluchsen. Für Ariel sind im Gegenzug dazu alle menschlichen Empfindungen fremd. Er kann sich Schmerzen oder Kälte partout nicht vorstellen. Mühsam macht sich Cecilie ans Erklären, und zusammen gelingen den beiden ganz treffliche Vergleiche: "Aber das muß doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?" Die beiden erkunden auf sehr unterhaltsame Weise das Terrain des anderen, ohne daß sie sich mit Unklarheiten lange aufhalten, "denn wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt." Wie jeder gute Philosoph schon seit der Antike weiß, lassen sich die großen, tiefen Fragen des Universums am besten im Gespräch erforschen. Jostein Gaarder beweist in diesem ergreifend schönen Buch, daß er, wie schon in Sophies Welt, sein Metier meisterhaft beherrscht. Am liebsten würde man Cecilie und Ariel stundenlang, nein, besser seitenlang, zuhören. "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort." Schöner läßt sich die Essenz des Buches nicht ausdrücken. --Manuela Haselberger
davon eine ganze Menge, können sich auf neue, abenteuerliche Ausflüge in das Spezialgebiet des Autors freuen, die Philosophie. Denn auch in seinem dritten Buch, das 1993 in Oslo erschienen ist, bleibt er seiner Vorliebe treu. Zugegeben, der im Deutschen sehr sperrige Titel Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort hätte besser gewählt werden können, doch das sind Äußerlichkeiten, die dem Ganzen keinen Abbruch tun. In seinem Roman wendet sich Jostein Gaarder wieder vor allem an junge Leser, die er mit seiner weiblichen, jungen Protagonistin unmittelbar anspricht. Für die krebskranke Cecilie ist es ziemlich langweilig, die Tage im Bett zu verbringen und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Glücklicherweise besucht sie seit einiger Zeit ein netter Engel namens Ariel. So genau weiß die Kleine auch nicht, ob sie an Engel glaubt, doch mit Ariel kann man ungestört nachdenken und bereden, was einem in den langen Stunden im Krankenbett so durch den Sinn geht. Und es sind die schwierigen Fragen, die das kleine Mädchen beschäftigen: Wer bin ich? Woraus besteht die Seele? Gibt es Gott? Das Gespräch zwischen Cecilie und Ariel führt zu einer wunderbaren Begegnung zwischen Himmel und Erde und Cecilie versucht, Ariel einige seiner himmlischen Geheimnisse abzuluchsen. Für Ariel sind im Gegenzug dazu alle menschlichen Empfindungen fremd. Er kann sich Schmerzen oder Kälte partout nicht vorstellen. Mühsam macht sich Cecilie ans Erklären, und zusammen gelingen den beiden ganz treffliche Vergleiche: "Aber das muß doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?" Die beiden erkunden auf sehr unterhaltsame Weise das Terrain des anderen, ohne daß sie sich mit Unklarheiten lange aufhalten, "denn wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt." Wie jeder gute Philosoph schon seit der Antike weiß, lassen sich die großen, tiefen Fragen des Universums am besten im Gespräch erforschen. Jostein Gaarder beweist in diesem ergreifend schönen Buch, daß er, wie schon in Sophies Welt, sein Metier meisterhaft beherrscht. Am liebsten würde man Cecilie und Ariel stundenlang, nein, besser seitenlang, zuhören. "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort." Schöner läßt sich die Essenz des Buches nicht ausdrücken. --Manuela Haselberger
davon eine ganze Menge, können sich auf neue, abenteuerliche Ausflüge in das Spezialgebiet des Autors freuen, die Philosophie. Denn auch in seinem dritten Buch, das 1993 in Oslo erschienen ist, bleibt er seiner Vorliebe treu. Zugegeben, der im Deutschen sehr sperrige Titel Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort hätte besser gewählt werden können, doch das sind Äußerlichkeiten, die dem Ganzen keinen Abbruch tun. In seinem Roman wendet sich Jostein Gaarder wieder vor allem an junge Leser, die er mit seiner weiblichen, jungen Protagonistin unmittelbar anspricht. Für die krebskranke Cecilie ist es ziemlich langweilig, die Tage im Bett zu verbringen und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Glücklicherweise besucht sie seit einiger Zeit ein netter Engel namens Ariel. So genau weiß die Kleine auch nicht, ob sie an Engel glaubt, doch mit Ariel kann man ungestört nachdenken und bereden, was einem in den langen Stunden im Krankenbett so durch den Sinn geht. Und es sind die schwierigen Fragen, die das kleine Mädchen beschäftigen: Wer bin ich? Woraus besteht die Seele? Gibt es Gott? Das Gespräch zwischen Cecilie und Ariel führt zu einer wunderbaren Begegnung zwischen Himmel und Erde und Cecilie versucht, Ariel einige seiner himmlischen Geheimnisse abzuluchsen. Für Ariel sind im Gegenzug dazu alle menschlichen Empfindungen fremd. Er kann sich Schmerzen oder Kälte partout nicht vorstellen. Mühsam macht sich Cecilie ans Erklären, und zusammen gelingen den beiden ganz treffliche Vergleiche: "Aber das muß doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?" Die beiden erkunden auf sehr unterhaltsame Weise das Terrain des anderen, ohne daß sie sich mit Unklarheiten lange aufhalten, "denn wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt." Wie jeder gute Philosoph schon seit der Antike weiß, lassen sich die großen, tiefen Fragen des Universums am besten im Gespräch erforschen. Jostein Gaarder beweist in diesem ergreifend schönen Buch, daß er, wie schon in Sophies Welt, sein Metier meisterhaft beherrscht. Am liebsten würde man Cecilie und Ariel stundenlang, nein, besser seitenlang, zuhören. "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort." Schöner läßt sich die Essenz des Buches nicht ausdrücken. --Manuela Haselberger
davon eine ganze Menge, können sich auf neue, abenteuerliche Ausflüge in das Spezialgebiet des Autors freuen, die Philosophie. Denn auch in seinem dritten Buch, das 1993 in Oslo erschienen ist, bleibt er seiner Vorliebe treu. Zugegeben, der im Deutschen sehr sperrige Titel Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort hätte besser gewählt werden können, doch das sind Äußerlichkeiten, die dem Ganzen keinen Abbruch tun. In seinem Roman wendet sich Jostein Gaarder wieder vor allem an junge Leser, die er mit seiner weiblichen, jungen Protagonistin unmittelbar anspricht. Für die krebskranke Cecilie ist es ziemlich langweilig, die Tage im Bett zu verbringen und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Glücklicherweise besucht sie seit einiger Zeit ein netter Engel namens Ariel. So genau weiß die Kleine auch nicht, ob sie an Engel glaubt, doch mit Ariel kann man ungestört nachdenken und bereden, was einem in den langen Stunden im Krankenbett so durch den Sinn geht. Und es sind die schwierigen Fragen, die das kleine Mädchen beschäftigen: Wer bin ich? Woraus besteht die Seele? Gibt es Gott? Das Gespräch zwischen Cecilie und Ariel führt zu einer wunderbaren Begegnung zwischen Himmel und Erde und Cecilie versucht, Ariel einige seiner himmlischen Geheimnisse abzuluchsen. Für Ariel sind im Gegenzug dazu alle menschlichen Empfindungen fremd. Er kann sich Schmerzen oder Kälte partout nicht vorstellen. Mühsam macht sich Cecilie ans Erklären, und zusammen gelingen den beiden ganz treffliche Vergleiche: "Aber das muß doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?" Die beiden erkunden auf sehr unterhaltsame Weise das Terrain des anderen, ohne daß sie sich mit Unklarheiten lange aufhalten, "denn wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt." Wie jeder gute Philosoph schon seit der Antike weiß, lassen sich die großen, tiefen Fragen des Universums am besten im Gespräch erforschen. Jostein Gaarder beweist in diesem ergreifend schönen Buch, daß er, wie schon in Sophies Welt, sein Metier meisterhaft beherrscht. Am liebsten würde man Cecilie und Ariel stundenlang, nein, besser seitenlang, zuhören. "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort." Schöner läßt sich die Essenz des Buches nicht ausdrücken. --Manuela Haselberger
davon eine ganze Menge, können sich auf neue, abenteuerliche Ausflüge in das Spezialgebiet des Autors freuen, die Philosophie. Denn auch in seinem dritten Buch, das 1993 in Oslo erschienen ist, bleibt er seiner Vorliebe treu. Zugegeben, der im Deutschen sehr sperrige Titel Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort hätte besser gewählt werden können, doch das sind Äußerlichkeiten, die dem Ganzen keinen Abbruch tun. In seinem Roman wendet sich Jostein Gaarder wieder vor allem an junge Leser, die er mit seiner weiblichen, jungen Protagonistin unmittelbar anspricht. Für die krebskranke Cecilie ist es ziemlich langweilig, die Tage im Bett zu verbringen und das auch noch ausgerechnet an Weihnachten. Glücklicherweise besucht sie seit einiger Zeit ein netter Engel namens Ariel. So genau weiß die Kleine auch nicht, ob sie an Engel glaubt, doch mit Ariel kann man ungestört nachdenken und bereden, was einem in den langen Stunden im Krankenbett so durch den Sinn geht. Und es sind die schwierigen Fragen, die das kleine Mädchen beschäftigen: Wer bin ich? Woraus besteht die Seele? Gibt es Gott? Das Gespräch zwischen Cecilie und Ariel führt zu einer wunderbaren Begegnung zwischen Himmel und Erde und Cecilie versucht, Ariel einige seiner himmlischen Geheimnisse abzuluchsen. Für Ariel sind im Gegenzug dazu alle menschlichen Empfindungen fremd. Er kann sich Schmerzen oder Kälte partout nicht vorstellen. Mühsam macht sich Cecilie ans Erklären, und zusammen gelingen den beiden ganz treffliche Vergleiche: "Aber das muß doch ein typisch 'kaltes' Gefühl sein, vor allem, wenn ihr in den Schnee fallt. Habt ihr dann nicht am ganzen Körper so einen Gänsehautgeschmack wie starke Pfefferminze?" Die beiden erkunden auf sehr unterhaltsame Weise das Terrain des anderen, ohne daß sie sich mit Unklarheiten lange aufhalten, "denn wenn es stimmt, daß die Schöpfung ein großes Rätsel ist, und wenn etwas ein Rätsel ist, dann ist Raten erlaubt." Wie jeder gute Philosoph schon seit der Antike weiß, lassen sich die großen, tiefen Fragen des Universums am besten im Gespräch erforschen. Jostein Gaarder beweist in diesem ergreifend schönen Buch, daß er, wie schon in Sophies Welt, sein Metier meisterhaft beherrscht. Am liebsten würde man Cecilie und Ariel stundenlang, nein, besser seitenlang, zuhören. "Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort." Schöner läßt sich die Essenz des Buches nicht ausdrücken. --Manuela Haselberger
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Erfahrungsbericht von Daverigger über Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort / Gaarder, Jostein 1. April 2004
Produktbewertung des Autors:
Unterhaltungswert:
hoch
Humor:
durchschnittlich humorvoll
Spannung:
durchschnittlich spannend
Niveau:
anspruchsvoll
Aufmachung:
schön
Pro:
Story, dichte Sprache, Charaktere, keine Kirchlichen Aspekte
Kontra:
Mit Religion hat's dann doch irgendwie zu tun, das Buch hat nur 175 Seiten
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
"Unser täglich Siechtum gib uns heute ..."
Die kleine Cecilie ist krank. Sie liegt den ganzen Tag in ihrem Bett in ihrem Kinderzimmer und hört nur, was im Haus alles vor sich geht. Normalerweise ist das nicht wirklich berauschend, doch jetzt ist Heiligabend. Sie riecht die Geschäftigkeit ihrer Mutter in der Küche, verfolgt durch die Geräusche alles, was passiert und freut sich schon auf die Bescherung und die Skier, den Schlitten und die Schlittschuhe, die sie bestimmt geschenkt bekommt und natürlich auch ausprobieren will. Wenn sie wieder gesund ist. Sie hat sich fest vorgenommen, Weihnachten zu genießen, trotz der Tatsache, dass sie durch ihre körperliche Schwäche an ihr Bett gefesselt ist. Sie will wieder genesen und weiß, dass sie das auch schafft. In der Nacht erscheint ihr dann Ariel, ein Engel. Zuerst glaubt sie nicht, dass er wirklich ein Engel ist, da sie nicht wirklich weiß, ob sie überhaupt an so etwas wie Engel und den Himmel und Gott glaubt. Doch nach und nach kommen sich Ariel, der kleine Engel und Cecilie durch lange und für beide sehr interessante und ergiebige Gespräche näher, denn sie haben eine Abmachung – Ariel will wissen, wie es ist, ein Mensch zu sein mit Sinnen, Gefühlen und einer Seele, Cecilie will wissen, wie es ist, ein Engel zu sein, schon ewig zu leben und nicht zu sterben, nah bei Gott und im Himmel zu sein. Zwischen den beiden entsteht auf diese Art und Weise eine enge, vertrauliche Freundschaft, die in seltenen Momenten nur durch ein einziges Thema durchbrochen wird: Cecilies Krankheit und ihren anscheinend unausweichlichen Tod ...
„Wir sehen jetzt durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen gleichwie ich erkannt bin.“
[erster Brief des Paulus an die Korinther, 13. Kapitel, Vers 12]
Jostein Gaarder erzählt in diesem Buch die Geschichte eines Mädchens, das stirbt. Dieser Fatalismus in einer Geschichte, die dem Leser die Besonderheiten des Lebens, seine unendlichen Möglichkeiten und die Bedeutung dessen innerhalb der Schöpfung näher zu bringen gedenkt, hat mich von der ersten Seite an fasziniert! Gaarder erzählt Cecilies Geschichte in sehr aussagekräftigen Bildern und bedient sich eines sehr großen Schatzes an Metaphorik, wodurch sich in meinem Kopf ständig scharfe Bilder des Geschehens bildeten.
Die Geschichte erzählt aus der Sicht von Cecilie. Jede Seite ist voll von Bildern und Gerüchen, Gefühlen und Geschmäckern, dass die Sinne verrückt spielen. Gaarder benutzt Synästhesien am laufenden Band, die so fremd und im Grunde doch so vertraut sind, dass man sofort versteht, wie eigentümlich und doch normal manche Dinge sind. Auf der Stelle versteht man, was Cecilie sagen will, man kann sehen was sie sieht, riechen was sie riecht. Durch die dichten Satzkonstrukte zaubert der Autor das ganze Geschehen wie ein inneres Theaterstück in den Kopf, direkt ins Hirn.
Cecilie und Ariel haben wie schon erwähnt einen Deal. Ariel existiert zwar schon seit Anbeginn der Zeit, als Engel weiß er jedoch nicht, wie es ist, Gefühle zu haben, Sinne zu benutzen und zu erfahren, dazuzulernen und ein Gehirn zu benutzen. Er wünscht sich, wie die meisten anderen Engel auch, mehr darüber zu erfahren und vielleicht sogar zu verstehen. Cecilie dagegen kann sich nicht vorstellen wie es ist, ein Engel zu sein, ein so festes und dennoch geisterhaftes Wesen, das überall ist und nirgendwo, das schon immer existiert und auch immer existieren wird, dass Gott gesehen hat, den Himmel und Adam und Eva. Sie weiß und versteht nicht, wie es ist, absolut gar nichts zu fühlen. Daher stellen sie sich gegenseitig Fragen und reden, um so vom jeweils anderen Hinweise zu bekommen, Antworten zu bekommen und vielleicht sogar zu verstehen. Diese Dialoge zwischen Cecilie und Ariel sind unglaublich schön zu lesen. Mit einer beinahe grenzenlosen Unbefangenheit gehen die Beiden an ihre Themen, kennen so gut wie kein Tabu und sind absolut offen und ehrlich zueinander. Neben den bereits angesprochenen Synästhesien beleben auch die vielen bildhaften Vergleiche die Dialoge. Wie sich Schnee anfühlt? Er kitzelt wie starke Pfefferminze; man will die Hand zurückziehen und bekommt doch eine Gänsehaut.
Zwar hat „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ nur knapp 175 Seiten, doch sind diese Seiten äußerst gehaltvoll! Jostein Gaarder nähert sich dem Thema Tod auf ganz besondere Weise. Durch die kindliche Betrachtungsweise der Welt, die sowohl Cecilie als auch Ariel an den tag legen, sieht man nach dem Lesen des Buches sicher einiges mit anderen Augen, nimmt manche Dinge anders wahr, denkt über gewisse Dinge einfach anders.
Was mich jedoch am meisten beeindruckt hat ist die Tatsache, dass das Buch zwar von einem Engel erzählt, der ein sterbenskrankes Mädchen in seinen letzten Tagen besucht; jegliches kirchliche fehlt jedoch, keine Spur von Akquisition für die Kirche ist vorhanden, kein Versuch, Gott wirklich zu erklären. Und ich vermisse es auch nicht. Ich will es auch gar nicht vermissen oder gar haben. Ohne diese Aspekte und die einfache Betrachtung der Schöpfung durch Ariel und Cecilie wird man als Leser – egal ob nun Kind oder Erwachsener – einfach Schritt für Schritt neu an das herangeführt, was wir Leben nennen, was wir unsere Welt und ihr Drumherum nennen. Und auf diese Weise ergibt die Geschichte am Ende auch ein abgerundetes Bild ohne scharfe Ecken und Kanten, an denen man Anstoß finden kann. Genau wie Ariel es sagt, ist das Buch wie das Leben eines Menschen. Ein kurzer Augenblick, das Aufflackern eines Sterns in einem gewaltigen Feuer. Dem Feuer des Lebens.
Sehr schön sind auch die Nebenfiguren in diesem Buch gestaltet. Sie sind zwar präsent, jedoch spielen sie bis auf eine kleine Ausnahme keine allzu große Rolle. Cecilies Eltern, von ihrer Krankheit schwer ergriffen und bemüht freundlich und liebevoll, agieren so, wie man es wahrscheinlich erwarten würde. Ihr kleiner Bruder und ihr Großvater kommen nur sehr selten vor. Nur ihre Großmutter ist neben dem Engel und dem kranken Mädchen wichtig. Sie versteht Cecilie auf eine besondere Art, sie weiß meist am Besten, wie mit ihr umzugehen ist. Sie erzählt Cecilie Geschichten aus der Zeit der Wikinger, von Göttern und Fabelwesen, sie verschwört sich mit ihr, bastelt am Schlitten und schreibt auf, was Cecilie ihr diktiert, wenn sie zu schwach ist, um in ihr Tagebuch zu schreiben. Cecilies Großmutter hat etwas in sich, was die meisten Erwachsenen verloren haben, wie Ariel sehr früh erkennt.
„Du hast versprochen, vom Himmel zu erzählen.“ - „Der Himmel kann warten Cecilie!“
Was kommt nach dem Tod? Ist die Seele wirklich unsterblich? Ist etwas ewig? Und wenn ja, heißt das nicht, dass alles etwas göttliches in sich trägt? Wie kann Gott allwissend sein? Ist er überhaupt allwissend? Und warum gibt es keine 3 Geschlechter? „Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort“ ist ein Buch, das so manche Frage beantwortet, teils durch Wissen, teils durch Phantasie, dafür aber auch so manche Frage aufwirft. Ich finde, genau diese gut durchdachte Mischung macht den Zauber des Buches aus. Man hat als Leser Raum, selbst Fragen zu stellen und mitzudenken. Über das Leben, das Universum und den ganzen Rest ...
Im Handel sollte man das Taschenbuch für ca. 7 bis 9 Euro erstehen können. Ich selbst habe bei Amazon.de 7,50 Euro bezahlt, was mir das Buch auch wert war. Viel mehr sollte es jedoch nicht sein, denn auch 175 großartige Seiten sind eben nicht mehr als 175 Seiten. Dennoch ist es das Buch wert, gelesen zu werden. Frische Ideen und Betrachtungsweisen sind etwas für jeden. Schließlich ist nicht mal der Herrgott selbst allmächtig ...
Pro: Sehr schöne, fantasievolle Geschichte über den Tod. Kontra: Zielgruppe ist nicht richtig angegeben
...sozusagen *** Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort ***
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über dieses phantastische Buch von Jostein Gaarder möchte ich heute berichten.
Erschienen 1996 im Hanser Verlag.
ISBN 3-446-18071-0
Gebundene Ausgabe.
152 Seiten.
Preis: 14,90 Euro
Ab 13 Jahren (Eigentlich ein Buch für Erwachsene!)
Inhalt (lt. der Rückseite des Buches):
-----------------------------------------------------
... ...Wir sehen jetzt durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort;
dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich stückweise;
dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
(Erster Brief des Paulus an die Korinther; 13.Kapitel, Vers12)
Das Buch bekommt trotz der nach meiner Meinung falschen Zielgruppen-Angabe alle 5 Sterne, weil es einfach in einem einmaligen Stil geschrieben ist. Die Idee mit dem Engel Ariel ist grandios!
Noch ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Philosophie und Gefühl vom Feinsten ... Kontra: ./.
...ein …
… Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort
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„Manchmal sterben auch Kinder“, widersprach sie. „Ist das nicht totaler Schwachsinn?“ Genau mit solchen Fakten muss man sich beim Lesen dieser Lektüre auseinandersetzen.
Wir befinden uns an Heiligabend in einer kleinen Stadt in Norwegen. Plätzchenduft liegt in der Luft. Überall schimmernd bunte Lichter, ... ...die Eltern und Großeltern am gedeckten Tisch sitzen, nascht der kleine Lasse vom Weihnachtsgebäck. Das Haus ist erfüllt von feierlicher Stimmung und tieftraurigen Gedanken. Ja, tieftraurige Gedanken, denn ich habe die eigentliche Protagonisten dieses Buches noch nicht vorgestellt.
Gestatten – Cecilie Skotbu, ein kleines Mädchen, dass sich ein Stockwerk höher völlig entkräftet auf ihrer Bettdecke von einer Seite zur anderen wälzt. Cecilie ist ...
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Unterhaltungswert:
Humor:
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Niveau:
Aufmachung:
sehr hilfreich
21.06.2006
Interview mit einem Engel Bewertung fürDurch einen Spiegel, in einem dunklen Wort / Gaarder, Josteinvon
asuka2005
Pro: Geschichte, die Fragen und Antworten, die Idee Kontra: traurig
...Deshalb muss ich ganz schnell durch den Spiegel verschwinden."
Sie blickte sich im Zimmer um.
"Von welchem Spiegel redest du eigentlich die ganze Zeit?"
Er hatte den Stuhl verlassen und stand jetzt mitten im Zimmer. Seine Umrisse wurden immer Unschärfer. Ehe er ganz verschwand, sagte er:
"Die ganze Schöpfung ist ein Spiegel, Cecilie. Und die ganze Welt ist ein dunkles Wort."
Cecilie ist sehr krank, sie leidet an Krebs, und liegt seit einigen ... ... Infos
Titel: Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort
Autor: Jostein Gaarder
-Taschenbuch:
Preis: 7,50 €
Seitenzahl: 174 Seiten
Verlag: Dtv Erscheinungsdatum: Oktober 2000
ISBN: 3423620331
-Hardcover:
Preis: 14,90 €
Seitenzahl: 152 Seiten Verlag: Carl Hanser Erscheinungsdatum: August 1996
ISBN: 3446180710
Fazit
Ein wirklich wunderschönes Buch, dass mit viel Liebe geschrieben wurde.
Die vielen doch auch philosophischen ...
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Pro: Eine besondere Art das Sterben darzustellen. Toll geschrieben! Kontra: -
...Wir sehen jetzt durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort;
dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich stückweise;
dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
(Erster Brief des Paulus an die Korinther; 13.Kapitel, Vers12)
Vielen Dank für's Lesen!!! Ich freue mich auch über jede Bewertung :-D
Angelika Schill ...
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...norwegische Autor, der vor allem durch seinen Roman "Sofies Welt" weltweiten Ruhm erlangte, möchte mit dieser philosophisch-angehauchten Geschichte den Leser darauf aufmerksam machen, daß wir, ohne groß nachzudenken, uns unserer Umwelt und unseres Körpers bedienen und nur zum Grübeln über das Wie und Warum kommen, wenn es nicht mehr funktioniert.
Alle Selbstverständlichkeiten des täglichen Lebens gewinnen an Bedeutung, wenn man sie hinterfragt und ... ...sehen jetzt durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort..." ist ein Zitat aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther, das der Autor an den Schluß der Geschichte gestellt hat.
Das Buch ist in ca. 4 Stunden zu lesen, ist im DTV-Verlag erschienen und kostet 7,50 Euro. ...
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Pro: sehr interessant, besser als der Roman Kontra: sehr phantastisch
...Gestern war es also soweit. Ich sitze zu Hause und mit fällt ein, dass ich bis morgen ein Buch für die Schule lesen muss, um anschließend eine Ausarbeitung dazu anfertigen zu können. Da ich das Buch bereits angefangen habe zu lesen, es mir aber keineswegs gefiel, habe ich mir von einer Freundin das Hörspiel dazu ausgeliehen. Es handelt sich dabei um das Hörspiel zum Roman „Durch einen Spiegel, in einem dunklenWort“ vom norwegischen Schriftsteller JosteinGaarder.
***Inhalt***
Es ist Heiligabend und das Mädchen Cecilie liegt in ihrem Bett, während der Rest der Familie in der Kirche ist. Cecilie ist schon seit einigen Monaten krank und kann das Bett deshalb nur selten verlassen. Nachdem die Familie von der Kirche zurückkehrt , bleibt Cecilie auch beim Festmahl auf ihrem Zimmer, da ihr von dem Essen schlecht werden...
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Pro: Rundum gelungen Kontra: sowas gibt es leider nur selten
...JosteinGaarder! Eine kurze traurige und doch hoffnungsvolle Geschichte. Cecilie ist ein Mädchen, das Weihnachten krank im Bett liegt. Ariel, das Engelskind, besucht sie. Was nach kitschigtriefiger Weihnachtsgeschichte klingt, ist eine grandiose Auseinandersetzung mit dem Sterben von Kindern. Einfühlsam in der Umsetzung, wird hier die Grundfrage aufgeworfen - die Frage nach Leben und Tod, nach Sinn und Unsinn. Wie erleben die Geschwister die Krankheit der Schwester, wie verarbeiten die Eltern das Sterben?
Besonders hervorzuheben ist die schlichte, klare Sprache des Hörspieles. Kein Wort zuviel und doch gibt es nichts mehr zu sagen. Die Geschichte läuft im Kopf ab.
Mir hat besonders die Konsequenz der Geschichte gefallen. Da gibt es keine heuchlerische Harmonie am Ende, wie es Weihnachten so üblich scheint....
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Pro: Sehr einfühlsame Geschichte. Kontra: Zeitweise zu theatralisches Hörspiel.
...JosteinGaarders Geschichte ist eine traurige, aber interessante Darstellung eines kleinen Mädchens, welches wahrscheinlich Krebs oder eine andere unheilbare Krankheit hat. Ihm erscheint eines Weihnachtstages ein Engel, welcher sie aufheitert und ihr die Angst vor dem Tod nimmt. Ihre Eltern glauben nicht recht, was sie ihnen von ihm erzählt, doch die Mutter ist sehr nachsichtig und traurig. Schließlich erzählt Cecilie ihrem Vater, wo der Weihnachtsstern sei (hinter der Scheune) und macht ihn damit stutzig, denn er kann nicht glauben, wo sie dieses Wissen her hat, da sie doch Tag und Nacht das Bett hütet....
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weniger hilfreich 20.09.2000
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