Bio - Download oder wie es vor 21 Jahren war
16.04.2012
Pro:
Tolle Reise in die Vergangenheit
Kontra:
Etwas viel Gerede
Empfehlenswert:
Ja
 trenker26
Über sich:
Mitglied seit:30.12.2001
Erfahrungsberichte:231
Vertrauende:113
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 131 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Mein Musikgeschmack war schon immer vielseitig und eigenwillig. So kann ich mir von Heavy Metal bis Techno alles anhören und habe viel Spaß dabei. Besonders geprägt haben mich allerdings die späten 80er Jahre und die ganzen 90er. Alles was nach 2000 kam fand ich zum Großteil nur Müll, erst die letzten drei, vier Jahre besserte sich das wieder. Da gibt es inzwischen wieder Songs, von denen ich behaupte, man spielt sie in 20 Jahren auf Ü 30 Partys. Gute Beispiele sind da Kid Rock oder Shakira. Die 90er prägten mich mit der Eurodance Welle mit Doktor Alban, Haddaway, Culture Beat oder 2 Unlimited. Nur um ein paar Beispiele zu nennen. In der Zeit war ich aber ebenso sehr großer Fan von Guns`Roses oder Metallica. Nicht vergessen darf ich dabei Michael Jackson, Whitney Houston, Madonna oder Kylie Minouge. Dies war nur ein kleines Beispiel meiner musikalischen Richtung. Die erste allgemeine Verunsicherung lernte ich schon als kleines Kind kennen. In Oberbayern ist Österreich nicht weit und so schwappte schon immer die musikalische Welle von unseren Nachbarn rüber zu uns. Reinhard Fendrich, STS oder Wolfgang Ambros. Später dann Christina Stürmer, Hubert von Goisern oder HMBC. Meine Drei Jahre Leben und Arbeiten in Österreich prägten mich da sicher auch. Die Liebe zu dem Land, den Leuten und der Musik ist geblieben und wird bleiben. Bereits 1998 besuchte ich ein Open Air der Schürzenjäger. Das war allerdings zu den Glanzzeiten der Band und dementsprechend spielten sie vor 100000 Zuschauern. Das war ein einmaliges und unvergessliches Erlebnis. Bei der EAV ist das ähnlich. Ihre Glanzzeiten liegen lange zurück, so Ende der Achtziger bis Mitte der Neunziger. Als ich aber rein zufällig gelesen habe, dass die Erste Allgemeine Verunsicherung bei mir in der Gegend mit einer Best of Show auftreten wird, habe ich nicht lange überlegt und mir Karten gesichert. Bei Wikipedia gibt es über diese Band sehr viele Informationen, falls jemand sie nicht kennen sollte. Wahrscheinlich wird das wohl eher nicht der Fall sein, denn pünktlich zum Fasching werden sehr oft ihre alten Hits ausgekramt und mit genug Promille im Blut hat man viel Spaß dabei. So hat die EAV über die Grenzen Österreichs hinweg einen Ruf erarbeitet, der für mich ein wenig zweifelhaft ist. Denn auch wenn ihre Lieder zum großen Teil sehr sarkastisch und ironisch daherkommen, haben sie sehr oft einen ernsthaften Hintergrund und nehmen die Gesellschaft aufs Korn oder befassen sich mit aktuellen politischen Themen. Ich möchte das auch sofort genauer erklären. Nämlich so, wie ich das auf dem Konzert wahrgenommen habe. Das Konzert begann mit dem beiden Songs „Neandertal“ und „Banküberfall“ Danach erzählte uns Klaus Eberhartinger, der Sänger, dass das erste Lied bereits 21 Jahre alt ist und wie sich das Leben seither verändert hat „Früher hat eine Frau ein Kind geboren, heute heißt das Bio Download“ oder „Heute macht man per SMS Schluß, früher benutze man das Fax“ Im übrigen fand ich diese Statements zwischendurch doch teilweise etwas übertrieben lang. So musste man zwischendurch oft fünf Minuten auf das nächste Lied warten, weil der Klaus so viel zu erzählen wusste, was vor 21 Jahren anders war. Doch insgesamt fand ich das Gesamtpaket doch mehr als gut, da man so gut wie alle alten Hits zu hören bekam. Die gesellschaftskritischen oder politischen Statements waren ja doch angebracht und keineswegs an den Haaren herbeigezogen. Vor dem Song „Burli“, der über ein durch eine Atomkatastrophe behindertes Kind ging, wurde Fokushima debattiert und bei „Heiße Nächte in Palermo“ war die Costa Concordia und Berlusconi das Thema. „Beim Kapitän der Costa Concordia hieß es: Ich zuerst, bei Berlusconi heißt es: Frauen und Kinder zuerst“ Ich fühlte mich in den zwei Stunden der Show mehr als gut unterhalten. Natürlich merkt man der EAV an, dass ihre großen Zeiten vorbei sind. Sonst hätten sie es wohl kaum nötig im Bierzelt zu spielen. Aber so konnte ich zum günstigen Preis mich in eine Zeit zurückversetzen, wo für mich das Leben noch leichter und unbeschwerter war. Ich hatte zwei Stunden Spaß an am Leben, dank einer tollen Show und noch tolleren Musik. Auch wenn das von mir angesprochene zwischendurch teilweise etwas langatmig war. Aber insgesamt war es ein toller Abend, der mir lange in Erinnerung bleiben wird.Fotos gibt es leider keine von mir, da das fotografieren verboten war. Auch die Anzahl und die Reihenfolge der Lieder weiß ich nicht mehr. Was ein Leberkäsesemmel gekostet hat? Keine Ahnung. Bier, Wein und Schnapspreise kenne ich auch nicht. Die Anzahl der Besucher? Bei 50 habe ich aufgehört zu zählen. Wie viele Menschen passen in so ein Zelt? 250 Leute? Kann das sein? Naja, ist mir auch alles egal. Es war ein wunderbarer Abend mit toller Musik aus meiner Kindheit und Jugend. Mehr wollte ich nicht und mehr gab es auch nicht. Einfach schön
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23.05.2012 21:46
Wer schreibt den die Titel mit?! also ich NIE!
25.04.2012 21:39
Schön wieder von dir zu lesen. Wie so oft, versteht man nicht alles, wie die h oder gar das wh.Jedem aber seine meinugn unbenommen und deine war hier mehr als vertreten. Wenn das nicht eigene Erfahrung ist dann weiß ich nicht. Ich denke, wer sich für die EAV und heute ein Konzert von ihnen interessiert, ist mit diesem Bericht im Bilde, was ihn erwartet und ob er zum nächsten Konzert (sofern es statt findet außerhalb eines Bierzeltes oder dann auch dort) will oder nicht. Erschreckend, dass eine band mit so viel Erfolg damals heute im Bierzelt auftritt. Aber sie sind böse wie eh und je ist deinem Bericht zu entnehmen. LG Loewie
25.04.2012 07:58
Bio Download herrlich