Katzen - Wirtschaft
25.05.2002
Pro:
wunderschönes Szenario
Kontra:
nur noch selten zu sehen
Empfehlenswert:
Ja
 Arim
Über sich:
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Erfahrungsberichte:193
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Was haben Katzen, im Werbespottitel liebevoll Miezen genannt und die Wirtschaft bzw. Weltwirtschaft gemeinsam? Eine Antwort darauf will uns der Werbespot DIE HÜTER DER MIEZEN geben. vermitteln. Ob das gelingt möchte ich versuchen, in meinem Bericht zu beschreiben. Sieht man den Werbefilm zum ersten mal, wird einem das Gleichnis von Miezen und Wirtschaft erst gar nicht bewusst. Ja, man ahnt nicht einmal, dass es sich um eine Werbung für ein Dienstleistungsunternehmen für Wirtschaftsrecherchen handelt, da dieses Geheimnis erst am Spotende mit den Worten:„ ... und das ist es, was wir tun. Wir führen Informationen, Ideen und Technologien zusammen und bringen sie auf den richtigen Weg...“ und der Einblendung des Firmenlogos von EDS gelüftet wird. Ja, man muss schon etwas nachdenken und querdenken um hinter den tiefen Sinn dieses gekonnt gestalteten Werbefilmchens von etwa einer Minute Länge zu kommen.Ich verstehe den Spot so, dass er das Feld der Wirtschaft mit der unendlichen Weite der Prärie, ihrer Schönheit, Robustheit und Unübersichtlichkeit vergleicht. Die vielen Katzen, die zu dieser eher ungewöhnlichen Herde gehören symbolisieren die vielen Unternehmen, die sich auf dem Feld der Wirtschaft tummeln. Wenn keiner da ist, der sie zusammenhält und auch mal gefühlvoll einschreitet, wenn kleinere Kämpfchen zwischen den Artgenossen stattfinden, ist das Endziel sehr schwer zu erreichen. Gut das es harte und erfahrene Burschen, die mit allen Wassern gewaschen sind gibt, die sich dieser Aufgabe verschrieben haben. >>>>>>> DER SPOT >>>>>>> Wir werden entführt in die romantischen Weiten der Prärie. Auf dem Bildschirm erscheint ein junger Hüter und erklärt uns kurz seine Familiengeschichte, dass bereits sein Urgroßvater den Job eines Katzenhüters ausgeübt hat. In weiteren Szenen berichten Teammitglieder der offensichtlich umfangreichen Miezenhüterkolonne über den Sinn und Zweck ihrer Arbeit, über die Unwirtlichkeiten Ihres Alltages, aber auch über die Freuden, die der Alltag des Katzenhüters in sich trägt. Schaut man genau hin, sind es sehr unterschiedliche Charaktere von jung bis alt und von unterschiedlicher Hautfarbe, die sich dieser verantwortungsvollen Arbeit verschrieben haben. Die Kamera erfasst einmal wunderschöne landschaftliche Details, verweilt auf ausdrucksvollen Gesichtern der Hüter und fängt in einer Reihe von Szenen die Eleganz und Wildheit der zu hütenden Katzen ein. Man gewinnt den Eindruck, das bei diesem Job niemals Langeweile aufkommt und die Hüter ihre Arbeit gerne machen. Mit Wort und Bild werden wir durch das Hüterleben geführt und erfahren dabei neben den bereits schon erwähnten Fakten, das Vieh zu hüten an sich eine Sache ist, die jeder machen kann, aber Katzenhüten nicht so einfach ist - zumal es sich um eine Herde von 10.000 Miezen handelt, die alle zusammengehalten werden wollen.Eindrucksvoll bekommt der Zuschauer vermittelt, wo sich die Kätzchen überall aufhalten. Die einen sitzen auf dem Ast eines Baumes, andere überqueren einen Wasserlauf – man muss die Augen überall haben. Auch erste Hilfe gehört zum Job des Hüters, denn manchmal kratzen und beißen sich die Miezen untereinander. Zum Ende des Handlungsteils sieht man die Hüter auf ihren Pferden sitzen und eine lange Straße entlang reiten, die in den Horizont führt und mit Tausenden von Katzen gefüllt ist.Einer der Hüter gibt uns die Worte auf den Weg: „.... kein leichter Job. Aber wenn du eine Herde nach hause bringst und kein einziges fehlt, so ein Gefühl gibt es nicht noch mal...“ >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> DARSTELLER UND KÜNSTLERISCHE MITTEL >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Selten wird ein Werbespot mit so vielen „Massenszenen“ und liebe zum Detail gedreht wie im vorliegenden Fall. Als ich den Spot zum ersten Mal sah, war ich vom Gesamtszenario beeindruckt. Die Details rauschten leider viel zu schnell vorbei. Doch je öfter ich das Filmchen zu sehen bekam, desto Auffälliger waren die Kleinigkeiten, die in ihrer Summe für mich den Spot so liebenswert machen. Ich denke, diese Details sind es wert, dass sie jeder für sich selber entdeckt. Dennoch möchte ich mit zwei Beispielen Eure Aufmerksamkeit für Eure eigene Entdeckungsreise wecken. Gleich zu Anfang sieht man eine Katze auf einem Pferdesattel zutraulich hocken. Die Kamera erfasst sie unauffällig und uns wird ein zufriedener, zutraulicher Eindruck von diesem Tier gegenüber seinem Hüter und dem ungewöhnlichen Aufenthaltsplatz auf dem Pferdesattel vermittelt. In einer anderen Szene zieht silhouettenhaft ein Reiter über den Bildschirm und vermittelt so das Gefühl von Sicherheit, Zielstrebigkeit und Ausdauer in der schier endlosen Weite der Prärie.Farbliche Effekte werden sehr sparsam zum Einsatz gebracht. Viele Szenen sind in bräunlichen Farbtönen gehalten, was für mich Nostalgie und Wärme vermittelt. Die Gesichter der Darsteller sind ausgezeichnet und mit viel Einfühlungsvermögen geschminkt; sonnengebräunt, von Wind und Wetter gezeichnet, zum Teil bärtig. Die Darsteller spielen ihre Rolle glaubwürdig und dass was sie sagen wird durch Mimik und Gestik transparent. Auch hierzu ein kleines Beispiel. Der junge Hüter gleich am Spotanfang, hält ehrfurchtsvoll ein Bild in der Hand und erklärt uns voller Hingabe und Überzeugung, dass das sein Urgroßvater ist, der der erste Katzenhirt in seiner Familie war. Der Stolz auf seinen Urgroßvater spricht aus seiner ganzen Körperhaltung und seine Augen beginnen zu leuchten. Besonders beeindruckt war ich von den Katzenszenen. Diese Massen von Katzen. Ich (© Arim)möchte da kein Kameramann gewesen sein! „Die Katzenbande“ so zusammenzuhalten und zu filmen stelle ich mir in etwa so vor, wie einen Sack Flöhe zu hüten. Oder wurde hier mit einer Computeranimation gearbeitet? Egal, die Szenen sind Spitze und wirken dynamisch und natürlich.Ich schätze ein, das der Gesamtaufwand, der für den Spot betrieben wurde, nicht gerade gering war. Aber wenn ich mir die Freiheit nehmen darf, möchte ich behaupten, dass sich dieser Aufwand gelohnt hat. >>> Fazit >>> Die EDS Werbung DIE HÜTER DER MIEZEN ist keine Werbung für „Otto- Normalverbraucher“, sondern sie wendet sich an Unternehmer bzw. an die Manager von Unternehmen. Wer mit der Entwicklung neuer Produkte für den Markt zu tun hat, wird wissen, wieviel Rechercheaufwand notwendig ist, um alle notwendigen Trend- und Hintergrundinformationen für ein neu zu entwickelndes Produkt, das erfolgreich sein soll, zu beschaffen. Für viele, selbst größere Firmen ist dieser Informationsbeschaffungsaufwand fast nicht machbar (finanziell, personell und zeitlich). Wie gut für solche Unternehmen, dass es Dienstleister wie EDS aus Rüsselsheim gibt, die solche Recherchen übernehmen und das entsprechende Ergebnis an den Auftraggeber verkaufen.Was den Spot selbst betrifft, so denke ich, haben EDS bzw. die Werbeagentur FALLON MCELLIGOTT aus LONDON einen Volltreffer gelandet. Von mir gibt’s dafür einen „Werbeoscar“ (5Sterne). Mit der Wild- West- Romantik wurde für den Spot ein Szenario entwickelt, was sicher von den meisten Zuschauern gut angenommen wird. Was mir an dieser Idee besonders gefällt, ist das symbolische Gleichnis des Hütens einer Herde halbwilder Katzen in der unübersichtlichen Prärie im Vergleich mit dem unübersehbaren Dschungel auf den Wirtschaftsmärkten. Alles erfolgreich unter einen Hut zu bringen, bedeutet schon, dass sich harte, erfahrene Burschen um die Probleme kümmern.Die Hüter der Miezen bringen dieses Anliegen gut rüber. Dabei ist es unerheblich, ob sie jung oder alt, weiß oder farbig sind – sie bilden ein eingeschworenes Team, was Vertrauen in ihre gemeinsame Arbeit weckt. Dieses Team hinterläßt den Eindruck, auch schwierige Probleme zielsicher zu lösen. Die Katzen stehen für mich als Symbol für wilde Liebenswürdigkeit. Sie zeigen schon mal die Krallen und lassen sich nicht alles gefallen. Über die Eigensinnigkeit von Katzen sind ja viele Bücher geschrieben wurden – aber lieb und anschmiegsam sind sie doch. Wie schön ist es, wenn so ein Zotteltier liebevoll im Schoß des Frauchens oder Herrchens friedlich schnurrt und so sein Wohlbehagen zum Ausdruck bringt.Diese Rolle nehmen die Hüter im Spot ein – sie genießen das Vertrauen der großen „Katzenbande“ und sind dadurch in der Lage, diese eigensinnigen Tiere zusammen zu halten und zu bändigen. Wer diesen interessanten Spot noch nicht gesehen hat, braucht nicht traurig sein. Einfach den Computer anschalten, sich ins Internet einklicken und die Seite www.eds.de eingeben.Die dort zu sehende Version des Spots läuft 59 Sekunden – eine Minute Internet, die sich nach meiner Meinung auf jeden Fall lohnt. Viel Spaß mit der „Katzenbande“ wünscht EuchEuer Arim(© Arim 25.05.2002)
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26.07.2002 21:18
Obwohl ich den Spot nicht kenn ist der Bericht sehr gut geworden. mfg Bernd
03.06.2002 15:00
Du willst wohl selbst in die Werbung gehen *zwinker* Viele Grüße Peggy
31.05.2002 01:35
Stimmt, es sind wirklich witzige Details drin! LiebeNgruß, Lea