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Er sucht und findet die Mitglieder der Ébano-Gruppe und mit deren Unterstützung sucht er die Sklavenkarawane.
Jeder der Gruppe hat eine besondere Geschichte, wie er dazu gekommen ist mitten in Afrika gegen die Sklavenhändler zu kämpfen.
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Erfahrungsbericht von Katzili über Ébano / Alberto Vazquez-Figueroa 06.11.2000
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Kompletter Erfahrungsbericht
David und Nadia, ein jung verheiratetes Paar verbringen ihre Flitterwochen in Kamerun, sie sind glücklich und die Welt ist für beide völlig in Ordnung und dann wird die schöne Nadia geraubt. Sklavenhändler! Das ist die erschütternde Nachricht die David erhält.
Er macht sich auf die Suche nach seiner Frau, aber das gestaltet sich sehr schwierig. Zunächst mag kaum einer glauben, dass seine Frau von Sklavenhändlern entführt wurde, die Weißen seinen in Afrika „gezählt“ und selbst die skrupellosen Menschenhändler würden es nicht wagen, der Ärger sei es nicht wert. Wie erschüttert und mitleidig die Menschen alle schauen, wenn er ihnen sagt, dass sie eine Afrikanerin ist, eine Ashanti, wunderschön wie eine Gazelle! Diese Blicke lassen David fast verzweifeln, aber er ist nicht bereit aufzugeben, nicht bereit dem Rat des Konsuls zu folgen „...am besten tun Sie so, als wäre Ihre Frau gestorben.“ er ist fest entschlossen sie zu finden.
Mit diesem Entschluss beginnt für David eine abenteuerliche, spannende Jagd quer durch den afrikanischen Kontinent, von Kamerun, durch den Tschad, Sudan - bis nach Port Sudan, von wo aus die Sklaven über das Rote Meer auf die Arabische Halbinsel gebracht werden sollen.
Er sucht und findet die Mitglieder der Ébano-Gruppe und mit deren Unterstützung sucht er die Sklavenkarawane. Jeder der Gruppe hat eine besondere Geschichte, wie er dazu gekommen ist mitten in Afrika gegen die Sklavenhändler zu kämpfen. Alec ist das Herz der Ébano und seine Motivation ist so erschütternd wie nachvollziehbar. Alec will die Schuld seiner Familie, die ihre Stellung und ihr Vermögen dem Sklavenhandel verdankt, tilgen. Diese Schuld ist, wie er selber weiß nicht so einfach zu begleichen und so hat er sein Leben dem Kampf gegen das himmelschreiende Unrecht verschrieben.
Goldmann Verlag ISBN 3442091810
Diese Geschichte könnte irgendwann vor 100 Jahren spielen, tut es aber nicht, und das aus ganz einfachem Grund: Der Autor will ganz deutlich machen, dass das Problem der Sklaverei kein Problem der Vergangenheit ist, sondern ganz gegenwärtig.
Ich habe durch die Widmung im Buch
„Dieser Roman, eine Hommage an die Mitglieder der >Weißen Schwadron<, beruht auf Fakten......“, begonnen etwas zu recherchieren und bin ehrlich gesagt mehr als nur erschüttert von den Berichten, die ich gelesen habe.
Gegen Ende der Geschichte haben David und Alec einen Dialog, der für mich so etwas wie der Schlüssel zu der Geschichte ist. David ist verzweifelt und wütend auf die ganze Welt: >> “.....Als der Weltkrieg zu Ende war, fragte sich die Menschheit, wie es möglich gewesen war, dass die Deutschen die Barbarei des Hitlerregimes widerstandslos hingenommen haben. Jeden Tag werden ähnlich barbarische Taten begangen, aber wir weißen jede Schuld von uns.“ „Weil wir sonst vor lauter Schuldgefühlen wahnsinnig würden! Sklaverei, Folter, Erschießungen, Drogen, Hungersnöte, Epidemien - wir müssen uns dagegen panzern, um nicht selbst zerstört zu werden.“ <<
Wer sich noch nicht alle Gefühle zugepanzert hat kann auf der Hompage der Anti-Slavery-Society: http://www.antislavery.org/selection.htm und unter dem Link : http://www.wsws.org/de/1999/sep1999/skla-s23.shtml weitere Informationen finden.
Zum Autor: Alberto Vásquez-Figueroa wurde 1936 auf Teneriffa geboren ist in Afrika groß geworden und hat nach seinen Studium als Auslandskorrespondent und Journalist gearbeitet. Seinen Büchern merkt man den Journalisten an, er schreibt realistisch, fesselnd und dennoch unterhaltsam. Mich erinnert sein Stil etwas an Hemingway. Leider habe ich nicht mehr über ihn gefunden, vermutlich weil er noch lebt. Weitere bekannte Bücher von ihm sind: Nacht über Panama (1977) Tuareg (1981) Die Océano-Trilogie (1984/85)
Bemerkung zum Schluss: Ébano wurde unter dem Titel Ashanti 1978 verfilmt. Mit Darstellern wie Peter Ustinov, Michael Caine, Omar Sharif und Rex Harrison ist es ein gelungener Abenteuerfilm, nur Schade, dass man sich nicht näher an die Romanvorlage gehalten hat.