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... Unglaublich, wie teuer Schuhe sein können! Da kam mir das neue Ladengeschäft nebenan recht gelegen: „Ecco Shoes“, kleine Schuh-Läden, die die Business-Herren-Schuhe des dänischen Herstellers pfeilhielten. „Doch nicht immer sind die Schuhe dort auch die günstigere Wahl…“ Auch nach so ... Bericht lesen





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Laufen wie auf Wolke sieben
Erfahrungsbericht von knopfi.de über Ecco
08.02.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Qualität, Eingewöhnungszeit
Kontra: nicht immer günstig

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hopp-Hopp liebe Vielgeher,

wer sein Geld tagtäglich mit vielem Hin- und Herlaufen verdient weiß, wie wichtig das richtige Schuhwerk ist und man hier definitiv nicht am falschen Ende sparen sollte.


=== „Ich weiß nicht, wie es heute so ist …“ ===

Anfang der Neunziger begann ich meine Gastronomie-Laufbahn mit der Ausbildung zum Restaurantfachmann. Schon immer wollte ich diesen Job meistern, nichts und niemand schien mir diesen Spleen ausreden zu können. Schon gar nicht meine Mutter, die selbst ihre Brötchen in diesem Milieu verdiente. Ich begann also die Ausbildung in einem hiesigen renommierten Hotel und schnell stellte sich heraus, dass ich die richtige Wahl getroffen hatte. Ich hatte also diesbezüglich nichts falsch gemacht. Der Umgang mit den Gästen, das Abwechslungsreiche und die Vielfalt des Berufes brachten mich jungen Knopf in Hochform. Was ich nicht bedacht hatte, waren die täglichen millionen Kilometer, die man so im Dienst zurück legt. Das hat sich natürlich auch auf meine Schuhe und Füße ausgewirkt. Ist man jung und ein Berufsanfänger, nimmt man die schmerzenden Füße eher locker. War halt ein stressiger Tag, das merken natürlich zuerst die Beine und Füße. Morgen wir alles besser. Und meistens war das auch so. Als armer Auszubildender nimmt man zudem noch Treter aus den günstigsten Läden, meistens also waren es Deichmann-Schuhe, die meine Füße im Job zierten. Natürlich die Eigenmarke.

Ich weiß nicht, wie es heute so ist, mit den Deichmann-Schuhen, aber damals haben sich deren Treter mit dem Einlaufen echt schwer getan. Wunde Füße und dicke Blasen waren die ersten Erscheinungen nach den ersten drei Tagen. Meine Füße sahen aus, das glaubt man kaum. Überall schmerzte es, doch man ist ja ein harter Kerl und offenbar muss hier jeder durch. Schuhe müssen eingelaufen werden, ganz klar. Nach der Einlaufperiode ging es dann auch. Das Kunstleder hatte sich den Füßen angepasst und die Füße gewöhnten sich an die dünnen, bodennahen Sohlen. Zudem kam, dass sich nach den übereifrigen Kilometern, die man schon ablief, erste Blessuren am Schuh bildeten. Die Sohle löste sich Stück für Stück vom Rest des Schuhs, die Nähte rissen oder der große Zeh „biss“ sich durch das Kunstleder. Ein wenig stolz war ich ja dann doch. Offenbar rannte ich so viel am Tag, dass ich sich meine Schuhe recht schnell vom hiesigen Dasein verabschiedeten. Alle halbe Jahre hieß es also, sich neue Treter zuzulegen. Für damalige 30,00 DM war das locker drin.

Irgendwann unterhielt ich mich mit einem damaligen Kollegen über das Thema. Meine Schuhe gingen wieder einmal bodenabwärts aus dem Leim und ich verzweifelte ein wenig über das leidliche Problem. „Du musst mehr in deine Schuhe investieren, Junge!“ mahnte der Kollege erklärend. „Schau meine an! Das sind Clarks, die habe ich bereits seit zwei Jahren und sie halten! Vor allem aber, sie sind bequem!“ Drei Tage später trottete ich über den Restaurantboden, zwei niegelnagelneue Treter aus dem Hause „Clarks“ an den Füßen. Ein halbes Azubi-Monatsgehalt habe ich dafür hingeblättert. Ein wunder, dass die guten Stücke nicht aus Gold waren! Doch tatsächlich. Ich schlüpfte hinein, die Clarks nahmen sofort Kontakt mit meinen Füßen auf und selbst auf das Einlaufen konnte ich verzichten. Es war herrlich! Sonderbarerweise begriff ich just in diesem Augenblick, dass ich bis dato nur Murks aus dem Deichmann-Laden geschleppt hatte. Zwar waren die Clarks um einiges teurer wie die Deichmann-Variante, aber dafür hatte ich echtes Leder und eine luftgepolsterte Sohle, die selbst meine Knie schonen würden. Gang für Gang, Tag für Tag. In den Clarks lief es sich einfach nur genial und die guten Stücke hielten sich trotz des vielen Laufens fast eineinhalb Jahre. Ich war begeistert.

Jahre danach, der Euro war noch nicht ganz da, müssen sich die Clarks-Manager in einem unlichten Moment gedacht haben, etwas an den Schuhpreisen nach oben zu drehen. Unglaublich, wie teuer Schuhe sein können! Da kam mir das neue Ladengeschäft nebenan recht gelegen: „Ecco Shoes“, kleine Schuh-Läden, die die Business-Herren-Schuhe des dänischen Herstellers pfeilhielten.

=== „Doch nicht immer sind die Schuhe dort auch die günstigere Wahl…“ ===

Auch nach so vielen vergangenen Jahren existieren diese kleinen Läden noch und somit auch der Hersteller Ecco. Meist zu finden in größeren Einkauftempeln. Gab es damals fast nur Herrenschuhe für den Business-Bereich, findet man heute Exemplare aus allen Bereichen. Selbst die weiblichen Exemplare unserer Menschheit werden dort fündig. Ecco wird erwachsen und entwickelt sich weiter. Neben Schuhen kann man sich sogar Accessoires und hausinterne Schuhpflegemittel leisten. Alles natürlich etwas teurer, dafür aber von Qualität geschürt.

Auch der Versand über das Internet ist möglich. Die hausinterne Seite www.Ecco.com ist recht übersichtlich aufgebaut und zudem in deutscher Sprache. Mit einem kurzen Klick auf den bestimmten Bereich (Herren, Damen, Kinder, Golf) gelangt man in die gewünschte Abteilung des virtuellen Schuhgeschäftes. Ein weiteres Menübereich grenzt nochmals ein, ob man sich zum Beispiel Treter für den Business- oder Sportbereich interessiert. Unkomplizierter geht es mit der Suchfunktion, die allerdings nur Sinn macht, wenn man den Namen der gewünschten Schuhreihe kennt. Diese wird sofort aufgerufen und die einzelnen Exemplare dieser Marke werden aufgerufen. Klasse ist die Darstellung. Per Klick wird ein Drei-D-Bild geöffnet. Nun ist das virtuelle Drehen des Schuhes möglich. Man kann einen genauen Blick auf das Design des guten Stücks nehmen. Wirklich sensationell.
Www.ecco.com ist allerdings nur zum Bewundern gedacht. Kaufen kann man hier nichts. Hierzu dient die ähnlich aufgebaute Parallelseite www.ecco-schuhe.de. Auch hier wieder die gewohnte Anwahl des betreffenden Bereichs und los geht die Suche. Wieder werden die Schuhexemplare vorgestellt, allerdings nur in der Fotoansicht. Das luxuriöse 3-D bleibt der Homepage vorbehalten. Die Abbildungen sind zwar scharf und stellen den Schuh auch gut ins richtige Rampenlicht, dennoch findet man hier leider nicht jede Kategorie, beziehungsweise nicht jeden Bereich der Schuhe. Suche ich in der Suchfunktion beispielsweise nach „Berlin“ bekomme ich nicht einen positiven Eintrag. Dafür lande ich bei „Barcelona“ und Co, der ähnlichen Bauweise wie Berlin. Mein Tipp: Wer online seine Eccos bestellen möchte und nicht so recht weiß, wie die guten Stücken heißen oder aussehen, sollte sich erst bei www.ecco.com einen Überblick verschaffen.

Doch nicht immer sind die Schuhe dort auch die günstigere Wahl. Es ist immer sinnvoll, sich direkt beim Hersteller zu erkundigen, keine Frage, dennoch bringt ein wenig Googeln Wunder zum Vorschein. So bei der Bestellung meines neusten Ecco-Schuhs. Beim Stöbern im Netz fand ich das von mir gesuchte Modell „Berlin“. Leider bietet man auf www.ecco-schuhe.de“ kein einziges Modell dieser Serie an. Nix zu machen. Somit ist auch der empfohlene Herstellerpreis keine Hilfe beim Einkauf. Zig Alternativen werden angezeigt, diese sogar im richtig hochpreisigen Segment. Ecco bietet dem Käufer diesbezüglich keine große Hilfe. Bleibt nur, im Internet zu suchen.
Und so düste ich im Netzwerk herum, suchend nach einem Händler, der ebenfalls Ecco-Schuhe anbot. Dank einer Suchmaschine wurde ich fündig. Dank der guten Übersicht konnte man den heftigen Preisunterschied erkennen, den die Händler für diesen Schuh nehmen. So pendelt der Preis des von mir gewählten Modells zwischen € 95,00 und € 125,00. Das ist schon heftig. Das günstigste Angebot kam diesbezüglich von der Seite www.goertz.de, auf der ich meine Bestellung auch absolvierte.

Fazit: Auch beim Schuhkauf kann fleißig gespart werden. Vergleichen im Internet lohnt sich!


=== „Doch worin liegt denn nun der Unterschied…“ ===

Ecco „Berlin“, eine Modellreihe die indirekt keine großartigen Veränderungen aufweist. Sie ist eine der älteren und unspektakulären Business-Reihen von Ecco, ab und an mal aufgepeppt. So sind die Nähte im Leder mal mehr, mal weniger aktiv zu sehen. Beständig ist der Abschluss in der Front. Während viele Modelle spitz zulaufen, ist bei der „Berlin-Serie“ alles recht abgehakt und gerade gehalten. Es wirkt klassisch und dennoch verändert anders. Stilvoll.

Das Modell, welches meine Füßlein tagtäglich im Berufsleben begleiten, wirkt ähnlich modern. Die schwarze Farbe wirkt edel und vornehm, die Form des Schuhs (bedingt durch den geraden Schnitt) lässt den Halbschuh modern und anders wirken. Nicht normal. Strichweise vollziehen sich die Nähte über den Schuh. Elegant und vor allem nicht übertreiben. Es macht Spaß, über den Schuh zu schauen, denn er wirkt aufgeräumt und ansehnlich. Fast wir gemalt oder von einem Fasermaler lang gezogen. Am oberen Schaft prangt des Logo des Herstellers. Das Leder ist angenehm weich
Die sogenannte „Comfort Fibre System“-Einlege-Sohle ist herausnehmbar. Dünne Luftlöcher sorgen für die korrekte „Beatmung“ des Innenraums. Womit allerdings nicht gesagt ist, dass die berühmten „Käsefüße“ ab sofort ausgeschlossen sind…schmunzel… Der hintere Bereich der Einlege-Sohle ist etwas erhoben. Hier ist eine Art Gel verborgen, dass den Fuß beim Gehen leicht abfedern soll. Ähnlich wie beim Leder um den Schuh, ist die Sohl weich und angenehm glatt.

Gehen wir wieder nach außen. Der Schuhboden ist aus festem, robustem Gummi, in dem sich leichte Einkerbungen befinden. Diese verhindern das Rutschen auf glattem Unterboden. Im hinteren Teil der Sohle verbirgt sich, gekennzeichnet durch einen kleinen orangenen Punkt, der Knieschutz. Durch den Auftritt entsteht eine Belastung für den Fuß sowie für die Knie. Durch das Gel, welches sich in der Einlege- sowie in der Grundsohle befindet, wird der Stoß abgefedert und die Knie geschützt. Somit verrichtet die Sohle also ein doppeltes Handwerk. Sie verhindert den Verschleiß des Knies und auch die krankhaften Unfallopfer die durch das Ausrutschen entstehen.
Lediglich die Schnürsenkel sind ein kleines Manko. Aber wirklich ein minimales. Sie sind (bei täglicher Benutzung) recht schnell abgenutzt und reißen tierisch schnell. Sowas nervt auf Dauer. Wer also seinen Schuhkauf von der robusten Art von Schnürsenkel ausmacht, sollte sich hier eine andere Marke aussuchen.

Doch worin liegt denn nun der Unterschied zu den etwas günstigeren Schuhen?

Die Frage ist berechtigt. Wie schon im Vorbericht erwähnt, schlüpfe ich ohne große Vorkehrungen in den Schuh und laufe zum Job, arbeite zwölf bis sechzehn Stunden und meine Füße sind ohne Blessuren. Dass sie sich schwer und träge anfühlen, kommt wohl eher vom vielen Laufen und Stehen. Mir ist bei den günstigeren Produkten (Deichmann) aufgefallen, dass der hintere Bereich recht niedrig gehalten ist. Somit scheuert dieser gegen die Ferse und bringt schmerzende Blessuren und Blasen mit sich. Die Markenware macht dem ein Ende, denn die Verse des Schuhs ist etwas höher angesiedelt und somit sitzt der Fuß fest und umschlungen „im Sattel“. Da das Leder recht weich ist, wird der Fuß nicht angegriffen. Somit ist der Schuh per sofort nutzbar. Ohne Blessuren. Dies haben allerdings so gut wie alle teuren Markenschuhe dieses Segments. Ob „Clarks“, „Sioux“, „lloyd“ oder „Ecco“ – alle Marken lassen sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen.

Die Einlegesohle der Ecco-Schuhe ist gegenüber von zum Beispiel „Clarks“ ein Vorteil. So ist das Knieschutzsystem bei dem Ecco-Konkurrenten direkt in der Einlegesohle integriert, was ein Austauschend dieser beim Verschleiß recht unmöglich macht. Ecco setzt diesbezüglich auf die beiden Externen Varianten. So polstert die Einlegesohle und die Gummisohle. Wird der Einleger mal ausgetauscht, ist zumindest die Gummisohle in der Lage, die Schutzfunktion zu übernehmen. Die Knie werden es einem danken.


=== „Die Kurzfassung“ ===

Wer gut aussehende, günstige Schuhe für den Business-Bereich sucht, ist wohl bei Ecco alles andere als gut aufgehoben. Sämtliche Modelle sind ab € 90,00 bis hin zum Supermodel € 160,00 zu haben. Alles andere als günstig. Ja, auch hier hat man an der Preisschraube gedreht, doch was tut man nicht alles für eine gute Bewegung?

Mit Ecco-Schuhen muss man in jeglichen Segment etwas mehr Geld auf den Tisch legen, wie zum Beispiel bei „Deichmann“ oder „Reno“, die vorwiegend auf Eigenmarken abfahren. Dafür hat man aber Qualität am Fuß, die sich definitiv auf Dauer auszahlt. Während ein Schuh der Deichmann-Marken „Falcon“ oder „Memphis“ weder mit einer gelgepolsterten Sohle aufwarten, noch mit handfestem, weichem Leder, zudem noch ihren Geist nach einem halben Jahr aufgeben kann man von Glück reden, wenn man sich für die etwas teureren Marken entschieden hat. Mit dem Modell „Ecco Berlin“ besitzt man für derzeit € 99,00 (www.goertz.de) einen hochwertigen, perfekt sitzenden Business-Schuh, der sofort zum Laufen bereit ist und auch die härtesten Tage übersteht. Das Design ist chic, modern, edel, ansprechend. Die Verarbeitung ist genial und somit liegt die Lebensdauer des Schuhs (bei täglichem Bedarf) bei runden zwei bis drei Jahren. Die Schuhpflege mit Cremes und Imprägnierschaum ist natürlich auch hier ratsam.

Der Kauf des Schuhs stellt sich bei der Herstellerseite www.ecco-schuhe.de recht schwierig dar, sucht man im Internet nach einer externen Alternative, wird man schnell fündig. Sogar die günstigere Alternative wird einem bewusst vorgesetzt. Wer lieber auf die manuelle Art und Weise per Ladenkauf auf Schuhkauf geht, ist im Ecco-Store zwar richtig, doch auch hier ist nicht immer gesagt, dass die günstigsten Preise vorherrschen. Alternativgeschäfte sind zum Beispiel „Goertz“ und „Roland-Schuhe“.

Ecco-Schuhe haben mich schon seit Jahren begeistert und sie tun es auch noch heute. Das Modell „Berlin“ vollzieht nun seit zwei Monaten härteste Arbeit, ohne zu murren. Perfekter geht’s wohl nicht. Somit hat auch dieses Modell seinen Test bestanden und erhält von mir professionelle fünf Sterne und somit die Höchstbewertung. Ein Schuhkauf, der sich definitiv lohnt. Für den Geldbeutel und für die Gesundheit!

©knopfi.de´09

   
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