... Ich kenne zwar einen, der hat mit Lastern ein großes Geschäft gemacht, aber seine Kiesgrube hält auch nicht mehr lange vor…
So war ich schon ein wenig erstaunt, als ich in der Norma meines Vertrauens auf diese Flaschen stieß, in denen folgendes abgefüllt war:
++Echt Einsiedler Böhmisch++
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boehmisch bier 0 5 l jetzt zugreifen nur begrenzt erhaeltlich echt einsiedler boehmisch belebt ein stueck der langen brautradition als im jahre 1903 das einsiedler brauhaus emil schwalbe in die einsiedler brauhaus ag umgewandelt wurde kam echt einsiedler boehmisch als erstes bier unter dem markennamen einsiedler auf den markt nach ueber 100 jahren braut einsiedler wieder fuer sie diese spezialitaet zutaten feines
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Erfahrungsbericht von Sesamkorn über Echt Einsiedler Böhmisch 07.05.2009
Produktbewertung des Autors:
Geschmack:
so sollte ein Bier sein
Pro:
frischer, herber Geschmack
Kontra:
nicht immer zu haben
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Eremiten und Einsiedler sind scheue Leute, die mit der restlichen Menschheit normalerweise nix am Hut haben. Sie leben in Holzhütten mitten im Wald, auf Bäumen, in Felsspalten hoch über dem Tal oder auf Nagelbrettern. Es wird ihnen nachgesagt, dass sie Menschenscheu sind, zum Lachen in den Kohlenkeller gehen und vorher das Licht ausmachen und sich auch aus Alkohol, Frauen und anderen Lastern nix machen. Ich kenne zwar einen, der hat mit Lastern ein großes Geschäft gemacht, aber seine Kiesgrube hält auch nicht mehr lange vor…
So war ich schon ein wenig erstaunt, als ich in der Norma meines Vertrauens auf diese Flaschen stieß, in denen folgendes abgefüllt war:
++Echt Einsiedler Böhmisch++
Für schlappe 2,98 Euro für 6 Flaschen kann man nix verkehrt machen dachte ich und schleppte dieses Tragerl aus Karton mit in meine Einsiedlerwohnung.
Dies ist übrigens ein Bericht zum Bierfrühling, den Rainbow ausgerufen hat. Der dritte von mir, mal schauen, wie viele noch folgen.
++Flasche++
Glas, braun, 3 Etiketten, Kronkorken. Fertig ist die Brauereiabfüllung in die Long Neck Flasche. So einfach könnte ich es mir immer machen, wenn ich eine Flasche beschreibe. Mach ich aber nicht, keine Angst. Wenden wir uns dieses Mal dem wichtigsten Teil der Flasche zu, dem Kronkorken. Der ist nicht nur einfach profan unbedruckt, nein…er ist schwarz und da drauf steht „Einsiedler Böhmisch, original Brauereiabfüllung“ Ist das nicht schön *gg*
Nun kommen die andern 3 Papierblapperl dran. Die sind alle in mehr oder minder kräftigem Braun gehalten, mit ein wenig Gold dran. Auf der Halsbanderole ist ein uralter Mann drauf, der einen unheimlich langen Bart hat, der schlohweiß ist. Im Hintergrund kann ich altes Gemäuer erkennen. Auch hier kann man „Echt Einsiedler Böhmisch , Schutzmarke“ lesen. Dieses Bier scheint für Jung und Alt gemacht zu sein, denn im Gegensatz zu dem alten Mann ganz oben ist auf dem Hauptetikett ein Knabe zu sehen, der normalerweise in dem Alter noch kein Bier zum trinken bekommen sollte. Gut, vielleicht holt er ja gerade den riesen Humpen, den er in Händen trägt, dem alten Mann, der sehnsüchtig auf den lecker Trunk wartet. Dieses Etikett ist künstlich auf „Alt“ gemacht, es schaut etwas verwaschen und verwittert aus. Auch hier ist zu lesen „Echt Einsiedler Böhmisch, Original Brauerei Abfüllung, Gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot“ Und in einem roten Feld lese ich „Nach dem Originalplakat von 1907“… Der Bube auf dem Plakat schaut echt pfiffig aus. Er hat einen kecken Hut auf dem Kopf, in dem eine Feder gesteckt ist. Ein verschmitztes Lachen ziert sein Gesicht. Bekleidet ist er mit einer für damalige Zeiten typischen Tracht, eine ärmellose Weste und Hemd. In seinen Händen hält er einen Glaskrug mit offenen Zinndeckel, der fast schon so groß ist wie der Knabe an sich. In den Krug passen bestimmt 5 Liter Bier *verträumt schau* Der gesamte Hintergrund ist dann ein Braun.
Hinten drauf ist dann ein etwas kleineres Etikett. In starker Verkleinerung ist dort nochmal das Plakat mit dem Jungen zu sehen. Der Alkoholgehalt des Einsiedlers bewegt sich bei 5,2 %, das ist im normalen Bereich für ein Pils oder Helles. Unter dem Bild haben sich die Bierbrauer nicht lumpen lassen und uns eine Erklärung zum Bier hinterlassen.
++Einsiedler Böhmisch++
„Die Geschichte:
Durch die rasante Entwicklung der Privatbrauerei „Einsiedler Brauhaus, Emil Schwalbe“ zwischen 1885 und 1902 erfolgte 1903 die notwendige Umwandlung in eine AG. Die Marke „Einsiedler“ war geboren und Einsiedler Böhmisch die erste Biersorte, welche unter dem neuen Markennamen gebraut wurde. Die Bezeichnung „Böhmisch“ wählte man übrigens aus den nahmensrechtlichen Gründen. Die Bezeichnung „Pils“ war seinerzeit gesetzlich geschützt.“
Das ist ja interessant. Zumal man weis, das das Bier nicht in Böhmen, sondern in Chemnitz gebraut wird. Also in Deutschland *lach*… Die genaue Adresse lautet:
Die Zutaten sind auch schnell aufgezählt. Da erkennt man schon den Unterschied zwischen einem Fertiggericht, bei dem die Aufzählung der Zutaten schon mal eine halbe Seite Platz braucht. Das kann ich hier in einer Zeile erledigen:
Quellwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt.
Fertig. Ob es denn nun auch schmeckt, das erfahrt Ihr, wenn Ihr weiterlest……
++schmeckender Einsiedler++
Offen ist das Bier ja schnell, einfach die Kapsel mit dem Flaschenöffner aufhebeln und wegschmeißen. Dann hat man Zugang zum Einsiedler. Früher war das nicht so einfach, denn Einsiedler lebten, wie der Name schon sagt, irgendwo in der Pampas und versteckten sich vor neugierigen Biertrinkern. Und nun steht die Flasche vor mir und will geleert werden.
Den Gefallen tu ich ihr und schon verschwindet der Inhalt der Glasflasche in meinem Steinkrug. Ich kann erkennen, das das Bier sehr hell ist und recht herb riecht. Ob es auch so schmeckt? Ich bin kein Bitterbiertrinker, es sollte schon ein wenig harmonisch und malzig schmecken. Ob mich der Einsiedler hier enttäuscht oder mich auf der ganzen Linie überzeugt? Nun ich werde es gleich erfahren.
Der erste Schluck… ohhh ja, sehr kräftig und sehr stark gehopft. Das geht echt streng über die Zunge – aber – der Geschmack ist echt gut. Ja, damit kann man sich anfreunden, wobei meinem Engel würde es nicht schmecken, ihr wäre es zu bitter, das kann ich hier ohne Lug und Trug behaupten. Ich jedoch finde es interessant und lecker. Der Schaum hält auch recht lange – klar mein Krug ist gut gespült ;-) und ist schneeweiß…
Der Geruch ist typisch herb, wie man es von einem ehr hellen Bier gewöhnt ist, die Farbe ist ein sehr helles Gelb…
++Fazit++
Bierfrühling die dritte…. Ja das Bier kann man empfehlen, es schmeckt frisch, herb und gut. Deshalb vergebe ich für dieses Einsiedlerbier die volle Punktzahl von den 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung. Der Preis ist auch in Ordnung, die knapp 3 Euro sind OK. Dafür bekommt man ja die 6 Flaschen im Pappflaschenträger.
So, mal gugge, wie viele Biersorten ich noch im Frühling testen werde und hier einstelle…. Alleine in Franken gibt es ja unzählige Sorten… schaun mer mal…
Danke für alle Bewertungen und Kommentare, es grüßt Euch Euer harry.