Erfahrungsbericht über "Eggertspiele - Rokoko"

veröffentlicht 25.05.2015 | RIESENFUSS
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Ich bastele gerade an der Präsenz: riesenfuss-spiele.de Besuche und Anregungen sind willkommen. Mein erster Diamant 2015. Dank an meine treuen Leser und Bewerter! Ciao Thorsten
Ausgezeichnet
Pro Schöner Mechanismus, mit verschiedenen Mitspielerzahlen gut spielbar
Kontra nüscht
besonders hilfreich
Spaßfaktor
Design
Langzeitspielspaß
Stabilität

"Das tapfere Schneiderlein oder doch lieber 11 auf einen Streich?"

Jane im Rokoko

Jane im Rokoko

Moin Zusammen,
wo ich euch mit Glück auf bereits ein Spiel von eggertspiele, dass über Pegasus vertrieben wird präsentiert habe, will ich doch gleich mal weiter machen. Dafür dürft ihr mir in die Zeit des Rokoko folgen. Nach meinen Erfahrungen bei dem Glück auf – Bericht, das kurz und prägnant, obwohl es ja angeblich eher gewollt ist dann aber doch nicht so honoriert wird, könnte es durchaus sein, dass dieser Bericht wieder etwas länger wird, aber mal sehen. Ich bin sowieso der Meinung, dass bei einem längeren Bericht sich jeder das heraussuchen kann was ihn interessiert. Natürlich darf gern alles gelesen werden, aber mal ganz ehrlich wer liest hier jeden Bericht Wort für Wort? Bücher, ok aber schon bei Zeitungsartikeln fängt es doch an dass die meisten nur quer lesen, was ich allerdings völlig ok finde.

0. Inhaltsverzeichnis

1. Daten zum Spiel
2. Infos zum Verlag
3. Infos um Autor
4. Eindruck des Spielmaterials
5. Der Spielablauf
6. Erläuterung der verwendeten Spielmechanismen
7. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen
8. Fazit

1. Daten zum Spiel

Erschienen: 2013 bei Pegasus/eggertspiele
Autor: Stefan und Louis Malz sowie Matthias Cramer
Grafiker: Michael Menzel
Spiel-Genre: taktisch-strategisches rollengesteuertes Brettspiel mit Deckbuildingkomponente
Preis: ca. 34,95 € (ich habe das Spiel über Buch.de für ca. 23 € bekommen.)
Alter: Ab 12 Jahre
Spieler: 2-5
Spieldauer: 30-150 Minuten
Zielgruppe: Vielspieler, oder ambitionierte Gelegenheitsspieler, sowie Schneider und die Liebhaber des Rokoko

2. Infos zum Verlag

Dieses Spiel ist bei Pegasus erschienen, einem Verlag, den es in der deutschen Brettspiellandschaft noch gar nicht so lange gibt, der aber extrem auf dem Vormarsch ist. Im Jahre des Spielers 2014 konnte Pegasus mit Camel Up das Spiel des Jahres und mit Instanbul das Kennerspiel des Jahres stellen. Rokoko war übrigens auch zum Kennerspiel des Jahres nominiert. Neben der Verlagstätigkeit ist Pegasus auch Großhändler, der zum Beispiel die Lizenz für den Vertrieb von AEG-Spielen in Deutschland hat, über den aber auch kleinere Spieleläden ihre Bestellungen machen, da werden dann auch Spiele anderer Verlage, z.B. Hans im Glück, Kosmos oder Ravensburger ausgeliefert. Bis vor kurzen gab es in diesem Bereich auch noch ein Korporation mit dem Heidelberger Spieleverlag, da es aber Diskrepanzen gab hat sich die Korporation zerschlagen. Da meine Infos dazu nur aus zweiter Hand sind, möchte ich da nicht näher darauf eingehen.
Der Firmensitz von Pegasus ist übrigens im hessischen Friedberg.
Eggertspiele ist ein kleiner Verlag des durchaus nicht untätigen Peter Eggert, der für den Vertrieb mit Pegasus korporiert.

3. Infos zu den Autoren und dem Grafiker


Matthias Cramer

Matthias tauchte als Autor mit Glen More 2010 erstmals in der Spieleszene auf. Bis auf sein neueste Werk aus 2015 und aus 2013 Der Millionen-Coup (Ravensburger) besitze ich alle Spiele, wo er Autor war, auch wenn von Lancaster nicht die Erweiterungen. Seine Spiele haben durchaus ein strategisches Element, aber die Taktik steht im Vordergrund man muss schon auf die Züge der anderen reagieren und kann in seinen Spielen nicht solo vo sich hinspielen, wenn man gewinnen will.
Stefan und Louis Malz

*Quelle: www.malz-spiele.de*

Über uns
Das Projekt »Malz Spiele« wird von den Spieleautoren Louis und Stefan Malz betrieben.

Louis Malz
Jahrgang 1998

Schüler
Erste Spieleentwicklung mit 9 Jahren

Stefan Malz
Jahrgang 1968

Geschäftsführer einer Softwarefirma
Erste Spieleentwicklung mit 15 Jahren

Es kann nur funktionieren, wenn es die ganze Familie unterstützt, deshalb vielen Dank vor allem an Anja!

Unser Dank gilt aber auch den vielen Testspielern und Spieleautoren, die unsere Prototypen mit Geduld über sich ergehen lassen, und uns mit Ideen und Kritik unterstützen.
Warum?
Nachdem wir uns jahrelang als Konsumenten mit Gesellschaftsspielen aller Art beschäftigt haben, reichte uns das irgendwann nicht mehr. Immer wieder wurden gekaufte Spiele analysiert und verändert, und so war es die logische Konsequenz, dass wir seit 2008 selbst Spiele entwerfen.
Unsere Spiele
Sie können unsere Spiele nicht direkt bei uns kaufen. Denn wir konzentrieren uns auf die Entwicklung und den Test neuer Spiele, auf die Erstellung guter und verständlicher Anleitungen und auf den Bau von Prototypen.

Die Produktion und den Vertrieb überlassen wir denen, die sich besser damit auskennen – den Spieleverlagen, von denen es in Deutschland und weltweit viele hochwertige gibt.

Folgende Spiele von uns sind bereits erschienen oder werden bald erscheinen:

Neben Rokoko ist EDO bei Queen Games erschienen.

In der aktuellen Spielbox. Heft 2 2015 wurde dem Vater-Sohn Autorenpaar etwas mehr als eine Seite gewidmet.

Michael Menzel

* Quelle: wikikpedia.de *

Nach seiner Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten war er mehrere Jahre in der Computerspielentwicklung tätig, wo er zum Beispiel an der PC-Umsetzung von Die Sternenfahrer von Catan mitarbeitete. Sein erster Illustrationsauftrag für ein Gesellschaftsspiel war 2004 Manga Manga für den Kosmos Spiele Verlag. Seitdem hat er die grafische Gestaltung von nichtelektronischen Spielen zu seinem Metier gemacht. Zwischen 2004 und 2006 hat er über 30 Brett- und Kartenspiele für rund 10 Verlage illustriert.
Nachdem er bereits 2007 die Spielegrafik der Catan Online Welt bearbeitet hat, die seit dem 30. Oktober 2007 verwendet wird, hat er zunächst die Grafiken der 3. Edition der Catan-Brettspiele neu gestaltet [2] und anschließend die Grafiken der Karten für Die Fürsten von Catan und dessen Erweiterungen neu gezeichnet. Diese sind ab Herbst 2010 erschienen.
2012 erschien mit Die Legenden von Andor bei Kosmos das erste komplett von Michael Menzel neu entwickelte Brettspiel. Auch dies hat er selber grafisch ausgestaltet. Das Spiel wurde 2013 als „Kennerspiel des Jahres“ ausgezeichnet.
Michael Menzel lebt mit seiner Familie in Krefeld am Niederrhein.

4. Eindruck des Spielmaterials

Spielmaterial:
1 Spielplan (doppelseitig)
55 Karten
42 Kleiderplättchen
48 Rohstoffplättchen
48 Münzen
48 Siegpunktmarker
80 Besitzmarker (aus Holz)
16 Holzsteine "Spitze"
16 Holzsteine "Garn"
5 Spielertableaus
1 Startspielermarker
1 Leinenbeutel
1 Spielregel


Die Kleider-/“Schnittmuster“- sowie die Stoff-/Garn- und Spitze-Plättchen sind stabile Pappcounter. Die Spielermarker, das Garn und die Spitze sind aus Holz. Als Würfel, Scheiben und Sechseckzylinder allerdings nicht unbedingt atmosphärisch, aber das stört nicht so, da der Spielplan sowie die Rollenkarten und auch die Pappcounter schön und thematisch stimmig illustriert sind. Die Rollenkarten sind von guter Qualität, so dass sie auch nach diversen Partien nicht abgegriffen sind. Man hat in jeder Runde mindestens 3 Handkarten. Der Spielplan ist doppelseitig. Eine Seite für 2 und 3 Spieler und eine für 4 und 5 Spieler.
Der Stoffbeutel ist für die Kleider gedacht, damit sie zufällig ausgelegt werden, da auf einer Seite das fertige Kleid und auf der anderen das „Schnittmuster“ und somit verdeckte Nachziehstapel weniger Sinn machen.

5. Der Spielablauf

Das Spiel geht über 7 Runden. Wer danach die meisten Punkte hat gewinnt das Spiel.
Jede Runde startet jeder Mitspieler mit 3 Personenkarten, die ihm genau 3 Hauptaktion und je nach Person auch noch eine Zusatzaktion erlauben. Diese 3 Personenkarten wählt der Spieler zu Rundenbeginn aus den Personen vom persönlichen Nachschubstapel aus. Bei Spielbeginn sind es 5 später können es durchaus mehr werden. 11 sind erstrebenswert, wenn man auch eine Lehrling bekommt, der einem am Spielende bei 11 oder mehr Personenkarten 11 Siegpunkte bringt. Nur ob man ihn dann auch wirklich bekommt ist nicht sicher, denn durch einen sehr schönen Mechanismus weiß man, selbst wenn man alle Karten kennt, nicht in welche von 2 möglichen Runden die Karte ins Spiel kommt.
Es gibt neben den Lehrlingen noch Gesellen und Meister. In genau dieser Reihenfolge hat man mehr Aktionsmöglichkeiten. Alle Charaktere können Stoff- bzw. Garn und/oder Spitze kaufen, sich Bonusfelder (in der Anleitung Ausstattungsfelder genannt) erkaufen, den jeweiligen Charakter zur Königin entsenden. Der Geselle kann zusätzlich Kleider schneidern oder die Gunst der Königin erlangen, was zum einen 5 Livre und zum anderen das Startspielerrecht für die nächste Runde bedeutet. Der Meister schließlich kann auch Meisterkleider schneidern und Kleider im Ballsaal auf Meisterfelder platzieren und, was die Würze des Spiels ist, das eigene Personendeck durch das anwerben neuer Personen ausbauen.
Wichtig ist, dass immer erst die Hauptaktion ausgeführt werden muss und dann optional die Zusatzaktion. Fast vergaß ich. Zu Beginn hat jeder Spieler 15 Livre und das Grundeinkommen für die folgenden Runden beträgt 5 Livre plus dem Bonus vom Brunnen.

6. Erläuterung der verschiedenen Spielmechanismen

Ich erläutere hier nicht nur den Mechanismus als solchen, sondern auch wie er bei Rokoko funktioniert bzw. wie er sich zu dem Mechanismus in anderen Spielen unterscheidet.

Deckbuilding

Als Mutter der Deckbuilingspiele kann man sicher Dominion nehmen wenn man mal von reinen Sammelkartenspielen wie Magic oder Yugi-Oh absieht, die zwar auch eine gewissen Deckbuildingaspekt haben, aber wo die Decks eher vor Spielbeginn von den Spielern konstruiert werden.
Bei Deckbuilding ala Dominion oder auch Rokoko, starten alle Spieler mit der identischen Startkartenhand und haben während des Spiels meist durch den Kauf von Karten, mir fällt spontan kein Deckbuildingspiel ein wo die deckerweiternden Karten nicht gekauft werden. Bei Rokoko ist die Besonderheit, das man um eine weitere Personenkarte für sein Deck zu kaufen man für diese Aktion nur einen Meister nutzen darf, so kann es durchaus vorkommen, dass ein Spieler mehrere Karten in einer Runde kaufen kann und ein anderer keine. Ein gekaufte Personenkarte hat nicht wie bei anderen Deckbuildingspielen erst später Relevanz, weil sie nach dem Kauf zunächst auf den Ablagestapel wandern, sondern man bekommt die Karte direkt auf die Hand und hat somit einer weitere Aktion in der aktuellen Runde.
rollengesteuert

Bei den Rollengesteuerten Spielen fällt mit spontan als bekannterer Vertreter Puerto Rico ein. Bei Puerto Rico und folgenden rollengesteuerten Spielen ist oft so, dass die Rollen ausliegen und dann von den Spielern gewählt werden. Bei Puerto Rico kann/darf danach jeder die Rolle ausführen, nur der Spieler, der sie ausgesucht hat, hat einen Vorteil. Andere Spiele mit diesem Mechanismus erlauben es nur dem Spieler der die Rolle gewählt hat die spezielle Fähigkeit der Rolle zu nutzen um eine spezielle Aktion nutzen zu können.
Bei Rokoko unterscheidet man 3 verschiedene Rollen. Der Meister, er kann alles, der Geselle er kann alles außer neue Personen anwerben, beim Schneidern gibt es Meisterkleider, die der Geselle nicht schneidern darf und Plätze im Ball Saal für die er keine Kleider verleihen darf und schließlich der Lehrling, der gar keine Kleider schneidern darf.

Mehrheiten generieren, um zu Punkten

Dieser Mechanismus wird in Brettspielen schon sehr Lange verwendet ein bekannterer Vertreter ist da z.B. El Grande. Oft geht es bei Spielen mit Mehrheiten um die Besetzung von Ländern. Bei Rokoko ist dies nicht so, hier wird am Spielende jeder Ballsaal und die Dachterrasse, wo das Feuerwerk stattfindet gewertet und im 2 Personenspiel bekommt nur der Spieler mit der Mehrheit Punkte, ab 3 Spielern bekommt auch der 2. noch Punkte, wenn auch weniger. Ach da fällt mit noch ein vermutlich bekannterer Vertreter eines Mehrheitspiels ein. Die Paläste von Alhambra, bei dem es nicht um Mehrheiten in Ländern sondern um Gebäude geht.
Die Punkten durch Mehrheiten sind bei Rokoko allerdings nur eine Möglichkeit an Punkte zu gelangen. Die eine oder andere Mehrheit am Spieleende zu haben ist nicht verkehrt, aber es ist nicht zwingend nötig.
Aufträge erfüllen

Viele Spiele habe als zentrales Element die Erfüllung von Aufträgen, um Siegpunkte zu generieren. Bei Rokoko sind die erfüllten Aufträge die geschneiderten Kleider. Wenn man ein Kleid geschneidert hat, hat man allerdings zwei Optionen zum einen das Kleid im Ballsaal zu verleihen und direkt Siegpunkte zu generieren, ggf. einen Sofortbonus zu bekommen und am Ende des Spiels Mehrheitspunkte abzugrasen oder man kann das Kleid einfach für Geld verkaufen.

rundenbasierte Spieldauer

Wer kennt es als Spieler nicht aus Kindheitstagen? Monopoly oder Risiko. Partien, die sich über Stunden oder teilweise mehrere Tage hinzogen und wo zu einem bestimmten Zeitpunkt klar war, das einer gewinnt und die anderen eigentlich schon aufgeben konnten. Der führende wollte das Spiel dann aber doch meist zu Ende spielen.
Hier könnte ich auch nicht sagen,welches Spiel das erste mit einer Rundenbasierten Spieldauer war, aber es gibt da durchaus einige, die ich nennen kann aus 2015 z.B. Auf den Spuren von Marco Polo, welches ich zuletzt bei der Brettspiel-DM in Herne gespielt habe.
Wie viele Runde gespielt werden ist von Spiel zu Spiel verschieden und es gibt durchaus auch Spiele, wo jede Partie eine unterschiedliche Anzahl von Runden dauern kann, z.B. weil es ein alternatives Spielende gibt, wie z.B. bei Fremde Federn, welches ich hier auch eingehend rezensiert habe.
Bei Rokoko sind es 7 Runden, die eine Partie dauert.

6. Spielbarkeit und Erfahrungen mit unterschiedlichen Mitspielerzahlen

Ich habe das Spiel bisher in allen Besetzungen gespielt, nur noch nicht zu 5. Durch die zwei Spielplanseiten für 2 + 3, sowie für 4 +5 Spieler sind die Partien auch durchaus vergleichbar.
Je mehr Mitspieler vorhanden sind, desto mehr Hauen und Stechen um die besten Stoffe, die wertvollsten Kleider und die attraktivsten Personen gibt es. Im Spiel zu 5. ist es dann sogar so, dass ein Spieler gar keine Person mehr abbekommen kann, was den Startpieler in dieser Besetzung besonders attraktiv macht. Im Spiel zu 5. wird der Lehrling, der einem 11 Punkte bringen kann schwächer, da man dazu ja im Schnitt eine neue Person pro Runde bekommen müsste. Dies ist möglich, aber schwierig. Bereits in der Konstellation mit 4 Spielern ist der Brunnen oft stark umkämpft, da nur 3 Plätze auf jeder der 2 Ebenen zur Verfügung steht. Die eine Ebene bringt Boni für in den Ballsäle verliehene Kleider, die andere für besetzte Bonusfelder.

7. Fazit

Das ich die Ausstattungsfelder in Bonusfelder umbenannt habe liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich den Spielablauf nicht eins zu eins aus der Regel kopiere und diese bei Spielen, die mir sehr präsent sind für eine Rezi nicht einmal in die Hand nehme, höchstens, wenn ich auch ein Regeldetail eingehe, damit dies auch korrekt genannt wird.
Da ich letztens wegen einem fiesen Virus meinen Rechner platt machen musste, sind die alten Rokokobilder, die ich nur auch dem Rechner hatte flöten gegangen. Darum habe ich heute, am Pfingstmontag 2015 meine 17. Partie Rokoko gegen Jane gespielt. Sehr erfolgreich. Ich habe 96 zu 69 gewonnen. Es war bisher die höchste Punktzahl, die ich erreicht habe. Allerdings mit der Erweiterung Edle Kleider, die über das Stadt-Land-Spielt-Bonustableau 2014 zu mir gelangt ist.
Für 2015 ist eine größere Erweiterung geplant. Da sie noch nicht auf dem Markt ist und die Spielwarenmesse in Nürnberg schon vorbei ist, wird sie wohl auf der Spiel in Essen 2015 präsentiert.
Zunächst hätte ich schwören können, das Spiel auch bereits zu 5. gespielt zu haben, aber meine Partiestatistik auf www.spiele-check.de sagt mir da etwas anderes.
Generell finde ich es durchaus positiv, wenn Spiele als Mitspielerzahl 2 bis 5 haben, das es gerade auf Spieletreffen oder am Spieleabend durchaus zu 5 Mitspielern kommen kann und ich mit Jane gern auch nicht nur reine 2er-Spiele spiele.
Aber zurück zum konkreten Fazit zu Rokoko. Die Grafiken gefallen mir sehr gut. Vom Anspruch her finde ich es nicht zu seicht, aber Vielspieler finden hier schnell einen Zugang. Das Garn ist als Garnrolle gut erkennbar. Für die Spitze ist etwas Fantasie gefragt. Atmosphärisch finde ich das Spiel sehr gelungen. Ich kann mich nicht daran erinnern ein Spiel mit einer ähnlichen Thematik gespielt zu haben. Auch die Idee, dass man die Kleider nach dem Schneidern verkaufen kann, um Geld zubekommen, oder es nur für den Ball für Ruhmes(Sieg)punkte zu verleihen.
Extrem gut gefällt mit das Feuerwerkselement. Am Ende des Spiels, bei der Wertung wandern die Gäste aus dem obersten Ballsaal auf die Dachterrasse, um das Feuerwerk zu beobachten.
Kurz und gut ein rundum stimmiges und schönes Spiel.


Kurzbewertung:
Grafik: 9
Anspruch: 7
Anreiz: 10
Spielbarkeit mit allen Mitspielerzahlen: 10 (unter Vorbehalt, da ich es zu 5. noch nicht gespielt habe)
Mechanismen: 8 (schön, auch in Kombination, aber nicht komplett neu)
Spielmaterial: 7 (Holz ist immer gut, auch wenn mit Plastik Garn und Spitze detaillierte hätte dargestellt werden können)

Ciao Thorsten

P.S.: Falls hier grobe Schreib- oder Verständnisfehler auftauchen, gern eine Rückmeldung per Kommentar oder Gästebuch. Ich werde es dann nachbessern. Der Bericht soll heute, Pfingstmontag aber online!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • manuelmama veröffentlicht 17.07.2017
    bh
  • Mundi1 veröffentlicht 14.02.2016
    lg. Mundi
  • PeterPan2 veröffentlicht 07.01.2016
    Uppsala, den hatte ich ja noch gar nicht bewertet..... Naja im letzten Jahr habe ich vermutlich einige Lücken ;-).
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Produktdaten : Eggertspiele - Rokoko

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

EAN: 4250231705151

MPN: 54525G

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 08/11/2013